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Intelligente Verkehrskonzepte: Wie deutsche Städte die Blechlawine aufhalten

Designer, Werbestrategen und Verkehrsplaner wollen die Mobilität in Deutschlands Städten revolutionieren. Jedes Fahrzeug soll zum Zuge kommen - egal ob Straßenbahn, Auto oder Fahrrad: Es kommt nur auf eine intelligente Kombination an.

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Konstruktor 17.04.2011, 13:17
150. #

Zitat von Ästhet
Ich lasse mich aber durch nichts in meiner Freiheit einschränken wann und wohin ich will zu fahren.
Mit dem Fahrrad ist man in der Stadt fast immer wesentlich freier und flexibler als mit dem Auto.

Ich habe per Car Sharing jederzeit Zugriff auf verschiedene Autos (je nach Wunsch auch Kombis oder Kastenwagen), die ich mir vom Handy aus sofort buchen kann wie ich sie brauche.

Aber im Alltag bin ich mit dem Fahrrad wesentlich flexibler und bequemer unterwegs. Und weil es so viel bequemer ist, ist es auch kein Problem, mal zwischendurch einzukaufen anstatt sich alles zu einem wöchentlichen Riesen-Einkauf im Industriegebiet aufstauen zu lassen, bloß weil sich der Streß mit dem Stadtverkehr und der Parkplatzsuche für kleinere Einkäufe nicht mehr lohnen würde.

Nicht jeder kann auch wirklich flexibel sein. Aber bei vielen Leuten sind es eigentlich nur die Beton-Sperren im eigenen Kopf und nicht die wirklichen Möglichkeiten, die die Begrenzung darstellen.

Übrigens: Je mehr Kunden die Car-Sharing-Dienste haben, desto dichter wird auch das Netz der vorhandenen Autos. Bei mir ist der Weg zum Car-Sharing Auto hier im Viertel auch schon fast so kurz wie in vielen Fällen bei der normalen Parkplatzsuche mit dem eigenen.

Und wenn noch mehr Leute mitmachen, gibt es eben noch ein paar zusätzliche Autos.

Alleine schon nachts nach Hause zu kommen und einen fest reservierten Parkplatz zu haben ist in vielen Wohngebieten ein Luxus, den ich mit meinem eigenen Auto nie hatte – auch nochmal eine Ersparnis von Sprit und Lebenszeit.

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Ernst Robert 17.04.2011, 13:23
151. langfristig denken und handeln

Zitat von tweet4fun
Ich hatte ein sehr persönliches Beispiel dazu früher gepostet (Nr. 138), auf das keiner antwortete - lange Beiträge sind wohl zu anstrengend.
Nein, nein, das hab ich schon gelesen. Sie haben auch völlig recht. Die negative Entwicklung fing nur 30 jahre früher an: mit den totalen Kriegszerstörungen und der nachfolgenden Ideologie der 'autogerechten Stadt'. Kleinteilige Eigentumsverhältnisse wurden von Amts wegen beseitigt. In den 70ern zeigten sich dann die von Ihnen geschilderten katastrophalen Auswirkungen, solche Prozesse sind langfristiger Art und nicht von heute auf morgen zu verändern. Der Stadtplanung ist der größte Vorwurf zu machen: Viele verbleibende kleine Geschäfte, die eine gemischte Struktur gesichert haben, mussten schließen, weil sie z.B. die geforderte Ablösesumme für Stellplätze nicht aufbringen konnten. Dieser Schwachsinn wurde erst nach langer Kritik zugegeben. Es ist sehr schwer, falsche Strukturentscheidungen wieder rückgängig zu machen.
Auch die Grünen haben mit ihrer naiven Einstellung dazu beigetragen, das Wohnen aus der Stadt zu vertreiben, z.B. indem sie sich gegen jede Bebauung von Baulücken und andere Möglichkeiten von räumlicher Verdichtung gewehrt haben.
Ohne eine gewisse Bewohnerdichte aber lohnen sich keine fußläufigen Geschäfte und stirbt auch jedes soziale Leben ab.
Zitat von tweet4fun
Es sei denn, man dreht die Stadtplanung rigoros um!
Allerdings. Es stellt sich allerdings die Frage, in welche Richtung soll man drehen. Die nachrückende Generation (die neuen ProfessorInnen so um die 40) verliebt sich gerade wieder in die fünfziger jahre und den Charme der aufgelösten Stadt. Damit wollen sie gegen die von den 68ern eingeleitete Wende (die sie hassen, aber aus anderen Gründen, die tw. berechtigt sind) aufbegehren.
Erfolgreiche Experimente wie Tübingen oder Freiburg werden gerade so richtig schlecht gemacht (asozial, exklusiv etc..). Die Auswirkungen einer planerischen Konterrevolution aber könnten sehr verhängnisvoll sein...

