Forum: Auto
IT-Konzerne: "Autos von Google werden bestimmt nicht in Stuttgart produziert"
REUTERS

Wie viele Daten hat dein Auto? Nicht mehr PS, sondern Informationen bestimmen das Geschäft mit der Mobilität von Morgen. So wird Google zur ernsthaften Bedrohung für die Autokonzerne - vor allem in Deutschland.

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torben40 10.11.2015, 09:32
180. Gilt nicht für alle Menschen...

Zitat von mazzmazz
Was aber bei Weitem nicht jeder annehmen wird, ist das Carsharing-Modell. Denn nicht jeder wohnt in Städten und ist flexibel. Wer auf dem Land wohnt und erst mal eine Stunde aufs Auto warten muss, wenn er sich kurzfristig mit freunden treffen oder zum Arzt gehen möchte, macht das 3-4 mal mit, dann kauft er sich wieder ein eigenes Fahrzeug. Wer mrogens um 7:30 regelmässig ein Auto für die Fahrt zur Arbeit benötigt, erwartet, dass das 99%ig klappt. Wie soll das aber gehen, wenn 300.000 Menschen in einer Stadt die 30.000 Autos, die man im Durchschnitt benötigt, um 7:30 Uhr anfordern? Wer hat Priorität? Gibt es Abos? Sind diese dann günstiger als die Anschaffung eines eigenen Fahrzeuges?
Nicht jeder wohnt auf dem Lande, sondern in der Stadt. Nicht jeder braucht ein Auto um zur Arbeit zu kommen. Trotzdem haben viele dieser Menschen ein Auto, dass praktisch nur steht und Kosten verursacht. Außerdem kostet ein Auto Zeit, weil man sich kümmern muss. Auch habe ich nun "feste" Stellplätze und muss nun nicht mehr ewig nach knappen Parkraum suchen.

Ich habe das Glück, dass ich in der Stadt wohne und mit einem Auto länger zur Arbeit bräuchte, als mit dem Fahrrad.

Bis jetzt habe ich immer auch sehr kurzfristig ein Auto bekommen. Falls es mal nicht an meinen nahen Standorten verfügbar war, bin ich mit dem Fahrrad dann zu nächsten Standorten(unter 10 Minuten) gefahren.

Ein Carsharingauto wird wohl kaum jemand zum Pendeln zur Arbeit nutzen, weil das einfach zu teuer ist. Wer aber ab und an ein Auto braucht, der ist mit Carsharing in Städten meiner Meinung gut bedient. Ansonsten kann man sich ja auch kurzfristig ein Taxi nehmen, wenn er sich kurzfristig mit Freunden treffen möchte oder zum Arzt muss. Auf längeren Reisen oder für den Urlaub nehme ich Mietwagen von größeren Anbietern, weil das meistens günstiger ist, als Carsharing... oder ich fahre mit der Bahn zum Zielort und nehme mir dann dort einen Mietwagen oder wenn Quernutzung möglich ist einen Carsharingfahrzeug.

Ich benötige derzeit mit meiner Familie kein eigenes Auto mehr um das ich mich kümmern muss, sondern ich "mixe" mir meine Transportmittel sowie ich sie benötige... sei es ein Kleinwagen für Einkäufe aus dem Supermarkt... sei es ein 9-Sitzer für ein Stadionbesuch mit den Kindern... sei es ein Transporter um Möbel zu transportieren.. sei Cabrio für ein Wochenede mit Frauchen... oder sei es ein Kombi für eine Wanderung mit der Familie im Harz... sei es mit der Bahn nach Berlin zum Shoppen...

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torben40 10.11.2015, 09:33
181.

Zitat von bergerangel
Spätestens mit mitte 30 wird sich jeder bewusst ,dass er ein Auto braucht um von a nach b zu kommen
Handelt es sich dabei um ein eigenes Auto? Das braucht nämlich nicht jeder Mensch um bequem von A nach B zu kommen.

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mittagspause 10.11.2015, 09:59
182. In 5-10 Jahren nochmal nachfragen

Ich würde den Artikel und Hr. Stahl auf Wiedervorlage legen und ihn in 5-10 Jahren sein Artikel vor die Nase halten und bitten die Prognose mit der Realität zu vergleichen.

Ich halte mal dagegen und tippe, die Mehrheit der Prognosen trifft nicht zu.

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kopfrechner 10.11.2015, 10:02
183. Und ?

"Stahl: Erst einmal ist es doch erstaunlich, dass das Geschäftsmodell der Autofirmen so lange funktioniert hat. 96 Prozent der Zeit steht das Auto ungenutzt rum. Der Besitz macht ökonomisch überhaupt keinen Sinn. "

Die Aussage ist Unsinn, sofern ein Auto beim Herumstehen keine Ressourcen verbraucht. Das Gleiche gilt schließlich für fast alle persönlichen Dinge außer vielleicht Wohnraum und Rechner.

