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Klimapolitik: Rettet das 365-Euro-Ticket Deutschlands Innenstädte?
DPA

Noch im September will die Bundesregierung beschließen, mit welchen Mitteln sie die CO2-Emissionen in Deutschland eindämmen will. Das 365-Euro-Ticket könnte dazugehören. Es ist allerdings umstritten.

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spiegelleser987 07.09.2019, 10:06
160.

Zitat von mckberlin
Abbau der öffis, verbot von privat verkehr in Innenstädten, abbau von Subventionen ins auto und Flugverkehr, ausbau der bahn und die Beteiligung aller bürger an den kosten des Nahverkehrs zu 5% auf Aktien käufe dann hätten wir genug Geld und die Reichen in ihrem SUV aus der vorstadt würden nicht auch beteiligen
Die Bürger sind schon immer an den Kosten des Nahverkehrs über Steuern beteiligt. Aber warum sollen alle an den Kosten zusätzlich beteiligt sein, wenn die den ÖPNV nur sehr selten benutzen müssen? Ich brauche nur einmal in der Woche die Straßenbahn für eine Fahrt nach dem Einkauf. Alles andere ist hier in der Nähe. Das geht zu Fuß.

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karlo1952 07.09.2019, 10:06
161. @ 82. klugscheisser_69 - Es geht hier doch nicht

um Menschen unter der Armutsgrenze, sondern darum wie man Autofahrer in den ÖPNV bringt und die Innenstädte frei von Autos hält. Ich gehe mal davon aus, das der/ die unter der Armutsgrenze leben, kein Auto haben.

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hup 07.09.2019, 10:06
162. Der eigentliche Witz des 365-Euro Tickets wurde verschwiegen

Das Ticket soll für die Einwohner der teilnehmenden Städte nicht freiwillig sein, sondern als Zwangsabgabe erhoben werden. Dazu gibt es zwei Ideen:
1) Das Geld von jedem Einwohner einziehen
2) Es nur zwangsweise von denen einziehen, die ein KFZ in der Stadt / Gemeinde angemeldet haben
Spekuliert wird darauf, dass viele den ÖPNV ohnehin gar nicht oder nur wenig nutzen und damit die anderen querfinanzieren. Autofahrer soll die Zwangsalternative zumindest manchmal den ÖPNV nutzen lassen - so kann man dann auch leichter und öfter temporäre Fahrverbote in den Städten durchsetzen, den es gibt ja dann eine offizielle Alternative zum Auto um z.b. Trotz Fahrverbot zur Arbeit zu kommen (rein theoretisch allerdings, weil natürlich an solchen Tagen der ÖPNV hoffnungslos überlastet sein wird).

Aber egal welche Massnahmen kommen, es geht immer darum Normalverdienern Konsum und Dienstleistungen rund um die Mobilität zu verweigern, oder diese so zu reduzieren, dass trotzdem die gleichen Ausgaben entstehen (die Wirtschaft muss ja laufen) und dass Reiche und privilegierte Eliten sich trotzdem ihren Lebensstil uneingeschränkt weiter leisten können - für Privilegierte wie Politiker zahlen andere den Ausgleich, die Reichen zahlen selbst, können sich das aber problemlos leisten.

Wie diese Zukunft organisiert wird, ohne dass es zu Aufständen kommt ist gerade die reale interne politische Diskussion. Am Ergebnis ändert das aber nichts. Medial wird das ganze so vorbereitet, dass alle Betroffenen aus Einsicht die Verteuerungen und Einschnitte ihrer Lebensqualität hinnehmen sollen. Tägliches Trommelfeuer beängstigender Zukunftszenarien sind die einstimmende Begleitmusik, und genau deshalb dürfen die Friday Kids geradezu gefördert von der Politik auch demonstrieren in der Schulzeit, sie besorgen das Handwerk der etablierten Parteien als gerne vorgeschobene Speerspitze für Einschnitte und Zumutungen, sie stehen nicht in Opposition zu ihnen oder sind Status quo gefährdender Protest.

Was sich auch nicht ändern wird trotz Klimawandel: Kapitalistische Ausbeutung und leistungsfreier Gewinn aus Kapitalbesitz. Würde man da rangehen, dann spielen die Eliten beim Klimawandel nicht mehr mit und das würde ihn real gefährden, denn anders als der Pöbel klatschen die Eliten der Verringerung ihrer Lebensqualität nicht auch noch selbst Beifall. Nutzlose CO2 „Ausgleichszahlungen“? Gerne. Weniger Fliegen und Reisen? Nie und nimmer - siehe den aktuellen Artikel zu Prinz Harry.

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tpro 07.09.2019, 10:07
163.

Zitat von sleepless2019
Ein Aspekt, der vielleicht nicht ganz uninteressant ist: Es gibt doch jetzt schon genügend Dauer-Smartphone-Quatscher in den Öffentlichen, die einem lautstark auf den Nerven rumtrampeln. Besonders Frau Merkels Gäste. (Sorry, muss mal gesagt werden!) Kann ja nur noch "lustiger" und "unterhaltsamer" werden. Ich fände es eine gute Idee, wenn das 365-Euro-Ticket für Rentner ab 65 eingeführt wird. Sagen wir ab 9:00 Uhr morgens. Da scheint die Welt wieder etwas mehr in Ordnung zu sein.
Naja, Merkels Gäste sind den ganzen Tag über unterwegs. Zumindest hier in meiner Gegend. Den Großteil kann man schlichtweg nicht überzeugen, angebotene Artbeit anzunehmen (Originalton: "das müssen wir nicht, wir sind Merkels Gäste"; "Das geht nicht, dann bin ich abends zu müde")

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spon_1980133 07.09.2019, 10:09
164. Ebenso!

