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Klimapolitik: Rettet das 365-Euro-Ticket Deutschlands Innenstädte?
DPA

Noch im September will die Bundesregierung beschließen, mit welchen Mitteln sie die CO2-Emissionen in Deutschland eindämmen will. Das 365-Euro-Ticket könnte dazugehören. Es ist allerdings umstritten.

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snoook 07.09.2019, 09:24
100. Kleinstaaterei wie vor 200 Jahren!

Wer sich die unterschiedlichen Tarife und Tarifzonen anschaut, fühlt sich an Deutschland vor der Gründung des Deutschen Zollvereins 1833 erinnert - damals hat auch jeder Regionsfürst seine eigene Abgaben genommen, wenn man durch sein Gebiet fahren wollte - soviel zum Thema Bequemlichkeit ist wichtiger als der Preis!
Das City-Ticket der Deutschen Bahn ist ein anderes gutes Beispiel. Einfach mal die Bedingungen der einzelnen Gesellschaften durchlesen - ich wette JEDER von uns ist schon mindestens einmal schwarz gefahren. Für dieses Ding braucht man ein Jurastudium!!!

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wiescheid 07.09.2019, 09:25
101. Bessere Anbindung

Neben den genannten Problemen der Auslastung habe ich ganz persönlich noch das Problem, dass die Anbindung und Taktung außerhalb von Großstädten (z.B. zwischen Leverkusen und Düsseldorf, also nicht wirklich ländlich) teilweise so schlecht ist, dass ich auch kostenlos nicht fahren würde. Statt 15 Minuten im Auto über eine Stunde mit öffentlichen (zzgl laufen und ggf warten, wenn mal wieder etwas ausfällt) - da spielt der Preis keine Rolle. Bin früher übrigens gerne mit öffentlichen in's Büro gefahren, nur es muss auch sinnvolle Angebote geben...

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gruenerwaldgeist 07.09.2019, 09:26
102. Macht den ÖPNV endlich kostenlos

und baut ihn massiv aus. Das wäre der richtige Schritt in Richtung einer echten Verkehrswende. Luxemburg macht es vor. Am Ende wird es doch ohnehin darauf hinauslaufen. Steckt stattdessen lieber weniger Milliarden in die Bundeswehr und ähnliche Geldvernichter. Die Soldaten können dann ja auch kostenfrei fahren.

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Meconopsis 07.09.2019, 09:27
103. Freude macht mir das Busfahren nicht

Bei mir auf dem Land ist der Bus ein Transportmittel für im Wesentlichen zwei größere Gruppen: zum einen Schüler und Auszubildende, zum anderen alle, die sich kein Auto leisten können oder nicht selbst fahren dürfen: Sozialfälle, Arme, Behinderte, psychisch Kranke, inkl. einem hohen Anteil von Migranten/Flüchtlingen. Bis vor 2-3 Jahrzehnten gab es auch noch RentnerInnen ohne Führerschein, aber dieser Typus ist inzwischen ausgestorben. Die aktuelle Mischung macht das Busfahren nicht eben attraktiv. Vor einer Woche hab ichs mal wieder versucht. Längere Überlandfahrt, ca. 35 Minuten (mit dam Auto ca. 18 Minuten). Das war nicht gerade lustig. Hinter mir wurde herausfordernd laut auf Arabisch mit dem Handy telefoniert, vor mir war ein psychisch Kranker, der (ebenfalls laut) Wirres Zeug von sich gegeben hat. Nächstes Mal wirds dann wieder eine Schülergruppe sein, die laut pubertiert. Eingepfercht mit vielen solchen Leuten - das macht Spass ! Dazu noch die Viren- und Bakterienschleuder in voller Aktion. Und die Verbindungen sind schlecht, die letzten Busse fahren oft schon um 17:00 oder 18:00, bereits am frühen Abend ist man abgehängt. Manche Verbindungen zwischen den Dörfern existieren gar nicht, in solchen Fällen ist man ganz kompliziert und aufwändig unterwegs. Ich wage zu behaupten: ein solches Ticket wird die Menschen im ländlichen Raum nicht weg vom Individualverkehr bringen. Wer es sich einigermaßen leisten kann, wird auf sein eigenes Gefährt nicht verzichten.

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quax1965 07.09.2019, 09:27
104. Sehr gute Idee

ich verstehe die meisten Kommentare nicht. Die fehlenden Gelder werden aus den Steuereinnahmen finanziert. Besser als dies in die Rüstung zu stecken. Der PKW Verkehr muss reduziert werden. Dies wird schrittweise erfolgen mit der Lockung in den Nahverkehr und danach mit Kosten für die Innenstadt Nutzung mittels PKW.

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eugler 07.09.2019, 09:28
105. Wir sind verloren...

...die begreifen wirklich gar nichts. Die Politik betreibt einen riesigen Aufwand für kleine bis keine Veränderungen, verpennt aber Möglichkeiten die nicht nur gut aussehen sondern wirklich Probleme lösen und sogar mehr Geld einbringen als sie kosten.
Das simpelste Bsp. ist die Stärkung der Fahrradinfrastruktur. Schon vor einer Dekade hatte eine Greenpeace-Studie vermutet, dass der vollständige Ausbau für jeden Euro bis zu 25 Euro zurück in die Kassen spühlen würde. Heute haben wir Belege durch Städte die das umgesetzt haben.
Wenn man das kombiniert mit der Kreativität Londons - dort hat man kostengünstig kleine Parallelstraßen als Fahrrad-Highways freigegeben, dann reduzieren sich die Kosten nochmals.
Mir reicht es - von unserem System ist keine Cleverness mehr zu erwarten.

