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Kostenloser Nahverkehr: So teuer wie eine Elbphilharmonie pro Jahr
DPA

Gratis-Tickets für Bus und Bahn: Die Bundesregierung erwägt dies aus Umweltgründen. Aber wie hoch wären die Kosten? Hamburg hat nachgerechnet.

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Sogamoi 14.02.2018, 07:54
20. Es fehlt an der Einsicht

Es wäre an der Zeit, einzugestehen, dass die aktuellen Grenzwerte unbegründet niedrig sind und die von Politik, Presse und Lobbygruppen beschriebenen Gefahren unbegründet sind. Aber in Zeiten wie diesen fehlt hierfür anscheinend Ruhe und Verstand. Warum hört man nicht auf Stimmen wie diese: https://www.merkur.de/wirtschaft/umweltmediziner-fahrverbote-medizinisch-nicht-begruendbar-9612595.html?

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kai.ramisch 14.02.2018, 07:54
21. brutto und netto

Man kann nicht einfach die verkauften Tickets addieren. Wenn es keine Tickets mehr gibt, kann man eine ganze Menge an teurer Verwaltung einsparen. Dann sehen die Zahlen anders aus.

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prions.ku 14.02.2018, 07:54
22. Unrealistisch

Vielleicht sollten die Initiatoren dieses Gedankens mal zu Stoßzeiten den öffentlichen Personennahverkehr nutzen, damit sie erkennen, dass dieser bereits heute nicht mehr leistungsfähig ist. In Baden-Württemberg gibt es Strecken, welche aufgrund verfehlter Personalpolitik und mangelhaftem Fuhrpark durch Unzuverlässigkeit immer mehr (bezahlende) Nutzer vergraulen. Wie soll denn dann das unentgeltliche Angebot realisiert werden. Hier wurde ein Vorschlag ohne erforderliche Sachkenntnis in den Ring geworfen, nur um Fahrverbote im Sinne eines Wirtschaftszweiges abzuwenden. Jahrelang wurde der ÖPNV sowie die Bahn kaputtgespart und jetzt soll er zur Errettung der nationalen Mobilität herhalten? Es ist beschämend, welche Vorschläge unsere Politiker zur Problemlösung zuweilen aus den Ärmeln schütteln. Offensichtlich getragen von dem Ziel, sich täglich der Lächerlichkeit preis zu geben. Über die tatsächlichen Folgen nachgedacht hat von den Trägern dieses Gedanken wohl keiner!

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tester_1_2_3_4 14.02.2018, 07:57
23. So teuer wie eine Elbphilharmonie pro Jahr (und das nur für Hamburg)

für weniger Autos auf den Straßen... Aber das bedeutet auch weniger Einnahmen über die Mineralölsteuer und Kfz-Steuer. Sollte man auch mal bedenken, macht aber anscheinend kein Politiker. Aber Denken und Politik beißt sich auch irgendwie in Zeiten in denen man nach dem (!=MINT) Studium hauptberuflich Parteimitglied werden kann.

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TomBoe 14.02.2018, 07:57
24. Milchmädchenrechnung

Die Kostenrechnung ist leider völlig daneben. Neben den Mehrkosten durch fehlende Erlöse oder Investitionen gehören auch die Ersparnis durch Rückbau Straßenverkehr, Ausweitung der Erhohlungsbereiche (Begrünung), zusätzliche Bauflächen für Wohnugsbau und nicht zuletzt der Preis von Tausenden von Toten mit in die Rechnung. Allerdings leben wir in einer Gesellschaft ohne Utopien und ohne das Primat des guten gesellschaftlichenZusammenlebens.

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Max Super-Powers 14.02.2018, 07:57
25.

Achthundert Millionen Euro pro Jahr - nur für Hamburg. Rechnen wir noch typisch deutschen Schlendrian dazu, sind wir bei einer Milliarde, ebenfalls PRO JAHR und nur für Hamburg

Sorry, aber die Idee ist einfach nur Wahnsinn. Und es ist ja nicht so, als käme man in anderen Großstädten mit weniger aus. Manche davon sind ja flächenmäßig noch größer. Wir sprechen hier von zehn, fünfzehn MIlliarden Euro zusätzlich pro Jahr - tendenziell eher noch mehr und das auch nur, wenn man wirklich nur echte Großstädte kostenlos macht.

Meines Erachtens kommen wir damit in einen Bereich, an dem für Brüssel und die Umwelt die ganze Integrität eines Landes aufs Spiel gesetzt wird. Denn auch unser Konto ist irgendwann leer. Bleibt zu hoffen, dass man angesichts all er eklatanten Infrastrukturlücken auf diesen utopischen Schnellschuss verzichtet.

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Garda 14.02.2018, 07:58
26. Politiker leben in einer anderen Welt

In einem anderen SPON-Bericht findet ein SPD-Hinterbänkler namens Sören Bartol den Gratis-ÖPNV eine tolle Idee. Er soll mal in München zu den Spitzenzeiten mit S-Bahn, U-Bahn oder mit Bus oder Tram fahren. Bei der U-Bahn am Hauptbahnhof drücken die Bahnangestellten nach japanischer Manier die Leute bis zur Kante in den Wagen. Obwohl der nächste Zug schon vor der Einfahrt steht.

Sinnvoll wären ermäßigte Angebote etwa wie das 60 plus beim MVV, so dass auch Nicht-Berufstätige günstig und ohne Auto ihre Termine wahrnehmen können oder einmal einen Museumstag angehen bzw. -fahren.

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mrmartin19 14.02.2018, 07:58
27. wir schaffen das ;-)

aber die Details danach, die Leute die die Arbeit machen und das zusätzliche Geld, nicht nur für die Tickets sondern auch für zusätzliche Züge, Buse, etc., die interessieren die Bundesregierung dann nicht.

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olli08 14.02.2018, 07:58
28. Nur die halbe Wahrheit ...

830 Mio.
Ok, das ist erst einmal eine Hausnummer.
Es fehlt aber bei der Kalkulation des HVV noch eine wichtige Information: Was kostet die komplette Fahrkarten-Infrastruktur?
Fahrkartenautomaten, Ticketfunktion in der HVV-App, Abwicklung des Zahlungsverkehrs, Abo-Verkaufsstellen, Fahrkartenkontrollen, Verfolgung von Schwarzfahrern usw.
Auch aus Sicht der Stadt ist die Rechnung unvollständig:
Entlastung der Justiz (keine Schwarzfahrer mehr), ggf. weniger Individualverkehr, Imagegewinn, weniger Umweltprobleme und deren Folgen (Umweltzonen), usw.
Sehr komplex das Thema, ohne eine fundierte Studie läuft es auf einen fruchtlosen Austausch von Grundsatzpositionen hinaus ...

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Mr.Slytherin 14.02.2018, 07:59
29. Ach bitte...

...was sind das wieder alles für Milchmädchenrechnungen?!

Als ob ALLE U-Bahnen und Busse jetzt schon JEDERZEIT RAPPELVOLL wären, hahaha...

Als ob JEDER MENSCH in ganz Deutschland, der im Moment mit eigenem Fahrzeug oder in Fahrgemeinschaft oder mit Taxi oder im Mietwagen (Car2Go, DriveNow usw.) unterwegs ist, GANZ PLÖTZLICH ÜBER NACHT auf Bus und Bahn "umsteigen" würde, hahaha...

Was muss da "neu angeschafft" werden? Antwort: Gar nix!

Da sieht man mal wieder, wie viel diese ganzen Manager überhaupt von ihrem eigenen "Produkt", d.h. Dienstleistung Nahverkehr, verstehen...

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