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Intelligente Verkehrskonzepte: Wie deutsche Städte die Blechlawine aufhalten

Designer, Werbestrategen und Verkehrsplaner wollen die Mobilität in Deutschlands Städten revolutionieren. Jedes Fahrzeug soll zum Zuge kommen - egal ob Straßenbahn, Auto oder Fahrrad: Es kommt nur auf eine intelligente Kombination an.

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picard95 15.04.2011, 10:03
30. Realität

Zitat von founder
Es ist einfach unfassbar, diese komplette vollkommen Merkbefreitheit. Aber in Deutschland wird das ignoriert. , 4 Jahre bevor die Chinesen den ersten Feldtest mit 40.000 Stück in Shanghai machten.
In Deutschland werden zuviele Motorroller geklaut, kaputt getreten und/oder in Seen versenkt.

Ich würde mir gerne wieder einen Roller zulegen, aber ohne abschliessbare Garage keine Chance dass der Roller den 1. Geburtstag hier überlebt. Mein letzter Roller hat es trotz Alarmanlage nicht geschafft und unsere Gemeinde hat vor ein paar Jahren knapp ein Dutzend Motorroller aus dem See bergen müssen.
Nur Fahrräder werden noch häufiger geklaut/zerstört.

Autos werden meist in Ruhe gelassen (Brände in Hamburg/Berlin mal ausgenommen), aber Roller sind anscheinend Freibriefe für Asoziale.

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Cephalotus 15.04.2011, 10:06
31. lorem ipsum

Zitat von smallbit
Ich sehe in 20 Jahren rüstige Rentner um die 70 Jahre - wenn auch leicht gehandikapt durch Sehschwächen, Herz-Kreislauf- und Stoffwechselkrankheiten (Gicht, Rheuma usw.) flott auf dem Fahrrad unterwegs mit Ihren 10 Kilo Einkaufstüten, die sie anschließend behende bis in den 4. Stock zu Hause hinauftragen (zusammen mit dem Fahrrad, es könnte ja geklaut werden). Fitness für die Senioren! Denn das Geld für ne Taxe wird nicht reichen bei unserer Rentenpolitik.
Und ich sehe den Familievater, der den weinenden Kindern erklären muss, dass es jetzt zwei Wochen lang nur noch Suppe gibt und die Wohnung nicht mehr geheizt werden kann, weil der halbe Monatslohn fürs Auffüllen des Tanks gebraucht wurde.

So hat halt jeder seine Visionen.

Was die Leute ohne eigenes(!) Auto am Wochenende machen? Na mit dem Fahrrad oder der (Straßen)bahn fahren, ggf in Kombination. Und wenn man doch ein Auto braucht, dann eben carsharing.

Wir reden hier ja on Städten, am Land mag das noch alles anders aussehen:

Ich gehe üblicherweise zu Fuß zum Bahnhof, zu Fuß zum Einkaufen, zu Fuß zur Arbeit und die carsharing Station ist näher bei mir als es an manchen Tagen der nächste freie Parkplatz wäre.

Statt 2000 Euro und mehr im Jahr nur für den Unterhalt eines eigenen Automobils zu opfern mache ich damit lieber eine coole Reise o.ä...

Der 70jährige Rentner mit Geundheitsproblemen (die er u.U. nicht hätte, wenn er sich mehr bewegt hätte) kann sich auch mit dem Taxi zum Einkaufen chauffieren lassen, das ist alles bezahlbar, wenn man sich den Unterhalt des eigenen Automobils einfach erspart.

mfg

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SkwMueller 15.04.2011, 10:10
32. Gähn...

Zitat von marvinw
Eine intelligente Kombination ist es auch wenn die Autobahnen angemessen ausgebaut werden.
Immer, wenn irgendwo die Kapazität ausgebaut wird, wird neuer Verkehr generiert. Wird in München ständig festgestellt.

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gankuhr 15.04.2011, 10:11
33. .

Grundsätzlich haben die Planer ja recht - wenn der Verkehr weiter so anwächst, explodieren die Städte. Man kann Straßen nicht unendlich ausbauen, irgendwann müsste man Häuser dafür abreißen.

