Forum: Auto
Klima-Strategien im Check: Wie Autohersteller das Null-CO2-Auto bauen wollen
AFP

2050? 2040? 2039? In ein paar Jahrzehnten wollen die großen Autohersteller kein Gramm CO2 mehr verursachen - nirgends. Wie ernst meinen sie es damit? Die Strategien im Check.

Seite 1 von 18
post_fuer_tutu 07.11.2019, 08:59
1. Klingt doch gut

Da gibt es endlich Strategien. Was in der Politik - insbesondere den Grünen - leider völlig fehlt. Die Autokonzerne überlegen offen, wie werden unsere Autos, Fabriken und Lieferkletten in 20 - 30 Jahren aussehen, wie wollen wir diese Lieferketten und Produktionen sehen. Vielleicht spielt da auch viel Optimismus muss und nicht jedes Ziel wird erreichbar sein, aber es sind Visionen und klare Pläne. So was fehlt in der Politik leider völlig.

In einem irrt sich der Autor, "Stattdessen müssten die Hersteller auch überlegen, ob man aus dem Blech eines großen SUV nicht auch zwei Kleinwagenkarosserien bauen könnte. Oder ob es sogar erstrebenswert wäre, weniger Autos zu verkaufen, die Innenstädte zu entlasten und verstärkt über nachhaltigere ebenfalls gewinnbringende Mobilitätskonzepte nachzudenken. Denn das Null-CO2-Auto wird es auch 2050 noch nicht geben." Genau das ist eben nicht Aufgabe der Autokonzerne, sondern der Politik. Die Wirtschaft wird sich den Regeln und Vorgaben der Politik beugen (müssen). Aber diese Mobilitätskonzepte zu erarbeiten ist Aufgabe der Politik. Und da ist leider nichts zu sehen von.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Bakturs 07.11.2019, 08:59
2. Leere Versprechen und eine Einbahnstraße

Der verzicht auf einen Verbrennungsmotor zugunsten eines E-Motors ist eine umweltökologische Einbahnstraße. Die Entwicklung von so vielen Batterien zur Förderung des Individualverkehrs sollte überdacht werden. M. E. müssen hier andere Motorlösungen (Wasserstoff?) gefunden werden.

Weiteres Problem: Die Ziele werden so weit in die Zukunft gesetzt, damit man jetzt erst einmal noch 20 Jahre die Umwelt versauen kann. 2040 oder 2050 frägt dann keiner mehr nach und fordet die Versprechen ein. Da war bei den ach so sauberen Diesel genauso. Hier wird nur Zeit geschunden um eine neue Trickserei auszutüfteln.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bert1966 07.11.2019, 08:59
3.

In ein paar Jahrzehnten werden Autohersteller tatsächlich kein Gramm CO2 mehr verursachen - weil die Individualmobilität mit Autos wie die Autobauer selbst dann längst Geschichte sind. Wer aktuell in einem der Novemberstaus steht, der hat Muße genug, sich einmal vorzustellen, wie lange man im Stau stehen wird, wenn die Weltbevölkerung weiter wächst. Auch dürften dann die Auswirkungen der CO2-Emission auf das Klima längst zu gesellschaftlichen Umwälzungen geführt haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dirk.resuehr 07.11.2019, 09:00
4. Von der Lüge zum Selbstbetrug

scheint ein kurzer Weg. In der BRD gibt es rund 47 Millionen PKW, davon nicht einmal 100000 elektisch betriebene. Offenbar kommt E-Mobilität beim Verbraucher überhaupt nicht an, soweit der Markt. Weiterhin die Rohstofffrage: Woher soll denn das benötigte Lithium kommen? Und wenn, welche Umweltschäden verursacht die Produktion? Viele Fragen offen, nicht gelöst und nicht lösbar. Es riecht nach dem zweiten schlimmen Fehler, der sich anbahnt. Ein wirtschaftliches Waterloo droht, wieder verursacht durch KfZ-Vorstände, die dann noch Millionen Abfindung und Rente erhalten, falls noch Vermögen vorhanden

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Johann Dumont 07.11.2019, 09:02
5. ohne CO2 Ausstoß funktioniert es nur mit Wind und Sonne

C02 frei ist nicht erreichbar wenn undurchsichtige Ausgleichsmaßnahmen veranlasst werden - wie beispielsweise Waldanpflanzungen unter ungünstigen Bedingungen in Afrika. Wir haben alles um sofort die Hälfte an Öl, Kohle und Gas einzusparen. Auch in den VW Werken sollte man massive Solarthermie, Wärme und Kältespiecher, Photovoltaik und Windkraft nutzen. Es gibt auch schon große langlebige preiswerte Batterien - es sind Redox Flow Batterien z.B. bis 60 MWh aus Japan. Die Technik ist simple und könnte auch von VW produziert werden. Die Hersteller der Membrane kommen aus Deutschland. Die CO2 Abgabe ist nur eine Verschiebung von Abgasen in andere Regionen und spart erst einmal nichts global betrachtet. Die Politik sollte optimale und jetzt schon technisch mögliche Verfahren fördern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hummelflug 07.11.2019, 09:03
6. Augenwischerei

Solange der Strom nicht weitgehend erneuerbar erzeugt wird, ist die "Elektromobilitaet" reine Augenwischerei. Aber damit sieht es in Deutschland ja finster aus: siehe die (fehlenden) Neugenehmigungen fuer Windkraftanlagen.Wenn der Strom aber weiterhin zu mehr als der Haelfte aus Oel, Gas und Kohle kommt, ist es ein Witz, Elektro-SUVs mit 300 PS als CO2 neutral zu bewerben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Di_oH 07.11.2019, 09:03
7. Schöne Worte

Ich lasse mich 2038, 2039 und 2049 überraschen, ob es nicht heißt, man habe die eigenen Ziele verfehlt, aber werde diese sicher bis 2059, 2060 bzw. 2070 erreichen.
Schön wäre es, wenn Taten folgen würden. Warum man nicht alle Werksgebäude mit Photovoltaik ausstattet und für die Nachtschicht die Werke aus eigenen Akkus versorgt, verstehe ich nicht. Das hätte auch Synergie-Effekte, da man selbst auf die Leistungsfähigkeit der eigenen Akkus angewiesen wäre. Vielleicht käme man aber auch zu dem Entschluss, dass das Wasserstoffauto doch die sinnvollere Alternative wäre?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
b3k0 07.11.2019, 09:08
8. Ladestationen !

Ohne Lademöglichkeiten, kann man E-Autos produzieren soviel man will.
Erst wenn es mehr Ladestationen wie E-Autos gibt fängt die Zukunft an.
Mich wundert, dass sich die Stromanbieter so leise verhalten und auch nicht mit ins Boot geholt werden, wäre doch ein Milliardenmarkt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
paniketcircenses 07.11.2019, 09:09
9. Die armen Wälder

die könnten das CO2 gut brauchen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 18