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Kostenloser Nahverkehr: So teuer wie eine Elbphilharmonie pro Jahr
DPA

Gratis-Tickets für Bus und Bahn: Die Bundesregierung erwägt dies aus Umweltgründen. Aber wie hoch wären die Kosten? Hamburg hat nachgerechnet.

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coloneltw 14.02.2018, 08:31
90. ich sehe da nicht das Problem

880 Mio pro jahr, sagen wir 1,5 Mrd mit Steigerung und Ausbau etc. also knapp das Doppelte würde auf die Hamburger Bevölkerung mit knapp 900 € pro Jahr also 73 € pro Monat pro Einwohner gehen. Momentmal. Im HVV, ich wohne in hamburg, fahren nicht nur Hamburger. Die genannten zahlen sind auf Mitfahrer nicht Hamburger verortet. Also +Umland. Dann sind es nicht 1,7 Mio sondern 6,4 Mio Menschen. Also 234 € pro Jahr oder 20 € pro Monat pro Bürger. Ich habe eine Frau und 2 Kinder also 4 Personen. Auf mich entfallen also demnach 80 € pro Monat. Mein Ticket, ich wohne im Umland, ist subventioniert vom AG. Statt 130 € zahle ich derzeit nur 90 € - nur für mich! Mein Sohn ist 8 und muss selbst zahlen.
Ich würde also mit weniger Geld im Monat meine ganze Familie fahren lassen können. Eine solche Steuer fände ich toll. Nachteilig wäre dann die fehlende Absetzungsmöglichkeit in der Steuererklärung.
Denn aus der Pendlerpauschale müsste man dann eine Pendlersteuer machen, damit die Autofahrer aufhören Auto zu fahren. Also eine Art City Maut für priv. PKWs.
Das würde den Betrag vermutlich sogar noch mindern.
Seien wir ehrlich, pro Familie 100 € im Monat und alles ist bezahlt. ALGII Empfänger bekomnmen jetzt schon Zuschüsse, die würden dann weniger an Steuern entrichten.
Und man spart sich das Geld in den anderen Städten. Ich fahre mal nach Berlin und zahle auch dort nichts. Was für eine Traumvorstellung und wenn man es ehrlich angeht locker finanzierbar. Ich meine wir bezahlen es jetzt ja auch, warum sollte es unbezahlbar sein, wenn plötzlich mehr Menschen mitzahlen?

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Interessierter0815 14.02.2018, 08:31
91. Erstmal denken!

Zitat von jla.owl
jepp, und aif dem Land zahlt man weiter für schlechte Verbindungen. So kann man Landflucht auch noch fördern. Und weil die Mieter ja Geld sparen, können Vermieter die Preise weiter anheben! Erstmal denken!
Stimmt, auf dem Land ist es unmöglich Haltestellen einzurichten!

Ihr Vorschlag in allen Ehren - erstmal denken!

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neurobi 14.02.2018, 08:32
92.

Zitat von olli08
Nur die halbe Wahrheit ... 830 Mio. Ok, das ist erst einmal eine Hausnummer. Es fehlt aber bei der Kalkulation des HVV noch eine wichtige Information: Was kostet die komplette Fahrkarten-Infrastruktur? Fahrkartenautomaten, Ticketfunktion in der HVV-App, Abwicklung des Zahlungsverkehrs, Abo-Verkaufsstellen, Fahrkartenkontrollen, Verfolgung von Schwarzfahrern usw. Auch aus Sicht der Stadt ist die Rechnung unvollständig: Entlastung der Justiz (keine Schwarzfahrer mehr), ggf. weniger Individualverkehr, Imagegewinn, weniger Umweltprobleme und deren Folgen (Umweltzonen), usw. Sehr komplex das Thema, ohne eine fundierte Studie läuft es auf einen fruchtlosen Austausch von Grundsatzpositionen hinaus ...
Nur die halbe Wahrheit ...
Ja, das stimmt. Denn mit den Bahnen in Hamburg ist es nicht anders als auf den Straßen. Sie sind an der Leistungsgrenze.
Sie wären garnicht in der Lage zusätzlichen Verkehr aufzunehmen.
Es wären noch mal Investitionen in ähnlicher Höhe pro Jahr notwendig, um den ÖPNV in Hamburg so auszubauen, das er die Hälfte des PKW-Verkehrs aufnehmen könnte. Und das über mindestens ein Jahrzehnt und allein in Hamburg.

Die Fahrkarteninfrastruktur ist vernachlässigbar und die Kontrollen finanzieren sich so weit gelesen habe selbst.

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rl_germany 14.02.2018, 08:33
93. endlich mal eine Vision

Die Milliarden wären gut investiert. Der Umwelt würde es gut tun. Und was Hamburg betrifft: Hier werden in Kürze zusammen mit Schleswig-Holstein ca. 18 Mrd. Euro vom Steuerzahler für den Verkauf oder die Liquidation der HSH Nordbank weggenommen, ohne jeglichen Gegenwert.

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klaus.karl 14.02.2018, 08:33
94. Typisch...(deutsch?)

...kaum gibt es eine revolutionäre Idee, sucht man nach allen erdenklichen Gründen, die gegen eine Umsetzung sprechen. Zugegeben, es wäre ein enormes Projekt aber es muss ja nicht gleich flächendeckend eingeführt werden. Beispiele, wie so was funktioniert, gibt es weltweit viele, man muss sich halt mal umgucken. Kostendeckende Finanzierung? Na in erster Linie durch die, die den Abgas-Schlamassel verursachen.