Soll ich mir aufgrund dieser Aussage jetzt auch Kaffeemaschine, Fotoapparat und noch viele weitere Dinge mit meinen Nachbarn "sharen" ? Aus irgendwelchen Gründen muss ja das Privateigentum an persönlichen Dingen auch bei geringer prozentualer Nutzungsdauer sinnvoll sein.

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DMenakker 10.11.2015, 10:02
184.

Zitat von EMU
Nach den ersten paar Jahren Betrieb wird klar sein, dass automatische Autos sicherer sind als handgelenkte und ab dann werden sich Fahrer wie Sie den "Mörder"-Aufschlag auf die Versicherungsprämien einfach nicht mehr leisten können.
Erstens glaube ich nicht, dass automatische Autos sicherer sein werden. Wir sind, wenn man einmal Flugverkehr und Strassenverkehr vergleicht, gerade mal in Zeitaltern des Doppeldeckers.

Bis wir softwaremäßig das Ersetzen können, was man gemeinhin "menschliche Intuition" nennt, dauert es noch Ewigkeiten. Nicht zu unterschätzen dabei die Mischung des Strassenverkehrs, also ein Verkehrsraum für alle. Die Automatisierung hätte nur dann einen Sicherheitsvorteil, wenn Autos einen eignen Verkehrsraum hätten. Das ist aber eine Jahrhundertaufgabe ( die kein normaler Mensch nur wegen der Visionen von ein paar abgedrehten Software fuzzis in Angrif nimmt ).

Im übrigen würde ein funktionierende Verkehrsautomation zumindest Anfangs derart viel teurer werden, dass es ganz sicher sehr viel mehr Leute gäbe, welche den "Mörd erzuschlag" zahlen könnten, als solche, welche den "Nerdzuschlag" sich leisten.

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neurobi 10.11.2015, 10:03
185. Tablett und Handy mit VW-OS

Würde sich irgendjemand ein Tablett oder Handy mit VW-OS kaufen (die haben ja gute Programierer)?

Gut, und wie kann man auf die Idee kommen, ein Auto von Google oder Apple zu kaufen?

Sorry, ich traue es beiden Unternehmen nicht zu, auf diesem Gebiet ein brauchbares Produkt auf den Weg zu bringen.

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mittagspause 10.11.2015, 10:08
186. Die Datenblase

Ich sehe schon die gigantische Datenblase am Horizont wie sie den zerplatzt.

Die Firmen die mit Daten Geld verdienen werden immer wertvoller und die Firmen die etwas produzieren verlieren im vergleich dazu an wert.

Aber das kann doch nicht funktionieren dass ich mit der Werbung für ein Produkt mehr Geld umsetze als mit dem Produkt.

Weiterhin bleibt auch das Problem, dass die Visionen zwar ins unendliche Wachsen können aber das Budget der Kunden doch limitiert bleibt.

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mazzmazz 10.11.2015, 10:18
187.

Zitat von torben40
Nicht jeder wohnt auf dem Lande, sondern in der Stadt. Nicht jeder braucht ein Auto um zur Arbeit zu kommen. Trotzdem haben viele dieser Menschen ein Auto, dass praktisch nur steht und Kosten verursacht. Außerdem kostet ein Auto Zeit, weil man sich kümmern muss. Auch habe ich nun "feste" Stellplätze und muss nun nicht mehr ewig nach knappen Parkraum suchen. Ich habe das Glück, dass ich in der Stadt wohne und mit einem Auto länger zur Arbeit bräuchte, als mit dem Fahrrad. Bis jetzt habe ich immer auch sehr kurzfristig ein Auto bekommen. Falls es mal nicht an meinen nahen Standorten verfügbar war, bin ich mit dem Fahrrad dann zu nächsten Standorten(unter 10 Minuten) gefahren. Ein Carsharingauto wird wohl kaum jemand zum Pendeln zur Arbeit nutzen, weil das einfach zu teuer ist. Wer aber ab und an ein Auto braucht, der ist mit Carsharing in Städten meiner Meinung gut bedient. Ansonsten kann man sich ja auch kurzfristig ein Taxi nehmen, wenn er sich kurzfristig mit Freunden treffen möchte oder zum Arzt muss. Auf längeren Reisen oder für den Urlaub nehme ich Mietwagen von größeren Anbietern, weil das meistens günstiger ist, als Carsharing... oder ich fahre mit der Bahn zum Zielort und nehme mir dann dort einen Mietwagen oder wenn Quernutzung möglich ist einen Carsharingfahrzeug. Ich benötige derzeit mit meiner Familie kein eigenes Auto mehr um das ich mich kümmern muss, sondern ich "mixe" mir meine Transportmittel sowie ich sie benötige... sei es ein Kleinwagen für Einkäufe aus dem Supermarkt... sei es ein 9-Sitzer für ein Stadionbesuch mit den Kindern... sei es ein Transporter um Möbel zu transportieren.. sei Cabrio für ein Wochenede mit Frauchen... oder sei es ein Kombi für eine Wanderung mit der Familie im Harz... sei es mit der Bahn nach Berlin zum Shoppen...
Ich, ich, ich...

