Forum: Auto
Klimadebatte vor IAA: Da sind sie wieder, die alten Stereotype
Lennart Stock/DPA

Umweltschützer wollen auf der Internationalen Automobilausstellung demonstrieren. Vorab suchte die Autolobby nun das Gespräch mit ihren Kritikern. Umsonst?

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firefox34 06.09.2019, 09:13
10. Aus genau der "denke" müssen wir raus.

Aus genau der "denke" müssen wir raus. In Europa aber auch im Rest der Welt.
Natürlich sollen die Vietnamesen u.a. den gleichen "Standard" haben wie wir Europäer! Sie sollen sogar einen höheren Standard in 30, 40, 70 Jahren haben... aber nicht mit den Technologien und Systemen von heute!
Laut Prognosen wird die Weltbevölkerung zu >90% in Afrika wachsen. In Asien geringfügig und in Europa sogar sinken.
Da karren wir unseren Müll hin, die beliefern wir mit Technik aus den 50er Jahren (Kraftwerke, LKWs) etc. und plündern ihre Rohstoffe. Die Chinesen kaufen massenweise Land um Nahrungsmittel nach China zu exportieren. Das Bildungs- und Gesundheitswesen ist immer noch auf dem Stand der 60er Jahre und kaufen uns ein gutes Gewissen mit "Entwicklungshilfe".
Aber Tönnis zeigt mit dem Wurstfinger auf die Afrikaner... macht nicht so viele Kinder... Ganz klar, es liegt an den Afrikanern.
Es muss gelingen auch ein Bevölkerungswachstum klimaneutral zu stemmen... Es wird aber kommen wie schon in Kalifornien. Als Los Angeles gar nicht mehr atmen konnte hat man sich um Umweltschutz bemüht (Katalysator). In Europa wurde daraufhin der Niedergang der deutschen Automobilindustrie ausgerufen.
Und der "Grüne" Landesvater will auch wiedergewählt werden. Mit den Stimmen der Mitarbeiter vom Daimler, Porsche und Bosch.
Es gibt wohl sehr viel mehr wirtschaftliche Interessen so weiter zu wirtschaften als es wirtschaftliche Interessen gibt etwas zu ändern. Das muss sich ändern.
Nach meiner bescheidenen Ansicht haben in einigen Kerntechnologien nur wenige das bereits verstanden. Die Chinesen stecken keinen Yuan mehr in die Entwicklung von Verbrennerfahrzeugen. 1. Sie können den Vorsprung gegenüber den westlichen Staaten gar nicht mehr aufholen und 2. es löst gar nicht ihre Mobilitätsprobleme.
Die Chinesen versuchen es mit Elektromobilität zu lösen. Mal sehen wann die erste Stadt in Deutschland (ich tippe auf Stuttgart - die deutsche Automobilhochburg, was für ein schönes Bild) die Reißleine zieht. Dafür entwickeln die Chinesen im Rekordtempo Elektrofahrzeuge, Hochgeschwindigkeitszüge... und bringen in 3 (!) Jahren den Transrapid auf einer kommerziellen Strecke zum Einsatz, während wir im Emsland 22 Jahre entwickeln und ihn 20 Jahre lang als Touristenattraktion wie die "Märchenbahn im Phantasialand" im Kreis fahren lassen.
Innovation und Unternehmergeist sind inzwischen Fremdworte.
Am Ende weiß Greta es vielleicht nicht, aber genau dazu ruft die "Friday for Future" Bewegung auf.
Auch wenn die deutsche Bevölkerung nur einen Bruchteil der Weltbevölkerung ausmacht, wir müssen die Technologien von morgen entwickeln und zur Anwendung bringen, sonst sind wir die Neandertaler der Zukunft und der letzte V8 fährt nicht bei "Mad Max", sondern in Stuttgart...
Der Klimawandel ist eine riesige Chance für die deutsche Wirtschaft... und wenn wir sie nicht nutzen, dann werden wir in absehbarer Zeit eben mit chinesischen Elektroautos fahren und chinesische Photovoltaikanlagen werden in Afrika stehen und die alten Siemens Kohlekraftwerke ablösen.
Stattdessen klagt man lieber gegen die DUH, wegen ein paar hundert Meter gesperrter Strassen...

