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Kalifornien: Google kritisiert Regeln für selbstfahrende Autos
AFP

Der US-Bundesstaat Kalifornien hat künftige Vorschriften für selbstfahrende Autos vorgeschlagen - und erntet nun Kritik vom IT-Konzern Google. Unter anderem sehen die Regeln vor, dass der Fahrer für Unfälle haftet.

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Flying Rain 17.12.2015, 11:17
20. Ja

Ja wenn Google es nicht gut findet dass der Fahrer haftet, dann stellt sich doch sicher Google als der Hersteller als Hafter zur Verfügung?

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oxybenzol 17.12.2015, 11:23
21.

Zitat von claude
Die Technikgläubigkeit wird m.E. genauso zu Toten führen, wie es der Strassenverkehr heute tut. Eine Software, die Bilder von Kameras interpretiert, wird niemals alle Situationen des Strassenverkehrs meistern können. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis in einer unvorhergesehenen Situation, oder wegen eines Programmierfehlers, unschuldige Menschen von selbstfahrenden Autos gerammt und getötet werden. Genauso ein Irrsin wie die selbstliefernde Amazon-Drohne.
Keiner behauptet, dass autonomes Fahren 100%ig sicher ist. Aber schauen sie sich mal die Unfallstatistik an. Da gibt Unfall durch Alkohol, überhöhte Geschwindigkeit, zu dichtes Auffahren, nicht angepasste Geschwindigkeit.
Übermüdung, Stress und viele Quellen, die den Menschen ablenken sind nun mal kein Thema für einen Computer.
Wie sich das alles am Ende regelt, wird man sehen. Transport- und Versichungsbranche werden auf jeden Fall großes Interesse am autonomen Fahren haben und werden daher auch die Politik beeinflussen.

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Medienkritiker 17.12.2015, 11:32
22. Google soll haften

Abgesehen davon, dass es ohnehin einer guten Portion Lebensmüdigkeit, wenn nicht gar Schwachsinns bedarf, um sich in ein solches Gefährt zu setzen, sollte Google für alle Schäden haften müssen. In den USA wird das aber etwas kostspieliger als hierzulande;)

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oidahund 17.12.2015, 11:32
23.

Zitat von Andreas Wedel
Ich verstehe das Problem ehrlich gesagt nicht. Letztlich geht es doch nur darum, wer den Haftpflichtversicherungsvertrag abschließen muß (und bezahlt). Sollte der Hersteller das machen müssen, so werden die Kosten doch ohnehin auf den Verbraucher umgelegt werden.
Nein, es geht auch um Bußgelder und Strafen, für Verkehrsvergehen und bei Unfällen, die das Fahrzeug verursacht mit Personenschäden. Geht dann der Google-Chef in den Knast wegen zB fahrlässiger Tötung? Wer zahlt ein Bußgeld für einen Tempoverstoß, wenn der Google-Car eine Baustellebedingte Geschwindigkeitsbeschränkung nicht erkennt und die sonst geltende Geschwindigkeit fährt etc.? Wer kassiert ggf. die Punkte oder das Fahrverbot? - Das alles hat nichts mit der Haftpflichtversicherung zu tun.
Btw. wer übernimmt die Folgen, wenn durch Hackerangriffe das Google-Car manipuliert wird und zB für Unfälle genutzt wird.

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seikor 17.12.2015, 11:32
24. Überwachung

Wenn es wirklich das Ziel sein soll, dass Autos selbst von A nach B fahren, sollte auch konsequenterweise kein Fahrer an Bord vorgeschrieben sein - ansonsten führt sich diese Technologie ad absurdum.

Die Haftungsfrage muss dann der Hersteller (wer sonst?) übernehmen, der sich zwangsläufig mit einer Video/Radar-Überwachung des umgebenden Verkehrraums absichern wird.
Diese Videos müssen im Falle eines Unfalls dann auch als Beweismittel gelten dürfen. Was zur Folge hat, dass auch normale Autos ihr Umfeld filmen sollen dürfen.