Zitat von rainerwäscher
Was mich von der Nutzung des ÖPNV abhält , ist nicht der Preis. Es sind die anderen Fahrgäste.
… dem kann ich uneingeschränkt zustimmen! Testosteronüberquellende Kerle, breitbeinig zwei Plätze je Person beanspruchend, Schuhe auf dem gegenüberliegenden Sitz, im Sommer nach Schweiss und einem seit Tagen nicht gewaschenen T -Shirt stinkend, bierdosenschwenkend und laut krakeelend. Dieses leider täglich in Bussen und Bahnen anzutreffenden Klientel verdriesst dem ÖPNV-Willigen die Fahrt allzuoft.

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D. Brock 07.09.2019, 10:09
165. Es ist lobenswert, dass Sie ...

Zitat von Johann Dumont
die gesamte Presse beteiligt sich immer wieder an Diskussionen die einzig das Ziel haben - die Energiewende und den Kauf von Elektroautos zu verhindern. Da wird, wider besseres Wissen, behauptet in Lithium Ionen Batterien seien seltene Erden (gelogen) in Katalysatoren sind welche bei Verbrennern. Immer wieder wird Wasserstoff als Energieträger als die noch bessere Lösung dargestellt - es weder Wasserstofftankstellen noch genügend Autos davon. Wasserstoffautos haben im Übrigen auch Batterien - der Wirkungsgrad liegt insgesamt nur bei ca. 30% (zweimalige Umwandlung Strom in Wasserstoff und dann wieder Wasserstoff in Strom). Elektroautos fahren mit mehr als 80% Wirkungsgrad - es gibt sie in Massen aus China und Ladestationen gibt es mehr als Tankstellen. Ziel der Lobbyisten ist es - die Verbraucher zu verunsichern und zum Kauf von Verbrennern zu verleiten-
... Desinformation aufdecken wollen. Dann dürften Sie jedoch nicht die 30% Wirkungsgrad bei Verbrennern mit 80% Wirkungsgrad bei elektrischen Antrieben vergleichen.
Entscheidend ist der Gesamtwirkungsgrad! Aufgrund dessen, dass Akkus nicht vom Himmel fallen, erst produziert werden müssen (Energieaufwand und Umweltbelastung), eine begrenzte Gesamtlebensdauer haben und beim Laden ebenfalls einen nicht zu vernachlässigenden Wirkungsgrad besitzen, fällt die Bilanz bei real existierenden E-Autos schlechter aus als bei Verbrennern!

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viellärmumnichts 07.09.2019, 10:10
166. Mathematiker vor

Wenn man nachrechnet kann das nicht funktionieren. Bei allen guten Argumenten, ÖPNV ist ein defizitäres Geschäft. Ähnlich wie beim PKW Verkehr werden Teile der Kosten sozialisiert und erscheinen nicht beim Ticketpreis bzw km-Kosten (bei PKW Strassennutzung, kostenloses Parken auf öffentliche Fläche ...)
Wenn ein Jahresticket jetzt 1000,-- kostet und die Kapazität zu Spitzenzeiten ausgelastet ist, wie soll denn dann das 365,-- Ticket helfen.
und in Städten unter 50 000 Einwohnern und auf dem Lande( wo die meisten Bürger leben) ist die Sequenz an Nutzern auch bei 100% ÖPNV nicht gross genug für Busse.
Das sind alles Rechenbeispiele, die ein Grundschüler versteht, aber kein Politiker. Warum geben wir nicht alle Kosten an ÖPNV-ler und PKW-ler durch und subventionieren den echten Fahrradverkehr (klassisch und Pedeleks, keine E-Bikes, keine Roller).

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f.frei 07.09.2019, 10:11
167. Nehmt den Soli

Warum nicht einfach den kompletten Soli für ein 365 Tage Nah- und Fernverkehrsticket nehmen?

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mrkanister 07.09.2019, 10:12
168. Schritt für Schritt

Wieso fängt man nicht erstmal mit einer ganz einfachen Preisstruktur an? Tageskarte 1 Euro Wochenkarte 10 Euro Monatskarte 40 Euro o.ä., unabhängig von irgendwelchen Ringen, Zonen, Sonderaufschlag, Tageszeiten. In asiatischen Großstädten funktioniert das super.

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astat 07.09.2019, 10:14
169.

Zitat von jdirker
In die Frankfurter Innenstadt € 4,95, in Paris in Zone 1+2 € 1,20. Die Metro ist voll die S-Bahn ist leer. Mit 2 Personen nach Frankfurt und zurück € 20,00. Reicht locker für 200 KM mit dem sparsamen SUV und 4 Stunden parken. Man möchte, dass wir auf das Auto verzichten. So nicht! Streicht unsinnige Subventionen und setzt sie dort ein, wo sie sinnvoll sind!
20 Euro reichen eben nicht. Nur die Kosten für den Treibstoff decken bei weitem nicht alles ab. Ihre Kosten nicht und schon mal gar nicht die der Allgemeinheit.Machen Sie die Rechnung komplett und beziehen alle Kosten verursachenden Faktoren mit ein. Dann kommen Sie zu einem völlig anderen Ergebnis als 20 Euro mit dem SUV für 200 km.

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