Forum: Auto
Kipplaster-Treffen: Wo Erwachsene noch einmal Kind sein dürfen
Richard Holtz

Einmal im Jahr zieht es Fans alter Baumaschinen in eine Sandgrube bei Aachen. Dort lassen sie ihrer Leidenschaft freien Lauf - und baggern, buddeln und schütten, was das Gerät hergibt.

mueller23 04.05.2019, 13:04
1. Das war damals noch richtig Arbeit

ohne Servolenkung und synchronisierten Getrieben.
1980 wollte ich einen Hanomag F66 aus den 60ern ausleihen, alles klar,
aber erstmal lernst du fahren, meinte Manni Krippendorf von den Olefanten in Köln-Ehrenfeld.
Die hatten den Kofferwagen von BAP geschenkt bekommen, war deren erster Tour-Lkw.
Also erstmal mit Manni von Ehrenfeld zur Kippe nach Liblar.
Halbherzig Gas gegeben, Manni: Entweder gibst du hier Vollgas oder gar nicht.
Hochschalten: zweimal Kupplung treten, runterschalten ebenso, aber mit Gas geben nach dem Auskuppeln,
der Gang flutscht nur rein wenn die Drehzahl stimmt.

Nach ein paar Kilometern ging es, die Gangwechsel ohne knarzende Geräusche aus dem Getriebe hinzukriegen,
durfte den Wagen dann für einen Nachmittag mitnehmen, um Balken für unser Bauprojekt zu holen.
Dabei habe ich mich gefühlt wie der König der Landstraße.

Jetzt steht gerade mein Peugeot-Lieferwagen mit verrecktem Ausrücklager vor der Tür.
Es ist zwar nicht dasselbe, ein unsynchronisiertes Getriebe mit Kupplung oder ein synchronisiertes ohne Kupplung zu bedienen, aber auch hier gilt: der Gang flutscht nur rein wenn die Drehzahl stimmt.
Hochschalten geht mit Gefühl, runterschalten wiederum nur mit Zwischengas geben.

Gut, dass ich es damals gelernt habe.

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