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Klimapolitik: Rettet das 365-Euro-Ticket Deutschlands Innenstädte?
DPA

Noch im September will die Bundesregierung beschließen, mit welchen Mitteln sie die CO2-Emissionen in Deutschland eindämmen will. Das 365-Euro-Ticket könnte dazugehören. Es ist allerdings umstritten.

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johannes.grabe 07.09.2019, 14:56
290. Bahnfahren muss deutlich billiger als Autofahren sein

Es wird sich nur was auf den Straßen ändern, wenn Bahnfahren DEUTLICH günstiger als Autofahren ist. Für die Strecke Duisburg-Dortmund zahle ich z.B. im ÖPNV 12,50€ für eine Fahrt. Spritkosten belaufen sich auf ca. 5€. Damit ist Bahnfahren mehr als doppelt so teuer wie das mit einer Person besetzte Auto. Daher nehme ich die Bahn auch nur, wenn ich was trinken möchte. Der Durchschnitts-Deutsche hat sowieso ein Auto und wird es nicht wegen günstigeren ÖPNV abschaffen. Aber häufiger stehen lassen. 365€ finde ich immer noch viel zu teuer. Da muss sich grundlegend was ändern.

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karlo1952 07.09.2019, 15:07
291. @ 286. emil7685 - Also Sie sind schon der Größte.

Fahren das beste Auto mit den geringsten Kosten, parken überall wo sie wollen und müssen, kostenlos, bereisen die ganze Welt und dazu noch alle Städte, die zu irgendeinem Thema passen. Ein richtiger Tausendsassa.

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emil7685 07.09.2019, 15:16
292.

Zitat von tpro
Sie lügen sich in die Tasche. Rechnen Sie die Ansparung für ein neues, gleichwertiges Auto dazu, kommen Sie auf min. 80 Cent. Auch ein Mercedes gibt irgendwann mal den Geist auf oder verursacht teure Reperaturen (wie rechnen Sie eigentlich Reperaturen/Inspektionen/Verschleißteile?).
Wenn ich mit 80Cent pro Kilometer Autokosten rechnen würde dann könnte ich mir jedes Jahr eine nigelnagelneue E-Klasse für 50.000 Euro kaufen und die alte mit 70.000km verschrotten.
Ich frage mich WIRKLICH, wie man auf derart horrende Kilometerkosten für ein Auto kommen kann.
Selbst wenn ich mir eine brandneue E-Klasse kaufen würde (etwa 50.000Euro bei Barzahlung mit ordentlichem Rabatt), die auf fünf Jahre und 250.000km abschreibe mit Restwert 10.000 Euro, und Inspektionen und Wartung ausschließlich in der Mercedes-Vertragswerkstatt machen lassen würde (also ungefähr die teuerste Möglichkeit überhaupt, einen Mercedes zu fahren) komme ich auf unter 30 Cent/km.
Wie in Allerherrgottsnamen ergeben sich bei Ihnen diese völlig abstrusen 80Cent/km?

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doppeldenk 07.09.2019, 15:29
293. e-bikes fördern...

...ist gesünder und sinnvoller.

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Reggie Ledoux 07.09.2019, 15:30
294. Ein Muss!

Aber nicht überstürtzt von heute auf Morgen. Da muss ein Plan erarbeitet werden, es gibt so viele Punkte, wo man da ansetzen kann, dass es am Ende dann machbar ist. In Berlin z.B. ist es gar nicht so selten, dass man in eine Bahn praktisch nicht mehr rein kommt, das mag an den Idioten liegen, die nicht verstehen, dass in der Wagenmitte noch Platz wäre, es mag daran liegen, dass ein Zug ausfällt und in den Nächsten dann deutlich mehr Fahrgäste einsteigen wollen, wie auch immer. Es sollte ein Ziel, sagen wir 2022, ausgerufen werden, bis dahin wird geplant und erweitert (Bahn und Bus). Zu überlegen wäre z.B. auch, dass Arbeitgeber gezielt Mitarbeiter fragen, ob sie statt um 8 Uhr um 10 anfangen wollen, um die Rushhour abzumildern etc. Es gibt so vieles, und es gibt ganz sicher Lösungen, abseits von, baut mehr Autobahnspuren etc. packen wirs an, es wird sowieso kommen, warum dann nicht gleich strarten mit Elan?

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FranzH1967 07.09.2019, 15:40
295. Falscher Ansatz?

Zitat: „Pkw haben 2017 in Deutschland laut Umweltbundesamt 0,5 Prozent mehr Kohlendioxid ausgestoßen als 1995. Lkw produzierten sogar 20 Prozent mehr des klimaschädlichen Treibhausgases. “ Da scheint mir die Idee, den Pkw-Verkehr zu reduzieren aber nicht allzu effektiv. Sinnvoller erscheint doch dann eher, Güter auf die Schiene zu setzen. Weiter wird das Beispiel Wien angeführt. Dort wurden übrigens zuerst Parkmöglichkeiten außerhalb zu bezahlbaren Tarifen geschaffen, bevor das Auto verbannt wurde. Aber das wird gerne unerwähnt gelassen. Und wie es am Ende heißt, kommt es u.a. Auf Pünktlichkeit, Bequemlichkeit und Sicherheit an. Auch das wird nicht gern thematisiert. Lieber das schlechte Produkt günstiger anbieten als es konkurrenzfähig zu machen.

