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Kindertaxis: Stiftung Warentest rät von fünf Fahrradanhängern ab
Stiftung Warentest

Ankoppeln, anschnallen, losfahren: Anhänger vereinfachen den Transport von Kindern per Fahrrad. Es sind aber längst nicht alle Alltagshelfer zu empfehlen.

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Max Dralle 26.06.2019, 21:00
20.

Zitat von Suzie
Ich persönlich würde prinzipiell davon absehen meine Kinder in einem Anhänger zu transportieren. Seit Jahren nutzen wir Lastenräder (TrioBike und Butchers & Bicycles). Sicherlich, diese sind deutlich teurer, ABER der große Vorteil ist dass die Kinder durch die Box besser geschützt sind. Des Weiteren hat man die Kinder stets „im Blick“ da sie in der Box vor einem sitzen und man sie nicht „unbeaufsichtigt“ hinter sich her zieht.
Ein gut konstruiertes Lastenrad ist einem Gespann sicherlich fahrdynamisch überlegen. Generelle Aussagen darüber, welches der beiden Systeme sicherer ist, finde ich hingegen eher problematisch. Zum einen bietet ein guter Anhänger in Form eines stabilen Käfigs, der auch im Kopfbereich Schutz gewähren kann, ebenfalls ein gewisses Maß an passiver Sicherheit, zum anderen, was m.E. noch wichtiger ist, kommt es bei dieser Frage ja immer sehr auf den Unfallhergang an.

Ich habe meine Kinder knapp sechs Jahre lang vorwiegend im Kinderanhänger transportiert. Gefährliche Situationen habe ich in dieser Zeit trotz zahlreicher zurückgelegter Kilometer glücklicherweise selten erlebt. Wenn es zu solchen Situationen kam, hatten aber andere Verkehrsteilnehmer mich selbst als Radfahrer übersehen oder meine Geschwindigkeit falsch eingeschätzt. Sie hätten in jedem Fall, wäre es zu einem Unfall gekommen, wahrscheinlich in erster Linie mich, die Zugmaschine, erwischt, während der Hänger samt Insassen wohl eher glimpflich davongekommen wäre. In diesen Situationen hätte ein Lastenrad also eher sogar für ein höheres Gefährdungspotential gesorgt. Es gibt aber selbstverständlich auch andere Unfallsituationen, wo es anders aussehen mag. Eine generelle Antwort ist, wie gesagt, m.E. schwer möglich.

Der Umstand, dass ich meine Kinder im Hänger nicht sehen konnte, hat zwar für einen verlorengegangenen Schuh gesorgt, im Großen und Ganzen war ich jedoch mit dieser Anordnung recht zufrieden. So konnte ich meinen Kindern jedenfalls relativ leicht klarmachen, dass mich 'Papa, hier! - Papa, da!' während der Fahrt eher nervt.

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phg2 27.06.2019, 11:39
21.

Zitat von ohjeee
Oder Sie reißen sich im Straßenverkehr etwas am Riehmen und versuchen, nicht direkt 1m hinter einem Fahrrad abzubiegen. Dann laufen Sie auch nicht Gefahr, einen Kinderanhänger zu übersehen. Das einzige Argument sind tatsächlich die Auspuffgase, aber denen sind Kinder auch beim Gehen oder auf dem Laufrad ausgesetzt. Und ansonsten gilt: Sie sollten dringenst Ihren Fahrstil überprüfen, insbesondere als Berufskraftfahrer (!) wenn Sie scheinbar ständig Kinderanhänger übersehen! Wer dutzende tausend km im Jahr reißt, sollte eigentlich eine gewisse Routine und Einschätzungsfähigkeit haben. Das bekomme sogar ich mit "nur" 18k im Auto und 4-5k aufm Motorrad auf die Kette. Übersehen Sie auch Rollstuhlfahrer? Kinder auf Rollern? Tiere? Liegeräder? Dann bitte direkt Führerschein abgeben, dann haben Sie im Straßenverkehr nichts verloren!
Der Forist hat nur auf die recht große Gefahr hingewiesen, dass diese
"Dinger" übersehen werden. Und das zu recht.
Vielleicht braucht man mehrere Hunderttausend Kilometer Fahrpraxis, um das zu erkennen. Und gerade als Motorradfahrer sollten Sie wissen wie wichtig es ist, gesehen zu werden.
Der hätte mich aber sehen müssen! - nützt Ihnen nix wenn Sie im Krankenhaus oder gar schlimmeren liegen.

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phg2 27.06.2019, 11:48
22.

