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Kosten der Mobilität: Preise für Bus und Bahn steigen viel schneller als fürs Autofah
DPA

Pendler sollen Bus und Bahn nutzen - das predigen viele Politiker. Doch die Preise für den öffentlichen Nahverkehr steigen laut dem Statistischen Bundesamt viel schneller als die fürs Autofahren.

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dröhnbüdel 18.09.2018, 15:14
60. Schieflage

Autofahren ist zu billig. Der Staat sollte endlich aufhören, ie Autofahrer mit übermäßigen Subventionen zu verwöhnen. Die Kosten für Straßenbau und -unterhaltung sowie weitere Folgekosten des Autoverkehrs werden durch die Kfz- und Spritsteuer wohl kaum gedeckt, .Dafür sollte der ÖPVN deutlich stärker subventioniert werden, um die Schieflage bei Preissteigerungen zwischen Auto und ÖPNV auszugleichen. Wer sich kein Auto leisten kann, wird von Fahrpreiserhöhungen härter getroffen als ein Autofahrer durch ein paar Euro mehr Kfz-Steuer oder ein paar Cent höhere Spritpreise. Ich bin zwar selbst Autofahrer, benutze für Fahrten in die Stadt aber häufig Bus und Bahn, allein schon um meine Nerven zu schonen. Wenn ich dabei auch noch meinen Geldbeutel schonen könnte, würde ich das noch öfter tun.

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marty_gi 18.09.2018, 15:21
61. noe, voll daneben

Zitat von misterknowitall2
ÖPNV-Gebühr anstatt Rundfunkbeitrag? Nee, lass mal. Mir ist unabhängiges öffentlich rechtliches Fernsehen weit wichtiger als der ÖPNV. Auch spannend, diese Dinge an der Höhe der Strafe zu beurteilen. Kann man also davon ausgehen, dass sie für ÖPNV auch nicht zahlen wollen und lieber Schwarzfahren? Wollen sie denn überhaupt für was bezahlen? Sagt ihnen das Solidarprinzip etwas? Wahrscheinlich eher nicht.
Schoen, dass Ihnen das wichtiger ist - aber wir sehen ja gerade im Osten, wieviel Nutzen der Rundfunk noch hat. Soviel zum Solidarprinzip. Umweltschutz waere eigentlich das beste Solidarprinzip, weit wichtiger als Ihre Unterhaltung.
Und nein, ich bin noch nie schwarz gefahren. Habe auch in 30 Jahren Fuehrerschein nur zwei Tickets wegen zu schnellem Fahren (schlechte Beschilderung, danke) und drei wegen Falschparken. Das schaffen andere in der Woche. Aber eben halt aus der Portokasse. Tut mir ja leid, dass Ihnen ein ungewoehnlicher Denkansatz wenig verstaendlich rueberkommt.
Ich pendele taeglich mit dem ÖPNV, und hab zu Hause noch 'nen Sportwagen stehen - ich entspreche nicht mal ansatzweise Ihrem Vorurteil, sondern lebe das Solidarprinzip mit Sicherheit intensiver und besser als Sie.
Aber danke fuers Mitspielen.

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JürgenHammerbeck 18.09.2018, 15:24
62. Umvrteilung?

Natürlich könnte man den Nahverkehr auch subventionieren. Nur im Autoland Deutschland ist das völlig undenkbar. Und an alle die es vergessen haben, wir haben einen hohen Rüstungshaushalt zu schultern, allein 37.000.000.000 € im Jahr 2017, um gegen allerlei Feinde zu kämpfen die uns ständig Böses wollen.
Panzer, in der modernen Kriegsführung sehr wichtig, kosten auch so einiges:
https://www.morgenpost.de/politik/article210502973/Bundeswehr-kauft-Leopard-Panzer-fuer-760-Millionen-Euro.html
Von-der-Leyen will damit in "heissen Gebieten" kämpfen - nach eigenen Aussagen.
Geld ist wohl da, nur nicht für den Nahverkehr. Umverteilung wäre eine Lösung.

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alt-nassauer 18.09.2018, 15:26
63. Falsches Bundesland...

Zitat von andros0813
für unsere beiden jüngsten zahle ich über tausend euro p.a. für eine einfache schulbusfahrstrecke von 11km..zusätzlich selber mindestens 2x mit dem pkw, weil ungünstige fahrzeiten, oder wartezeiten von 2std..die busfahrkarten gelten nur für reine .....
Falsches Bundesland oder ihre Landespolitiker meinen es nicht so Ernst mit der Zukunft unseres Landes!

Beispiel Hessen... Schüler bezahlt umgerechnet 1 Euro pro Tag für den Transport. Im Jahr bedeutet das für die Eltern 365 Euro pro Kind/Schüler. Dafür darf das Kind und alt genug durch ganz Hessen fahren, sogar in angrenzende Städte sofern im Verbund mit Hessischen Verbünden (RMV/NVV/VRN).
Das Ticket gilt das ganze Jahr, auch in der Ferienzeit und am Wochenende....