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albert schulz 17.04.2011, 14:54
152. Stadtplanung gibt es nicht

Zitat von tweet4fun
DS - meine geliebte "Empress"! Auch die Ente hatte ich geliebt, allerdings als Fourgonette. Das Problem mit dem Verkehr fing in den 70er Jahren an mit einer völlig falschen und bewohnerfeindlichen Stadtplanung. Ich hatte ein sehr persönliches Beispiel dazu früher gepostet (Nr. 138), auf das keiner antwortete - lange Beiträge sind wohl zu anstrengend. Ich habe somit wenig Hoffnung auf eine "intelligente" Verkehrsplanung in der Zukunft. Es sei denn, man dreht die Stadtplanung rigoros um!
Die Straßenschluchten wurden bereits nach dem Krieg entworfen. An der Stelle standen nämlich zuvor Häuser. Nur Herrschaftsstädte hatten zuvor breite Straßen, bürgerliche nicht.

Was heute Stadtplanung heißt ist exzessive Bevorzugung des motorisierten Verkehrs. Aldi ist wie andere auch ein riesiger Parkplatz an verkehrsgünstiger Stelle, sogar weit außerhalb. Selbst die fußläufig erreichbaren Zentren veröden, das Angebot ist nicht mehr auskömmlich.

Wir werden dieselben Exzesse wie in Amerika oder Frankreich bekommen. Das Einkaufszentrum von Marseille ist dreißig Kilometer vor der Stadt, riesige Hallen ohne Bedienung, Parkplätze mehrfach größer als Fußballplätze, keine Möglichkeit mit ÖNV hinzukommen. Stadtplanung ist das sicher nicht, sondern Stadtzerstörung. Und das alles passiert bewußt gegen gültige Regeln.

Ganz nebenbei, außer Fürsten hat eigentlich nie wer richtig städtegeplant. Im Studium herrschen künstliche Retortenstädte vor, häufig in Sibirien, alle konsequent nach der Charta von Athen (aus den Zwanzigern), nämlich Wohnen, Arbeiten, Einkaufen schön getrentn. Ziemlicher Blödsinn ehrlich gesagt. Wirklich gute Planungen braucht heute nur ein Investor in die Pfoten zu kriegen und es ist aus damit.

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I'm a Substitute 17.04.2011, 18:52
153. ---

Zitat von albert schulz
Was heute Stadtplanung heißt ist exzessive Bevorzugung des motorisierten Verkehrs.
Lol! Sie haben wohl seit 30 Jahren keine Stadt mehr besucht...
Gegenwärtig beschäftigen sich Flächen-, Verkehrs- und Stadtplanung mit, die individuelle Mobilität möglichst unattraktiv werden zu lassen - nicht ohne Erfolg...

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albert schulz 17.04.2011, 19:44
154. Die schönen Worte höre ich schon allein es fehlt der Glaube

Zitat von I'm a Substitute
Lol! Sie haben wohl seit 30 Jahren keine Stadt mehr besucht...
Aber dummerweise habe ich die idealisierte Städteplanung studiert, und war jahrelang in einem Büro für diese Disziplin beschäftigt, lange Planungschef in einer Bauunternehmung für Straßenbau, und bin überzeugter Radfahrer, hatte mal ein B – Lizenz für Radrennen, und habe noch drei Räder. Vor allem aber habe ich Augen im Kopf. Außerdem lebe ich in einer Großstadt und kann sehr genau beobachten, wofür Geld da ist. Und wo gebaut wird und wie. Oder wie die Bahn Strecken stillegt, indem sie sie einfach nur alle paar Stunden bedient. Ihre schönen Worte gibt es seit einer unzähligen Anzahl von Jahren. Komischerweise wird immer anders entschieden (zuweilen auch gegen sinnvollen Verkehr).

Ich weiß genau wie die Fachleute, was richtig wäre und sehe was faktisch gemacht wird. Ist wie mit der Bibel. Jeder weiß, was sinnvoll ist und kleiner macht es. Als Schüler habe ich im Bauamt ganz tolle Bebauungspläne und Flächennutzungspläne koloriert. Und siehe da, nichts wurde gemäß Planung realisiert. Den Zahn Städteplaner zu werden hat mir vor vielen Jahren mein damaliger Chef gezogen: „Der beste Autobahnzubringer nimmt nicht den kürzesten und zweckmäßigsten Weg, sondern geht über die Grundstücke aller Gemeinderatsmitglieder.“

Es geht nur und ausschließlich um persönliche Mobilität. Die Leute aus dem Westerwald fahren seit vielen Jahren in Fahrgemeinschaften ins Ballungsgebiet oder parken am Bahnhof, weil es anders nicht mehr geht und auch zu teuer wäre. Man kommt nicht rechtzeitig durch und ein Innenstadtparkplatz in Frankfurt kostet fast soviel wie die Haltung eines Kleinwagens. Wäre dem nicht so, würden sie natürlich mit der Karre fahren. Ein Arbeiter darf nun mal nicht fünf Minuten zu spät kommen, bei einem leitenden Angestellten darf es eine Stunde sein oder zwei.

