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Keine Neuzulassungen ab 2030: Grüne fordern erneut Verbrennerausstieg
DPA

Raus aus dem Verbrenner bis 2030 - das will Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter per Gesetz festlegen. Teile der Industrie sind dagegen schon weiter.

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schulz.dennis.84 08.04.2019, 11:09
1. Mit grüner Begeisterung in den Abgrund!

Ich wohne in einer süddeutschen Kleinstadt. Die ganze Region lebt faktisch von der Autoteile-Zulieferung-Industrie. Wir haben hier Bosch, Mahle, Behr und viele andere Zuliefererbetriebe der Autoindustrie. Da hängen hunderttausende von Arbeitsplätze dran. E-Autos brauchen keine Zündkerzen, Anlasser, Motorkolben, Lichtmaschinen, usw. Grüne Ideologie wird meine Region in die Armut treiben und aus Deutschland ein heruntergekommenes Dritte Welt Land machen.

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AGCH 08.04.2019, 11:25
2.

Es gäbe natürlich auch klimaneutrale Treibstoffe für Verbrenner. Etwas Forschung zur Produktion ist da sicher noch erforderlich, aber mit der Forderung nach 100% elektrisch wird sich das Interesse an der Forschung wohl in Grenzen halten.
Es ist immer besser, nicht nur auf ein Pferd zu setzen, Herr Hofreiter!

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mobilist75 08.04.2019, 11:41
3. Ohne Wandel geht die komplette Autoindustrie in den Abgrund!

Der Anteil der in Deutschland verkauften Fahrzeuge der deutschen Hersteller lag 2015 bei ca. 11%. Tendenz weiter sinkend. Wenn die großen Märkte auf E-Mobilität umsteigen, dann schadet ein künstliches Festhalten am Verbrennungsmotor der deutschen Automobilindustrie (OEMs plus Tier1 bis 3 Zulieferer) mehr, als ein mittel- bis langfristig gepkanter und angekündigter Umstieg. Die Wahl, die man heute noch hat ist entweder, sich mit dem entsprechenden Zeithorizont anzupassen oder komplett in die Zweitrangigkeit abzurutschen oder gar komplett vom Markt zu verschwinden. Also 815 Tausend Beschäftigte ins bodenlose stürzen zu lassen oder für ca. 100 bis 130 Tausend Beschäftigte Alternativen zu finden. Das muss man einfach abwägen! Sicher ist das für einzelne KMUs gerade bei den Zulieferern schwierig, bei einzelnen fast unmöglich. Aber viele Zulieferer stellen sich schon seit einiger Zeit um und investieren für die Zukunft. Wer noch am Verbrennungsmotor festhält, den wird der Wandel kalt erwischen.
Andere Jobs (mit natürlich unterschiedlichen Anforderungen) werden durch die E-Mob und neue Mobilitätsdienstleistungen entstehen. Den Umstieg muss man hinbekommen, sonst wird es wirklich eng. Ein reflexartiges Klammern an "Auslaufmodellen" wird da nicht die Lösung sein, daher ist ein politisch verbindlicher Ausstieg keine "Ideologie", sondern Weitblick. Und leider mangelt es an diesem bei vielen politischen Entscheidungsträgern ... vermutlich bewusst auch immer im Hinblick auf die kommenden Legislaturperiode. Und deswegen wird das die Politik auch nicht hinbekommen, sondern die Unternehmen müssen selber agieren!

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karlsiegfried 08.04.2019, 11:44
4. Na dann los

So werden auch die Grünen ab 2030 nur noch zu Fuss gehen oder mit dem E-Roller unterwegs sein. Das ist wirklich nachahmenswert und Getöse um Nichts obendrein.

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gaheris 08.04.2019, 11:45
5. Zu 1 auch ich komme aus Süddeutschland

Planbare Rahmenbedingungen schaffen Jobs, dazu gehören auch Umbrüche. Festhalten an veralteter Technik vernichten diese. Beispiele gibt es viele.

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klaus64 08.04.2019, 11:46
6. Ja, unsere Grünen

Zuerst - Deutschland und auch einige weitere europäische Länder allein werden die Welt nicht retten.
Zweitens sollten doch alle Grünen und ihre Verwandten noch vor den Sommerferien alle Verbrenner anschaffen und rein Elektrisch fahren. Das wäre doch eine echte Vorbildfunktion.
Weiterhin ist wohl die Frage des emissionsfreien Fahrens mit Batterien nur eine Verlagerungder Emissionen. Die Gewinnung von Lithium und Cobalt ist wohl wenig umweltfreundlich.

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pizzerino 08.04.2019, 11:47
7. keine Panik!

Ob 2030 oder 2040 ist total egal.
Sobald die E-mobilität in die Breite geht wird es sich zeigen wie Nutzerfreundlich und Umweltfreundlich diese Technik ist. Dann setzt sie sich von alleine durch, oder eben nicht.
Gesetzte sind nicht in Stein gemeisselt.

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gaheris 08.04.2019, 11:49
8. Zu 1 auch ich komme aus Süddeutschland

Planbare Rahmenbedingungen schaffen Jobs, dazu gehören auch Umbrüche. Festhalten an veralteter Technik vernichten diese. Beispiele gibt es viele.

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tempus fugit 08.04.2019, 11:53
9. Es soll Menschen geben, die leb(t)en...

Zitat von schulz.dennis.84
Ich wohne in einer süddeutschen Kleinstadt. Die ganze Region lebt faktisch von der Autoteile-Zulieferung-Industrie. Wir haben hier Bosch, Mahle, Behr und viele andere Zuliefererbetriebe der Autoindustrie. Da hängen hunderttausende von Arbeitsplätze dran. E-Autos brauchen keine Zündkerzen, Anlasser, Motorkolben, Lichtmaschinen, usw. Grüne Ideologie wird meine Region in die Armut treiben und aus Deutschland ein heruntergekommenes Dritte Welt Land machen.
...im Ruhrgebiet, in der Lausitz, in Bremen (gab's mal Borgward...) im Süden gabs mal einen Glas, im Saarland gab's Kohle - es gab sogar mal Lokomotiven mit Heizern und Geschäfte mit Kassiererinnen..

£Eines stimmt, mit den Kolben ist's bald vorbei, mit dem ganzen Erdöldreck auch und wer in DE sich einer epochalen
Mobilitätswende nicht anpasst und vornweg geht, den bestraft das Leben.
Aber diese Entscheidungen fällen nicht die Betroffenen, sondern die, die die Realität der Stunde nicht erkennen wollen und sowieso die Konten voller Bonis und Tantiemen haben...

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