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Jaguar XE SV Project 8: Das Tier
Jaguar

Mit einer hochgerüsteten Kleinserie der Limousine XE werden Millionärsträume wahr. Nie zuvor gab es einen Jaguar mit 600 PS. Die Leistung des SV Project 8 bestimmt alles im Wagen - selbst die Position des Lenkrads.

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ein-berliner 22.06.2018, 07:45
1. Ein Jaguar mit Krallen?

Wohl eher eine Miezekatze im Rausch der Verblendung. Was hat Jaguar geritten einen derartigen Kuhhandel mitzumachen? Nachdem sich die Firma zu einem seriösen Hersteller von grbrauchsfähigen Kraftfahrzeugen mit Alltagstauglichkeit entwickelt hat nun einen derartigen Vertreter für Halbstarke auf die Straße zu stellen. Die extremen Entwicklungskosten werden durch den exorbitanten Preis nicht ausgeglichen und der Sachverstand der Konstrukteure wäre bestimmt sinnvoller nutzbar. So steht ein Zuhälterkarren mehr in Garagen ohne jeden Mehrwert. Nicht alles was machbar ist bringt einen Autobauer weiter, dieses Projekt garantiert nicht. Es bedient die falsche Klientel. Schade um die Verschwendung von Ressourcen.

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sucky 22.06.2018, 08:52
2. Rennstreckenauto und kein Alltagsauto!

Ich (BMW Kunde seit Jahren, wird sich wohl demnächst ändern..) hatte jetzt am Mittwoch die Möglichkeit gehabt den Project 8 auf einem abgesperrtem Gelände in einem Rundkurs zu bewegen und muss sagen das Auto ist der Wahnsinn. Es macht unglaublich viel Spaß wie knallhart in die Kurve der Wagen zu bewegen ist und auch dank der Bereifung quasi auf dem Asphalt klebt. Das ist ein absolutes Spaßauto welches für die Rennstrecke konzipiert ist. Multimedia und den ganzen Lederfirlefanz hätte man ruhig weglassen können. Das Jaguarklientel würde so ein Auto sowieso nicht im alltäglichen Strassenverkehr bewegen wollen. Optisch gefällt der Project 7 in jedem Fall mehr, weshalb dieser auch viel schneller ausverkauft wurde. Den Project 8 kann man tatsächlich noch bestellen!

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sam-berlin 22.06.2018, 08:59
3. Grusel..

Jaguar stand mal für sportliche Eleganz, mit Betonung auf Eleganz. Dieser Markenkern darf und sollte gerne neu interpretiert werden. Aber diese orange Büchse wirkt ja nur abschreckend. Damit sinkt Jaguar endgültig auf das Niveau der AMG-Proleten-Schüsseln. Ich befürchte, dass es bei diesem peinlichen Ausrutscher nicht bleiben wird.

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Indiana.Jones 22.06.2018, 09:19
4. Hartes Gericht

Zitat von sam-berlin
Jaguar stand mal für sportliche Eleganz, mit Betonung auf Eleganz. Dieser Markenkern darf und sollte gerne neu interpretiert werden. Aber diese orange Büchse wirkt ja nur abschreckend. Damit sinkt Jaguar endgültig auf das Niveau der AMG-Proleten-Schüsseln. Ich befürchte, dass es bei diesem peinlichen Ausrutscher nicht bleiben wird.
Sie sollten nicht so hart mit Jaguar ins Gericht gehen.

Das Ausloten des technisch machbarem gehört aktuell zum Portfolio nahezu aller Hersteller von schönen GT. Aston Martin mit dem "Vulcan", Mercedes mit den AMG-Modellen, BMW mit dem CSL.

Die gefallen mir auch nicht, trotzdem bin ich überzeugt, dass z.B. Aston Martin auch zukünftig noch schöne Autos bauen wird. BMW hat mit dem neuen 8er auch einen superschönen GT konzipiert ( alles meine Meinung ). Und Jaguar ist für mich seit dem F-Type auch wieder auf dem richtigen Weg.

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robster 22.06.2018, 09:24
5. Very British...?

