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Kosten der Mobilität: Preise für Bus und Bahn steigen viel schneller als fürs Autofah
DPA

Pendler sollen Bus und Bahn nutzen - das predigen viele Politiker. Doch die Preise für den öffentlichen Nahverkehr steigen laut dem Statistischen Bundesamt viel schneller als die fürs Autofahren.

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alex300 18.09.2018, 13:03
1. Die Lösung liegt doch auf der Hand!

Die Preise fürs Autofahren müssen angepasst werden. Und zwar heftig, wie in den Vorreiter-Staaten in Skandinavien 8-)

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rieberger_2 18.09.2018, 13:04
2. problematischer Titel

Jeder würde nun fordern, dass die Preise für den ÖNV sinken.
Ich befürchte, dass die Politiker das Autofahren verteuern werden. Natürlich nur in bester Absicht und zum Wohle der Umwelt.

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fin2010 18.09.2018, 13:07
3. Dienstleistung versus Industrieprodukt

wen wundertes. Bei Dienstleistungen hast Du immer die Lohnsteigerung meist über Inflationsrate aber wenig Produktivitätsgewinn. Bei Industrieprodukten hast Du Automatisierung, Optimierung und damit Produktivitätsgewinn.

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jimihenrik 18.09.2018, 13:12
4. Die Umwelt sagt danke

Als Student bin ich beinahe überall hin mit öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren, weil es mit den Studiticket einfach günstiger war. Außerdem habe ich mich gefreut zu wissen, dass es so weniger Umweltbelastend war. Nun habe ich kein Studiticket mehr und bin absolut schokiert über die enormen Preise für öffentliche Verkehrsmittel. Meistens kostet eine Fahrt mit dem Zug gut das 5-10 fache wie die selbe Strecke mit dem Auto. Es ärgert mich zwar, aber ich nehme für lange Strecken immer das Auto.

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quark2@mailinator.com 18.09.2018, 13:13
5.

So siehts aus - die Preise für den ÖPNV steigen rasant und zwar nicht nur abstrakt, sondern sehr spürbar. Dabei sollte man im Auge behalten, daß sie auch schneller steigen als die Einkommen. D.h. Mobilität wird immer teurer. Ja, ich höre grüne Beamte freudig jauchzen, Mobilität erzeugt CO2, schon klar. Nur dumm, daß sie für viele Menschen unumgänglich ist. Z.B. fand man es ja toll, die Ossis alle im Westen arbeiten zu lassen, statt im Osten die Schwerindustrie auf den Stand zu bringen. So daß nun jede Menge alte Eltern im Osten auf den Pendelbesuch durch ihre Kinder angewiesen sind. Man kann nicht überall sein und die Eltern können sich ein Leben im Westen von der Rente nicht leisten, weil die Mieten zu hoch wären. Ergo pendelt ein halbes Ex-Volk. Und ja, es wird immer teurer. Die Bahnprivatisierung sollte das Bahnfahren verbilligen, aber genau das Gegenteil ist der Fall.

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erst-denken 18.09.2018, 13:23
6. Der Fehler liegt im System

Der grundsätzliche Fehler liegt darin, dass erwartet wird, dass ÖPNV Gewinn erwirtschaften muss. Dies funktioniert aber nur, wenn die Preise ständig steigen.
Wir müssen weg vom Gedanken, dass öffentliche Daseinsversorgung grundsätzlich Gewinn erwirtschaft muss (und dazu ggf. privatisiert wird), sondern das Soziale und Ökologische muss im Vordergrund stehen. Ergo: Wollen wir, dass Menschen Buss und Bahn fahren, dann wird es immer ein Zuschussgeschäft per Steuern sein, man kann nur hoffen,d ass mit steigenden fahrgastzahlen der Zuschuss immer weiter geringer ausfällt.
Aber dass es ein zuschussgeschäft bleibt ist an sich auch nicht schlimm, denn dafür zahlen wir Steuern, dafür dass es eine öffentliche Daseinsvorsorge gibt.

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freigeistiger 18.09.2018, 13:27
7. ÖPNV hat hohen Personaleinsatz

Der ÖPNV hat einen hohen Personaleinsatz, was ihn teuer macht. Die Auslastung beträgt im Durchschnitt etwa 25 Prozent, damit über den Tag überall regelmäßige Bus- und Bahnverbindungen bestehen. Der Hauptgrund für die überproportionalen Steigerungen sind die Reduzierungen der Zuschüsse von Kommunen und dem Land. Die geringeren Zuschüsse verteuern die Tickets. Nur etwa 40 Prozent der Kosten werden durch den Ticketverkauf getragen.

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orca20095 18.09.2018, 13:27
8. Statistischer Blödsinn,

wenn man nur in Prozenten rechnet. Meine Jahresfahrkarte im Verkehrsverbund kostet rund 1000 € p.a..
Wenn ich das mit dem Auto fahren würde, würde sich meine aktuelle Kilometerleistung von 15.000 auf 30.000 km in etwa verdoppeln.
Kennt jemand ein Auto, das mit Abschreibung, Instandhaltung, Sprit und Versicherung nur 2000 € im Jahr an Kosten auf 30.000 km verursacht?
Also, richtig rechnen hilft meistens.

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RuedigerGrothues 18.09.2018, 13:30
9. Die WAHREN Kosten der Mobilität...

...vor allem die des "Individualverkehrs", sind bei diesen Erörterungen nicht "eingepreist". Aber sie sind gigantisch.

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