Ich weiß dafür haben Hessen andere Nachteile, die in anderen Bundesländer wieder ein Vorteil sind. Aber müssten Schüler nicht Eigentlich ganz "kostenfrei" zur Schule kommen? Die Zeiten kenne auch noch. Der Landkreis übernahm die Kosten und später zählte man fast die "Millimeter" um sich den Kosten Aufgrund von Entfernung Wohnort/Schule zu entziehen. Bei mir fehlten damals 30 Zentimeter und von dem Zeitpunkt als 14 Jähriger auf das Fahrrad und bei Wind und Wetter 6 Kilometer einfache Strecke geradelt.

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liane_schulz 18.09.2018, 15:26
64. Bestes Beispiel Nürnberg

Nürnberg gehört sowieso (warum auch immer) zu den teuersten Städten im öffentlichen Nahverkehr. Ganz besonders geglückt ist die Maßnahme, die Kurzstrecke für U-Bahnen von 4 Stationen auf 2 zu senken. Dies hat zur Folge, dass wir jetzt für ein und die gleiche Strecke jetzt eine 100% ige (!!!) Preiserhöhung in Kauf nehmen müssen. Wer lediglich 2,5 km (3 Stationen) in die Innenstadt fährt, zahlt das Gleiche wie jemand der bis hinter Fürth (20 km) fährt. Vor kurzem noch 1.60 - und jetzt 3.10 EUR!! Unvorstellbar. Zu zweit wenn man mal auf ein Bier in die Innenstadt möchte bedeutet das über 12 EUR für total ca. 5 km ! Zum Einkaufen fährt daher so gut wie jeder mit dem Auto in die Stadt, Parken im Parkhaus ist zwar auch teuer, aber immer noch billiger als 3 Stationen mit der Ubahn!

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miledhel 18.09.2018, 15:29
65. Politik in die Pflicht nehmen

Die Transformation weg vom Individualverkehr erfordert entsprechende Investitionen. Dass in den letzten 18 Jahren viel liegen geblieben ist und nun nachgeholt werden muss, ist ärgerlich, aber nunmal nicht rückgängig zu machen.

Es gab bereits einige Vorschläge für alternative Finanzierungskonzepte. Wer an einem ÖPNV zu erträglichen Preisen interessiert ist, dem sei geraten, sich vertrauensvoll an die Wahlkreisbüros aller politischen Parteien zu wenden. Von alleine wird das Thema jedenfalls nicht auf der politischen Agenda auftauchen.

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globaluser 18.09.2018, 15:29
66. ÖPNV ist auch deshalb teuer, weil in vielen Städten

gleich mehrere städtische Gesellschaften stadtübergreifend tätig sind. Das sind X-mal Wasserköpfe, die finanziert werden wollen (Parteifreunde) brauchen einen Job). Marketing, Controlling, das könnte man sicherlich in einem oder anderen Verbund bündeln.

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treime 18.09.2018, 15:32
67. Verbrauchssteuern rauf!

Aber ordentlich.
KFZ Steuer sollte 1% des zu versteuernden Jahreseinkommen ausmachen (eMobile 0,2%?), dann geht es dort hinsichtlich Gerechtigkeit eben auch genauso zu. Um Faktoren wie Größe, Verbrauch, etc. mit einzubeziehen, kann man einen Multiplikator einführen - SUVs mit 1,5 - eMobile mit 1,0. Mineralölsteuer verdoppeln.

Alle Einnahmen auf den ÖPNV verteilen, sobald alle Straßen und Brücken ge"fixt" sind. ;)
ÖPNV von den Ländern steuern lassen. In NRW ist es der helle Wahnsinn, dass hier jedes Kaff einen eigenen Betreiber für ÖPNV hat. Die Gebiete Düsseldorf/Köln Ruhrgebiet müssten mMn in einen Betreiber zusammengeführt werden.

ÖPNV in Städten für Bewohner gratis, kreis- bzw ortsübergreifend müssen halt paar Taler gezahlt werden.

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Byrne 18.09.2018, 15:33
68. Da sind Sie schlecht informiert

Zitat von JürgenHammerbeck
Natürlich könnte man den Nahverkehr auch subventionieren. Nur im Autoland Deutschland ist das völlig undenkbar. Und an alle die es vergessen haben, wir haben einen hohen Rüstungshaushalt zu schultern, allein 37.000.000.000 € im Jahr 2017, um gegen allerlei Feinde zu kämpfen die uns ständig Böses wollen. Panzer, in der modernen Kriegsführung sehr wichtig.....
Der Nahverkehr ist überall in Deutschland schon hoch subventioniert. Trotz des Autolandes Deutschland.

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alt-nassauer 18.09.2018, 15:34
69. Jobticket!

Was ist mit der Tatsache das es auch für einige Pendler ein Jobticket gibt!

Ich denke den Aspekt sollte man nicht außer acht lassen. Zu dem es immer mehr Unternehmen auch anbieten. Selbst der Öffentliche Dienst befeuert mit einem Jobticket die Besonderheit ein Fürsorglichen Arbeitgeber zu sein.

Auch das ist ein Aspekt der im Zweifelsfall das eigene Fahrzeug im Verhältnis zum ÖPNV verteuert.
Nur oft der Haken, entweder passt Wohnort/Arbeitsplatz mit Arbeitszeiten nicht zum Angebot des ÖPNV. Das man so trotzdem PKW benötigt und sogar das Jobticket gar nicht nutzen kann. Weil der AG eben nicht "angepasste" Arbeitszeiten mit den Fahrplanzeiten hat.

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