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Intelligente Verkehrskonzepte: Wie deutsche Städte die Blechlawine aufhalten

Designer, Werbestrategen und Verkehrsplaner wollen die Mobilität in Deutschlands Städten revolutionieren. Jedes Fahrzeug soll zum Zuge kommen - egal ob Straßenbahn, Auto oder Fahrrad: Es kommt nur auf eine intelligente Kombination an.

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Thomas Humburg 15.04.2011, 08:48
10. Sehe ich heute schon

Zitat von smallbit
Ich sehe in 20 Jahren rüstige Rentner um die 70 Jahre
Du wirst lachen die sehe ich heute schon
Zitat von smallbit
- wenn auch leicht gehandikapt durch Sehschwächen,
Brille tragen einige.
Zitat von smallbit
Herz-Kreislauf- und Stoffwechselkrankheiten (Gicht, Rheuma usw.)
Das eher weniger denn die sind schon seit Jahrzehnten mit dem Fahrrad unterwegs und halten sich dadurch fitt. Die mussten nicht ins Fittnesstudio.
Zitat von smallbit
flott auf dem Fahrrad unterwegs mit Ihren 10 Kilo Einkaufstüten, die sie anschließend behende bis in den 4. Stock zu Hause hinauftragen
Hält fit ;-) Und es gibt auch Wohnungen in Bodennähe; außerdem Aufzüge und Lastenaufzüge. Hier werden übrigens immer mehr Wohnungen altersgerecht gebaut; die wissen schon warum. Auch mit dem Auto kann man die Einkäufe nicht bis vor die Wohnungstür im 4. Stock bringen.
Zitat von smallbit
(zusammen mit dem Fahrrad, es könnte ja geklaut werden).
Das kommt in den Keller. Ein Auto ohne Garage ist auch nicht gerade vor Vandalismus bzw. Diebstahl sicher.
Zitat von smallbit
Denn das Geld für ne Taxe wird nicht reichen bei unserer Rentenpolitik.
Fürn Pedelec oder Elektrobike sollte es schon reichen

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Hador 15.04.2011, 08:50
11. Nein, keinen Titel....

Zitat von smallbit
Ich sehe in 20 Jahren rüstige Rentner um die 70 Jahre - wenn auch leicht gehandikapt durch Sehschwächen, Herz-Kreislauf- und Stoffwechselkrankheiten (Gicht, Rheuma usw.) flott auf dem Fahrrad unterwegs mit Ihren 10 Kilo Einkaufstüten, die sie anschließend behende bis in den 4. Stock zu Hause hinauftragen (zusammen mit dem Fahrrad, es könnte ja geklaut werden).
Hinter dem Steuer eines Autos haben die von ihnen aufgeführten Kandidaten aber zum Schutz der Allgemeinheit mehrheitlich auch nichts mehr verloren.

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Neinsowas 15.04.2011, 08:54
12. mein Auto...

...gibt mir Freiheit, meinen Platz, meine Mobilität.
Es muss 80km/std. fahren können, Laderaum haben, mich schützen.
Nach 2 Fahrradunfällen weiss ich, wie schutzlos man auf dem Fahrrad ist. Gerade als älterer Mensch.

Klar, das Fortbewegungskonzept der Zukunft beruht auf multiplen Fortbewegungsmitteln, wie gehabt. Aber das Auto lässt sich, gewiesenermassen, eben n i c h t durch Bahn, Fahrrad oder Bus ersetzen.

Ich hasse Strassenbahnfahren o.dgl. in Deutschland, wenn man auf ein paar cm/2 festgepropft sitzt, starr geradeausguckt und seinem Sitznachbarn deutlich signalisiert: "Lass mich in Ruhe! Du interessierst mich nicht!"...wenn´s da wenigstens lustig zuginge!

Aber wie wäre ein Land, das seine Strassen rückbauen würde und dafür in beide Richtungen ein Gleissystem bauen(s. Schwebebahn), darauf individuelle Kabinen á la Auto fahren könnten und per Fernsteuerung auch individuelle Strecken (abbiegen, anhalten...)? Grosse Entfernungen können weiter mit der Bahn absolviert werden, das Containersystem würde ausgebaut, auch für den individuellen Bedarf...einkaufen und so...

