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Keine Neuzulassungen ab 2030: Grüne fordern erneut Verbrennerausstieg
DPA

Raus aus dem Verbrenner bis 2030 - das will Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter per Gesetz festlegen. Teile der Industrie sind dagegen schon weiter.

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mobilist75 08.04.2019, 11:53
10.

Zitat von AGCH
Es gäbe natürlich auch klimaneutrale Treibstoffe für Verbrenner. Etwas Forschung zur Produktion ist da sicher noch erforderlich, aber mit der Forderung nach 100% elektrisch wird sich das Interesse an der Forschung wohl in Grenzen halten. Es ist immer besser, nicht nur auf ein Pferd zu setzen, Herr Hofreiter!
Sicher gibt es diese Optionen. Das Problem dabei ist, dass synthetische Kraftstoffe (PtL) aus erneuerbarem Strom in der Produktion selbst in großen Anlagen nicht unter 3 Euro pro Liter produziert werden können (ohne Steuern und bei Stromerzeugungskosten von ca. 3 Cent pro kWh). Also wird das sehr teuer werden. Dazu kommt, dass wir in Deutschland gar nicht genug Erzeugungskapazitäten hätten, um diesen Umstieg im Verkehr hinzubekommen. Der Wirkungsgrad ist dabei das Problem. Bis am Ende 1 Liter PtL rauskommt, muss mehr als die 5-fache Menge an erneuerbarem Strom am Anfang produziert werden. Wirkungsgrad zwischen 18% und 20% (von der Stromquelle bis zum Fahrzeug, alsi well-to-wheel) bei PtL, bei batterieelektrischen Fahrzeugen ist dieser bei 88%.
Ähnliches gilt für Biokraftstoffe. Selbst bei Biokraftstoffen der 2. Generation (aus Stroh z.B.) ist das Mengenpotenzial zu beschränkt, um diese im landgebundenen Verkehr einzusetzen.
Synthetische Kraftstoffe und Biokraftstoffe können ganz sicher helfen, den Verkehr zu dekarbonisieren, aber dann müssen sie im Luftverkehr und in der See und Binnenschifffahrt eingesetzt werden. Dort gibt es nämlich keine Alternativen im Gegensatz zum Pkw, Lkw und Bus.

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Ragnar the Bold 08.04.2019, 11:55
11.

Zitat von schulz.dennis.84
Ich wohne in einer süddeutschen Kleinstadt. Die ganze Region lebt faktisch von der Autoteile-Zulieferung-Industrie. Wir haben hier Bosch, Mahle, Behr und viele andere Zuliefererbetriebe der Autoindustrie. Da hängen hunderttausende von Arbeitsplätze dran. E-Autos brauchen keine Zündkerzen, Anlasser, Motorkolben, Lichtmaschinen, usw. Grüne Ideologie wird meine Region in die Armut treiben und aus Deutschland ein heruntergekommenes Dritte Welt Land machen.
Dann hat bis 2030 ihre Region Zeit sich gedanken um einen Plan B zu machen. Die 10000 Schleckerangestellten hat man ohne Widerstand über die Klinge springen lassen. Die selbe Menge an Mitarbeiter in der Automobilindustrie sind von globaler Wichtigkeit?

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ajf00 08.04.2019, 11:55
12.

Zitat von schulz.dennis.84
E-Autos brauchen keine Zündkerzen, Anlasser, Motorkolben, Lichtmaschinen, usw. Grüne Ideologie wird meine Region in die Armut treiben
Was koennen die Gruenen dafuer das Zuendkerzen veraltete Technologie sind? Muss man halt andere Produktionen aufbauen. Pferdekutschen werden heute auch deutlich weniger produziert als vor 200 Jahren.

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ajf00 08.04.2019, 11:57
13.

Zitat von AGCH
Es gäbe natürlich auch klimaneutrale Treibstoffe für Verbrenner. Etwas Forschung zur Produktion ist da sicher noch erforderlich, aber mit der Forderung nach 100% elektrisch wird sich das Interesse an der Forschung wohl in Grenzen halten. Es ist immer besser, nicht nur auf ein Pferd zu setzen, Herr Hofreiter!
Das woertliche Zitat von Herrn Hofreiter im Artikel ist "ab 2030 nur noch abgasfreie Autos neu zugelassen werden", das mit dem Verbrennerverbot hat sich der Spiegel ausgedacht.

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pirx64 08.04.2019, 12:00
14.

Zitat von schulz.dennis.84
Ich wohne in einer süddeutschen Kleinstadt. Die ganze Region lebt faktisch von der Autoteile-Zulieferung-Industrie. Wir haben hier Bosch, Mahle, Behr und viele andere Zuliefererbetriebe der Autoindustrie. Da hängen hunderttausende von Arbeitsplätze dran. E-Autos brauchen keine Zündkerzen, Anlasser, Motorkolben, Lichtmaschinen, usw. Grüne Ideologie wird meine Region in die Armut treiben und aus Deutschland ein heruntergekommenes Dritte Welt Land machen.
Stimmt, schon das zweite mal, das alles den Bach hinunter geht. Damals, als die Pferdekutschen abgeschafft wurden, all die Sattler, Hufschmiede, Pferdezüchter, Stellmacher, Lackierer, Linierer, Kutschfahrer. Immer dieser Sch..s Fortschritt

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AGCH 08.04.2019, 12:03
15.

