Forum: Auto
Kostenloser Nahverkehr: So teuer wie eine Elbphilharmonie pro Jahr
DPA

Gratis-Tickets für Bus und Bahn: Die Bundesregierung erwägt dies aus Umweltgründen. Aber wie hoch wären die Kosten? Hamburg hat nachgerechnet.

Seite 47 von 49
Tostan 14.02.2018, 15:29
460.

Zitat von !!!Fovea!!!
Fazit: Ich bleibe beim Auto. Und ehrlich, mir ist es herzlich egal, was irgendwelche Öko Test, Klimaforscher, -wandler u.v.a. Weltuntergangspropheten von sich geben.
Tja, sie können problemlos beim Auto bleiben ... aber wenn das alle machen, bleibt halt niemand beim Auto. Denn dann kommen sicher Fahrverbote, Innenstadt-Maut und ähnliches. Denn die Luftqualitätsrichtlinie der EU ist nun mal bindend. Und wenn es mit dem Zuckerbrot nicht reicht, dann eben mit der Peitsche.

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Markus Frei 14.02.2018, 15:46
461. Machbarkeit

Schon witzig, kaum kommt jemand mit so einer Idee, kommen überall die "geht nicht" Leute unter Ihren Steinen hervor. Ich wünschte mir man macht sich einmal ernsthaft Gedanken darüber, vielleicht eine Studie von Fachleuten die nicht von irgendeiner Lobbytruppe bezahlt wird, ganz ohne ideologische Vorlieben (ja ich weis, man darf ja träumen). Ich weis das ganze würde viele Milliarden verschlingen die organisatorischen Problem wären gigantisch, aber deshalb gleich mal sagen "geht nicht" ?

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Pless1 14.02.2018, 15:48
462.

Zitat von hausfeen
"Warum sollen wir vom Land den Städtern den Nahverkehr bezahlen?" - war mehrfach zu lesen. Hallo? Den Unsinn nicht bemerkt, bevor man auf Senden drückt? Tatsächlich sind mit Sicherheit prozentual mehr Fahrten von Ländlern per Auto als die von Städtern in den Citys zu registrieren. Gerade in Berlin lässt es sich z.b. prima autolos leben, ohne Lebensqualität einzubüßen.
Entschuldigung, aber das ist einfach Unfug.

Nehmen Sie ein Klemmbrett, einen Zettel und einen Stift und stellen Sie sich an eine beliebige, stark befahrene Straße in der Innenstadt von Berlin. Auf den Zettel machen Sie drei Spalten:

1) B
2) andere Metropolen (HH, M, K, F, S, H)
3) alle anderen

Dann machen Sie bitte Strichlisten nach Autokennzeichen. Danach überprüfen Sie bitte noch einmal ihre Aussage. Und bedenken Sie, dass die Menschen aus den Spalten 1und 2 nicht einmal 10% der Bevölkerung ausmachen.

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Tostan 14.02.2018, 15:56
463.

Zitat von 5412
Viele Menschen machen das und leben. Zudem kann man liefern lassen, oder bei einem Car-Sharer Mitglied sein.
Natürlich machen das viele, und viele sind eben auch auf das Auto angewiesen. Und die Rechnung funktioniert halt nur wenn man nicht auf das Auto angewiesen ist. Ist bei weitem nicht bei jedem der Fall.

Wenn ich mein Auto abschaffe dann darf ich mir alles Liefern lassen .... monatlich die Lieferung vom Baumarkt mit Spedition ... 8x100€ (in den Wintermonaten nicht ... oder Transporter mieten, Preis bleibt fast gleich) .... Jährlich Holz mit gemieteten Traktor 160€ ... 6x Jährlich gemietetes Auto für eine Woche wegen 24h Rufbereitschaft, dazu 2 Wochen wegen Urlaub macht 6 Wochen Kleinwagen 6x220€ + 2 Wochen Kombi 2x300€ ... macht knapp 3000€ .... Das sind bei weitem mehr als die Fixkosten meines Autos ....

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elli1965 14.02.2018, 16:40
464. Fein, von der Elfie habe ich bisher gar nichts!

Dafür aber brauche ich dann nicht mehr Monatskarten kaufen.

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metastabil 14.02.2018, 16:47
465.

