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Kältemittelstreit: Dobrindt attackiert EU-Kommission
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Die EU-Kommission hat im Kältemittelstreit ein Verfahren gegen Deutschland eröffnet - doch die Bundesregierung stellt auf stur. "Wir haben für dieses Vorgehen wenig Verständnis", sagt Bundesverkehrsminister Dobrindt. Er verteidigte die Sicherheitsbedenken des Autoherstellers Mercedes.

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orthos 24.01.2014, 12:12
1. Wen sich MB und GP einig sind...

Wenn sich Mercedes Benz und GreenPeace einig sind, dann kann doch selbst der gütigste Gutmensch nicht mehr glauben, die EU sei im Recht. Oder?!

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kahabe 24.01.2014, 12:14
2. Der Herr

sollte sich dem Wohle des Volkes widmen, und nicht dem der Automobilindustrie.

Dann hat er auch keine Probleme mit EU-Institutionen. Nicht nur in Sachen Maut, Eisenbahn...

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maipiu 24.01.2014, 12:15
3. Bajuwarische Holzhammermethode

Dobrindts brachialer Konfrontationskurs gegenüber der EU ist sicher sehr wahlkampftauglich und sichert die Hoheit über die Stammtische. Ob sie aber auch für die beteiligten Parteien zielführend ist, muss doch stark bezweifelt werden.
Könnte dumm laufen für Daimler.
Am längeren Hebel sitzt nämlich nicht Dobrindt.

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ArnoNym 24.01.2014, 12:47
4. Tut er doch!

Zitat von kahabe
sollte sich dem Wohle des Volkes widmen, und nicht dem der Automobilindustrie. Dann hat er auch keine Probleme mit EU-Institutionen. Nicht nur in Sachen Maut, Eisenbahn...
Genau das tut er doch - anstatt sich dem Wohle der undemokratischen EU-Kommision mit ihren unsinnigen Ideen zu widmen.

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kenterziege 24.01.2014, 12:48
5. Greenpeace hat....

Zitat von sysop
Die EU-Kommission hat im Kältemittelstreit ein Verfahren gegen Deutschland eröffnet - doch die Bundesregierung stellt auf stur. "Wir haben für dieses Vorgehen wenig Verständnis", sagt Bundesverkehrsminister Dobrindt. Er verteidigte die Sicherheitsbedenken des Autoherstellers Mercedes.
....hat den Tunneltest mit diesem Flusssäure bildenden Kältetest gemacht. Auffahrunfall und Brände im Tunnel! Die sind an sich schon schlimm. Aber mit einer Mischung wie der, hätte man die Soldaten auf den Schlachtfeldern von Verdun noch schneller umgebracht, als mit Senfgas! Mercedes hat für alle die Notbremse gezogen. Nicht nur Greenpeace sondern auch Toyota hat sich der Initiative gegen das US-monopolisiere Kältemittel angeschlossen! Es wäre besser gewesen, letzte Verkehrsminister hätte bei uns E10 verboten! Dobrind hat recht!

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ArnoNym 24.01.2014, 12:50
6. Wieso?

Zitat von maipiu
Könnte dumm laufen für Daimler. Am längeren Hebel sitzt nämlich nicht Dobrindt.
Wieso? Was glauben Sie, was passiert, wenn Deutschland eingeschnapp reagieren würde und die Zahlungen an die EU reduzierte oder gar einstellte?

Deutschland hat einen ziemlich langen Hebel! Die Frage ist nur, ob man ihn auch benutzen will oder ob man sich -wie bisher- auf der Nase herum tanzen läßt.

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wakaba 24.01.2014, 12:50
7. optional

Co2, billiges Abfallprodukt aus der Gasproduktion und 100x weniger treibhausschädlich und umweltschädlich als was heute reingeht. Scheindiskussion Weil Benz was verpennt hat.

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Crossi71 24.01.2014, 13:00
8. Aber wenn er doch Recht hat

Bin wahrlich ein Fan von Dobrindt, aber wo er Recht hat, hat er Recht!
Auch Brände in Tunneln, Tiefgaragen wurden nicht betrachtet. Klar, bei einem normalen Unfall entzündet es sich nicht so oft, aber wenn das Auto im Motorraum brennt, dann entsteht zwangsläufig die gefürchtete Flusssäure. Ersthelfer und Brandbekämpfer sind extrem dadurch gefährdet! Flusssäure ist absoluter Horror für den menschlichen Körper.
Man muss sich das ganze mal anders verdeutlichen. Wenn Backofenpommes bei normaler Zubereitung ungiftig wären, aber bei Temperaturen von über 220Grad eine tödliche Konzentration von Arsen entstehen würde, dann würde die EU-Kommision bei ihrer jetzigen Denkweise Backofenpommes immer noch als bedenkenlos einstufen.
Schon bei den Energiesparlampen war die EU veranwortungslos. Diese Dinger gehören eigentlich auf Grund ihres Quecksilberanteils verboten.

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der_durden 24.01.2014, 13:07
9.

Zitat von kahabe
sollte sich dem Wohle des Volkes widmen, und nicht dem der Automobilindustrie. Dann hat er auch keine Probleme mit EU-Institutionen. Nicht nur in Sachen Maut, Eisenbahn...
Es geht hier um etwas mehr als nur Hilfe für die deutsche Automobilindustrie. Lesen Sie sich mal ein. Selbst die Feuerwehr ist gegen die Einführung des neuen Kältemittels, nicht nur wegen der Brandgefahr, sondern auch aus Sorge vor den eigenen Rettungskräften, welche bei der Bergung mit Flusssäure in Berührung kommen könnten. Wenn dem so ist, würde sich das auf zukünftige Rettungseinsätze, Ausrüstungen usw. auswirken.

Man muss nicht immer nur plump Lobby-Arbeit vermuten. Wenn Sie es doch möchten, dann schauen Sie nach Brüssel, denn dort liegt der eigentliche Lobby-Skandal, nämlich, dass dieses amerikanische Kühlmittel mit der Brechstange eingeführt werde soll - wider jeder Vernunft. Vor allem weil es sinnvoll wäre nur ein wenig zu warten, dann sind Klimaanlagen mit CO2 Kühlmittel einsatzbereit. Diese Entwicklung wurde aber massiv ausgebremst.

Wie gesagt, lesen Sie doch einfach mal ein wenig darüber, dann können Sie auch sachlich argumentieren.

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