Da hätten wir sehr viel Raum gewonnen, Spiel-bzw. Erholungsraum, ausgebaute Fahrrad-und Inlinerwege, etc.

Vielleicht sollte ich meine Vorstellungen der Zukunft mal "einreichen"...

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karsten112 15.04.2011, 08:57
13. Recht hat er..

Zitat von founder
Es ist einfach unfassbar, diese komplette vollkommen Merkbefreitheit. Aber in Deutschland wird das ignoriert. , 4 Jahre bevor die Chinesen den ersten Feldtest mit 40.000 Stück in Shanghai machten.
Stimmt ganz genau.
Ich war letzten in China und war völlig von den Socken das halb Peking mit den flüsterleisen E-Rollern durch die Stadt zischt. ( Auf einer extra Fahrspur wohlgemerkt ! )
Und hier in D verkauft man uns das E-Bike für 2500€ als die neueste Innovation....

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tetaro 15.04.2011, 09:05
14. ..

"Speziell das Auto gilt als wenig effektiv, weil zu viele damit allein unterwegs sind"

Für viele liegt darin aber eben der größte Vorteil dieses Verkehrsmittels.... nicht jeder bewegt sich gern im Soziotop der U-Bahn-Stationen, besonders zu gewissen Tageszeiten.

Leider ist wohl noch niemand dahintergekommen, wie man diese erwünschte Eigenschaft mit Effektivität paart.

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Pfeiffer mit drei F 15.04.2011, 09:07
15. .

Zitat von nemesis001
Aber was tun wenn es, wie so oft, regnet, wenn es popo kalt ist? Wenn es zu heiß ist?
Das scheint die Münsteraner nicht zu stören. Solange kein Glatteis auf den Straßen liegt, wird dort Rad gefahren.

Zitat von nemesis001
Ich kann einkaufen fahren und muss mir keine Gedanken über Bus, Bahn machen und wie ich mein Zeug nach Hause bekomme.
Mittlerweile kann man sich die meisten Dinge nach Hause liefern lassen. Kleineinkäufe für Frischwaren sind mit dem Fahrrad auch machbar. Und zur Not gibt es ja auch noch das Taxi.

Zitat von nemesis001
Was macht der Nichtautonutzer eigentlich am Wochenende? Ich setze mich allzu gern ins Auto und fahre raus aus der Stadt. Die angesteuerten Ziele sind ohne Auto überhaupt nicht erreichbar...
Liegt wohl am noch nicht wirklich gut ausgebauten Nahverkehr :-)
Andererseits fahren viele Autonutzer am Wochenende aufs Land, um dort Rad zu fahren.

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Crom 15.04.2011, 09:12
16. ...

1. Auf Facebook, iPhone und iPad kann ich bisher ganz gut verzichten und das als jemand, der mehr als 2/3 seines Lebens Computer und entsprechende Technik intensiv nutzt.

2. Ich werde auf mein Auto nicht verzichten. Ich benutzte zwar auch Fahrrad, ÖPNV oder geh zu Fuß, aber damit sind eben nicht alle Strecken zu bewältigen.

3. Die Mitfahrlösungen funktionieren nur, wenn es auch jemanden gibt, der eine Mitfahrt, sprich ein Auto, anbietet und jemand mitfahren will. Ich biete oft selbst solche Mitfahrgelegenheiten an. Mehr als ein Mitfahrer habe ich allerdings selten oft muss ich sogar allein fahren.

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RogerT 15.04.2011, 09:14
17. Car2Go und Ähnliche

Diese ganzen "Verkehrkonzepte" dieser "Experten" sind schon im Ansatz falsch.
Es werden die Verkehrsmittel - also Auto, Fahrrad, ÖPNV - gegeneinander ausgespielt bzw. verglichen.