Zitat von ignazpietsch
Ja das mit der Parkplatzsuche ist ein Argument. Man lebt halt von der Hoffnung und manchmal findet man ja doch nach 10 Minuten nen Parkplatz. Dann müsste ich aber gegenrechnen wie oft die S-Bahn ausfällt, der Anschlussbus schon weg ist oder sich verspätet. Alles nicht so einfach. Das Abo kommt für mich leider nicht infrage, da ich es in den Monaten Juni bis September nicht (aus)nutzen könnte, ich bei schönem Wetter sehr oft dann auch das Rad nehme. Aber in der Tat überlege ich permanent, das Auto abzuschaffen. Und wenn diese Abzockefrechheit nicht wäre. Da, wo Zigtausende hinmüssen zur Arbeit, da fängt kurz vorher die teure Tarifzone an. Ismaning. UND: Von der letzten Station in UNterföhring bis zur nächsten in Ismaning (Agrobgelände) reichen auf einmal nicht mehr drei Ringe, sondern man braucht fünf. Gleich mal eine Tarifnummer übersprungen. Solche KALKULATIONEN ärgern mich besonders
Das ist doch eher ein Nicht-Problem, das sie da beschreiben. Ja, durch die zwischen Unterföhring und Ismaning verlaufende Grenze zwischen Innen- und Außenraum des MVV sind Einzelfahrten mit dem Bus zwischen beiden Gemeinden ungewöhnlich teuer. Das trifft aber nur die Passagiere im Gelegenheitsverkehr. Arbeitnehmer, die den ÖPNV regelmäßig für den Arbeitsweg nutzen, haben sehr wahrscheinlich Zeitkarten. Bei denen ist der Übergang zwischen Innen- und Außenraum aber irrelevant, weil sich ihr Preis nach der Anzahl der durchfahrenen Ringe berechnet. Nun behaupten sie, von Unterföhring zum Mediapark in Ismaning wären eine Zeitkarte für fünf Ringe nötig. Das ist aber Quatsch. Ismaning liegt fast komplett auf der Grenze zwischen Ring 5 und 6. Ausgenommen sind nur die Teile nördlich der B471, der von ihnen genannte Medienpark Agrob liegt weit südlich davon.
Unterföhring liegt komplett in Ring 3. Ausgenommen sind nur die nördlichste Haltestelle "Kanal" sowie der Bahnhof Unterföhring, die tariflich zusätzlich auch zu Ring 4 zählen. Bei der Berechnung der durchfahrenen Zonen kommt der für den Fahrgast günstigste Fall zur Anwendung. Das bedeutet für den Pendler von Unterföhring zum Medienpark Agrob: Ringe 3, 4, 5 müssen bezahlt werden, eine Zeitkarte für drei Ringe ist nötig. Egal von welcher Haltestelle in Unterföhring losgefahren wird.
Na gut, mit den beiden genannten Ausnahmen: kann man sich darauf beschränken, von der Haltestelle "Kanal" auf direktem Wege zum Medienpark zu fahren, oder am Bahnhof Unterföhring einzusteigen und zunächst mit der S-Bahn zum Bahnhof Ismaning zu fahren, dann reichen auch zwei Ringe. Fünf braucht es in keinem Fall.
Und auch für die Gelegenheitsfahrer, die für den Arbeitsweg überraschend auf den Bus angewiesen sind (z.B. weil Auto oder Fahrrad kaputt) gäbe es eine Wochenkarte als Lösung. Die kostet für drei Ringe 18,60 - verglichen mit Einzelfahrscheinen kommt man mit der Wochenkarte schon nach dem zweiten Tag günstiger weg. Und man hat Zeit, das Auto bzw. Rad zu flicken.

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aus-berlin 14.02.2018, 16:47
466. lol

Zitat von Pless1
Entschuldigung, aber das ist einfach Unfug. Nehmen Sie ein Klemmbrett, einen Zettel und einen Stift und stellen Sie sich an eine beliebige, stark befahrene Straße in der Innenstadt von Berlin. Auf den Zettel machen Sie drei Spalten: 1) B 2) andere Metropolen (HH, M, K, F, S, H) 3) alle anderen Dann machen Sie bitte Strichlisten nach Autokennzeichen. Danach überprüfen Sie bitte noch einmal ihre Aussage. Und bedenken Sie, dass die Menschen aus den Spalten 1und 2 nicht einmal 10% der Bevölkerung ausmachen.
Das ist ja eine witzige Rechnung. Der Anteil von B in B ist 100%. Wenn ich auf der Strichliste einen Anteil von nicht-B von sagen wir mal 10% habe, ist das relevant im Sinne von: das ist kein Stadtproblem. Die Leute aus dem Umland parken mir doch mein Wohngebiet zu und fahren mit dem ÖPNV weiter. So sparen sie sich den C-Tarif und beglücken meine Kinder mit Feinstaub. Also ein klassischer Mix von Auto + ÖPNV. Nur heute alles ohne Konzept. Gerade hier in Berlin und Brandenburg ist es beiden Ländern egal, wie der Brandenburger zur Arbeit nach Berlin kommt. Es gibt einfach kein übergeordnetes Ziel. Ich behaupte mal, dass von einem ticketfreien ÖPNV 80% der Bürger in diesem Land in irgendeiner Weise profitieren. Und die 20%, die auf dem Land leben und arbeiten und dort ausschließlich Handel mit sich betreiben und sonst auch nichts mit Tourismus am Hut haben, sind halt mal die Benachteiligten. Na und.

