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Kleinstfahrzeuge: Sicherheitsexperten empfehlen Elektroroller-Fahrverbot für Kinder
Magdalena Tröndle/dpa

Verkehrsminister Andreas Scheuer will Elektrostehroller schon für Kinder ab zwölf Jahren zulassen. Dagegen regt sich nun Widerstand: Der Gesetzgeber solle sich am Mofa-Fahren orientieren.

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zensurgegner2016 08.05.2019, 21:05
30.

Zitat von strixaluco
Roller sind wegen der kleinen Räder immer wacklig zu fahren und man bleibt sehr leicht auch an kleinsten Hindernissen hängen. im Fussbetrieb ist das noch tolerabel, mit Motor eher grundsätzlich wenig empfehlenswert. Wir haben, als Nicht-Autofahrer, einen einfachen Tretroller, um mal schneller mit etwas Leichtem zur Bahn zu kommen. Der Sinn eines solchen Fahrzeugs hat sich erledigt, wenn man ihm mit einem Motor zusätzliches Gewicht hinzufügt, und geeignete Strecken schafft man locker auch so. Wenn es etwas Motorisiertes sein soll, ist ein Faltrad (Brompton, Vello, tern, ...) zu empfehlen, das hat einen deutlich besseren Nutzwert, da es viel sicherer steuerbar ist und man auch einiges an Gepäck mitnehmen kann, und alles zusammen mit in den ÖPNV. Für mobilitätseingeschränkte Menschen und weniger Geschickte sind Roller ohnehin ganz und gar nichts. Eine sichere und sportliche Lösung sind da Dreiräder (Anthrotech, Hase Kettwiesel oder Lepus, HP Scorpion, ... etc. pp.), damit kommen auch Leute gut klar und weit, die sonst nur mit grosser Mühe gehen können - was bei den zugrundeliegenden Erkrankungen und Behinderungen sehr oft auch beste Therapie ist!
Das war der oberlehrerhafte Beitrag aus der Theorieecke

In der Praxis kann man bei Tretrollern sehr wohl leicht abspringen, solange die keine 12 kmh überschreiten

Zweitens sind die aufgezeigten Alternativen zwar schön, taugen aber nichts für "die letzte Meile"

Dann sollen die Dinger für Leute mit weniger Geschick...und Ältere....
Ganze Heerscharen von Oberlehrern sagten das vor dem EBike/Pedelec
Dummerweise hat man den ganzen Älteren das nicht gesagt, die fahren einfach damit

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HansMicha 08.05.2019, 21:24
31. Eine Totgeburt ...

Im Grunde wird allmählich klar, dass der E-Scooter (bis 12 km/h) eine "Totgeburt" ist: Auf den Fußweg soll er nicht, auf (zu schmale) Radwege und die Fahrbahn eigentlich auch nicht. Und sollte er von einem signifikanten Anteil an Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren genutzt werden, hat dies negative gesundheitliche Auswirkungen (verursacht Kosten!) wegen eines Rückgangs der Bewegungsintensität. Wir können nun spekulieren, dass die Hersteller leider bereits hunderttausende Exemplare auf Halde haben und dem Verkehrsminister in den Ohren liegen. Das ist sein Problem - und sollte es auch bleiben ...

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steuerzahler1972 08.05.2019, 21:29
32. Verantwortung ist das Zauberwort

