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Kosten der Mobilität: Preise für Bus und Bahn steigen viel schneller als fürs Autofah
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Pendler sollen Bus und Bahn nutzen - das predigen viele Politiker. Doch die Preise für den öffentlichen Nahverkehr steigen laut dem Statistischen Bundesamt viel schneller als die fürs Autofahren.

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misterknowitall2 18.09.2018, 14:09
30. 5 km ?

Zitat von Tom77
Der öffentliche Nahverkehr lohnt sich überhaupt nicht, wenn man sowieso ein Auto besitzt und dafür Versicherungen und Steuern bezahlt - ob es steht oder fährt. Wenn ich bedenke, dass ich für 5 km in die Stadt und zurück mit der Straßenbahn über 5 Euro zahlen müsste, komme ich mit Sprit billiger weg. zumal ja mein Auto sowieso Geld kostet, auch wenn ich mich entscheide, .....
Eine super Strecke fürs Fahrrad. Ist umsonst, ohne Parkstress und ist gut für die Gesundheit (von allen). ÖPNV braucht man erst bei 10 km und mehr, oder wenn man nicht mehr Radfahren kann.

Und was bezahlen sie so an Parkgebühren? Muss man ja ehrlicherweise draufrechnen. Und Verschleiß und Kilometer. Aber es geht ja auch nicht ausschließlich um die Kosten. Dass das Auto Abgase ausstößt dürften sie gehört haben.

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Mähtnix 18.09.2018, 14:12
31.

Zitat von grabenkaempfer
naja .... Die Rechnung geht nur auf wenn man zu 100% auf ein Auto verzichten kann (das schließt Leihwagen und Kfz von Familie etc. ein) Sobald man nicht zu 100% auf ein Kfz verzichten kann hat man 1000€ für die Verkehrsverbund + X. Das dürfte auch eher die Regel denn die Ausnahme sein. Und dann kann es schnell sein das die 1000€ für den Nahverkehr mehr sind als man an reinen Betriebskosten für einen PKW aufbringen muss.
So naiv autokostenfreundlich rechnen leider Viele. Sie müssen unterscheiden zwischen fixen Kosten, die anfallen, ohne dass ihr Auto bewegt wird (z.B. Steuer, Versicherung, Werverlust durch Zeit) und variablen Kosten, die durch die Nutzung entstehen (z.B. Sprit, Reparaturen, Reifen). Ganz grob gesagt, bewegen sich die fixen Kosten häufig bei 20 bis 30 ct pro KM und die variablen bei 15 bis 25. Das heißt in dem zitierten Fall (bei 15.000 Mehr-KM) wären es 3.000 bis 4.500 variable Kosten. Gegenüber 1.000 für den ÖPNV. Mit viel Glück (altes Auto, das hält und kaum Reparaturen aufwirft) bekommen sie die variablen Kosten auf 15 ct. das wären immer noch 2.250 Euro.

Ich bin übrigens kein ÖPNV-Anhänger, sondern fahre mit dem (wesentlich teureren) PKW. Grund: Schlechte Taktungen (dadurch > als eine Stunde länger als mit PKW), Hitze, Enge und Gestank sowie absolut unzuverlässige Verbindungen.

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Leser161 18.09.2018, 14:18
32. Folgerichtig

Wer braucht günstigen ÖPNV wenn er mit Fahrverboten arbeiten kann. Sorry aber ich kann mich nicht an an auch nur einen Fall erinnern, wo wir dazu gebracht werden sollten irgendwas zu machen indem etwas günstiger oder einfacher wurde. Es heisst immer nur "Das ist viel besser, das ist euch den Preis doch sicher wert? Wenn ihr das nicht wollt, hier hängt der Hammer". So gesehen z.B. beim Dosenpfand oder beim Rauchmelder.

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martin-buhse 18.09.2018, 14:20
33. zu 8

Zitat von orca20095
wenn man nur in Prozenten rechnet. Meine Jahresfahrkarte im Verkehrsverbund kostet rund 1000 € p.a.. Wenn ich das mit dem Auto fahren würde, würde sich meine aktuelle Kilometerleistung von 15.000 auf 30.000 km in etwa verdoppeln. Kennt jemand ein Auto, das mit Abschreibung, Instandhaltung, Sprit und Versicherung nur 2000 € im Jahr an Kosten auf 30.000 km verursacht? Also, richtig rechnen hilft meistens.
Nonsens ...... da sie schon im Besitz eines pkw sind müsste die Rechnung sein , verfahre ich mehr als die 1000 p.a. anstelle der Jahresfahrkarte,in ihrem fall bei einen verbrauch von 8L (?) währen das 12500 km Grus M.

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ein-berliner 18.09.2018, 14:20
34. Haarscharf daneben

Zitat von erst-denken
Der grundsätzliche Fehler liegt darin, dass erwartet wird, dass ÖPNV Gewinn erwirtschaften muss. Dies funktioniert aber nur, wenn die Preise ständig steigen. Wir müssen weg vom .....
Das System lebt mit dem Dienstwagenprivileg ganz ungeniert.