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Niteftef 06.09.2019, 09:32
11. Nichts verstanden

Wer ernsthaft einen Elektro-SUV als Aushängeschild verwendet ist entweder zu blöd oder will absichtlich provozieren. Die Wende bedeutet nicht nur, dass man Elektroautos produziert, die ja (wie mittlerweile allgemein bekannt ist) auch ihre eigenen Probleme haben.
Es geht auch und vor allem um ein grundsätzliches Umdenken: Umweltfreundlichkeit muss Priorität bekommen - und SUVs sind nun Mal Frechheiten, egal, welcher Motor verbaut ist.

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AGCH 06.09.2019, 09:37
12.

Zitat von HH1960
Wer Elektroautos wie den E-Tron oder den neuen Porsche als seinen Beitrag zum Klimaschutz propagiert, merkt doch wirklich gar nichts mehr. Was wird denn da auf der IAA vorgestellt werden? SUV mit großen Motoren, absurd leistungsstarke E-Monster und ansonsten gähnende Leere. Als ob es kein Morgen gäbe. Wo sind die Brennstoffzellenautos für die Langstrecke und kleine intelligente E-Autos für die Stadt zu vernünftigen Preisen? Die kommen nicht von VW & Co., sondern von eGo!
Wie wäre es mit dem E-Golf von VW für die Stadt? Gibt's schon seit Jahren zu kaufen. Kostet zwar mehr als die V-Variante, aber das wird Ihnen die Umwelt doch wohl wert sein, oder?

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karlo1952 06.09.2019, 10:10
13. @ 3. HH1960 - Die Bosse haben schon

verstanden. Sie bauen die Autos, die der Kunde zu kaufen wünscht. Alles andere wäre für die Aktionäre kontraproduktiv.

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benmartin70 06.09.2019, 10:15
14.

Zitat von AGCH
Wie wäre es mit dem E-Golf von VW für die Stadt? Gibt's schon seit Jahren zu kaufen. Kostet zwar mehr als die V-Variante, aber das wird Ihnen die Umwelt doch wohl wert sein, oder?
Ein Golf ist ja wohl nicht "klein"...... (1205–1615 kg + > 4m Länge und > 2 m breite).....
Die Kisten sind alle zu schwer und brauchen zuviel Platz.
In der Stadt braucht man seltenst ein Auto (ich sage nicht nie).

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benmartin70 06.09.2019, 10:22
15.

Zitat von
https://www.mercedes-amg.com/de/fahrzeuge/g-klasse/suv/g63.html

"Wo immer der Mercedes-AMG G 63 auftaucht, herrscht nichts als Ehrfurcht. Seine Leidenschaft, Perfektion und Kraft machen jede Fahrt zu einem Triumph."

Ernsthaft? Fehlt noch das Canyonero Lied aus den Simpsons. Das ist ja oberpeinlich.

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johnny_b 06.09.2019, 10:28
16.

Zitat von Dogbert
die sind: in Deutschland werden weniger als 2% aller weltweiten Emissionen verursacht, vom Verkehr weniger als 1%. Da bringt es für das Klima rein gar nichts in Panik zu verfallen und mit Milliardenkosten unsere wichtigste Industrie zu belasten. Hier wäre Augenmass gefragt. Man kann natürlich darüber diskutieren, das die Industrie, ebenso wie übrigens die Politik, lange Zeit den notwendigen Wandel verzögert hat, das jetzt innerhalb weniger Jahre ungeschehen zu machen kann aber nicht funktionieren. Und schon gar nicht funktionieren kann die Taktik, die Augen vor brennenden Wäldern in Brasilien, Versteppung und Überbevölkerung in Afrika und Umweltvernichtung in China und Indien zu verschliessen. Da wird das Weltklima gemacht, nicht auf deutschen Strassen ! Aber einfacher und bequemer ist es natürlich im schönen Deutschland zu sitzen und unter dem Beifall der Presse auf die Industrie einzuprügeln.
Angesichts der Tatsache, dass in Deutschland nur knapp 1% der Weltbevölkerung lebt sind die 2% der Weltemissionen eben doch signifikant. Wir emittieren quasi doppelt so viel wie für uns - gemessen am Durchschnitt - angemessen wäre.

