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Kostenloser Nahverkehr: So teuer wie eine Elbphilharmonie pro Jahr
DPA

Gratis-Tickets für Bus und Bahn: Die Bundesregierung erwägt dies aus Umweltgründen. Aber wie hoch wären die Kosten? Hamburg hat nachgerechnet.

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olbas 14.02.2018, 08:21
70. Erstmal Vorbild sein...

In einem ersten Schritt sollten wenigstens mal die unglaublich dreckigen Diesel-Nahverkehrsbusse durch Elektrofahrzeuge ersetzt werden.
Ich verstehe nicht, warum Busse in deutschen Städten immer noch mit der schmutzigsten und lautesten Technik von vorgestern die Umwelt verpesten müssen.

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jjcamera 14.02.2018, 08:21
71. 1 Euro

Es würde reichen, den Preis für eine Fahrt auf 1 Euro zu senken, umweltfreundliche Busse einzuführen und den gesamten Lieferverkehr nach und nach auf Gas- oder Elektrobetrieb umzustellen.
Bei fast 6 Euro für eine Fahrt in die Münchner Innenstadt und zurück nehme ich natürlich wie die meisten Münchner das Auto.
Man könnte den Soli als Umwelt-Soli (17,5 Milliarden 2017)beibehalten und den PNV damit locker finanzieren.

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der_Pixelschubser 14.02.2018, 08:22
72. Typisch deutsche Haltung

Was für ein völlig sinnfreier Vergleich! Kosten wie jährlich eine Elbphilharmonie! Allein schon der Gedanke, den Nahverkehr mit so einem überteuerten Prestigeprojekt wie diesem Musentempel zu vergleichen spricht dafür, dass der Schreiberling (na klar, dpa...) nicht wirklich über die Bedeutung von kostenlosem Nahverkehr für Deutschland und seine Einwohner nachdenkt.
Zum einen: wird Nahverkehr günstiger oder gar kostenlos, wird er von vielen Menschen genutzt, die ihn sonst nicht nutzen würden: Pendler, finanziell schwache Menschen, usw. Eine bessere Auslastung führt zu sinnvoller verteilten Kosten. Pendler, die öffentliche Verkehrsmittel nutzen, stehen weniger im Stau, sparen Zeit, sparen dadurch Geld. Vor allem aber sparen sie Sprit und schonen die Umwelt. (An dieser Stelle aufgemerkt: Daran hat unsere Mineralöllobby natürlich kein Interesse! Sie will ja Sprit verkaufen, und je mehr davon gebraucht wird, desto mehr kann man dafür verlangen!)
Aber auch Arbeitslose profitieren – und damit letztlich wieder einmal unser Staat – denn durch erleichterte Mobilität fällt auch die Entscheidung leichter, sich auf weiter entfernte Stellen zu bewerben oder entsprechende Angebote anzunehmen. Jeder Arbeitslose weniger belastet auch die Sozialkassen weniger (muss man das eigentlich noch irgendwem erklären, außer den Braunschlümpfen der AfD?) – davon profitieren wir alle.
Man stelle sich einmal vor, in einer Stadt mit hoher Luftverschmutzung wie z.B. Stuttgart wäre die Nutzung von Bussen und Bahnen für alle gratis (oder meinetwegen gerne auch mit einer jährlichen Gebühr) möglich – kein Smog mehr, keine Überlegungen mehr zu Fahrverboten (auf die ja unsere Freie-Fahrt-für-Freie-Bürger-Fraktionen hochgradig allergisch reagieren!) – Stuttgart könnte wirklich wieder richtig attraktiv werden!
Ach ja – wir haben ja noch das Thema Feinstaubbelastung. Wir alle wissen, wie sehr uns dieser Feinstaub, der zu einem nicht unerheblichen Teil aus dem KFZ-Verkehr stammt, gesundheitlich belastet und zu langwierigen, chronischen Erkrankungen führt. Natürlich lässt sich mit kostenlosem ÖPNV nicht der gesamte Feinstaubausstoß auf Null reduzieren – aber man befände sich damit auf einem guten Weg, ihn auf ein machbares Minimum zu reduzieren; mittel- und langfristig dürfen wir da also von Kosteneinsparungen im Gesundheitswesen ausgehen – die wieder mal uns allen zugute kommen.
Aber nein, unser Schreiberling unkt lieber kurzsichtig und ohne Verstand auf sehr deutsche Weise herum: Wer soll das bezahlen? Das kostet so viel wie jährlich eine Elbphilharmonie! Ja, es ist richtig – wir alle bezahlen für solche Ideen. Aber wir sparen an vielen anderen Stellen eine Menge ein, das sollte uns diese Investition wert sein!
Ich bin ehrlich: mit meinen sauer erarbeiteten Steuergeldern bezahle ich lieber den ÖPNV als solche schwachsinnigen Luxusprojekte, an denen niemand wirklich verdient.
Investiert endlich mal wieder in die Menschen, anstatt in Militär, unsinnige Flughäfen, hässliche Opern und sinnfreie Tiefbahnhöfe!

