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Keine Neuzulassungen ab 2030: Grüne fordern erneut Verbrennerausstieg
DPA

Raus aus dem Verbrenner bis 2030 - das will Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter per Gesetz festlegen. Teile der Industrie sind dagegen schon weiter.

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det42 08.04.2019, 13:42
50. bin überrascht...

vor 2 Jahren als die Grünen erstmalig diesen Vorschlag machten, gab es regelrecht einen shitstorm.... jetzt ist die Reaktion ja noch milde hier. Das zeigt aber, dass so langsam die Akzeptanz des elektrischen Antriebs zunimmt. Die Leute sind mittlerweile aufgeklärter, die gestreuten Vorurteile der Lobby werden weniger, die Technik ist weiter. Weitere 2 Jahre noch und der Durchbruch sollte geschafft sein... siehe Norwegen, da geht es jetzt echt ab. Neuzulassungen für Elektrofahrzeuge sind bei knapp 60%, die letzten Monate ging die Kurve extrem steil nach oben (vor ein paar Monaten noch waren es nur gut 30%). Die Disruption geht jetzt so richtig los.... mit etwas Verzögerung folgt Europa. Schade, dass da noch eine Bremse eingebaut ist, da die allermeisten Hersteller gar nicht auf Masse eingestellt sind... außer Tesla, vielleicht noch Renault... und die Chinesen natürlich auf dem asiatischen Markt, aber die kommen auch noch nach Europa. Spannende Zeiten... für deutsche Hersteller kommt es jetzt darauf an, wie schnell sie aufholen, Verluste sind allerdings (leider) erst einmal garantiert...

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benmartin70 08.04.2019, 13:43
51.

Zitat von frankcrx
Oh mein Gott, das Totschlagargument. Der Lebensraum aller wird gefährdet!! Was für ein grüner Schwachsinn. Es ist doch gut wenn die Menschheit sich selbst abschafft. Die anderen Kreaturen auf diesem Planeten würden sich sicher freuen.
Kein Totschlagargument, ein gutes Argument - im Gegensatz zu "aber die Arbeitsplätze!"......
Klar kommt "der Planet" ohne uns aus. Aber das ist sicher auch kein Argument- vor allem nicht für die folgenden Generationen.

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benmartin70 08.04.2019, 13:45
52.

Zitat von frankcrx
Das vorhandene Öl reicht noch 100- 200 Jahre. Also - alles gut.
Selbst wenn das so wäre,das Öl ist zu wertvoll um es im Stau zu verheizen. Das wird noch für andere Dinge gebraucht.
Und Nebenbei; Deutschland produziert kein Öl.

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Pickle__Rick 08.04.2019, 13:50
53.

Planwirtschaft kann gar nicht schief gehen.
Man muss nur stramme Ziele setzen und den Rest macht dann eben irgendein Depp, dem man dann im Zweifel den schwarzen Peter zuschiebt.
Nicht falsch verstehen, ich bin überzeugt, dass der Kfz-Verkehr schon allein wegen der begrenzen Verfügbarkeit fossilber Brennstoffe elektrifiziert werden muss. Es sei denn es kommt jemand in der nächsten Zeit mit einem vernünftigen Konzept für synthetischen Kraftstoff um die Ecke. Stichwort Wirkungsgrad. Irgendwelche Verbote sind nix anderes als Dünnbrettbohrerei. Realisiert die Energiewende und ein vernünftiges Ladenetz und der Umstieg kommt von selbst.
Ich weiß, das wird leider etwas anstrengender als irgendwelche Verbote zu fordern.

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DieterKühne 08.04.2019, 14:16
54. Auto nur für Urlaub - ginge aber auch mit Flieger

Wir sind als sportliche Jungrentner in der glücklichen Lage, fast ausschließlich Fahrrad zu fahren und das Auto nur für Urlaube mit Wohnwagen zu nutzen. Im Gegensatz zu vielen Familien hatten wir immer nur ein Auto, unser Sohn nutzt nur ÖPV und Fahrrad. So kann Mobilität auch gehen. Falls wir kein geeignetes Zugfahrzeug mehr bekommen, werden Urlaube mit Flieger gemacht. E-Mobilität halte ich für eine Sackgasse, da die Emissionen nur in die Kraftwerke verlagert werden und die Rohstoffgewinnung nur mit übelsten kolonialistischen Methoden funktioniert.

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frankcrx 08.04.2019, 14:18
55.

Zitat von benmartin70
Selbst wenn das so wäre,das Öl ist zu wertvoll um es im Stau zu verheizen. Das wird noch für andere Dinge gebraucht. Und Nebenbei; Deutschland produziert kein Öl.
Seltene Erden gibts in D auch nicht. und die sind schneller weg als das Öl. Aber wir können natürlich auch auf individuelle Mobilität verzichten, wir haben ja so hervorragenden öffentlichen Nahverkehr.

