Forum: Auto
Klimadebatte vor IAA: Da sind sie wieder, die alten Stereotype
Lennart Stock/DPA

Umweltschützer wollen auf der Internationalen Automobilausstellung demonstrieren. Vorab suchte die Autolobby nun das Gespräch mit ihren Kritikern. Umsonst?

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cucaracho_enojado 06.09.2019, 07:48
1. "Wir haben verstanden."

'Bernhard Mattes, der VDA-Chef, bemühte sich sogleich, die neue Sprachregelung der drei großen deutschen Autokonzerne klarzumachen: Man habe verstanden, man gehe die große Transformation zu ...' - Neue Sprachregelung? Seit den 70er steht nach JEDEM Patzer oder eben auch Skandal jedesmal genau ein 'Sprecher' der Automobilindustrie - ich glaub das geht einfach reihum, über Vorstände und Lobby-Organisationen - mit genau den Satz: "Wir haben verstanden ... wir müssen JETZT die richtigen Entscheidungen treffen ... um auch in Zukunft ... ." Man kann die TV-Bilder übereinander legen - es ergibt tatsächlich einen lustigen Chor. Oder ist die 'neue' Sprachregelung, daß es jetzt alle gleichzeitig sagen (müssen)? :-D

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werner.werwolf 06.09.2019, 07:54
2. Automobilismus

Der Automobilismus kam nach dem Faschismus und steht diesem in Nichts nach.
So, wie im Faschismus alle anders Denkenden verfolgt und vernichtet wurden, so wird im Automobilismus alles auf der Straße vernichtet und von ihr verdrängt, was kein Auto ist. Es ist lebensgefährlich auf der Straße. Die Auto fahrende Herrenrasse vernichtet alles, was nicht schnell genug wieder von der Straße weg ist.

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HH1960 06.09.2019, 08:03
3. Nichts haben die Bosse verstanden!

Wer Elektroautos wie den E-Tron oder den neuen Porsche als seinen Beitrag zum Klimaschutz propagiert, merkt doch wirklich gar nichts mehr.

Was wird denn da auf der IAA vorgestellt werden? SUV mit großen Motoren, absurd leistungsstarke E-Monster und ansonsten gähnende Leere. Als ob es kein Morgen gäbe.

Wo sind die Brennstoffzellenautos für die Langstrecke und kleine intelligente E-Autos für die Stadt zu vernünftigen Preisen? Die kommen nicht von VW & Co., sondern von eGo!

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Leibdschor 06.09.2019, 08:06
4. Ja Klar,

Zitat von werner.werwolf
Der Automobilismus kam nach dem Faschismus und steht diesem in Nichts nach. So, wie im Faschismus alle anders Denkenden verfolgt und vernichtet wurden, so wird im Automobilismus alles auf der Straße vernichtet und von ihr verdrängt, was kein Auto ist. Es ist lebensgefährlich auf der Straße. Die Auto fahrende Herrenrasse vernichtet alles, was nicht schnell genug wieder von der Straße weg ist.
mehr geht nicht, oder? Sie sollten mal einen einen entsprechenden gesundheitlichen Ratgeber aufsuchen. Ökofaschismus ist übrigens genauso wenig keine Lösung.

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Dogbert 06.09.2019, 08:26
5. Schade, wieder nix mit Fakten

die sind: in Deutschland werden weniger als 2% aller weltweiten Emissionen verursacht, vom Verkehr weniger als 1%. Da bringt es für das Klima rein gar nichts in Panik zu verfallen und mit Milliardenkosten unsere wichtigste Industrie zu belasten. Hier wäre Augenmass gefragt. Man kann natürlich darüber diskutieren, das die Industrie, ebenso wie übrigens die Politik, lange Zeit den notwendigen Wandel verzögert hat, das jetzt innerhalb weniger Jahre ungeschehen zu machen kann aber nicht funktionieren. Und schon gar nicht funktionieren kann die Taktik, die Augen vor brennenden Wäldern in Brasilien, Versteppung und Überbevölkerung in Afrika und Umweltvernichtung in China und Indien zu verschliessen. Da wird das Weltklima gemacht, nicht auf deutschen Strassen ! Aber einfacher und bequemer ist es natürlich im schönen Deutschland zu sitzen und unter dem Beifall der Presse auf die Industrie einzuprügeln.

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neurobi 06.09.2019, 08:56
6. Fantasten vs. Blender

Klar ist der e-Tron nicht umweltfreundlich, ganz im Gegenteil. Solche Fahrzeuge sind kein Beitrag hin zum klimafreundlichen Verkehr. Das gleiche gilt übrigens auch für Sharing-Modelle und das autonome Fahren.