Zitat von dath-vader
@Diejenigen die hier davon faseln, dass Kinderanhänger verboten werden sollten weil sie von LKW übersehen werden könnten oder sich in Auspuffhöhe befinden: Vielleicht solltet ihr dann mal lieber fordern das Kraftfahrzeuge, die für diese Gefährdung verantwortlich sind verboten gehören! Die Autofahrer überholen permanent mit viel zu geringen Abstand, auch mit Kinderanhänger und begehen damit permanent Straftaten. Das scheint aber niemanden zu interessieren, da fordert man dann lieber, dass die Rechte derjenigen eingeschränkt werden sollen die hier genötigt werden, schließlich muss man Straftaten ja wirksam unterbinden. Klar sollte sich jeder selbst eigenverantwortlich überlegen wo er damit lang fährt weil einem das Wohl seines Kindes wichtiger Sein sollte als seine Prinzipien. Ich minimiere beispielsweise die Wege auf Hauptstraßen oder weiche Ilegaler weise notgedrungen auf Bürgersteige aus um nicht genötigt und gefährdet zu werden. Deshalb muss man aber ein Verkehrsmittel nicht verbieten. Bzgl. des Überschlags kann ich sagen, dass dieses Szenario gar nicht so unwahrscheinlich ist. Ich hatte schon unbeladen den Fall, dass ich schnell über eine Kante gefahren bin und es den Anhänger auf die Seite geschmissen hat. Beladen fahre ich natürlich vorsichtiger, aber aufgrund dieser Erfahrung bin ich sicher, dass ein Überschlagstest sinnvoll ist.
Wenn Sie diesen Maßstab ansetzten dürften nur noch 5 bis maximal
10 Prozent der Radfahrer unterwegs sein. Sorry, Sie natürlich ausgenommen, was man in einer Großstadt täglich an Verkehrsverstössen von Radfahrern sieht ist schon massiv, oft geradezu selbstmörderisch.

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heb78 27.06.2019, 12:10
23.

Zitat von phg2
Der Forist hat nur auf die recht große Gefahr hingewiesen, dass diese "Dinger" übersehen werden. Und das zu recht. Vielleicht braucht man mehrere Hunderttausend Kilometer Fahrpraxis, um das zu erkennen. Und gerade als Motorradfahrer sollten Sie wissen wie wichtig es ist, gesehen zu werden. Der hätte mich aber sehen müssen! - nützt Ihnen nix wenn Sie im Krankenhaus oder gar schlimmeren liegen.
Und „ohjee“ hat nur darauf hingewiesen, dass wenn der Fahrradanhänger übersehen wird, vorher der Radfahrer übersehen worden ist!
Natürlich ist es wichtig, gesehen zu werden. Aber Radfahrer sind in der Regel -wenn es die Infrastruktur zulässt - sehr gut sichtbar! Die Gefahr wird dadurch für den Fahrradanhänger nicht größer.
Daher hat er nicht zu Recht darauf hingewiesen! Zumal die Fahrradanhänger in Unfallstatistiken praktisch nicht vorkommen!

Aber in einem haben sie Recht: beim gesehen werden geht die Gefahr vom PKW/LKW aus
Dazu braucht es keine Hunderttausende Kilometer Fahrpraxis!

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heb78 27.06.2019, 12:15
24.

Zitat von phg2
Wenn Sie diesen Maßstab ansetzten dürften nur noch 5 bis maximal 10 Prozent der Radfahrer unterwegs sein. Sorry, Sie natürlich ausgenommen, was man in einer Großstadt täglich an Verkehrsverstössen von Radfahrern sieht ist schon massiv, oft geradezu selbstmörderisch.
Wenn sie die Verkehrsverstöße als Maßstäbe zur Teilnahme am Straßenverkehr ansetzen wollen, dann wäre es sehr sehr ruhig auf unseren Straßen! Denn dann wäre so gut wie keiner mehr unterwegs...
Verkehrsverstösse werden von allen Teilnehmern begangen, unabhängig davon, ob Fußgänger, Radfahrer, Motorradfahrer, Autofahrer etc.

Aber man sieht die Vergehen der anderen immer besser, als die eigenen... ;-)

Aber es geht hier um Fahrradanhänger und nicht um Verhalten der Verkehrsteilnehmer!

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dath-vader 27.06.2019, 13:45
25.

Zitat von phg2
Wenn Sie diesen Maßstab ansetzten dürften nur noch 5 bis maximal 10 Prozent der Radfahrer unterwegs sein. Sorry, Sie natürlich ausgenommen, was man in einer Großstadt täglich an Verkehrsverstössen von Radfahrern sieht ist schon massiv, oft geradezu selbstmörderisch.
Wahrscheinlich haben Sie Recht. In diesem Fall würde gleiches aber auch für PKW fahrer gelten, denn die begehen mit Sicherheit genau so viele Verkehrsverstöße wie es Radfahrer tun. Der Unterschied ist allerdings, dass ein Fehlverhalten eines Radfahrers im Regelfall nur sein eigenes Leben gefährdet, das Fehlverhalten des PKW Fahrers hingegen gefährdet auch andere.

Zum Thema übersehen werden:
Natürlich ist ein Anhänger naturgegeben schlecht zu sehen, das gilt aber auch (wenn auch nicht ganz im gleien Maße für Radfahrer). Es ist auch richtig und wichtig darauf hinzuweisen. Falsch ist es jedoch aus diesem Grund ein Verbot zu fordern. Der Schluss muss sein das Problem z.B. durch Bauliche oder Verkehrsplanerische Maßnahmen abzustellen und die stärkeren Verkehrsteilnehmer, die nur allzuoft das eigentliche Problem sind, weil sie einen Fehler machen, zu sensibilisieren anstatt die Menschen gegeneinander aufzustacheln.

