Forum: Auto
Klimavergleich: Wann die Brennstoffzelle das Batterieauto schlägt
David McNew/ Getty Images

Autos, die von einer Brennstoffzelle oder einer Batterie angetrieben werden, stoßen im Betrieb kein CO2 aus. Emissionsfrei sind sie aber nicht. Welche Technologie besser fürs Klima ist, zeigt nun eine Studie.

Seite 30 von 62
knuty 15.07.2019, 11:03
290.

Zitat von neurobi
Die notwendigen Ladeströme wären gigantisch, genau wie die Kosten der dafür notwendigen Infrastruktur.
Auch für den Strom zur Herstellung von H2 muss braucht man Leitungen und man braucht auch eine völlig neue Infrastruktur, denn ohne die kann man keinen Wasserstoff zu den Wasserstofftankstellen bringen und auch die müssen noch gebaut werden.

Beitrag melden
Patenting 15.07.2019, 11:05
291. Wes Brot ich ess, des Lied ich sing ...

Der entscheidende Nachteil des Brennstoffzellen-Antriebs ist der mind.ums Dreifache geringere Wirkungsgrad gegenüber einem rein batterieelektrischen Fahrzeug (BEV) - abgesehen von der so viel komplizierteren und damit teureren Technik!

Beitrag melden
det42 15.07.2019, 11:06
292. Sie haben soooo recht

ich dachte eigentlich bis vor kurzem, das Thema sei tod. Seit ein paar Wochen wird aber offensichtlich in Sachen Wasserstoff extreme Meinungsmache betrieben. Diese sogenannte Studie ist für jemanden, der sich nur ein bißchen damit auseinandergesetzt hat, ganz offensichtlich irreführend. Da wird glatt der Energieverbrauch in der Laufzeit mit dem der Batterieautos gleichgestellt... eigentlich ein Dingen der Unmöglichkeit, wenn man einfach nur den erbärmlichen Wirkungsgrad betrachtet. Dann der gigantische Rotz, der Wasserstoff zwingend zum Geldgrab macht... die Kosten für tausende Windräder, Elektrolysen, Transport mit tausenden LKW's täglich, die energieintensive Bereitstellung... alles völlig unberücksichtigt... und das alles nur für den kurzfristigen Vorteil des schnelleren Tanken für ein paar Jahre, bis die Ladetechnik (nahezu) ebenbürtig ist ?
... wobei die Kosten für den Treibstoff auch hier zwangsläufig (und immer!) wieder wegen des miesen Wirkungsgrades das zwei bis dreifache vom Batterieauto sind... ich denke, das Thema erledigt sich von selber, weil keiner die zweistelligen Milliardenbeträge für solch ein Hochrisiko-Geschäft mit sehr fragwürdiger Zukunft auf den Tisch legen will... die VW Elektroautos inkl. großer Aufklärungskampagne und Ökoffensive aber auch die günstigen Batterieautos aus China werden schnell alle Stimmen hierzulande verstummen lassen... global ist der Weg sowieso schon vorgegeben, da spricht keiner mehr von Technologie-Offenheit. Auch wenn ein paar Öl-Multis ihre schönen gewinnbringenden zentralistischen Strukturen beibehalten möchten und da jetzt noch in Meinungsmache richtig viel investieren mögen, der Markt wird es ganz von selber richten, schlechte Wirkungsgrade sind einfach nicht zu leugnen und bedeuten hohe Kosten... die will keiner.

Beitrag melden
mueller23 15.07.2019, 11:09
293. Die Brennstoffzelle braucht Wasserstoff

Die Wasserstofferzeugung verschlingt viel Energie.
Die Energie ist aber vorhanden.

Ich fahre oft von Köln in die Zülpicher Börde, flaches Land, viel Wind, da stehen reichlich Windräder,
oft laufen nur die Hälfte,
die andere Hälfte ist ja nicht mangels Wind abgeschaltet, sondern mangels Abnehmer.

Wenn Windkraftanlagen temporär nicht benötigt werden zur Fütterung des Stromnetzes, könnten sie Wasserstoff produzieren.

Die Speicherung (Hochdrucktanks) ist gegenwärtig noch ein Problem, aber auch hier wird geforscht,
Lösungsansätze sind in Sicht.

Deutschland ist weltweit führend im Anlagenbau, Werkzeugmaschinenbau, den Vorsprung gilt es zu verteidigen,
dazu gehören auch Investitionen in Brennstoffzellentechnik, bzw, was derzeit noch in den Kinderschuhen steckt:
die Speicherung von Wasserstoff.

Beitrag melden
knuty 15.07.2019, 11:12
294.

Zitat von misterknowitall2
Wie wäre es aus Sonnen und Wind einen Biokraftstoff zu generieren, als weiter auf eine Batterie zu setzen? Mit Treibstoff und Verbrenner haben wir 100 Jahre Erfahrung.
Und diese Erfahrung besagt, dass Verbrennungsmotoren einen Wirkungsgrad haben, der sich kaum noch verbessern lässt und immer weit unter dem Wirkungsgrad von E-Motoren bleiben wird, mit denen man ja auch schon über 100 Jahre Erfahrung hat.

Beitrag melden
Flari 15.07.2019, 11:17
295.

