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Kostenloser Nahverkehr: So teuer wie eine Elbphilharmonie pro Jahr
DPA

Gratis-Tickets für Bus und Bahn: Die Bundesregierung erwägt dies aus Umweltgründen. Aber wie hoch wären die Kosten? Hamburg hat nachgerechnet.

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papaeidea 14.02.2018, 08:57
140. Vielleicht lernt Hamburg...

... überhaupt mal rechnen. Mit der Elbphilharmonie hat es ja nicht so gut geklappt...
Wenn man Umweltschutz will, wird der was kosten. Der Automobilindustrie kann man doch auch Milliardenbeträge in den Allerwertesten blasen. Warum denn dann nicht stattdessen lieber dem ÖPNV? Die Arbeitsplätze würden sich lediglich ein wenig verlagern.

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warkeinnickmehrfrei 14.02.2018, 08:58
141. Welch lustiger und doch entlarvender Vergleich

Die "Elphi" war und ist immer ein steuerzahlerfinanziertes Projekt für die oberen 10.000 gewesen, beim kostenlosen öffentlichen Nahverkehr hätte jeder die Chance diesen zu nutzen. Überlegungen zur Sinnhaftigkeit jetzt mal Aussen vor gelassen.

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fundador 14.02.2018, 08:58
142. Hört sich erst mal gut an...

dieser Vorschlag. Beim zweiten Hinsehen keimt allerdings der Verdacht auf, dass hier wieder der Autoindustrie in den Allerwertesten gekrochen wird: Die Kosten für Luftreinhaltung werden nicht den Verursachern aufgebürdet, sondern auf die Allgemeinheit abgewälzt. Also zuallererst: Hardwarenachrüstung für schmutzige Diesel auf Kosten (oder zumindest mit relevanter Kostenbeteiligung) der Industrie. Und dann kann man über den kostenlosen Nahverkehr nachdenken. Ich halte das für machbar und teile die Befürchtungen nicht, dass die Systeme ohne großangelegten Ausbau zusammenbrechen. Ich selbst z.B. würde auch den kostenlosen Nahverkehr nur gelegentlich nutzen, da ich für die Strecken, die ich regelmäßig zurücklege, etwas ungünstig wohne und mit dem Fahrrad immer besser bedient bin. Das trifft sicher auch noch für viele andere zu - deshalb: Wie wär's, wenn man das einfach mal für drei Monate ausprobiert und schaut, wie's läuft?

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m.ecker 14.02.2018, 08:58
143.

Ja, die Ausführungen mancher, bezüglich der Bedingungen und der Klientel im ÖPNV kann ich verstehen und teilen. Aber das ist ein deutsches, bzw. regionales Problem. In wirklichen Grossstädten wie Singapore, Bangkok u.ä. findet man das nicht. Gepflegte, saubere und nicht zerstörte Wagons und Bahnhöfe, ruhige Atmosphäre, genügend Platz, klimatisiert .Rücksichtsvolle Menschen fahren zu niedrigen Fahrpreisen und das funktioniert ohne Aufsichtspersonal. Ich frage mich jedes mal, was in unserem Land falsch läuft wenn ich z.B. durch verfallendende , vermüllte und von dunklen Gestalten belagerte Bahnhöfe in NRW gehe.

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auweia 14.02.2018, 08:59
144. Alternativ

Wenn man die 800 Mio. € für Hambur auf den Bund hochrechnet, kommen schnell 15 Mrd. € zusammen.
Was könnte man mit dem Geld sonst noch so machen? um Verkehr zu reduzieren? Wohnortnähere Schulen? Umzugsprämien für Firman damit diese sich *auf dem Land* ansiedeln? (Gutes Internet natürlich im Paket) Dito Prämien für Leute damit sie die Städte verlassen? (Wohnungen sind auf dem Land eh günstiger...)

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SlowHimBanane 14.02.2018, 08:59
145. Dieselsubventionen

Vielleicht sollte mal darüber nachgedacht werden die Vergünstigungen für Diesel zu streichen und mit diesen Einsparungen den ÖPNV zu fördern. Wäre ja schon mal ein Anfang und würde die Staatskasse nicht einen Cent kosten.
Darüber hinaus subventioniert der Staat seit Jahren Dienstwagen von dem am Ende Menschen mit einem relativ hohen Einkommen profitieren. Von einer Subventionierung des ÖPNV hätte unabhängig vom Einkommen jeder Bürger etwas. Wäre also unterm Strich nur fair ;-)

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friespeace 14.02.2018, 08:59
146. Wie die Rundfunkgebühren

Also, die Berechnung des HVV ist natürlich grober Unsinn, da die Fahrgastzahlen natürlich deutlich steigen würden (siehe Tallinn), auf der anderen Seite Hamburg aber auch offenkundig einen sehr schlechte Kostenstruktur hat.
Deutschlandweit erzielen die ÖPNV Einnahmen von ca. 13 Milliarden im Jahr. Ich würde davon ausgehen, dass die Kosten sich bei 20 Milliarden einpendeln würden. Bei dann aber auch deutlich besserem Angebot.

Das wären 250 Euro pro Einwohner und Jahr. Wenn man bedenkt, dass wir für den Rundfunk knapp 200 Euro pro Haushalt zahlen müssen, wäre mir derartige Abgabe deutlich lieber.

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adal_ 14.02.2018, 08:59
147. Bescheidene Qualität

Zitat von rainerwäscher
Warum kostenlos? Nicht die Kosten schrecken mich ab, sondern die anderen Fahrgäste.
Damit sind Sie ein sehr spezieller Fall, auf den man nicht eingehen kann.

Ich glaube aber auch, dass es nicht die Kosten sind, die nennenswert viele Fahrgäste abschrecken. Abschreckend wirken der typisch deutsche Tarifdschungel und die bescheidene Qualität.

Die beruht u.a. auf einem Dilemma, das die herkömmlichen ÖPNV-Konzepte gar nicht auflösen können: Fahren zu wenige Leute auf einer Linie, können Sie keine hohe Frequenz anbieten, also fahren noch weniger Leute u.s.w.

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steinbock8 14.02.2018, 09:00
148. diese ganze Diskussion geht fehl

einen kostenlosen Nahverkehr wird es nie geben da stehen noch tausende Lobbyisten dazwischen und die Bewältigung der fahrenden Massen ist nicht machbar

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zensurgegner2017 14.02.2018, 09:00
149.

Zitat von Interessierter0815
...mein Beitrag noch mal! Selbstverständlich ändert sich am Import was. Da Nah- und Fernverkehr überwiegend elektrifiziert und um ein vielfaches Effizienter pro Kopf/Km ist! Also weniger Gesamtölbedarf der VOlkswirtschaft. Wie um himmelswillen soll so das Defizit steigen. Ihr 2. Punkt ist völlig absurd. BIn ganz Ohr. Grüße
Aha, eine Volkswirtschaft, wie weniger IMPORTIERT, die veringert also das Ausenhandelsdefizit?
Zu Punkt 2: Raten bringt Ihnen auch nichts

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