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mklm2 14.02.2018, 08:22
73. Ein guter Schritt

Ich fände den kostenlosen ÖPNV klasse! Es ist der beste wirtschaftliche Anreiz, auch mal das Auto stehen zu lassen & Schwarzfahren ist kein Thema mehr. Die Netze müssten dann aber auch entsprechend der Fahrgastzahlen ausgebaut werden, nur dann wird es auch bequem.

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louis12 14.02.2018, 08:24
74. Subvention einer städtischen Elite?

Aus meiner Sicht müssen dies die Kommunen eingenverantwortlich und mit eigenem Geld stemmen. Wieso sollten die Menschen vom Land dies indirekt fördern? Am Geld liegt es doch nicht: ein Autofahrer hat prinizpiell genug Geld, um die Öffis zu nehmen, er nimmt sie aus anderen Gründen nicht.
Jedem Nahverkehr ist es offen die Tickets zu vergünstigen, ich denke dies sollte angegangen werden, aber eigenverantwortlich. Die Tickets in Stuttgart z.B. sind einfach teuer, insb. für Gelegenheitsfahrer. Für diese gibt es keine Motivation, auch mal das Auto stehen zu lassen.
Aber: Umsonst sollte es auf keinen Fall sein, keiner schätzt Dienstleistungen die umsonst sind. Es gibt genug Beispiele.

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ardbeg17 14.02.2018, 08:27
75.

"(...)Ein kostenloser ÖPNV sei interessant, löse aber nicht das akute Problem schmutziger Luft. "Um wirklich etwas gegen dreckige Luft zu tun, brauchen wir die blaue Plakette und Verpflichtung zur Nachrüstung von manipulierten Fahrzeugen auf Kosten der Hersteller. Doch dem verweigert sich die Bundesregierung seit Jahren."(...)"
Was da von Grünen-Seite kommt, glauben leider Dank einer von völlig unkritischen Medien unterstützen DUH-Kampagne inzwischen zu viele - vermutlich auch die Richter, die über Fahrverbote zu entscheiden haben.. " Die" dreckige Luft liegt an manipulierten Dieseln, und wenn die pöhsen Politiker endlich ihren Job machen würden anstatt sich von der Autoindustrie einwickeln zu lassen, könnten wir schon in einem Jahr nur noch Luftkurorte haben. Ach ja, und die Kampagne gegen Toxikologen, die es wagen, öffentlich gegen die Hysterie Stellung zu beziehen, funktioniert auch effektiv. Der ÖPNV sollte massiv - mit Steuermitteln - ausgebaut werden, aber dieser Vorschlag ist typisch deutscher, hysterischer Aktionismus. Soll man doch Fahrverbote machen. Wenn dann am Neckartor keine Luftkurort-Qualität ist, aber bitte alle öffentlich an den Pranger stellen, die diese Hysterie befeuern. Nicht wahr, SPIEGEL?

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enforca 14.02.2018, 08:27
76. Leicht umsetzbar

Diese Berechnungen richten sich ja nach den aktuellen Ticketpreisen, die lächerlich hoch sind.
Der Staat verschwendet so viel Geld für nutzlosen Quatsch wie Bankenrettung, sinnlose Prestige-Objekte wie die Elbphilharmonie oder ständige Verschandelung der Umgebung durch das Zuspammen mit Wahlplakaten/Tafeln/Postsendungen. Aber kaum wird mal ein sinnvoller Vorschlag gemacht, der wirklich allen zugute kommt - denn selbst jene die trotzdem nicht die öffentlichen nutzen werden sauberere Luft zum atmen bekommen; die schwachen Einkommen werden sehr stark entlastet - da heißt es gleich wieder "Wer soll das bezahlen?" Wir brauchen kostenlosen öffentlichen Verkehr.

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skeptiker97 14.02.2018, 08:27
77. Nachdenkenswert

In grossen Städten, wo es mit den Parkmöglichkeiten ohnehin ist, wäre das wirklich zu überlegen. Zudem würde die Abgasproblematik dort entspannt. Allerdings ist gerade in diesem Zusammenhang etwas anderes zu befürchten: Wenn Fahrverbote kommen, haben die öffentlichen Verkehrsmittel fast das Monopol, was mit Sicherheit zu drastischen Preiserhöhungen für alle führen wird. Also genau das Gegenteil dessen, was hier diskutiert wird.

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einfachisnich 14.02.2018, 08:28
78. Immer Hoppladihpp...

grundsätzlich klingt das ja erstmal nach ner guten Idee, aber wie für die Politik typisch gleich wieder "Volle Möhre". Man kann das ja auch erstmal bezuschusen und Preise stufenweise senken, sowie Gehälter von den Oberen in den Verkehrsbetrieben deckeln. Außerdem sollte geprüft werden, wer den bei Instandhaltungs- und Neubaumaßnahmen die Hand aufhält um das öffentliche Geld nicht in dunklen Kanälen versickern zu lassen (Soli läßt grüßen). Aber immerhin: Die Richtung stimmt schonmal!

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iceyyo 14.02.2018, 08:28
79. sollten die straßen in hamburg

dadurch freier werden gerne. dann kann ich endlich wieder auto fahren und muss mich nicht in die dreckige ubahn setzen. teurer wirds auch nicht wirklich.

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