ICH brauche beruflich und privat ein Auto. Meine Frau auch. Somit haben wir zwei Alltagsautos, obwohl es in unserem Kaff sogar Car Sharing gibt. Würde ich dieses Angebot für meine täglichen Wege nutzen, wäre der Car-Sharing Punto im Jahr ca. 1.000 Eur teurer als meine aktuelle Mercedes S-Klasse.

Dennoch würde ich gerne auf die zwei Alltagsautos verzichten können. Ginge nur über einen Umzug in die Stadt. Das jedoch kommt für mich nicht in Frage.

Und nun?

Es ist schwierig, Allheilmittel für die Mobilität zu finden. Der Mix macht´s, wie Sie es ja auch beschreiben. Mein Mix ist halt anders als Ihrer.
Solange ich lebe, werde ich wohl ein eigenes Auto vorhalten. Egal ob es 22h am Tag herumsteht. Denn es ist da, wenn ich es brauche oder will.
Ein Fahrrad und die Bahn nutze ich parallel. Manchmal auch einen Roller oder ein Motorrad.
Aber wir haben in Bayern 4-5 Monate p.a. Winter. Da fahre ich Auto oder Bahn.
Ein selbstfahrendes Auto muss ich aktuell nicht haben. Aber sollte dies, trotz meiner o.g. Bedenken, irgendwann funktionieren, lasse ich mich auch darauf ein. Mal sehen, das dauert ja noch mindestens 20 Jahre. Bis dahin bin ich längst im Ruhestand und sitze irgendwo am oder auf dem Meer. Und werde meine Kinder bedauern, die den ganzen Ökowahn dann auslöffeln müssen.

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DMenakker 10.11.2015, 10:36
188.

Zitat von EMU
Oh weh. Das Thema ist doch schon mit den Elektroautos durch. Die nächste Generation E-Autos wird von Panasonic & Co hergestellt. Klar, wenn BMW will, können die gern ein bisschen Blech drumherumschrauben und vorn das Logo drankleben, aber die Wertschöpfung, und damit die Kohle landet nicht mehr bei den Quandts oder Pitschesrieders.
Es ist vollkommen egal, auf wessen Kosten die nächste Generation E-Autos geht. Aber das mit der Wertschöpfung im Sinne von Gewinn ist dann doch eher was für Träumer. Auch der Verbrennungsmotor ist noch lange nicht todzukriegen. Einfach weil er billiger ist.

Wenn überhaupt eine Revolution kommt, dann geht die eher in die Richtung Wasserstoff Hybrid.
Denn ausser ein paar Hochrechnungen hat noch keiner eine Idee, wie man die zum realen Betrieb erforderliche Energiemenge im Auto mitführen könnte. Da bleibt als Alternative eben nur Wasserstoff mit Stromunterstützung.
Aber selbst wenn es bei e-Autos bleiben sollte. Eines ist heute schon klar. Autos werden alleine durch den Energiespeicherbedarf ( in Verbindung mit einem erforderlichen Komfort ) eher größer, als kleiner. Und ob Sie tatsächlich mit Antriebsstrang und Karosse weniger verdienen als mit e-Motor samt Batterie? Da haben wir mit der Kalkulation der Wertschöpfungskette doch offensichtlich noch so das eine oder andere Problemchen.

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Olaf 10.11.2015, 10:39
189.

Zitat von Simmonelli
für den das ein Kaufkriterium ist. Ich suche gerade einen neuen Familienwagen und habe den S-Max genau aus diesem Grund von der Liste gestrichen, da es kein MirrorLink resp. CarPlay gibt. Da ich viel dienstlich unterwegs bin ist das für mich ein KnockOut-Kriterium, da ich somit u.a. ein überteuertest internes Navi kaufen muss, dass dann noch nicht einmal (oder nur gegen Geld) Echtzeitverkehrsinfos liefert.
Ich denke auch, dass dies immer wichtiger wird. Die großen Automobilhersteller sollten sich zusammen tun und selber eine Smartphone Schnittstelle definieren und auch anbieten.

Dann wären Apple und Co. gezwungen sich anzupassen und nicht umgekehrt.

Aber ich glaube nicht, dass die deutschen Hersteller das auf die Reihe bekommen. Die sind alle noch auf dem Trip möglichst niemanden die Schnittstellen offenzulegen.

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