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Kostenloser Nahverkehr: So teuer wie eine Elbphilharmonie pro Jahr
DPA

Gratis-Tickets für Bus und Bahn: Die Bundesregierung erwägt dies aus Umweltgründen. Aber wie hoch wären die Kosten? Hamburg hat nachgerechnet.

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Stäffelesrutscher 14.02.2018, 19:18
480.

Zitat von dudeldumm
Hamburgs ÖPNV ist der teuerste in ganz Deutschland. Siehe hier: http://www.zeit.de/mobilitaet/2017-02/bus-bahn-oeffentlicher-nahverkehr-studie-grafiken Warum das so ist, weiß wohl nur der HVV. Dessen horrende Preise nun als Referenz zu nehmen, verzerrt die ganze Kalkulation.
Um Himmels Willen, diese groteske »Studie«, bei der ein Ticket, mit dem sie 50 Kilometer von Niedersachsen einmal quer durch Hamburg nach Schleswig-Holstein fahren können, mit einem Ticket in einer winzigen Großstadt verglichen wird - ausgerechnet die ziehen Sie heran? Das was Sie in Hamburg für 3,30 Euro bekommen, kostet im Raum Stuttgart, Frankfurt, Essen ... durchaus mal zweistellig.

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Stäffelesrutscher 14.02.2018, 19:33
481.

Zitat von neurobi
Nur die halbe Wahrheit ... Ja, das stimmt. Denn mit den Bahnen in Hamburg ist es nicht anders als auf den Straßen. Sie sind an der Leistungsgrenze. Sie wären garnicht in der Lage zusätzlichen Verkehr aufzunehmen. Es wären noch mal Investitionen in ähnlicher Höhe pro Jahr notwendig, um den ÖPNV in Hamburg so auszubauen, das er die Hälfte des PKW-Verkehrs aufnehmen könnte. Und das über mindestens ein Jahrzehnt und allein in Hamburg.
Als ich diesen Beitrag las, stand ich auf dem Bahnsteig einer Hamburger U-Bahn-Station, direkt neben einem Einkaufszentrum mit kleinem Busbahnhof. Es war Schulschluss. Alle mussten sage und schreibe zehn Minuten auf die nächste Bahn warten. In Moskau, Toulouse oder Paris fahren in dieser Zeit sechs Bahnen.
Selbst am Hauptbahnhof, der ja dämlicherweise in Hamburg mit allen Schnellbahnlinien angesteuert wird (anstatt vernünftige Tangenten und Ringe zu bauen), geht noch was, denn da fahren in Spitzenzeiten drei Bahnen pro zehn Minuten und Gleis. Wobei manche Bahn ein Kurzzug ist. Man schaue sich mal S-Bahn-Stationen an, die durch Gitter zurückgebaut wurden, so dass keine »Langzüge« (3x3Wagen), sondern nur noch »Vollzüge« (2x3 Wagen) halten können. Da steckt noch Kapazitätsreserve. Die S 11 fährt meist als Kurzzug. In Ohlsdorf wird Zeit durch das Flügeln der S-Bahn und das Aussetzen der dort endenden U-Bahn verschwendet.
Man könnte die Liste fortsetzen.
Man könnte durchaus mal ausrechnen, wie viel mehr an Leistung aus dem bestehenden Netz mit den vorhandenen Fahrzeugen herausgeholt werden kann.

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