Heute werden Industrie- und Gewerbegebiete flach und bequem ins weite Land gesetzt, ebenso Einkaufszentren und Wohngebiete. Und zwar alles ohne Schienenanbindung. Es muß eine breite Straße hinführen und es müssen ausreichend viele Parkplätze da sein. Alles andere ist Humbug.

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tweet4fun 17.04.2011, 19:49
155. Vielleicht leben wir auf verschiedenen Planeten?

Zitat von I'm a Substitute
Lol! Sie haben wohl seit 30 Jahren keine Stadt mehr besucht... beschäftigen sich Flächen-, Verkehrs- und Stadtplanung mit, die individuelle Mobilität werden zu lassen - nicht ohne Erfolg...
Nach dem recht anstrengenden Lesen des ersten Textes muß ich aber sagen, daß an vielen Stellen genau die selben Denkfehler in der Stadtplanung enthalten sind wie eh und je. Auch wird immer wieder von zumutbaren Entfernungen zwischen Wohnen und Mittelzentren von 1 Stunde ausgegangen. 1 Stunde unter Benutzung des Individualverkehrs (was ja in der Regel Auto bedeuted) oder ÖPNV wohlgemerkt! Das kann sich leicht um 40 (!) km handeln. Vorausgesetzt, der ÖPNV ist vorhanden, aber das steht auf einem anderen Blatt.

Die Planung ist nach wie vor fehlerhaft und begünstigt grundsätzlich die Grundstücks-Spekulation, auch ein Grund für die Zerstörung der Städte.

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albert schulz 17.04.2011, 20:15
156. Geldgeber heißen heute Investoren

Zitat von tweet4fun
Die Planung ist nach wie vor fehlerhaft und begünstigt grundsätzlich die Grundstücks-Spekulation, auch ein Grund für die Zerstörung der Städte.
Es geht wohl nur um das Geld, und das machen sich Planer leider nicht ausreichend klar. Die schnelle Mark ist das Ziel. Und die hat weder mit klugen Theorien noch mit Demokratie noch Vernunft zu tun. Es wäre schon viel geholfen, würde man den Drang des Geldes in planerische Überlegungen einbeziehen. S21 ist übrigens eine Kopfgeburt der Firma Daimler - Benz, Stern am Himmel der Mobilität. Für wenige nur. Reines Mittelalter im Kern: "Ich habe den größeren."

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tweet4fun 17.04.2011, 20:21
157. Gut erklärt!

Zitat von albert schulz
Die Straßenschluchten wurden bereits nach dem Krieg entworfen. An der Stelle standen nämlich zuvor Häuser. Nur Herrschaftsstädte hatten zuvor breite Straßen, bürgerliche nicht. Was heute Stadtplanung heißt ist exzessive Bevorzugung des motorisierten Verkehrs. Aldi ist wie andere auch ein riesiger Parkplatz an verkehrsgünstiger Stelle, sogar weit außerhalb. Selbst die fußläufig erreichbaren Zentren veröden, das Angebot ist nicht mehr auskömmlich. Wir werden dieselben Exzesse wie in Amerika oder Frankreich bekommen. Das Einkaufszentrum von Marseille ist dreißig Kilometer vor der Stadt, riesige Hallen ohne Bedienung, Parkplätze mehrfach größer als Fußballplätze, keine Möglichkeit mit ÖNV hinzukommen. Stadtplanung ist das sicher nicht, sondern Stadtzerstörung. Und das alles passiert bewußt gegen gültige Regeln. Ganz nebenbei, außer Fürsten hat eigentlich nie wer richtig städtegeplant. Im Studium herrschen künstliche Retortenstädte vor, häufig in Sibirien, alle konsequent nach der Charta von Athen (aus den Zwanzigern), nämlich Wohnen, Arbeiten, Einkaufen schön getrentn. Ziemlicher Blödsinn ehrlich gesagt. Wirklich gute Planungen braucht heute nur ein Investor in die Pfoten zu kriegen und es ist aus damit.
Ich bin kein Stadtplaner oder Architekt. Ich gehe von meinen persönlichen Erfahrungen als Großstadtratte aus. Und die sind eindeutig! Die Stadtplanungen begünstigten eindeutig das Grundstücks-Spekulantentum. Und das hat mehr innerstädtisch gewachsene Strukturen zerstört als alle Bomben der Alliierten.