Ich fahr auch gerne Regionalexpress oder "höhere Züge". Wenn ich nach der Arbeit zu meiner Freundin fahre, wähle ich den Zug, da kann ich bequem 45Minuten ein Buch lesen.

Wenn ich allerdings nach Hause fahre habe ich die Wahl:
- eine halbe Stunde im Auto mit Klimaanlage und Heizung
- 1:45 Stunde mit öffentlichen Verkehrsmitteln, darunter Straßenbahn (im Winter bis 0° kalt, im Sommer sind da drin auch mal 40° ohne Wind), Ersatzbuss, U-Bahn, also 2 mal umsteigen.
- und wenn ich irgendwann auch nicht mehr nebenbei als Student eingeschrieben bin, zahle ich für zweiteres sogar mehr

Jetzt ratet mal, wofür ich mich Tag für Tag entscheide...


P.S. klar, die Kostenrechnung wird dann zugungsten der Bahn gewinnen, wenn man so rechnet, dass man überhaupt kein Auto besitzt. Aber das ist völlig unrealistisch, da ich auf keinen Fall zu Ikea oder zum Getränkemarkt mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren werde (um mal ein Beispiel zu nennen, warum ich eh nen Auto hätte). Und in dem Fall dann bekannte mit Auto anscnorren ala "hey, ich spar mir zwar das Geld f+r KFZ-Versicherung usw. und lebe dadurch billig, aber kannste mir mal kurz dein Auto leihen?".

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OttoEnn 15.04.2011, 10:12
34. =§-ooTToo

Zitat von sysop
--- "Das Chaos ist programmiert", ätzt ein Verkehrsexperte. --- So bunt und vielfältig wie die Apps auf einem iPhone wird sich nach Aussagen der Experten zukünftig auch die Mobilität gestalten.

Es ist so schön, Wortwahl und Inhalte im SpOn zu genießen.

=§-ooTToo

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bolonch 15.04.2011, 10:15
35. Schweiz

Zitat von Sysiphos110
Was in der Schweiz - wundersameweise ohne eine einflußreiche Automobillobby, da ohne Automobilindustrie - schon lange verwirklicht wurd (da gilt das Fahren in der Tram als chic und nicht wie bei uns als Transportmittel der Minderbemittelten und Gedemütigten, geistig wie körperlich Benachteiligten) - gelungen ist, wird hier vermutlich nie gelingen.
Hmmmm...

Also, die Schweiz hat eine gigantische Autodichte (besonders SUVs und Luxuslimousinen), bei mir vor dem Haus staut sich der Verkehr jeden Tag zwei mal für je ca. zwei Stunden - die Lärmbelästigung ist trotzdem nur gering. Höllenlärm macht nur die Bahnlinie hinter der Strasse.
Obwohl in der Schweiz der öffentliche Verkehr weitaus besser als in Deutschland ausgebaut ist und ein hervorragendes Image hat (der Ruf ist noch viel besser als die Realität) und Autofahren im Vergleich mit Deutschland eine Qual ist, bleibt das Auto für viele immer noch die bessere Alternative.

Ich nehme mich da selber nicht aus, obwohl ich mit Fahrrad zur Arbeit fahre und mindestens zehn mal pro Monat Bahn fahre: trotz Monsterstau und horrenden Parkhausgebühren ist man oft schneller und günstiger unterwegs.

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muhammaned 15.04.2011, 10:16
36. Paranoia

Zitat von 99erFiesta
In 10 Jahren werden Autofahrer wahrscheinlich beim passieren der Stadtgrenze standrechtlich erschossen.....
da heulen die Besitzer der lackierten Kampfhunde erwartungsgemäß auf: künftig nicht mehr unbehelligt auf Fuß- und Fahrradwegen parken, nicht mehr hupen und röhren in Wohngebieten, keine Sau mehr auf der Autobahn rauslassen dürfen und wohlmöglich noch für die tatsächlichen Kosten der Verwüstungen des Autoverkehrs aufkommen müssen. Kein Wunder, dass sie das alles nicht verstehen - es ging ja um _intelligente_ Verkehrskonzepte ...