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nn280 18.09.2018, 14:22
35. Ich bin noch nie

Zitat von orca20095
@Nr.4 Ich weiß nicht, was Sie studiert haben, wenn ich lange Strecken fahre, nehme ich meistens die Bahn, weil man für den Preis eines früh gebuchtes Ticket beim Auto nicht mal den erforderlichen Sprit bekommt, woher haben Sie denn den 5-10 fachen Bahnpreis?
für den Preis eines früh gebuchten Tickets irgendwo billiger und pünktlicher, auf besseren Sitzen, sauberen Scheiben, mit Schiebedach, individuellem Gepäck und eigenem Stereo-Sound Musikprogramm von Haustür zum Zielparkplatz gefahren, als in meinem Golf Sportsvan.
Die heruntergewirtschaftete, hoffnungslos überteuerte, leistungsschwache Bahn ist für mich in Deutschland überhaupt keine Alternative.
Wenn ich mal Bahn fahren will, wie ich das liebe, dann gönne ich mir eine Woche Schweiz. Das ist Bahn pur! Danach kann in Europa NICHTS mehr kommen.
Ich habe übrigens nicht studiert!

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lincoln33t 18.09.2018, 14:25
36. Was für eine Erkenntnis!

Eine Familie (Vater, Mutter, 2 Kinder) die zB. Im dreckigen Stuttgart über 2 Zonen hin und zurück fahren will zahlt für den Spass mit Einzelltickets 17,20 EUR. Das ist doch krank.

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erlachma 18.09.2018, 14:28
37.

Zitat von orca20095
wenn man nur in Prozenten rechnet. Meine Jahresfahrkarte im Verkehrsverbund kostet rund 1000 € p.a.. Wenn ich das mit dem Auto fahren würde, würde sich meine aktuelle Kilometerleistung von 15.000 auf 30.000 km in etwa verdoppeln. Kennt jemand ein......
Es gibt kein "richtig" rechnen, da jeder ein unterschiedliches Profil hat. Denn: wenn ich auf dem Land ohne Bahnanschluss wohne, und der Bus nur 1x täglich vorbeischaut, dann brauche ich ein Auto. Wenn ich mir dann für die zwei Fahrten im Jahr ein Jahresticket für 1000€ kaufe, dann ist das viel teurer als ich mit dem Auto für Mehrkilometer zahlen würde.

Für Sie passt es halt mit der Jahreskarte, und rechnet sich. Ein Jahresticket für mich würde auch etwa 1000€ kosten für den ÖPNV, und dann nochmal 4200€ für die Bahn, da 90% meiner Autokilometer auf der Langstrecke sind. Und da ist nicht mit eingerechnet, dass da meist meine Frau kostenlos im Auto mitfährt, während bei der Bahn da nochmals 4200€ fällig würden.
Dafür würde ich jeden Tag zwei Stunden auf dem Arbeitsweg durch ÖPNV verlieren (schnellste Verbindung: 1:15h, Auto: 12 Minuten, und das pro Fahrt), das macht also etwa 400 Stunden, oder rund 16000€ an Arbeitswert. Und für die dann insgesamt rund 21000€ kann ich sehr gut 20000km im Jahr mit dem Auto stemmen (auch schon für die 5200€, wenn ich nur die Tickets rechne).

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kraus_adam 18.09.2018, 14:30
38.

Zitat von les2005
Was setzen Sie denn als Kosten für das Auto an? Den Spritverbrauch für dieselbe Strecke? Das funktioniert vielleicht, wenn man Papa's Auto ausleihen kann und sich der Eigenanteil aufs nachtanken beschränkt.
Das stimmt nicht. Ein Auto brauche ich sowieso. Mein Lebensentwurf ist ohne eigenes Auto nicht darstellbar. Also ist es vollkommen legitim, bei dem Vergleich Auto/ÖPNV nur die Kraftstoffkosten und eventuelle Parkgebühren zu rechnen. Die laufenden Kosten fallen sowieso an. Die paar tausend Kilometer, die man pro Jahr in der Stadt fährt fallen bei Wartung, Öl und Reparaturen so gut wie gar nicht ins Gewicht.
Ich führe übrigens seit gut einer halben Million Kilometer ein detailliertes Fahrtenbuch und ich komme auf Vollkosten für mein Mittelklasseauto von um und bei 15 Cent/Kilometer.

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alt-nassauer 18.09.2018, 14:30
39. Sie sind ja zu beneiden!

Zitat von Tom77
Der öffentliche Nahverkehr lohnt sich überhaupt nicht, wenn man sowieso ein Auto besitzt und dafür Versicherungen und Steuern bezahlt - ob es steht oder fährt. Wenn ich bedenke, dass ich für 5 km in die Stadt und zurück mit der Straßenbahn über 5 Euro zahlen müsste, komme ich mit Sprit billiger weg. zumal ja mein Auto sowieso Geld kostet, auch wenn ich mich entscheide, es einfach.....
Haben sie wirklich nur in der Summe tagtäglich 5 Kilometer, selbst 10 Kilometer wären ja noch gering (für mich) zu fahren. Die Strecke würde ich ja auf meinen noch gesunden zwei Beinen zurück legen. Das wäre ja Fitness pur, als Training zu sehen. Selbst mit einem Tretroller locker zu bewältigen.

Dennoch scheinen mir die 5 Euro als Unlogisch. Höchstens als Einzelfahrt bzw. Hin- und Zurück. Als Pendeln verstehe ich das nicht. Ein Wochenticket bzw. Monatsticket verbilligt das Ganze ungemein. Selbst eine Sammelkarte ist schon günstiger als Einzelfahrschein!

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