Aber die Gegenseite ist genauso von der Spur. Verkehr ist per se individuell und das Auto kann diese Individualität am beste und konfortabelsten umsetzen. Wer glaubt man könne den Autoverkehr um 75% senken und gleichzeitig die Lebensqualität verbessern hat den Schuß nicht gehört.
Die Tendenz das Auto in den Städten zu verteufeln ist genauso falsch, wie die Autogerechte Stadt, die man bis in die 70iger vorran getrieben hat.

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keine-#-ahnung 06.09.2019, 09:07
7. "Teure und umweltschädliche Autos ...

... werden alle zwei Jahre auf der IAA in Frankfurt zur Schau gestellt"

Aha. Wo werden dann preiswerte und umweltfreundliche Autos zur Schau gestellt?

Ansonsten scheint man resümieren zu können, dass mit fanatisierten Berufsaktivisten mittlerweile ein Dialog nicht mehr möglich scheint. Schlicht, weil nicht gewollt. Die wollen Krawall - da kann man nur auf den Rechtsstaat setzen.

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firefox34 06.09.2019, 09:11
8.

Aus genau der "denke" müssen wir raus. In Europa aber auch im Rest der Welt.

Natürlich sollen die Vietnamesen u.a. den gleichen "Standard" haben wie wir Europäer! Sie sollen sogar einen höheren Standard in 30, 40, 70 Jahren haben... aber nicht mit den Technologien und Systemen von heute!

Laut Prognosen wird die Weltbevölkerung zu >90% in Afrika wachsen. In Asien geringfügig und in Europa sogar sinken.

Da karren wir unseren Müll hin, die beliefern wir mit Technik aus den 50er Jahren (Kraftwerke, LKWs) etc. und plündern ihre Rohstoffe. Die Chinesen kaufen massenweise Land um Nahrungsmittel nach China zu exportieren. Das Bildungs- und Gesundheitswesen ist immer noch auf dem Stand der 60er Jahre und kaufen uns ein gutes Gewissen mit "Entwicklungshilfe".

Aber Tönnis zeigt mit dem Wurstfinger auf die Afrikaner... macht nicht so viele Kinder... Ganz klar, es liegt an den Afrikanern.

Es muss gelingen auch ein Bevölkerungswachstum klimaneutral zu stemmen... Es wird aber kommen wie schon in Kalifornien. Als Los Angeles gar nicht mehr atmen konnte hat man sich um Umweltschutz bemüht (Katalysator). In Europa wurde daraufhin der Niedergang der deutschen Automobilindustrie ausgerufen.

Und der "Grüne" Landesvater will auch wiedergewählt werden. Mit den Stimmen der Mitarbeiter vom Daimler, Porsche und Bosch.

Es gibt wohl sehr viel mehr wirtschaftliche Interessen so weiter zu wirtschaften als es wirtschaftliche Interessen gibt etwas zu ändern. Das muss sich ändern.

Nach meiner bescheidenen Ansicht haben in einigen Kerntechnologien nur wenige das bereits verstanden. Die Chinesen stecken keinen Yuan mehr in die Entwicklung von Verbrennerfahrzeugen. 1. Sie können den Vorsprung gegenüber den westlichen Staaten gar nicht mehr aufholen und 2. es löst gar nicht ihre Mobilitätsprobleme.

Die Chinesen versuchen es mit Elektromobilität zu lösen. Mal sehen wann die erste Stadt in Deutschland (ich tippe auf Stuttgart - die deutsche Automobilhochburg, was für ein schönes Bild) die Reißleine zieht. Dafür entwickeln die Chinesen im Rekordtempo Elektrofahrzeuge, Hochgeschwindigkeitszüge... und bringen in 3 (!) Jahren den Transrapid auf einer kommerziellen Strecke zum Einsatz, während wir im Emsland 22 Jahre entwickeln und ihn 20 Jahre lang als Touristenattraktion wie die "Märchenbahn im Phantasialand" im Kreis fahren lassen.

Innovation und Unternehmergeist sind inzwischen Fremdworte.

Am Ende weiß Greta es vielleicht nicht, aber genau dazu ruft die "Friday for Future" Bewegung auf.

Auch wenn die deutsche Bevölkerung nur einen Bruchteil der Weltbevölkerung ausmacht, wir müssen die Technologien von morgen entwickeln und zur Anwendung bringen, sonst sind wir die Neandertaler der Zukunft und der letzte V8 fährt nicht bei "Mad Max", sondern in Stuttgart...