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Das Pferd 07.09.2019, 15:43
296.

Zitat von emil7685
Wenn ich mit 80Cent pro Kilometer Autokosten rechnen würde dann könnte ich mir jedes Jahr eine nigelnagelneue E-Klasse für 50.000 Euro kaufen und die alte mit 70.000km verschrotten. Ich frage mich WIRKLICH, wie man auf derart horrende Kilometerkosten für ein Auto kommen kann. Selbst wenn ich mir eine brandneue E-Klasse kaufen würde (etwa 50.000Euro bei Barzahlung mit ordentlichem Rabatt), die auf fünf Jahre und 250.000km abschreibe mit Restwert 10.000 Euro, und Inspektionen und Wartung ausschließlich in der Mercedes-Vertragswerkstatt machen lassen würde (also ungefähr die teuerste Möglichkeit überhaupt, einen Mercedes zu fahren) komme ich auf unter 30 Cent/km. Wie in Allerherrgottsnamen ergeben sich bei Ihnen diese völlig abstrusen 80Cent/km?
Sie rechen mit 50000 km per anno. Das ist für privat genutzte PKW eher untypisch. Zumindest für Großstadtinsassen.

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emil7685 07.09.2019, 15:51
297.

Zitat von karlo1952
Fahren das beste Auto mit den geringsten Kosten, parken überall wo sie wollen und müssen, kostenlos, bereisen die ganze Welt und dazu noch alle Städte, die zu irgendeinem Thema passen. Ein richtiger Tausendsassa.
Hmm. Ich wohne seit fünfundzwanzig Jahren in Berlin. Finden Sie es wirklich so verwunderlich dass man sich nach derart langer Zeit in seiner Heimatstadt auskennt und weiß, wo man dort parken kann? Es gibt in jedem Winkel dieser Stadt Parkplätze und Parkhäuser von Elektronikmärkten, Baumärkten, Supermärkten und Dienstleistern auf denen man kostenlos oder für symbolische Preise a la 50 Cent pro Stunde parken kann.
Und wenn man in meiner Branche beschäftigt ist dann kommt man eben in der Welt herum und lernt so gut wie alle Winkel dieser Erde kennen und war in allen Großstädten auf diesem Planeten.
Und selbstredend weiß ich als kfz-Meister wie man günstig Auto fährt. Was denken Sie denn?

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Das Pferd 07.09.2019, 16:01
298.

Zitat von emil7685
.................................... Eine Standardstrecke von mir ist Köpenick-Weißensee. Da brauche ich mit dem Auto selbst in der schlimmsten Rush-hour mit Horrorstau auf der Köpenicker Landstrasse und im Weißenseer Weg ungefähr fünfzig Minuten von Haustür zu Haustür. Mit dem ÖPNV bin ich; wenn ich generalstabsmäßig plane und absolut alles klappt ungefähr eine Stunde unterwegs. Und wenn auch nur minimal etwas dazwischen kommt (Bus zum S-Bahnhof zweieinhalb Minuten zu spät) dann dauert es doppelt so lange. Wer sich das antun will der kann das ja gerne machen. Ich bin für derartige Abenteuer viiiiiel zu bequem und viiiiiel zu alt. Mein Fahrverhalten würde sich auch nicht ändern wenn der ÖPNV komplett kostenlos wäre.
das ist leider richtig. Köpenicker Landstraße ist seit 3 Jahren eingeengt, ohne das sich was bewegt, habe ich das richtig in Erinnerung?
Tangentiale Verbindungen sind nicht besonders gut ausgebaut in Ost-Berlin. Das heißt meist Straßenbahn, die ist zwar meist angenehmer als U oder S-Bahn, aber eben langsam. Wenn Sie von Köpenick hingegen zur Friedrichstraße oder zum Ku`damm wollen, sieht es anders aus. Ungefähr gleicher Zeitaufwand, allerdings ist Autofahren in dieser Sch***stadt so stressig, daß ich (ausser bei Sommerhitze) den ÖPNV vorziehe. Von Köpenick nach Pankow,, Weissensee etc dauert ÖPNV hingegen 50-100% länger. Wenn ich kein Gepäck habe, tue ich es mir zuweilen trotzdem an, ich kann ganz gut in Straßenbahnen arbeiten. Weniger Bettler und Musikanten.

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matbhmx 07.09.2019, 16:15
299. Au, ja, die Zukunft von Berlin, Hamburg, ...

Zitat von Martuk
sondern das Auto muss entmachtet werden, wie in Houten. https://www.deutschlandfunkkultur.de/houten-in-den-niederlanden-die-autofreie-modellstadt.976.de.html?dram:article_id=400037
München, Köln, Düsseldorf usw. usf. folgt jetzt der Planung eines 49.900-Einwohner-Kaffs, das zu Fuß von einem Ende zum anderen selbst ein 80jähriger mit Rollator in 15 Minuten schafft. Mit Ihren Fähigkeiten sollten Sie schleunigst in die Politik wechseln. Genau auf diesem Niveau werden in Deutschland durch CDUCSUSPDFDPDieGrünenDieLinke Entscheidungen getroffen. Ob's mit 'ner AfD besser würde, darf bezweifelt werden.

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