Eine Auseinandersetzung mit dem Datenschutz tut hier not. Gegen eine temporäre Nah-Überwachung im Verkehrsraum habe ich überhaupt nichts. Werden endlich die ganzen Verkehrsidioten aus dem Verkehr gefiltert...

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oidahund 17.12.2015, 11:34
25.

Zitat von joki81
Ohne Frage, das wird passieren. Aber wie oft passiert es, dass ein betrunkener oder durch Simsen abgelenkter Fahrer unschuldige Menschen rammt und tötet? Der Unterschied ist, wenn jeder solche Unfall von autonomen Fahrzeugen ausgewertet wird (z.B. mit einer Black Box, die definitiv hier vorgeschrieben werden sollte), kann das System sehr bald sicherer gemacht werden als ein menschlicher Fahrer das je schafft.
Ja, und wer haftet dann strafrechtlich für die Folgen? - Der Betrukene bzw. abgelenkte Fahrer wird für sein Verhalten zu Rechenschaft gezogen - beim Google-Car ist es dann einfach Pech?

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Medienkritiker 17.12.2015, 11:34
26. autonom?

Das ist eine Verdrehung der Tatsachen...der Fahrer wird im Gegenteil entmündigt und seiner Verantwortung beraubt. Diese Projekte gehören sofort verboten!

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les2005 17.12.2015, 11:35
27. 99%

Zitat von symolan
In der Tat wird das Potenzial selbstfahrender Fahrzeuge mit diesen Vorschriften arg beschnitten. Eigentlich bräuchte man ja keine LKW-Fahrer mehr mit dieser Technologie. Dank der Vorschrift, dass das Auto nicht alleine fahren darf, muss nun also ein LKW-Fahrer im Auto sitzen und sich langweilen. Nun ......
Noch jemand, der feststellt daß Autos viel rumstehen. Vielleicht hängt das damit zusammen, daß viele Leute zur gleichen Zeit in die Arbeit fahren müssen. Solange die Menschen nicht dazu übergehen, sämtliche Aktivitäten gleichmäßig über 24 Stunden zu verteilen, wird es solche Peaks immer geben und damit auch unterschiedlichen Bedarf zu unterschiedlichen Tages- und Nachtzeiten.

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oxybenzol 17.12.2015, 11:36
28.

Zitat von Stefan_G
Ihre Forderung ist unsinnig. Erfahrungsgemäß wird es spätestens 1 Jahr nach Markteinführung irgendwelche gecrackten Versionen geben, die z.B. höhere Fahrgeschwindigkeiten erlauben und das mit dem Einhalten von Verkehrsregel und dem Fußgängerschutz weniger ernst nehmen. Die Frage ist daher: Soll man solchen Sachen nicht wenigstens alle 3 Jahre einen Riegel vorschieben oder will man das völlig "frei laufen lassen"? Wäre derlei auch bei menschlichen Fahrern möglich, dann wäre eine MPU alle ... Jahre sicher sinnvoll. Da das aber bei Menschen nicht möglich ist, braucht es auch keine regelmäßige MPU.
Die Black-Box sollte das Problem mit gecrackten Versionen schon verhindern. Beim Fahrtenschreiber gibts diese Möglichkeit ja auch, aber es lohnt sich einfach nicht, denn wenn du etwas schneller fahren kannst schön und gut, aber wenn du einen Unfall baust, wird keine Versicherung zahlen und selbst wenn dich im Normalfall keine Schuld am Unfall trifft könnte auch der Gesetzgeber ankommen und dich wegen fahrlässiger Körperverletzung oder fahrlässiger Tötung anklagen. Bei fehlenden Winterreifen ist es ja schon so, zumindest von der Versicherungsseite.
Also nicht mit einem Smartphone gleichsetzen, denn da entsteht kein Risiko für Unbeteiligte.

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pylas 17.12.2015, 11:38
29.

Seltsame Vorschriften. Wenn ich einen Bus besteige, werde ich auch nicht gefragt, ob ich denn einen Bus-Führerschein habe, um im Notfall (z.B. Herzinfarkt des Fahrers) eingreifen zu können.

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