Der Klimawandel ist eine riesige Chance für die deutsche Wirtschaft... und wenn wir sie nicht nutzen, dann werden wir in absehbarer Zeit eben mit chinesischen Elektroautos fahren und chinesische Photovoltaikanlagen werden in Afrika stehen und die alten Siemens Kohlekraftwerke ablösen.

Stattdessen klagt man lieber gegen die DUH, wegen ein paar hundert Meter gesperrter Strassen...

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firefox34 06.09.2019, 09:11
9. Aus genau der "denke" müssen wir raus.

Aus genau der "denke" müssen wir raus. In Europa aber auch im Rest der Welt.

Natürlich sollen die Vietnamesen u.a. den gleichen "Standard" haben wie wir Europäer! Sie sollen sogar einen höheren Standard in 30, 40, 70 Jahren haben... aber nicht mit den Technologien und Systemen von heute!

Laut Prognosen wird die Weltbevölkerung zu >90% in Afrika wachsen. In Asien geringfügig und in Europa sogar sinken.

Da karren wir unseren Müll hin, die beliefern wir mit Technik aus den 50er Jahren (Kraftwerke, LKWs) etc. und plündern ihre Rohstoffe. Die Chinesen kaufen massenweise Land um Nahrungsmittel nach China zu exportieren. Das Bildungs- und Gesundheitswesen ist immer noch auf dem Stand der 60er Jahre und kaufen uns ein gutes Gewissen mit "Entwicklungshilfe".

Aber Tönnis zeigt mit dem Wurstfinger auf die Afrikaner... macht nicht so viele Kinder... Ganz klar, es liegt an den Afrikanern.

Es muss gelingen auch ein Bevölkerungswachstum klimaneutral zu stemmen... Es wird aber kommen wie schon in Kalifornien. Als Los Angeles gar nicht mehr atmen konnte hat man sich um Umweltschutz bemüht (Katalysator). In Europa wurde daraufhin der Niedergang der deutschen Automobilindustrie ausgerufen.

Und der "Grüne" Landesvater will auch wiedergewählt werden. Mit den Stimmen der Mitarbeiter vom Daimler, Porsche und Bosch.

Es gibt wohl sehr viel mehr wirtschaftliche Interessen so weiter zu wirtschaften als es wirtschaftliche Interessen gibt etwas zu ändern. Das muss sich ändern.

Nach meiner bescheidenen Ansicht haben in einigen Kerntechnologien nur wenige das bereits verstanden. Die Chinesen stecken keinen Yuan mehr in die Entwicklung von Verbrennerfahrzeugen. 1. Sie können den Vorsprung gegenüber den westlichen Staaten gar nicht mehr aufholen und 2. es löst gar nicht ihre Mobilitätsprobleme.

Die Chinesen versuchen es mit Elektromobilität zu lösen. Mal sehen wann die erste Stadt in Deutschland (ich tippe auf Stuttgart - die deutsche Automobilhochburg, was für ein schönes Bild) die Reißleine zieht. Dafür entwickeln die Chinesen im Rekordtempo Elektrofahrzeuge, Hochgeschwindigkeitszüge... und bringen in 3 (!) Jahren den Transrapid auf einer kommerziellen Strecke zum Einsatz, während wir im Emsland 22 Jahre entwickeln und ihn 20 Jahre lang als Touristenattraktion wie die "Märchenbahn im Phantasialand" im Kreis fahren lassen.

Innovation und Unternehmergeist sind inzwischen Fremdworte.

Am Ende weiß Greta es vielleicht nicht, aber genau dazu ruft die "Friday for Future" Bewegung auf.

Auch wenn die deutsche Bevölkerung nur einen Bruchteil der Weltbevölkerung ausmacht, wir müssen die Technologien von morgen entwickeln und zur Anwendung bringen, sonst sind wir die Neandertaler der Zukunft und der letzte V8 fährt nicht bei "Mad Max", sondern in Stuttgart...

Der Klimawandel ist eine riesige Chance für die deutsche Wirtschaft... und wenn wir sie nicht nutzen, dann werden wir in absehbarer Zeit eben mit chinesischen Elektroautos fahren und chinesische Photovoltaikanlagen werden in Afrika stehen und die alten Siemens Kohlekraftwerke ablösen.

Stattdessen klagt man lieber gegen die DUH, wegen ein paar hundert Meter gesperrter Strassen...

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