Zuerst zur Information, ich fahre selbst mit dem normalen Roller, wenn es sich anbietet in die Innenstadt. Er ist einfach leichter auf der Rückfahrt im Auto zu verstauen. Auch das Rad und E-Bike nutze ich, wann immer sinnvoll. Eines trage ich allerdings immer, meinen Helm. Ein Bekannter hat durch einen Arbeitsunfall , Sturz und Fall auf den Hinterkopf, sein normales Leben verloren, ist ist nun ein Schwerstpflegefall, Beatmungspatient.
Niemand wird gezwungen sein Kind oder sich selbst vor so einem Schicksalsschlag zu schützen. Im Gegenteil, ich denke es bedarf einiger schwerer Unfälle bis die modernen Leute von heute merken, dass ihr ach so moderner Kopf weicher ist als der alte Asphalt. Lassen Sie Ihr Kind ruhig ohne Helm fahren. Am negativen Beispiel kann ich auch meinen Kindern den Sinn des Helmes besser erklären.
Was aber die Versicherungspflicht angeht, bitte ein Kennzeichen und eine Versicherung. Die Schäden, die sicherlich kommen werden möchten die Befürworter doch sicherlich nicht auf andere abwälzen, oder doch?
Die 50 Euro am Tag, bzw die Kosten beim Leihroller sind auf den Tag gerechnet kaum zu merken.
Was die Rücksicht der Verkehrsteilnehmer angeht kann ich als Städter nur sagen, dass die unsozialen Verkehrsteilnehmer nicht auf das Rad oder das Auto beschränkt sind. Der Gedanke allerdings, dass die Radfahrer bessere Menschen oder Verkehrsteilehmer seinen, kann nur jemand haben, der entweder keine Erfahrung mit dem Stadtverkehr hat oder ideologisch verblendet ist. Meine Kinder haben vor der Schule Verkehrshelfer, aber nicht wegen dem Straßenverkehr, sondern wegen dem Radweg. Noch Fragen?

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polltroll 08.05.2019, 21:37
33. Deutsche Regulierungswut

Sascha Lobo hatte dazu ja schon eine sehr gute Kolumne. Es ist mittlerweile wirklich erschreckend wie sehr der Staat sich berufen fühlt in die Freiheiten seiner Bürger einzugreifen. In allem wird pauschal erstmal eine Gefahr gesehen und munter drauf los reguliert. Die Einzigen, die erfolgreich dereguliert werden sind durch Lobbygruppen vertretene Industrien. Wahrscheinlich wird es den eRoller ohne Diesel wirklich nie geben! Vielleicht sollte man sich im Bundestag auch mal wieder darüber klar werden, dass das Leben mitunter auch gefährlich sein kann und dass das für den mündigen Bürger keine unüberwindbare Lebenshürde darstellt. Generationen von Deutschen haben sehr gefährlich gelebt und haben trotzdem glücklich gelebt. Dazu gehört natürlich die Grundannahme, dass die Deutschen mündig sind. Ich glaube an der Überzeugung daran mangelt es bei den Damen und Herren der Gesetzgebung. Wahrscheinlich sitzen da immer mehr Lehrer, Erzieher und Sozialpädagogen in den Bänken.

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arr68 09.05.2019, 00:34
34. ähm und was ist mit Pedelecs?

Die Gefahr, die von motorisierten Fortbewegungsmitteln ausgeht ist abhängig von der Geschwindigkeit für alle Fahrzeuge gleich. Den Knochen ist es egal ob 25 kmh mit Pedelec, E-Roller oder E-inliner. Ebenso Das Risiko für die anderen Verkehrsteilnehmer.

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linux 09.05.2019, 08:01
35.

Warum wird jede Innovation (und das ist es) bei uns von selbsternannten Fachexperten und Lobbygruppen zerredet? Das einzige, was man wirklich kontrollieren sollte ist die Ausbreitung der Leihroller. Jeder, der selber einen Tausender in einen E-Scooter investiert hat doch sowieso ein persönliches Interesse daran, das Ding nicht gegen die Wand zu fahren und nach kurzer Zeit (wie bei jedem anderen Führerschein-freien Gefährt) die Erfahrung, es angemessen zu lenken. Selbstverantwortung entsteht durch Vertrauen, eine Überregulierung verkehrt es ins Gegenteil.

