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Kältemittel-Streit: Deutschland bleibt gegenüber der EU hart
DPA

In einem Brief an die EU hat die Bundesregierung begründet, warum der Autohersteller Mercedes durch einen Trick ein eigentlich verbotenes Kältemittel für Klimaanlagen verwenden darf. Tenor des Schreibens: Brüssel habe sich den Ärger selbst eingebrockt.

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vertikalleser 05.04.2014, 09:46
1. Und das vom Diktat aus Brüssel

Und wiedermal wird das Gesicht Brüssels offengelegt. Von nicht gewählten Vertretern der Nationen ein Diktat aufgebürdelt zu bekommen, wann endlich wird den Herren in Brüssel gezeigt wo die Grenzen sind und wenn Sie den Mut haben dem EU Bürger freie Wahlen und Parteien zugesichert.

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kenterziege 05.04.2014, 09:46
2. Interessanter Streit

Physik gegen Jurisprudenz. Die Jurisprudenz wird verlieren und die Lobbyisten werden umsonst investiert haben. Gratulation an Daimler! Vor allen Dingen: Kompliment an die Daimler-Ingenieure, die im letzten Moment die Notbremse gezogen haben! Es war ohnehin ein Skandal, dass sich die Automobilindustrie mit lediglich zwei amerikanischen Quasi-Monopolisten ins Bett gelegt hatte. Und die hatten die Katze fast im Sack! Gut, dass Daimler Benz seine interne Kommunikation vor dem NSA erfolgreich abschirmt.

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egal 05.04.2014, 10:02
3. Finde ich super

dass unsere Regierung den Mut hat, sich gegen die EU in diesem Fall zu stellen. Das Kältemittel R1234yf ist nur deswegen auf dem Markt, da sich unsere französischen Freunde damit eine goldene Nase verdienen wollen (mal von den Amis abgesehen). Unter normalen Bedingungen hätte das Zeug nie ne Zulassung bekommen. Ich hoffe Daimler bekommt bis 2016 CO2 als Kältemittel auf die Kette. Habe keine Lust von Flusssäure zerfressen zu werden.

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hans-georg-pabst 05.04.2014, 10:09
4. Globale Geschäftsinteressen

Die Firma Dupont, der größte Sprengstoffhersteller für Bomben und Granaten, sieht seine Monopolstellung davonschwimmen. Bislang waren sie weltbeherrschend. Sowohl bei R 12, R 22, 134a ...
In den Haushaltskühlschränken hat sich etwas getan, man verwendet das bestens geeignete Propan oder Butan. Leider brennt es. Amoniak aus Großanlagen ist leider giftig. CO2 wird von den gläubigen Grünen bekämpft, ist aber wegen extrem hoher Drücke im Auto schwer beherrschbar. Luft ist wegen miserabler Wirkungsgrade nicht zu empfehlen.
Was nun? Sollte man doch über brennbare Kältemittel reden? Ein Auto fährt in seinem Tank bis 90 Liter spazieren (Entspricht der Energie von 20.000 Schuß Gewehrmunition, reicht für eine Kleinstadt). Wird aber nicht von der Gurken-EU beanstandet.

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dirkozoid 05.04.2014, 10:10
5. VW und BMW

Sind die anderen deutschen Autohersteller auch der Meinung, dass das neue Mitte lebensgefährlich sei?

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hansiii 05.04.2014, 10:33
6. optional

Es ist unfassbar, dass ausländische Firmen wie Honeywell und Dupont sich über Lobbyarbeit, man könnte es auch Korruption nennen, über die nicht demokratisch legitimierte EU, Verbraucherschutz in Deutschland zu Gunsten ihres eigenes Profits ausschalten können.

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curiosus_ 05.04.2014, 10:37
7. Die Lobbyistenä....e waren mal wieder am Werk,

Zitat von sysop
- das umstrittene Kältemittel R1234yf, das die Industriegrößen Honeywell und Dupont gemeinsam entwickelt haben.
aber wie es aussieht diesmal vielleicht (hoffentlich!) erfolglos?

Die von Daimler mit Hochdruck verfolgte sichere Alternative (Daimler setzt auf CO2 in Klimaanlagen) ist blöderweise so leicht verfügbar wie Sand am Meer und des weiteren nicht patentierbar.

So ein Pech aber auch, da besteht massiver Optimierungsbedarf im Lobbyistennetzwerk von Honeywell und Dupont ...... Brüssel spurt zwar wie gewünscht, aber an der Basis in D läuft was gewaltig schief.

Danke an den gesunden Menschenverstand in den Köpfen der zuständigen Daimler-Ingenieure und Entscheidungsträger. Es besteht noch Hoffnung.

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Altesocke 05.04.2014, 10:52
8. Glatt das Handelsabkommen vergessen!

"Am Ende könnte der Europäische Gerichtshof Deutschland eine Strafzahlung aufbrummen."
Die wird ja der Steuerzahler uebernehmen, und nicht Daimler. Somit ist das doch wie immer, derzeit:
Gewinne privatisiert, Verluste sozialisiert.
Viel interessanter: Kommt das Abkommen mit USA mit Investitionsschutz, zahlt der Steuerzahler auch die engangenen Gewinne von Honeywell und Dupont. Erst recht, wenn in D. dann die CO2 Aircon-Anlagen kommen.
Schoenes abkommen!

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JEngbers 05.04.2014, 10:55
9.

Zitat von dirkozoid
Sind die anderen deutschen Autohersteller auch der Meinung, dass das neue Mitte lebensgefährlich sei?
Bei VW sieht man die Situation ähnlich wie bei MB. Man will sich aber an die Vorgaben halten und dann höchst wahrscheinlich ebenfalls auf CO2 umschwenken.

R1234yf ist nen Teufelszeug. Mit Flusssäure ist nun wahrlich nicht zu spassen. Ich frage mich vorallem wie die Feuerwehr dort noch zuverlässig unterscheiden will welche Fahrzeuge Sie dann bei einem Großflächigen Einsatz des Kühlmittels noch ohne und welche MIT VOLLSCHUTZ(!) löschen muss.

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