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zensurgegner2016 08.04.2019, 14:20
56.

Zitat von schulz.dennis.84
Ich wohne in einer süddeutschen Kleinstadt. Die ganze Region lebt faktisch von der Autoteile-Zulieferung-Industrie. Wir haben hier Bosch, Mahle, Behr und viele andere Zuliefererbetriebe der Autoindustrie. Da hängen hunderttausende von Arbeitsplätze dran. E-Autos brauchen keine Zündkerzen, Anlasser, Motorkolben, Lichtmaschinen, usw. Grüne Ideologie wird meine Region in die Armut treiben und aus Deutschland ein heruntergekommenes Dritte Welt Land machen.
Wollen Sie aus Deutschland ein Alttechnik Museum machen?

Die Welt will E Mobile (70% des Absatzmarktes)
Es wird also kommen, ob wir wollen oder nicht

Nur:
Das allerdümmste ist es, wenn wir weiterhin die Autoindstrie nicht regulieren sondern denen freie Hand lassen
Die werden bis zum St Nimmerleinstag in D Verbrenner verkaufen, solange damit Geld zu verdienen ist
Und die werden dann wegen fehlender Vorgaben in alle Antriebsarten Geld reinstecken und sich dabei verausgaben

Richtig Wäre: Klare Angaben, dass ab 2030 kein Verbrenner mehr verkauft werden darf.
Dann haben ALLE 11 Jahre sich umzustellen, und alle wissen dass es keinen Sinn mehr macht, Milliarden in Motorentechnik und Zündkerzentechnik zu versenken

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zensurgegner2016 08.04.2019, 14:32
57.

Das ist schlicht falsch

Wenn die Industrie keine Vorgaben bekommt dann MUSS DIE zwingend auch in Verbrennertechnik Forschungsmilliarden reinstecken
Man weiß ja nicht was in 10, 20 Jahren ist
Folge: Man bindet viele Milliarden und Forschungskapazitäten
Ausgaben, die die Konkurrenz nicht hat

Folge 2: Man hat zuwenig Geld, um bei E Antrieben führend zu sein/werden

Klüger wäre es: Klares Datum der Politik, dann kann man F&E Milliarden gezielt investieren

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koves 08.04.2019, 15:03
58. Batterie statt Verbrenner

sollte es nicht heißen, denn rein batterieelektrisch fahrende Autos aus fossilem Strom sind natürlich nicht umweltfreundlicher, als ein Verbrenner, der etwa mit synthetischen Kraftstoffen aus klimaneutraler Herstellung betrieben wird. Daher ist eine pauschale Verteufelung des 'Hubkolbenprinzips' sinnbefreit. Das Ziel sollte ohnehin sein, die Zahl der Autos drastisch zu reduzieren und weniger Ressourcen zu verbrauchen!

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ajf00 08.04.2019, 15:20
59.

Zitat von TheQuant
Solange zusätzliche Stromentnahmen aus Kohlekraftwerken gedeckt werden, sind E-Autos nur klimaschädlich.
Ich glaube das ist aus mehreren Gruenden falsch:
1. Das Laden von E-Autos ist sehr leicht um einige Stunden Zeit verschiebbar, natuerlich sollten E-Autos also moeglichst nicht am Peak um 6 Uhr abends oder so laden, sondern moeglichst nachts ueberschuessigen Windstrom oder auch mal Mittags ueberschuessigen PV Strom nutzen. Beide Ueberschuesse sind relevant lange bevor wir eine 100% erneuerbare Energieversorgung haben.
2. Wir muessen innerhalb der naechsten 20 Jahre sowohl die Stromerzeugung als auch den Verkehr dekarbonisieren, beides sind grosse Projekte mit einigen Jahren Vorlauf. Wenn wir nicht jetzt langsam mal mit dem Wechsel auf E-Mobilitaet anfangen, dann schaffen wir es nicht rechtzeitig. Selbst wenn E-Autos jetzt noch einen negativen Effekt haetten (ich denke die meisten Experten sehen E-Autos schon als Vorteilhafter als Verbrenner, aber die politische Regulierung das jedes E-Auto doppelt vom Hersteller als 0 Co2 angerechnet werden kann ist natuerlich ein Problem - Danke Deutsche Auto-Mafia-Politik), muessen wir jetzt anfangen, damit die Flotten und Infrastruktur fuer E-Mobilitaet zu Verfuegung stellen, wenn die Energiewende auch weiter ist (und die Kohlekraftwerke abgestellt). Wenn wir erst mit den E-Autos anfangen, wenn das letzte Kohlekraftwerk stillsteht, dann dauert es zu lange.

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