Zitat von mobilist75
Sicher gibt es diese Optionen. Das Problem dabei ist, dass synthetische Kraftstoffe (PtL) aus erneuerbarem Strom in der Produktion selbst in großen Anlagen nicht unter 3 Euro pro Liter produziert werden können (ohne Steuern und bei Stromerzeugungskosten von ca. 3 Cent pro kWh). Also wird das sehr teuer werden. ...
Aus Strom Sprit herzustellen, ist in der Tat Energieverschwendung. Wie wäre es damit:

https://www.aargauerzeitung.ch/leben/forschung-technik/experimente-mit-dem-gruenen-gold-her-mit-dem-algensprit-129340640

Wird in Deutschland vielleicht auch nicht im grossen Stil zu produzieren sein, aber bisher wird ja Erdöl auch zum grössten Teil importiert.

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Hamberliner 08.04.2019, 12:10
16. Re: Ohne Wandel geht ...

Zitat von mobilist75
Der Anteil der in Deutschland verkauften Fahrzeuge der deutschen Hersteller lag 2015 bei ca. 11%. Tendenz weiter sinkend. Wenn die großen Märkte auf E-Mobilität umsteigen, dann schadet ein künstliches Festhalten am Verbrennungsmotor der deutschen Automobilindustrie (OEMs plus Tier1 bis 3 Zulieferer) mehr, als ein mittel- bis langfristig gepkanter und angekündigter Umstieg. Die Wahl, die man heute noch hat ist entweder, sich mit dem entsprechenden Zeithorizont anzupassen oder komplett in die Zweitrangigkeit abzurutschen oder gar komplett vom Markt zu verschwinden. Also 815 Tausend Beschäftigte ins bodenlose stürzen zu lassen oder für ca. 100 bis 130 Tausend Beschäftigte Alternativen zu finden. Das muss man einfach abwägen! Sicher ist das für einzelne KMUs gerade bei den Zulieferern schwierig, bei einzelnen fast unmöglich. Aber viele Zulieferer stellen sich schon seit einiger Zeit um und investieren für die Zukunft. Wer noch am Verbrennungsmotor festhält, den wird der Wandel kalt erwischen.
Wir brauchen beides. Verbrenner mit klimaneutralen Kraftstofen aus Windenergie und Biomasse, Elektromobilität mit Brennstoffzellen und besagten Kraftstoffen und vielleicht auch Wasserstoff, und daneben auch Batterien. Monokultur, von Laien am grünen Tisch entschieden, könnte sich als nicht machbare Sackgasse herausstellen, z.B. mangels Verfügbarkeit der Rohstoffe, und zumindest als nicht umweltoptimal. Man beachte, wie Toyota die Mehrgleisigkeit pflegt. Verkehr besteht sowieso nicht ausschließlich oder überwiegend aus Autos. LKW, Schiffe, Luftverkehr, Bahnverkehr und alle nur erdenkliche Arten von Zweirädern gehören dazu. Für jede Gattung könnte ein anderer Energieträger optimal sein.

Deswegen müssen wir mit aller Kraft dagegen vorgehen, dass Politiker als Marionetten der VR China Alternativen zur Batteriemobilität verbieten, das gilt für die gesamte EU.

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cindy2009 08.04.2019, 12:14
17. Vorbild

Zitat von tempus fugit
...im Ruhrgebiet, in der Lausitz, in Bremen (gab's mal Borgward...) im Süden gabs mal einen Glas, im Saarland gab's Kohle - es gab sogar mal Lokomotiven mit Heizern und Geschäfte mit Kassiererinnen.. £Eines stimmt, mit den Kolben ist's bald vorbei, mit dem ganzen Erdöldreck auch und wer in DE sich einer epochalen Mobilitätswende nicht anpasst und vornweg geht, den bestraft das Leben. Aber diese Entscheidungen fällen nicht die Betroffenen, sondern die, die die Realität der Stunde nicht erkennen wollen und sowieso die Konten voller Bonis und Tantiemen haben...
Genau, so lange es Menschen wie Sie gibt, die nur kritisieren und fordern, aber selbst nicht handeln, können die Angestellten in der Autoindustrie ja auch gerne auf Bäcker oder Gärtner umschulen.

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tempus fugit 08.04.2019, 12:19
18. Mein Gott, Egon....

Zitat von klaus64
Zuerst - Deutschland und auch einige weitere europäische Länder allein werden die Welt nicht retten. Zweitens sollten doch alle Grünen und ihre Verwandten noch vor den Sommerferien alle Verbrenner anschaffen und rein Elektrisch fahren. Das wäre doch eine echte Vorbildfunktion. Weiterhin ist wohl die Frage des emissionsfreien Fahrens mit Batterien nur eine Verlagerungder Emissionen. Die Gewinnung von Lithium und Cobalt ist wohl wenig umweltfreundlich.
...lesen Sie wirklich nicht was in der Mobilitätswelt abläuft - und Welt ist nicht 'einige europ. Länder' sondern so 95% der
Weltbevölkerung, denen diese 5% schlicht am Achtersteven vorbeigehen...

DE ist nicht der Nabel der Welt!

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tempus fugit 08.04.2019, 12:23
19. Iss doch ok,...

Zitat von AGCH
Aus Strom Sprit herzustellen, ist in der Tat Energieverschwendung. Wie wäre es damit: https://www.aargauerzeitung.ch/leben/forschung-technik/experimente-mit-dem-gruenen-gold-her-mit-dem-algensprit-129340640 Wird in Deutschland vielleicht auch nicht im grossen Stil zu produzieren sein, aber bisher wird ja Erdöl auch zum grössten Teil importiert.
...wer an Sprit interessiert ist, soll das ausprobieren - denn dumm sind die Techniker ja eher nicht.

Nur - keiner glaubt an den Erfolg, sowenig wie sich H2-Mobilität je durchsetzen wird...

War nur ein dümmliches Feigenblatt über 25 Jahre beim DFaimler, um sich einen Anschein von Entwicklung/Zukunft zu geben und dabei voll auf die Stinker gesetzt hat.

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