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Kompaktes Lastenrad für Großstädter : Gutes Rad ist teuer
Margret Hucko

Lastenräder sind zwar praktisch, die meisten aber sehr sperrig. Einige Hersteller entwickeln deshalb jetzt kompakte Cargobikes - so wie das Berliner Start-up Sblocs.

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zeichenkette 18.05.2017, 12:54
10. Das Gewichtsproblem ist überbewertet

Im platten Land beschleunigt man langsamer, aber wenn man nicht rasen will, ist das halb so schlimm. Schwierig wird es nur bei Steigungen, da ist ein Hilfsantrieb wirklich Gold wert. Was viel schlimmer ist, sind die Preise und die hängen immer mit den kleinen Stückzahlen und viel Handarbeit zusammen, denn das ist richtig teuer. Was da mal nötig wäre: Ein Start-Up das ein paar modulare Fahrräder baut, für ein paar Modelle mit möglichst vielen identischen Komponenten und die ausgelegt auf preiswerte automatisierte Fertigung mit möglichst wenig Montageaufwand. Damit könnte man auf große Stückzahlen kommen und die Dinger billiger machen. Wenn man so ein Fahrrad in Millionenstückzahlen bauen kann, kostet es nur ein Zehntel dieses Dings. DAS wäre dann der Durchbruch, denn theoretisch sind Lastenräder mit E-Antrieb großartig, und wenn nur als Zweitfahrzeug.

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lurch19 18.05.2017, 12:55
11. Investionskosten

@ hausfeen Na wer hat sich da wohl ne goldene Nase verdient? Wohl die beiden Entwickler. Wobei man das so auch nicht sagen kann, bei Start-ups, rechnet man mit 2500 - 3000 € mtl. pro Person. Warum? Weil es sich besser entwickeln lässt wenn man sich primär auf das Projekt/Produkt konzentriert und nicht darum bangen muss sich morgen keine Brötchen mehr zu leisten können. Das muss ja auch kein Fremdkapital sein, das können Rücklagen, Ersparnisse, Familienkredit sein. Aber es sind Investionskosten und wenn man die nicht mit einrechnet, wird es schwierg. Das meiste werden Personalkosten für die Gründer sein. Es scheint eine weit verbreitete Annahme zu sein, das man als Gründer oder Start-up erst Geld verdienen darf wenn man Gewinne abwirft.

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Sibylle1969 18.05.2017, 12:57
12.

Hier in Frankfurt sehe ich täglich Lastenräder. Gerade in den zentrumsnahen Stadtteilen mit großer Parkplatzknappheit erfreuen sie sich großer Beliebtheit. Hier ersetzen sie oft das Auto oder zumindest den Zweitwagen. Die meisten kutschieren damit ihre 1-2 Kinder durch die Gegend. Die 2-rädrigen Lastenräder sind aber nach meinem Eindruck sowieso schmaler als die 3-rädrigen, wodurch sich das Sperrigkeitsproblem nicht so stellt.

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Sibylle1969 18.05.2017, 13:01
13.

Zitat von kommentator911
aber der Preis ist absolut jenseits von gut und böse... (und zwar weit)
Nicht unbedingt. Ein hochwertiges normales Fahrrad kostet um die 1000 Euro, ein hochwertiges Pedelec mindestens 2500, eher 3000 Euro und ein hochwertiges e-Lastenrad halt über 4000 Euro. Ein Lastenrad ist sicher aufwändiger zu bauen als ein normales Pedelec, zudem sind die Stückzahlen sicher nicht so hoch.

Wenn das Lastenrad ein Auto ersetzt, rechnet sich das durchaus.

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marcdv 18.05.2017, 13:14
14.