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abuyazid 07.09.2019, 09:28
106. Bahn

Muss digitalisiert werden und auch Schienenausbau betreiben und die BC 100 im Preis runtersetzen. Dann für den ÖVV ist ein Monats Ticket für Erwachsene von 30euro OK. Studenten und Schüler 15euro.

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SaveTimE 07.09.2019, 09:29
107. Mal wieder die SPD

Aus HH.... man kennt sie ja. Warum sind sie dagegen? Einige vermutungen: 1.Der ÖVP ist schon an der belastungsgrenze.
2. Der Ausbau ist zu teuer und mit zu vielen Baumaßnahmen verbunden.
3. Die HVV Struktur ist zu lukrativ für einige
4. Zu sozial - sowas geht in der HH SPD garnicht...
Man könnte.... Mit jeden Arbeitsplatz ein HVV jahresticket verknüpfen. AG zahlt, dafür braucht er keine Parkplätze mehr bereitstellen. Und der Rest fährt für 365,-€/jahr. Dann reicht auch das Geld!!
Beim Ausbau halte ich das Straßenbahn Konzept für am besten geeignet. Ist attraktiv, schnell umsetzbar und kostengünstiger als U-Bahn Bau.
Die Politik verhält sich wie im Karl Valentin Zitat... ?

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burlei 07.09.2019, 09:31
108. @bert1966, #1

Zitat von bert1966
Der Preisunterschied für eine Jahresticket in Hamburg und in München beträgt derzeit 324 Euro, also ein Preisaufschlag von mehr als 40 Prozent für das Busfahren in Hamburg. Warum? Sind die Sitzplätze dort breiter (nein), ist die Netzabdeckung größer (der HVV behauptet das), die Taktung oder Pünktlichkeit eine bessere (der ADAC findet das Gegenteil), das Personal teurer (nur der Finanzsenator wüsste, warum)? Finanziert Hamburg mit Erlösen aus dem ÖPNV die immer klammen Stadtkassen quer (das ist ein offenes Geheimnis) oder subventioniert München den ÖPNV (wohl kaum)? Fragen, die eigentlich dringend gestellt und EHRLICH beantwortet werden müssten, um zu einem einheitlichen System zu finden. Vor der publikumswirksamen Ankündigung eines bundeseinheitlich preiswerten ÖPNV-Tickets (und natürlich wäre dieser Schritt ein wirklich wichtiger, begrüßenswerter) gälte es also, politische Hausaufgaben zu machen, im Verborgenen, unattraktiv, gewiss, aber endlich mit einem greifbaren Ergebnis. Schon daran scheitert es offenbar wieder und das ist angesichts manifester Verkehrs- und Umweltprobleme nicht mehr zu verstehen. Unsere schlechte CO2-Bilanz bedroht den ganzen Planeten. Bevor wir auf ausländische Autokraten zeigen, die aus Geldgier den brasilianischen Regenwald abfackeln, müssen wir auch den eigenen Parteien hier im Land die rote Karte zeigen, die glauben, das Thema Umwelt immer noch als "nice to have" in die zweite oder dritte Reihe stellen zu können.
Herzlichen Glückwunsch! Sie vergleichen den Stadtstaat Hamburg (755 km² Fläche, 1,8 Mio Einwohner, 2.430 E/km²) mit Bayern (70.550 qkm Fläche, 13 Mio Einwohner, 185 E/km²). Wenn sie München also den kleinen Teil Bayerns mit Hamburg vergleichen wollen, dann doch bitte den Stadtteil HafenCity.

Wegen der anscheinend allgemein bekannten Tatsache, dass Hamburg seine klammen Stadtkassen mit den Erlösen aus dem ÖPNV finanziert ... Kann sein. Ich weiß zwar nicht, wo Sie wohnen, aber dort muss es völlig normal sein, dass die Busfahrer nicht bezahlt werden, man sich Busse aus der Nachbargemeinde "organisiert", die Rechnungen für die Infrastruktur nicht bezahlt....

Und die Politik am Stammtisch in der Dorfkneipe gemacht wird. Das ist schließlich ein offenes Geheimnis.

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blabla55 07.09.2019, 09:31
109.

Hier hilft nur eine radikale Reform des ÖPNV. Im Ruhrgebiet gibt es 13 kommunale Verkehrsbetriebe, sechs Bahnunternehmen und zwei Bahnbreiten.Hier zeigt sich das eigentliche Problem.
Im anderen Gebieten sieht es nicht anders aus.Einheitliche Strukturen gehörten geschaffen,zentrale Leitung.Manchmal glaube ich ,all die Verkehrsverbünde sind ein Sammelbecken für all die entsorgten unfähigen kommunalen Politiker.
Ein 365 Tiket ist Augenwischerei.

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