SCNR,
M. (1974 - 2010 40 Autos, seitdem clean ... :)

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mrp 15.04.2011, 10:20
37. Fußgänger nicht vergessen

Es ist wohl leider kein Zufall, dass im Artikel das Zu-Fuß-Gehen als Fortbewegungsart gar nicht erst erwähnt wird. Und das nicht nur, obwohl es die gesündeste, energieeffizienteste, umweltfreundlichste und verkehrstechnisch flexibelste Art ist, von A nach B zu kommen. Sondern auch, obwohl keines der mechanisierten Fortbewegungsmittel ganz ohne es auskommt -- schließlich muss man sich zwischen Start- und Zielort und Parkplatz, Haltestelle, Bahnhof usw. hin- und herbewegen.

Das Problem bei der Vernachlässigung der Fußgänger ist, dass Stadtarchitektur und -planung, und heutige Architektur im Allgemeinen, diese Fortbewegungsweise immer mehr erschweren und damit letztlich ganz entscheidend zu diesem Problemkomplex beitragen, der nicht auf den logistischen Verkehrsinfarkt beschränkt ist: Unser Verbrauch von Ressourcen hängt eng damit zusammen, dass wir die Städte so bauen, dass etwa Familien in Vororte mit individuellen Gärten ziehen müssen (der Garten als der einzige Auto-freie und damit kinderspielverträgliche Außenraum, der uns bleibt, dabei aber besonders viel zunehmend knappes Wasser verbraucht), und diese Vororte wiederum aufgrund ihrer gartenbedingten Ausdehnung mit anderen als motorisierten Individualverkehrsmitteln kaum zu bedienen sind, zugleich aber die städteplanerische Ansiedlung der Arbeitsplätze den täglichen Transport erfordert.

Wenn wir in Deutschland diese Probleme ernsthaft angehen wollten, stünde natürlich viel auf dem Spiel, etwa die gesamte Ausrichtung unserer Industrie (und ihrer Arbeitsplätze), die ja ganz wesentlich auf der Produktion von Transportmitteln basiert. Alternative Industrien etwa im Umfeld der Energieerzeugung wiederum sind auch darauf angewiesen, dass unser transportbedingte Energieverbrauch nicht grundsätzlich infrage gestellt wird, und benötigt selbst auch den Transport von Rohstoffen, die wiederum eine entsprechende Infrastruktur erfordert.
Eine klarer Ausweg aus dieser im wahrsten Sinne des Wortes verfahrenen Lage zeichnet sich nicht ab. Vielleicht kollabiert das System einfach irgendwann, etwa wegen Wassermangels oder unerschwinglichen Rohstoff- und Energiepreisen, oder falls diese immer weiter quersubventioniert werden, einer nicht mehr finanzierbaren Steuerlast.

Ein solcher Kollaps muss nicht dramatisch sein; man denke nur an die Auswirkungen der Finanzkrise -- in Irland führt weniger Geld zu verbesserter Flächennutzung (erwachsene Kinder blieben länger im Elternhaus wohnen oder leisten sich weniger Wohnfläche), weniger Autos werden gekauft oder Autos werden weniger genutzt (man denke an Singapur, wo Autosteuern so angelegt sind, dass normale Steuerzahler ihr Statussymbol Auto nur abends und wochenends benutzen können).

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fritz_64 15.04.2011, 10:20
38. das..

der verkehr in den ballungsräumen an seine grenzen stösst ist doch keine neue nachricht..es ist hier ähnlich wie bei der momentanen ausstiegsdebatte, es ist an der zeit wirklich neue wege zu beschreiten und inovationen in allen bereichen voranzutreiben, eben wirklich neue lösungen, denn über das gestrige ärgern wir uns doch nicht erst seid 2011..

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lily166 15.04.2011, 10:28
39. e-Autos

Zur Fotostrecke: "Hinweisschild für Elektroauto-Ladestation in Paris: Bürgermeister Bertrand Delonoe ist ein erklärter E-Auto-Fan."

Schön, dass M. Delonoe das so sieht. Ich find E-Autos auch gut. Aber nicht, wenn sie, wie in Frankreich, mit jeder Menge Atomstrom durch die Gegend fahren.....

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