Forum: Auto
Kältemittelstreit: Das Ultimatum an Deutschland läuft aus
Daimler

Der Kältemittelstreit zwischen Daimler, Deutschland und der EU geht in die nächste Runde. Bis Donnerstag muss die Bundesregierung auf einen Anklage-Brief aus Brüssel antworten. Doch die Fronten scheinen verhärtet.

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danielc. 27.03.2014, 07:03
1. Zwei Welten stoßen aufeinander

Dieser Fall macht einen spannenden Eindruck: Die Lobby- und Design-orientierten Eurokraten gegen die Technophilen Deutschen.
Wenn Menschenleben in Gefahr sind, gibt es für mich keine Frage. Das wäre für mich mal ein gutes Argument für einen Mercedes oder VW. Für den Umweltschutz wäre der Verzicht auf eine Klimaanlage oder gleich auf das Reisen das Beste. Aber das wäre für mich kaum praktikabel.

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flyhi172 27.03.2014, 07:24
2. CO2 Klimaanlagen

CO2 waere die ideale Loesung, die Anlagen werden mit der Massenproduktion billiger werden. Kaum zu glauben dass es jetzt auf einmal heisst dass R134a umweltschaedlich ist... ich kann mich noch gut daran erinnern als es als "umweltfreundliche Alternative" das R12 abloeste.
CO2 wird langfristig gesehen die einzig wirklich umweltfreundliche Loesung sein, warum schliessen sich die Autobauer nicht zusammen und arbeiten an der Entwicklung ?

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ovi100 27.03.2014, 07:25
3. Bürokratische Sturkopfe..

Was heißt denn begründen warum das Mittel gefährlich sein soll? Ja geht's noch?!? Wenn schon das Datenblatt davon ausdrücklich warnt dann denke ich, dass in der EU nur Leute sitzen die nichts anderes tun als das was Großkonzerne vorgeben. Ist das die EU, das sich ein Europäische Bürger sich wünscht? In dieser Sache sollte die Kommission schnellstens sich Neuorientierung und D sollte es ruhig auf ein Gerichtsverfahren ankommen lassen. Es gibt bestimmt noch frei denkende Gutachter, die nicht von Dupont und Co gekauft sind..Lobbyismus (oder gar Korruption) sind gar nicht gut in einer Gesellschaft. Schon vergessen wie sich EU-Parlmentarier aus Slowenien, Österreich und Rumänien sich haben bestechen lassen?

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c.PAF 27.03.2014, 07:34
4.

Zitat von sysop
Der Kältemittelstreit zwischen Daimler, Deutschland und der EU geht in die nächste Runde. Bis Donnerstag muss die Bundesregierung auf einen Anklage-Brief aus Brüssel antworten. Doch die Fronten scheinen verhärtet.
War das schön, als sich die EU noch um die Bananenkrümmung gekümmert hat. Da wurden wenigstens keine Menschen gefährdet.

Zitat von
(...)zeigt das Sicherheitsdatenblatt von Honeywell. In diesem steht, dass bereits bei unbeabsichtigter Freisetzung von R1234yf - beispielsweise in einer Werkstatt - ein vollständiger Schutzanzug und ein Atemschutzgerät zu tragen sind.
Alleine das ist ja schon der Knaller!

Was muß da an Schmiergeldern geflossen sein, daß einige unbedingt dieses Horrorzeug durchdrücken wollen?

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gable 27.03.2014, 07:44
5. Hut ab vor Daimle

Paradebeipiel fü Lobbyismus: Hier hat die Indutrie die Politik solange beeinflusst, bis ein, sogar nach Herstellerangaben (!), hochgefährliches Mittel vrgeschrieben wird.
Ich hoffe Deutschland und Daimler knicken nicht ein!

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holystony 27.03.2014, 07:45
6. Wahnsinn,

was da läuft. Da kann man nur hoffen dass Daimler bald erfolgreich ist. Das dauert alles aber sehr lange. Hat da jemand schon mal übe reine Open-Source-Entwicklung nachgedacht ? Würde doch schneller gehen :-)

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wqa 27.03.2014, 07:51
7.

Zitat von sysop
Für die EU geht es allerdings weniger um wirtschaftliche Fragen, sondern um das Prinzip.
Das kennen wir durch die Energiesparleuchtmittel doch bestens.

Solange jedes Land einen EU Kommissar stellen darf und Narren dort das Sagen haben, sollten die in Brüssel/Straßburg die Klappe halten und dem lieben Gott danken, dass wir Deutschen diesen Irrsinn mit 27% bezahlen.

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Löschknecht 27.03.2014, 08:17
8. Multiples Organversagen bei der EU und in Deutschland

Ich persönlich mag weder Flusssäure freisetzendes Kältemittel (mit dem dahinterstehenden Zwang einen US-Konzern zu bereichern), noch Gen-Food, noch ein Freihandelsabkommen mit den USA - das Konzerne ermächtigt, im Falle politischer Interventionen entgangene Gewinne einzuklagen.
Nicht nur als Feuerwehrmann, der im Zweifelsfalle um sein Leben fürchten muss, sondern auch als Bürger Deutschlands & der EU, der sich um die Zukunft seiner Region sorgt.
Wichtiger als Avancen aus den USA statt zu geben, uns mit Fracking-Gas versorgen zu wollen, wäre wäre mir stattdessen eine stabile Versorgung mit russischem Gas, wozu die Politik durchaus ihren Beitrag leisten könnte.

Mir scheint, dass dies inzwischen viele Bürger so sehen. Leider scheinen sich Politik & Wirtschaft des Landes um Mehrheitsmeinungen zunehmend weniger zu scheren.

Was ist zu tun? Auswandern? Wohin?

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Juhuu 27.03.2014, 08:31
9. Gefahrguttransport

Zu Recht tragen LKWs mit Gefahrgut aussen gut sichtbare Schilder die darauf hinweisen. Das Killer-Kältemittel R1234yf ist eindeutig ein Gefahrgut, ein LKW müsste Warnschilder tragen. Konsequenterweise müssen dann die Brüsseler Bürokraten auch für PKW solche Schilder vorschreiben. Ist doch logisch und einsehbar (ausser wenn man Lobbysten-Interssen bedienen möchte...)

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