Ich lebe heute in Los Angeles, eine Riesenstadt, die keine Kriegszerstörungen erlebt hat. Und dennoch sieht das folgendermaßen aus:

http://laist.com/attachments/lindsay...405Freeway.jpg

Genau weil die gleichen politischen Fehler in den Planungsämtern gemacht wurden! Ein Zurückrudern und Umdenken ist nun aber fast unmöglich, auch weil es mittlerweile jeden finanziellen Rahmen sprengen würde.

Leute, ich kann Euch nur warnen! Schaut Euch das Bild mal in Ruhe an. Im Hintergrund sieht man Hochhäuser. Das sind die Arbeitsplätze, 10 Meilen entfernt von den Wohnhäusern rechts im Vordergrund. Ein ÖPNV ist fast nicht vorhanden, oft fahren die paar Busse alle 30 Minuten, auch während des Tages. Alle benutzen den Freeway.

Noch ist es nicht ganz zu spät in vielen deutschen Städten. Macht nicht die gleichen alten Fehler immer wieder!

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pussinboots 17.04.2011, 20:46
158. Muh

Zitat von tweet4fun
Ich bin kein Stadtplaner oder Architekt. Ich gehe von meinen persönlichen Erfahrungen als Großstadtratte aus. Und die sind eindeutig! Die Stadtplanungen begünstigten eindeutig das Grundstücks-Spekulantentum. Und das hat mehr innerstädtisch gewachsene Strukturen zerstört als alle Bomben der Alliierten. Ich lebe heute in Los Angeles, eine Riesenstadt, die keine Kriegszerstörungen erlebt hat. Und dennoch sieht das folgendermaßen aus: Genau weil die gleichen politischen Fehler in den Planungsämtern gemacht wurden! Ein Zurückrudern und Umdenken ist nun aber fast unmöglich, auch weil es mittlerweile jeden finanziellen Rahmen sprengen würde. Leute, ich kann Euch nur warnen! Schaut Euch das Bild mal in Ruhe an. Im Hintergrund sieht man Hochhäuser. Das sind die Arbeitsplätze, 10 Meilen entfernt von den Wohnhäusern rechts im Vordergrund. Ein ÖPNV ist fast nicht vorhanden, oft fahren die paar Busse alle 30 Minuten, auch während des Tages. Alle benutzen den Freeway. Noch ist es nicht ganz zu spät in vielen deutschen Städten. Macht nicht die gleichen alten Fehler immer wieder!
Sie träumen. Die heilige deutsche Kuh braucht Platz. Auch in den Städten. Der deutsche Autofahrer würde am liebsten mit dem Auto aufs Klo fahren.
Es wird sich nichts ändern.
Die Blechlawine wird wachsen und wachsen weil es die Mehrheit so haben will.
Dass dafür jede Menge Lebensqualität geopfert wird, fällt dem ein oder anderen wohl auf, aber .... Die heilige deutsche Kuh braucht Platz ...

Gruß
der gestiefelte Kater

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albert schulz 17.04.2011, 21:14
159. man definiert sich über das Auto

Zitat von tweet4fun
Noch ist es nicht ganz zu spät in vielen deutschen Städten. Macht nicht die gleichen alten Fehler immer wieder!
Wir machen alle Fehler, die uns Amerika vormacht, egal ob Einbauküchen oder Privatfernsehen, nur verspätet. Die anderen machen es genauso.

Die gleichen Fehler werden immer wieder gemacht. In den USA wohnen die Armen im dreckigen Zentrum, wo sie zur Not noch was kaufen können. Die Bessergestellten wohnen am grünen Stadtrand, und sie haben alle mehrere Autos, können überall einkaufen.

In Deutschland gibt es ein merkwürdiges Phänomen. Die Immobilienpreise an den S - Bahnstrecken explodieren, außerhalb gehen sie deutlich zurück. Die Menschen wissen also klar, daß sie ohne Auto hilflos wären, und mittlerweile hat jeder einen Hartzer unter seinen Freunden oder Verwandten. Und eine Scheißangst dazuzugehören. Also sich irgendwann kein Auto mehr leisten zu können, und dann ist Ende, ganz nebenbei auch im Alter, wenn man gar nicht mehr fahren kann. Man ist dann Abfall. Das Auto ist der entscheidende Punkt der gesellschaftlichen Wirklichkeit und Wertigkeit. Der Götze an für sich.

Ganz nebenbei: meine privaten Karren haben nie mehr als 3.000 Euronen gekostet, meine Dienstwagen 30.000. Auto ist Ideologie, tief drin.

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