...wohl eher nicht. Der Gentleman driver dürfte sich hier nicht wirklich zuhause fühlen. Es ist immer wieder erstaunlich, welche Wirkung die Nordschleife hat bzw. welche Außenwirkung sich die Hersteller von Rundenrekorden erwarten. Neben den im Artikel genannten deutschen Herstellern hat sich Alfa Romeo ja auch die Giulia QV und einen Rekord auf der Nordschleife gegönnt. So beeindruckend das Potential von Serienautos ist, wenn sie nicht deutlich modifiziert auf die Reise geschickt werden, für mich wäre eine Neuauflage des Sportwagon (Giulia als Kombi) interessanter gewesen als eine verbesserte Rundenzeit. Beim Jag sehe ich das genauso.
Cheers!

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Pickle_Rick 22.06.2018, 09:35
6.

Ein Blick in den Innenraum genügt. Schalensitze, Überrollkäfig, Vierpunktgurte und ein Feuerlöscher. Das Teil ist ein Rennstreckenspielzeug für Reiche und eher nicht für die Straße. Auch Aston Martin ein Hersteller eher stilvoller GTs bietet immer wieder solche Autos an. Ok ich würde mir dafür kein Auto kaufen, welches als dicke Limousine konzipiert wurde. Man kann zwar tunen aber die Basis ist eben nicht dafür gedacht und man macht immer Kompromisse. Zum angeben an der Kö ist er wohl auch nicht so geeignet. Der Klientel dürfte er zu unbequem sein. Keine Sorge liebe Berliner, der Eimer wird auch wohl niemals beim Genießen des Matcha Latte stören.

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JiggiZiggi 22.06.2018, 10:59
7.

Coole Kiste für die Rundstrecke, wobei man dann doch noch 12k€ drauflegen sollte und sich einen aktuellen Porsche GT3 RS holt, der schafft die Nordschleife dann doch nochmal 25 Sekunden schneller und die Ersatzteilversorgung sowie das Händlernetz ist in Deutschland besser, falls man sich mal bei den Touristenfahrten die Stoßstange oder so abreißen sollte.

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chrismuc2011 22.06.2018, 11:16
8. #5

Jaguar war nie ausschließlich für Gentleman Driver gedacht. Jaguar SS, Mk.II3.8 ( erste Sportlimousine der Welt), E-Type, XJR.
Der Rundenrekord am Nürburgring sagt eben einiges über die Fahreigenschaften incl. Motor/ Getriebe aus. Rundenzeiten von Indianapolis oder Nardo sagen nur etwas über Leistung und Höchstgeschwindigkeit etwas aus.
Mit der AR Giulia QV gebe ich Ihnen vollkommen Recht. 1/3 des Jaguar Preises, fast soviel Leistung, ebenfalls Allrad, alltagstauglicher, leider optisch auch etwas zu krawallig für mich. Als Station Wagon und mit etwas dezenterem Auftritt wäre er für mich erste Wahl.

Noch etwas zum Artikel: Für Rundstrecken ist es durchaus nicht unerheblich, auf welcher Seite das Lenkrad ist ( abgesehen von der technischen Unmöglichkeit bei Jaguar). Die meisten Kurse sind im Uhrzeigersinn, also rechtsrum, Ovalrennen ( nicht unbedingt das Einsatzgebiet vom Jaguar) nur linksrum. Rechtslnker wäre als leicht im Vorteil.

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bstendig 22.06.2018, 11:21
9. Tatsächlich? 25 Sekunden schneller?

Zitat von JiggiZiggi
Coole Kiste für die Rundstrecke, wobei man dann doch noch 12k€ drauflegen sollte und sich einen aktuellen Porsche GT3 RS holt, der schafft die Nordschleife dann doch nochmal 25 Sekunden schneller und die Ersatzteilversorgung sowie das Händlernetz ist in Deutschland besser, falls man sich mal bei den Touristenfahrten die Stoßstange oder so abreißen sollte.
Unglaublich. Die Frage ist, was man davon hat. Im Stau auf der A8 ist es vollkommen egal, ob man im Aston Martin oder im Porsche steht - kein Geschwindigkeitsunt4erschied bei der "Rundenzeit".

Und ich glaube es hängt auch vom Fahrer ab. Da möchte ich jetzt mal wetten, dass sie und ich im Porsche langsamer wären als ein erfahrener Rennfahrer im Aston Martin.

Und nein, weder der eine noch der andere reizen mich auch nur im Geringsten. Ich muss ebenerdig einsteigen können und nicht im "Souterrain " wohnen. SUV ist angesagt. Im Idealfall das G-Modell von Mercedes. Selbst mit dem kleinsten Motor für mich attraktiver als die Schüsseln für die Hormongesteuerten.

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