Zitat von hman2
Genau deshalb laden E-Autos und PHEV ihre Akkus nie über 80% Ladegrad, und entladen nie unter 20%. Weil das die Bereiche sind, in denen der Innenwiderstand steigt, und mit ihm die Temperatur. Außerdem gibt es auf Traktionsbatterien keine Zyklen, denn sie werden nicht im Zyklen- sondern im Pufferbetrieb genutzt.
Wo haben Sie denn schon wieder diesen Käse ausgegraben?
Immer wieder zerlegen unabhängige Experten die Akkupacks der BEV und messen die echten Zellkapazitäten.
Ausgenutzt werden i.d.R. einiges über 90% des Maximums und nicht 60%, wie Sie uns hier weissmachen wollen.
Auch was Zyklen sind, sollten Sie ggf. noch einmal nachlesen..

Beitrag melden
knuty 15.07.2019, 11:25
296.

Zitat von mueller23
Die Wasserstofferzeugung verschlingt viel Energie. Die Energie ist aber vorhanden. Ich fahre oft von Köln in die Zülpicher Börde, flaches Land, viel Wind, da stehen reichlich Windräder, oft laufen nur die Hälfte, die andere Hälfte ist ja nicht mangels Wind abgeschaltet, sondern mangels Abnehmer.
Diese Windräder werden nicht mangels Strombedarf gedrosselt, sondern weil die Braunkohlekraftwerke nicht weiter runtergefahren werden können.
Es ist nämlich viel einfacher Windräder zu regulieren als Braunkohlekraftwerke.

Beitrag melden
det42 15.07.2019, 11:30
297.

Zitat von neurobi
Ja das glaube ich wirklich, die aktuelle Technologie ist ausgereizt, da wird es keine großen Sprünge mehr geben. Einen Durchbruch wird es in den nächsten Jahrzehnten wohl nicht geben. Selbst wenn, verursacht es doch noch mehr Probleme als es lösen würden. Die notwendigen Ladeströme wären gigantisch, genau wie die Kosten der dafür notwendigen Infrastruktur. Und wo sie China erwähnen. Die müssen ganz schön dämlich sein, verlagern die doch gerade die Förderung vom Akku auf Brennstoffzelle. Also das mit dem Weltfremd gebe ich zurück.
ich weiß nicht, woher Sie diese Denke haben... es ist völlig klar, dass sich Batterien weiter entwickeln werden. Noch einmal, da braucht es keinen Durchbruch, die normale lineare Entwicklung wie bislang reicht völlig... das überhaupt noch zu diskutieren, kann nur von Wunschdenken oder Verweigerung der Tatsachen zeugen.
China macht jetzt auch ein bißchen in Wasserstoff, um diese Technik bei Bussen und Trucks bis 2030 eventuell nicht zu verpassen... sage und schreibe 40 Tankstellen in den nächsten 2 Jahren. Das ist doch geradezu lächerlich, wenn Sie das mit der Entwicklung von Batterieautos vergleichen. Die große Masse werden nach wie vor Stadtautos sein und die sind auf jeden Fall elektrisch. Wasserstoff kann bei größeren Fahrzeugen in China nur dann funktionieren, wenn der Staat da immense Summen aufbringt und solch ein Projekt Wasserstoff dauerhaft hoch subventioniert... wir werden sehen. Bis 2030 entwickelt sich auch die Ladetechnik....

Ladeströme sind auch nicht das Problem, wenn man sich einfach damit auseinandersetzt. EON hat das zum Beispiel kürzlich getan und stellte fest, dass das überhaupt kein Problem darstellt.... langfristig mit relativ wenig Kosten planbar. Kurz zusammengefasst benötigt man dafür smarte Netze (für zeitliche und Leistungsverschiebungen), ein bißchen Regelenergie und einen dynamischen Strommarkt, der Anreize für die Nutzung von ökologischen Strom schafft.... aber auch erst in ein paar Jahren wenn wir erst eine relevante Anzahl an E-Mobilen haben.
Ähm... woher holen Sie eigentlich die Energie für die ganzen Elektrolyse-Maschinen ? ... die brauchen 3-4 mal mehr Strom als bei Akkuautos.... achso, da ist es überhaupt kein Problem, ist ja Wasserstoff.

Beitrag melden
krypton8310 15.07.2019, 11:34
298.

Zitat von knuty
Auch für die Wasserstoffherstellung mit Windenergie muss das Stromnetz ausgebaut werden, sogar noch mehr und aufwändiger.
Ganz sicher nicht! Bei den Hochspannungstrassen wird es sich wohl nicht viel nehmen ob man BEV- oder FCEV-Autos betreibt. Sehr wohl aber bei den Mittelspannungsnetzen. Da brauchen Sie bei FCEV quasi nichts machen und bei BEV im Prinzip alles einmal neu. Bei jeweils flächendeckendem Einsatz, versteht sich. Im Moment fährt ja kaum ein BEV, da sieht es für den Laien so aus als wäre das alles kein Problem und der Strom käme in jeder beliebigen Leistung an jedem beliebigen Ort für beliebig viele Abnehmer zeitgleich aus dem Boden. Vor allem das mit den beliebig vielen Abnehmern ist aber für das Mittel- und Niederspannungsnetz ein Problem, dessen Lösung viel Geld kosten wird und auch viel CO2.

Beitrag melden
phg2 15.07.2019, 11:34
299.

Wie lange (km) hält eigentlich so ein Akku bis er ausgetauscht werden muss?
Wie sieht's da mit Recycling aus?

Beitrag melden
Seite 30 von 62
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!