Würde sich jeder §1StVo zu Herzen nehmen hätten wir wenig Probleme im Verkehr, auch wenn mal jemand einen Fehler begeht oder sich nicht ganz korrekt verhält.

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bjuv 27.06.2019, 14:29
26. @16/17 wg Wwttertauglichkeit Thule:

Es ist nun mal so, dass bei vielen Anbietern diese Einschränkung der witterungsbeständigkeit nicht vorliegen. Ich möchte uch nicht jeden Abend den Kinderanhänger umständlich in den Keller räumen. Dann ist der Tag nämlich recht nahe, dass wir morgens beim Raussgehen den Autoschlüssel statt den Radschlüssel greifen. Und das, obwohl ich eigentl trotz ungünstiger Geografie seit d Studium für alle Wege innerhalb des OrtSchildes das Rad nehme. Somit kann ich auch sagen: meine Ortliebradtaschen funktionieren noch wie am 1. Tag.(@17)

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dath-vader 27.06.2019, 15:25
27.

Zitat von bjuv
Es ist nun mal so, dass bei vielen Anbietern diese Einschränkung der witterungsbeständigkeit nicht vorliegen. Ich möchte uch nicht jeden Abend den Kinderanhänger umständlich in den Keller räumen. Dann ist der Tag nämlich recht nahe, dass wir morgens beim Raussgehen den Autoschlüssel statt den Radschlüssel greifen. Und das, obwohl ich eigentl trotz ungünstiger Geografie seit d Studium für alle Wege innerhalb des OrtSchildes das Rad nehme. Somit kann ich auch sagen: meine Ortliebradtaschen funktionieren noch wie am 1. Tag.(@17)
Ich würde eher sagen, dass andere Hersteller darauf evtl. einfach nciht hinweisen oder was veranlasst dich zu der Annahme, dass ander Hersteller Sonnenlicht und Regen besser vertragen? Ich persönlich habe tatsächlich auch keinen Vergleich, da ich niemanden kenne der seinen Anhänger draußen stehen hat, glaube aber nicht so Recht daran, dass Thule hier schlechter ist als die Konkurrenz, da die Materialwahl relativ ähnlich ist.

Bezüglich der Taschen kann ich nur sagen, dass ich Taschen von Leuten kenne, die diese immer am Rad draußen haben und das diese DEUTLICH schneller altern, verbleichen und undicht werden als meine oder die von Freunden. UV Strahlung ist verdammt Intensiv. Das Strapaziert Material nun mal, alles andere ist Zauberei.

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bjuv 27.06.2019, 20:25
28. Thule weist nun mal auf die trockene sonnenfreie

Lagerung in der Betriebsanleitung hin. Damit ist dies eine Produkteigenschaft u Thule kann mir bei Mängeln stets entgegenhalten, dass ich nich richtig gelagert hätte, wenn ich so einen Lagerraum nicht habe. In unserer Kita stehen ganzjährig viele Anhänger draussen, weil's Garagen nur für KiWa gibt. werden aber weniger, nach dem ich die textmarkermarkierte Seite der Betriebsanleitung am Elternbrett aufgehängt habe.

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ghp2 27.06.2019, 22:02
29.

Zitat von heb78
Und „ohjee“ hat nur darauf hingewiesen, dass wenn der Fahrradanhänger übersehen wird, vorher der Radfahrer übersehen worden ist! Natürlich ist es wichtig, gesehen zu werden. Aber Radfahrer sind in der Regel -wenn es die Infrastruktur zulässt - sehr gut sichtbar! Die Gefahr wird dadurch für den Fahrradanhänger nicht größer. Daher hat er nicht zu Recht darauf hingewiesen! Zumal die Fahrradanhänger in Unfallstatistiken praktisch nicht vorkommen! Aber in einem haben sie Recht: beim gesehen werden geht die Gefahr vom PKW/LKW aus Dazu braucht es keine Hunderttausende Kilometer Fahrpraxis!
Meine mehrere Hunderttausend Motorrad Kilometer haben mir mal
als Radfahrer das Leben gerettet. An der selben Stelle sah ich dann 2 Wochen später eine junge Radfahrerin, die diese Erfahrung nicht gehabt hatte. Da sind erwachsene Menschen weinend weg gelaufen
und ich bin dann nur noch 4 Tage Fahrrad gefahren.
Der LKW Fahrer war danach (min.) 1 Jahr arbeitsunfähig und in psychologischer Behandlung.
Ich habe mal einen Kollegen mit so'nem Fahrradanhänger (mit Kindern drin) im Großstadtverkehr gesehen - am nächsten Tag habe ich ihn gefragt ob er eine Kopfschuss hat.
Es geht da nicht darum wer Recht hat oder nicht, es geht schlicht um
Risikominimierung. Sie würden es sich niemals verzeihen.
Oder glauben Sie im Ernst, dass ich jemals ein Kind auf'm Soziussitz
mitgenommen hätte? Ein Kind so einem Risiko aussetzen? Geht's noch?

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