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martin_rockyradler 14.02.2018, 08:34
95. Falscher Denkansatz

Ich denke nicht das eine kostenlose Nutzung des Nahverkehrs an dem Individualverkehr in den deutschen Großstädten etwas ändern würde. Ich kann nur am Beispiel von München sprechen: Die Mieten sind sehr hoch, die Leute müssen pendeln, da sie von zum Teil 50+ Kilometern in die Stadt Tag für Tag reinfahren müssen. Zudem denke ich das sowieso keiner "freiwillig" mit dem Auto zur Stoßzeit in die Stadt fahren möchte - muss er aber wohl...

Der Ansatz ist also gut aber sicherlich unnötig. Ziel wäre aber hier ein rascher und deutlicher Ausbau des Nahverkehrs > das kostet Geld und das sollte über den Bund mitfinanziert werden. Hier sehe ich auch mehr die Notwendigkeit von "Minibussen" für weniger beanspruchte Strecken und der Busverkehr müsste weit über die Stadtgrenzen ausgebaut werden mit kürzerer Taktung zu den Stoßzeiten.

Zusätzlich kommt noch die Thematik der Firmenwagen - wenn die eigene Firma einen Wagen stellt dann geht sie davon aus das ich ihn auch zu Arbeitszwecken nutze > Sprich ich fahre damit zur Arbeit. Hier sollte vielleicht das Thema auch angegangen werden - Firmenwagen sind bei der Firma stationiert und dienen nicht für die Fahrt zur Arbeit...

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mwroer 14.02.2018, 08:34
96.

Zitat von wanenheim
Ist aber bedacht, daß die privaten ÖPNV-Betreiber das Recht haben, unternehmerischen Gewinn zu erzielen? Wird der dann vom Verkehrsminister bezahlt? Wenn ja, wie viel? Ist doch alles sehr vage!
Deswegen nennt man es 'Idee' und nicht 'Konzept'. Sie könnten sich z.B. fragen ob Gewinn dann noch notwendig ist und ob man den öffentlichen Nahverkehr überhaupt in privater Hand lässt.

Ein guter Teil des Chaos im Regionalverkehr, was dann auf den Nahverkehr durchschlägt, kommt nämlich durch die Privatisierung.

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derbo73 14.02.2018, 08:34
97. Wie immer in Deutschland...

melden sich alle Zuständigen erstmal als nicht zuständig und überhaupt ist das Projekt zu teuer und als erste Maßnahme müssten ja erstmal neue Busse und Co. angeschafft werden, dann wird es noch teurer - also NEIN! Die Deutschen sind die größten NEIN-Sager der Welt, noch lange bevor sich jemand mal mit einer Idee näher befasst hat, wir alles kategorisch abgebügelt, was nicht in den elende lahmen Trott der Vergangenheit passt.

Wie sähen denn verbrennungsautofreie Innenstädte aus, mit üppigen Radstrecken, einem gut ausgebauten Netz an Leihfahrrädern, dazu Elektro-Mietfahrzeuge (Größe Smart und Co), modernere Lininienbussnetze mit autonomen Elektrobussen (fahren schon, anderswo), unsinnige Tunnelgrabereien für U-Bahn sind natürlich geeignet wieder Projekte über 15 Jahre und unbezahlbare Kosten zu generieren.

Vielleicht tauscht man Busmodelle auch nicht alle 4 Jahre gegen neue Versionen und investiert lieber in Überwachung und Bestandsschutz, der Vandalismus dürfte eher zunehmen im kostenfreien ÖPNV. Statt Fahrer halt ein Sicherheitsbeamter an Bord, na und?

Wenn der ÖPNV überleben will, muss er sch was einfallen lassen. Fahrverbote und Umweltbewusstsein sind doch die Chance in den Innenstädten eine Lösung anzubieten, die es den Bürgern erlaubt aufs Auto zu verzichten. Was man schon einsparen könnte wenn man die ganzen Ampeln, Schilder, Kreisel usw. zurückbauen könnte, die nur für die erratischen Autofahrer da sind...

Aber nein, in Deutschland ist man schon immer besser darin gewesen zu lamentieren, warum alles Mögliche nicht geht und warum es die Aufgabe anderer sei, das zu korrigieren (ergo deren Schuld). Deutsche Ingenieurskunst wird lieber ins Ausland verscherbelt.

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doitwithsed 14.02.2018, 08:35
98.

Im Gegensatz zu einer Elbphilharmonie haben dann auch mal andere Bevölkerungsgruppen etwas davon, als die doch überschaubare Menge derjenigen, die sich teure elitäre Hochkulturveranstaltungen leisten wollen oder können. Da wäre das Geld m.E. durchaus erheblich sinnvoller angelegt. Für mich persönlich ist das aber verzichtbar.

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Interessierter0815 14.02.2018, 08:35
99. Warum 1- euro?

Zitat von jjcamera
Es würde reichen, den Preis für eine Fahrt auf 1 Euro zu senken, umweltfreundliche Busse einzuführen und den gesamten Lieferverkehr nach und nach auf Gas- oder Elektrobetrieb umzustellen. Bei fast 6 Euro für eine Fahrt in die Münchner Innenstadt und zurück nehme ich natürlich wie die meisten Münchner das Auto. Man könnte den Soli als Umwelt-Soli (17,5 Milliarden 2017)beibehalten und den PNV damit locker finanzieren.
Warum nicht kostenlos? Warum nicht die ganze sinnlose Karten-EDV abschaffen, was kostet die? Was kostet die Wartung dieser Frustmaschinen? Wieviel kosten die ganzen Kontroleure? Warum nicht die ÖPNV und Fernverkehr selbstfahrend gestalten? Alles sinnlose Arbeitsstunden!

Greetz

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