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aus-berlin 14.02.2018, 16:58
467. Konzentration

Zitat von Tostan
Natürlich machen das viele, und viele sind eben auch auf das Auto angewiesen. Und die Rechnung funktioniert halt nur wenn man nicht auf das Auto angewiesen ist. Ist bei weitem nicht bei jedem der Fall. Wenn ich mein Auto abschaffe dann darf ich mir alles Liefern lassen .... monatlich die Lieferung vom Baumarkt mit Spedition ... 8x100€ (in den Wintermonaten nicht ... oder Transporter mieten, Preis bleibt fast gleich) .... Jährlich Holz mit gemieteten Traktor 160€ ... 6x Jährlich gemietetes Auto für eine Woche wegen 24h Rufbereitschaft, dazu 2 Wochen wegen Urlaub macht 6 Wochen Kleinwagen 6x220€ + 2 Wochen Kombi 2x300€ ... macht knapp 3000€ .... Das sind bei weitem mehr als die Fixkosten meines Autos ....
Es geht um die kostenlose Nutzung des ÖPNV - Öffentlicher-Personen-Nah-Verkehr. Es geht nicht um die Abschaffung des Autos und es geht auch nicht um den gewerblichen Verkehr. Gerade hier hat die Post ja eine tragfähige Lösung in die Praxis umgesetzt und mal allen gezeigt wo es lang geht. In Berlin und Hamburg ist der Anteil der Auto-Besitzer schon heute deutlich unter Durchschnitt. Viele Autos stehen nur rum. Entweder 22 Stunden am Tag oder sogar 5 mal 24 Stunden in der Woche. Die nehmen nur Platz weg für mehr ÖPNV und Fahrrad. Wir sind schon mittendrin in einer Umstellungsphase. Es besteht heute schon ein konkreter Bedarf am Ausbau des ÖPNV und das geht aus Platzgründen nur zu Lasten des Autos. Darum wird doch ständig gestritten. Den Gordischen Knoten kann man mit kostenlosen ÖPNV lösen. Die paar Autofahrer, die dann übrig bleiben stören dann doch auch nicht mehr. Ich schaue mir so ein SUV auch ganz gern mal von außen an. Bloß kein Neid.

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metastabil 14.02.2018, 17:09
468.

Zitat von aus-berlin
Das ist ja eine witzige Rechnung. Der Anteil von B in B ist 100%.
Jedes in Berlin fahrende Kfz hat auch ein Berliner Kennzeichen.
Das halte ich für eine gewagte These.

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danubius 14.02.2018, 17:13
469. Rückfrage

Zitat von drarminherbert
Bitte nicht so einen Unsinn wie einen bundeseinheitlichen "Umweltsoli" für alle ins Gespräch bringen ... Eine Umweltabgabe auf Diesel wäre das richtige Instrument. Dieses hat sich schon bei der Abwasserabgabe ganz hervorragend bewährt. Hier fänden zum einen das Verursacherprinzip Anwendung, zum anderen wären die anfallenden finanziellen Mittel sach- und zweckgebunden, d.h. könnten nicht zweckfremd z.B. zur Stopfung von Löchern in der Rentenkasse verwendet werden .... Wie gesagt .. hat sich alles bei der Abwasserabgabe bereits bestens bewährt ... und würde auch helfen, den Diesel-Wahnsinn etwas einzuschränken!
Wie wollenSie ohne eine bundeseinheitliche Abgabe das Ganze bundesweit finanzieren? Ob ich es nun als eine Art "Umweltsoli" bezeichne oder dem Kind einen anderen Namen gebe - wie wäre es denn mit "Zweckgebundener ÖPNV-Soli"? : sicher ist, sollte dieses Konzept irgendwann umgesetzt werden, dann geht es nur mittels zusätzlicher Zahlungen ALLER Bürger - egal ob Auto- oder Radfahrer bzw. Fussgänger. Im Übrigen: auch Benziner sorgen für eine enorme Belastung der Städte mit Autoabgasen... Gruß

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