Bei aller Euphorie: Mit dem Wunsch nach dem E-Motor im Rad ist der Sprung vom Auto allerdings nicht weit: Um die noch freien Radwege zu nutzen, um am Fahrbahnstau vorbeizufahren, wird eben etwas Alibitreterei betrieben. Dieses Rad ist noch relativ kompakt, aber man sieht immer auch große Lastenräder, wo ich mich frage, was diese eigentlich noch auf einem Radweg verloren haben:
Ich habe das Gefühl, die Angst, dass die heute schon knapp bemessene Radinfrastruktur irgendwann auch dicht ist: Es werden immer mehr Lieferanten nicht aus ökologischen und ähnlichen Aspekten auf das Rad umsteigen, sondern ganz einfach, weil diese Radweg die letzte Möglichkeit, an vollen Straßen vorbei zu kommen.
So wie heute auf der Autobahn die rechte Spur oft dem LKW gehört, werden diese Weg auch dicht sein:
Auf dem Radweg fährt vorne der langsame Radler, der Transporter kann nicht überholen und kann auch seinerseits dann nicht mehr überholt werden... und schon haben wir das Problem.
Und diese Transportalternative der Rad ist eben genau dort sehr attraktiv, wo die Fahrbahn sowieso voll ist und eben nicht als Ausweichmöglichkeit zur Verfügung steht.
Das ist alles noch Zukunftsmusik, aber man sieht immer öfter diese größeren Transporter - und mit dem E-Motor sind dann auch damit die typischen Sprinterfahrer unterwegs...

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MannAusmNorden 18.05.2017, 13:15
15. Reicht nicht!

Tja, schlank ist eine Sache.
Aber was macht man(n), wenn zwei Kinder zum Kindergarten wollen? Können die hintereinander sitzen?
Ich finde die Entwicklung zwar gut.
Wir haben auch eins, hier in flachen Norden. Dreirad (weil es sicherer ist mit zwei Kindern drinnen), Verdeck, ohne E-Motor.
Wir haben uns jetzt beide Klick-Schuhe und passende Pedale geholt. Damit geht es ganz gut.

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zeichenkette 18.05.2017, 13:18
16.

Zitat von Sibylle1969
Hier in Frankfurt sehe ich täglich Lastenräder. Gerade in den zentrumsnahen Stadtteilen mit großer Parkplatzknappheit erfreuen sie sich großer Beliebtheit. Hier ersetzen sie oft das Auto oder zumindest den Zweitwagen. Die meisten kutschieren damit ihre 1-2 Kinder durch die Gegend. Die 2-rädrigen Lastenräder sind aber nach meinem Eindruck sowieso schmaler als die 3-rädrigen, wodurch sich das Sperrigkeitsproblem nicht so stellt.
Ein erhebliches Problem bei den dreirädrigen Lastenrädern ohne Neigungsmechanik ist das Kurvenverhalten. Da muss man langsam fahren und anstrengend ist es immer noch. Und natürlich der Platzbedarf. Und die erheblich stärkere Belastung für Räder, Lager, Speichen etc., weil ständige Querbelastung in den Kurven, das macht normale Fahrradtechnik nicht lange mit. Ein langes einspuriges Fahrrad mit einer Ladefläche/-kiste zwischen Fahrer und Vorderrad (und Gestängeumlenkung zwischen Lenker und Gabel) fährt sich da ganz erheblich flüssiger, ist viel leichter und passt auch besser in den Flur, Garten oder Keller. Nicht zu unterschätzen auch die Schlaglochsuchfähigkeiten eines dreispurigen Gefährts: Eines der drei Räder findet immer ein Loch, egal wie sehr man versucht, drumrumzufahren. Bei einem einspurigen Fahrrad hat man eine drei Mal so hohe Chance, das Loch oder den Gullydeckel zu verfehlen.

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foomen 18.05.2017, 13:38
17. Zum Teil komische Kommentare

Spekulationen über enorme Gewinne? Was soll das?
Was heißt ohne E-Antrieb? Den hat das Rad doch. Und neigen tut es sich auch. Klasse Teil.

und zu teuer? Na ja, kleine Stückzahlen, spezielle Lösungen sind nun mal nicht ganz billig. Was soll der Geiz?

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karl-der-gaul 18.05.2017, 14:03
18.

Wieder mal deutsche Schizophrenie.
Lastenrad oder cargobike
so schwer zu entscheiden, na dann beide benützen.

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vantast64 18.05.2017, 14:19
19. Ein oft gemachter Fehler ist der Anbau der Last

am drehbaren Teil des Lenkers, da mit zunehmender Belastung die
Ausregelung schwieriger wird, es kann deshalb zu Stürzen kommen.
Vorn oder hinten, aber immer am starren Rahmen befestigen.

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