Was dabei völlig vergessen wird:
1. viele Dinge sind, nicht nur in Städten , ohne Auto überhaupt nicht machbar, weil die Infrastruktur komplett auf das Auto ausgerichtet ist. So arbeitet meine Tochter als Krankenschwester in einer Klinik, die am Wochenende zu Beginn der Frühschicht mit dem ÖPNV überhaupt nicht zu erreichen ist. Ohne Auto kommt sie da gar nicht zur Arbeit und die 30 km bei Wind und Wetter mit dem Fahrrad ist völlig illusorisch.
2. das Auto hat in den Köpfen der Menschen einen völlig anderen Stellenwert als z.B. das Fahrrad oder der thüringer Elektroroller...
Warum gibt es z.B. kleine Inseln in der Südsee mit einer einzigen Ringstraße von 45km Länge plus ein paar Querstraßen in der gerade mal 3x3km "großen" Hauptstadt - aber 1000 Autos! Oder die Hauptstadt der Malediven, Malé. Die Straßen von Malé sind verstopft von Autos und Motorrädern, obwohl die größte Ausdehnung der Stadt nur einen Kilometer beträgt Wer braucht da ein Auto?

Es braucht keiner, aber jeder will es haben, es hat einen Nimbus, den kein Verkehrsexptere wegleugnen kann; aber die versuchen es immer wieder.

Das einzige Verkehrskonzept, das in meinen Augen einigermaßen erfolgreich sein könnten, sind die neuen CarSharing Angebote wie Car2Go und Ähnliche.

Alles andere gehen an den Wünschen der Menschen vorbei, die werden bei den ganzen Konzepten nämlich nicht berücksichtigt; jedes Konzept der Verkehrsexperten tendiert doch nur in Richtung eines Zwangs und ist damit zum Scheitern verurteilt.

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MrGold 15.04.2011, 09:17
18. konservativ

Zitat von 99erFiesta
In 10 Jahren werden Autofahrer wahrscheinlich beim passieren der Stadtgrenze standrechtlich erschossen. Wie können dies auch .....

Wow, autofahrer sind soo coole rebellen!
Keine Lemminge in Blechbüchsen!

Dauert wohl noch ein bisschen bis das gemeine Konsumopfer die Zeichen der Zeit erkennt :P

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Sharoun 15.04.2011, 09:18
19. Was für ein Egoismus!

Zitat von nemesis001
Ganz ehrlich, ich werde wohl nie auf mein Auto verzichten. Es ist einfach zu bequem. Ich fahre los wenn ich will und wohin ich will. Ich kann einkaufen fahren und muss mir keine Gedanken über Bus, Bahn machen und wie ich mein Zeug nach Hause bekomme. Dafür gebe ich gern mein Geld aus. Ach und das wichtigste, ich habe meine Ruhe im Auto!
Pech für all die Leute, die da wohnen und LEBEN, wo Sie und Ihresgleichen dann jeden Tag entlangbrettern; bei denen hat sichs mit der Ruhe.

Allgemein sind unsere Städte durch den massenhaften Gebrauch des Automobils, die Schaffung der entsprechenden Infrastruktur und all die weiteren Folgeerscheinungen zu Albtraumkulissen geworden - mit kleinen puppenstubenhaften Fußgängerzonen in zetraler Lage.
Wie kann man das ausblenden oder sogar gut finden?

Zitat von nemesis001
Was macht der Nichtautonutzer eigentlich am Wochenende? Ich setze mich allzu gern ins Auto und fahre raus aus der Stadt. Die angesteuerten Ziele sind ohne Auto überhaupt nicht erreichbar...
Und wenn das alle so machen, gibt es immer weniger lohnenswerte Ziele: breite Verkehrsschneisen haben sie überbaut.

Zitat von nemesis001
Aber gut, bei Gesichtsbuch und co sitzen die wahrscheinlich eh zu Hause...
Wenn ich mir Ihre Schilderungen so durchlese, habe ich das Gefühl, daß Sie -auch in Ihrem Automobil sitzend- Ihr Zuhause nie wirklich verlassen haben.
Wenn Sie an einem Ihrer Ziele angekommen sind, steigen Sie da aus, oder drehen Sie gleich wieder um und gondeln weiter?

Home, sweet MOBILE home...

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