Dieses immer wieder vorgebrachte rückwärtsgewandte "Argument", das wir ja global gesehen nicht bewirken können ist einfach nicht zu ertragen. Natürlich muss irgendwer vorgehen und den ersten Schritt machen (das sind wir so oder so nicht, da sind andere schon weiter). Wer mit dem Finger auf China zeigt, hat sich anscheinend nicht gut informiert, denn die tun deutlich mehr als wir aktuell (weltweiter größte Zuwächse bei e-Mobilität, Solar- und Windkraftausbau).

Wer nicht mitgeht schützt übrigens nur sehr kurzfristig seine Industrie und Arbeitsplätze, denn mittel- bis langfristig offenbart sich, das diese eben genau daran zugrunde geht, weil sie nicht rechtzeitig auf Zukunftstechnologien setzt.

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lupo44 06.09.2019, 10:35
17. die Lobby der Aktivisten ist nicht nur stark,sie wird immer stärker...

das beste wäre so banal es klingt das wir aussteigen sollten aus der Autozulassung für jeden Bürger. Die jetzigen Autos werden zum Marktpreis verschrottet und neue Zulassungen darf es nicht mehr geben.
Dieser Zustand sollte durchgehalten werden bis dieses Deutschland endlich in der Lage ist Elektroautos oder Wasserstoffbetriebene Autos zu moderaten Preisen auf den Markt zu bringen.Alles Andere ist nicht mehr akzeptabel.Diese Menschen beherrschen alle öffentlichen Stellen in unserer Politik und wir bekommen keine Ruhe in unser Leben. Ausländische Autos dürfen nicht nach Deutschland einfahren.Alle Güter werden per Bahn und Schiff absolviert.Der Nahverkehr in der Stadt muß vorran getrieben werden.Fahrrad ist die Zukunft dieser Stadt.Das ist ernst gemeint und hat auch eine Zukunft auf Basis der Tatsachen der Forderungen der Aktivisten und der GRünen.Und das habe man noch zu beachten die Grünen müssen an alle Hebel der Macht in diesem Land. Es wird sich sehr bald zeigen was diese Forderungen wert sind .Nur das Durchgeführte hat dann Erfolg und kann bewertet werden.Und die Zeit ist günstig. Die Jugend will es so,die Lobbyisten,die Grünen und Teile der SPD.Das muß doch zu machen sein.Oder???

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Strafjurist 06.09.2019, 10:38
18. Immer noch nicht verstanden

Wer ernsthaft fordert, dass alles so bleiben muss, wie es ist, hat immer noch nicht kapiert, dass dann mit ungebremsten Temperaturanstieg die Lebensgrundlagen der Menschheit wegbrechen werden. Unsere Gesellschaft beruht auf Raubbau an den Ressourcen der Erde, und diesen zu beenden wird zwangsläufig bedeuten, unsere Lebensweise radikal zu verändern und damit auch auf Dinge zu verzichten. Wer heute mit dem Finger auf alle anderen Teile der Welt zeigt, statt hier anzusetzen, wo wir selbst Einfluss nehmen können, hat immer noch nicht verstanden, was Verantwortung bedeutet. Wer einerseits behauptet, der deutsche Autoverkehr habe eh nur einen Anteil von 1% am CO2-Ausstoß der Welt, andererseits aber die größte Exportindustrie Deutschlands möglichst in ihrer jetzigen (nach wie vor extrem klima- wie umweltschädlichen) Form erhalten will, argumentiert bewusst unredlich, weil jedem klar ist, dass deutsche Autos nicht nur in Deutschland fahren.

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leviathanboss 06.09.2019, 10:43
19. Stereotype

Schön, dass mit Sätzen wie: "mehr Leinenhemden als Nadelstreifen, mehr Dreadlocks als Föhnfrisuren" auch von Ihrer Redaktion Stereotype verbreitet werden. Ich bin sicher es gibt auch Menschen mit Dreadlocks, die SUV fahren und Nadelstreifenträger, welche den Klimaschutz Vorrang geben.

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