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ganzeinfach 09.05.2019, 08:17
36. Kinder

Schon längst fahren Kinder mit Rollschuhen, Skateboards, Longboards, Trotinetts auf den Gehwegen - Sie erinnern sich noch schwach? Natürlich mit nicht messbarem Tempo, aber wenns abwärts geht, schon mal mit 20+. Hilft, das Gleichgewicht und die Motorik zu schulen. Darin sind Kinder Experten und äusserst lernfähig.
Wozu all die Einschränkungen? ganzeinfach

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ThomasGB 09.05.2019, 08:38
37. Was soll diese Diskussion ?

Wir brauchen keine neuen Gesetze! Das ist alles schon geregelt. Motorisierte Fahrzeuge haben auf dem Bürgersteig nichts zu suchen. Dabei spielt es keine Rolle ob der Motor gerade an oder ausgeschaltet ist, das Potetial zählt.
Motorisierte zweirädrige Fahrzeuge bis 25 km/h dürfen auf dem Radweg Fahren, Bedingung: Helmpflicht.
Alles andere muß auf die Straße.
Personen unter 16 Jahren sind nicht ermächtigt, motorisierte Fahrzeuge zu führen. Nötigenfalls wird der Roller halt eingezogen und ein Strafverfahren gegen die Eltern wegen Vernachlässigung ihrer Aufsichtspflicht eingeleitet.
Alles geltendes Gesetz. Wofür brauchen wir neue Gesetze?

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BöwaM 09.05.2019, 08:42
38. Kenntnisse über das Thema Physik

Zitat von mreg
Was ist die Expertiese dieser Herren ? Ihr Alter das Sie nicht Roller fahren können ? War mit meiner Tochter in Basel/Zürich/Wien und wir haben es dort genossen mit den Rollern die Stadt zu entdecken... Gefahr ... wodurch ? Man kann die German Angst wirklich wachsen sehen.
würde helfen. Roller mit diesen kleinen Rädern und 20 Km/h Geschwindigkeit, dabei einen Bremsweg von 6 Metern, sind gerade für Kinder gefährlich. Und diese 6 Meter Bremsweg schaffen laut Tests nur die ganz teuren Roller. Und selbst bei einer Geschwindigkeit von 12 Km/h ist gerade bei den preisgünstigen Rollern (unter 1000 Euro) der Bremsweg einfach nur lang. Was sie German Angst nennen ist in Wirklichkeit German Wissen. Stammt noch aus einer Zeit, als Abiturienten nicht über ihre Mathe-Prüfungen beschwerten. Sondern einfach gemacht haben.
Ein Schlagloch auf Straße oder Fahrradweg (kein besonders tiefes) und schon bleiben die kleinen Räder stecken. Bei einem mit Muskelkraft eines Kindes betriebenen Rollers gibt es Schürfwunden. Bei 12 Km/h sieht es anders aus.

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neurobi 09.05.2019, 08:45
39.

Zitat von steuerzahler1972
Noch Fragen?
Ja, ihren letzten Absatz würde ich voll zustimmen und auch auf Fußgänger erweitern.
Wie sie aber selbst schreiben, ist ihr Bekannter bei einem Arbeiteunfall auf den Kopf gestürzt. Sollen wir jetzt alle bei der Arbeit Helm tragen? Zumindest aber wenn wir (auch privat) auf eine Leiter steigen, wäre sie doch angebracht, oder?
Ein Unfall Fahrrad/Fußgänger ist für beide mit deutlich höheren Verletzungsrisiko verbunden als ein Unfall E-Scooter/Fußgänger.
Warum soll also der Eine eine ein Extrahaftpflicht abschließen?

Ich habe schon den eine oder anderen Fahrradunfall hinter mir, gegen einen Laternenmast gefahren (Fahrrad Schrott), einige Salto mit überschlag, habe das auch bei meinen Bekannten aus nächster Nähe miterlebt. Es kam nie zu einer Kopfverletzung, nicht mal einer leichten. Kopfverletzungen sind also relativ selten. Deshalb fahre ich ohne Helm Fahrrad und würde auch E-Scooter ohne Helm fahren.

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