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Künstliche Intelligenz in selbstfahrenden Autos : Die Denksportwagen
Nvidia

Künstliche Intelligenz spielt beim Autonomen Fahren eine zentrale Rolle: Das Auto der Zukunft wird vom Hersteller antrainiert - und wendet sein Wissen auf der Straße an. Doch das maschinelle Lernen hat seine Tücken.

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Le Commissaire 04.02.2017, 08:48
1.

Im Prinzip könnte man das maschinelle Lernen stark beschleunigen, wenn Daten von von Fahrern gelenkten Fahrzeugen in eine Cloud eingespeist würden und dann die maschinell gesteuerten Fahrzeuge aus dieser Cloud gefüttert werden. So könnten täglich Millionen von (neuen) Daten generiert werden, die das maschinelle Fahren kontinuierlich sicherer machen. Diese Methode setzt natürlich voraus, dass keine Fahrfehler in die Cloud eingespeist werden. VIelleicht könnte man dieses Problem umgehen, indem die Daten nicht live übertragen werden, sondern der Fahrer nach Ende der Fahrt bewusst eine Übertragung der Daten aktivieren muss, sofern er seine Fahrt als fehlerfrei bewerten kann. Aber mit der Zeit werden die Systeme sicher so schlau sein, dass sie Fehler herausrechnen können.

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Buggybear 04.02.2017, 08:59
2. Die KI muss nicht perfekt sein

...sie muss nur besser sein, als die menschliche Intelligenz, das genügt schon.

Ausserdem werden in Zukunft die Verkehrswege auch den Fähigkeiten der Selbstlenker angepasst werden, was sie entlastet. Eine Ampel kann ihre Farbe auch zusätzlich per WLAN signalisieren. Dadurch entfällt die aufwändigfe Erkennung für den Computer. Fahrbahnen werden zusätzlich mit virtuellen Leuchtfeuern markiert werden.

Ich denke die Zahl der Verkehrstoten wird sehr deutlich sinken in den nächsten jahren.

Ein weiterer Aspekt: das Testen eines neuen Systems verschlingt heute schon mehr Ressourcen als das Programmieren selbst.

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pfälzer93 04.02.2017, 09:22
3. Was bringt uns das?

Was wir brauchen sind alternative Antriebsformen, dahingehend muss Entwickelt und geforscht werden. Bevor wir überhaupt an sowas wie KI im Auto denken sollten, müssten wir endlich eine Alternative zum Verbrennungsmotor entwickeln. Es bringt doch nichts wenn, dann mit KI sogar noch mehr Autos rumfahren (durch intelligente Verkehrssteurung) die aber alle weiter fröhlich Abgase ausstoßen.
Das Autokonzerne ja ach so viel Geld für so Spielereihen haben, sieht man ja z.b. für Abfindungen. Das Geld wäre besser in nachhaltiger Forschung investiert. Aber das könnte ja wieder anderen Lobby- Verbänden nicht gefallen.
Des Weitern müssen wir weiterhin, weniger statt mehr Autos fahren. Es kann nicht unsere Zukunft sein, diesen enormen Flächenverbrauch zuzulassen. Moderne Antriebe, werden zudem auch weniger Teile verbaut haben (siehe E- Auto), das zu einer enormen verschlankerung der ganzen Autoindustrie führt.
Aber das Agument der Arbeitsplatzsicherung finde ich mehr als fragwürdig, denn z.b. in der Holzindustrie arbeiten hier in D viel mehr Menschen.
Wir können einfach so keine Autos weiter bauen und dann meinen mit KI ausgestattete SUV sind der Gipfel der Technologie.

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herrw. 04.02.2017, 09:27
4. Und wer braucht's?

Ich verstehe diesen Hype um autonomes Fahren nicht mal ansatzweise! Zumindest was den privaten Nutzer angeht. Ich habe mich mit vielen Bekannten über das Thema unterhalten und niemand findet es erstrebenswert, sich von seinem Auto durch die Gegend kutschieren zu lassen. Dabei ist nicht ausschlaggebend, dass der Technik nicht vertraut wird, sondern dass für die Meisten das Autofahren auch mit Spaß verbunden ist. Klar, in überfüllten Städten wie Hamburg zur Hauptverkehrszeit ist's eher weniger spaßig. Trotzdem, meiner Meinung nach ist das autonome Fahren eher etwas für den öffentlichen Nahverkehr, wie beispielsweise die Nürnberger U-Bahn. Die fährt auf bestimmten Strecken autonom. Die Entwicklung hat übrigens sehr lange gedauert, obwohl die Züge "nur" auf Schienen fahren. Man könnte also denken, einfache Geschichte. Aber es scheint wohl der aktuelle Trend zu sein, alles zu automatisieren und den Menschen wegzurationalisieren. Schöne neue Welt!

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karldhammer 04.02.2017, 09:29
5. Vollstes Vertrauen

voll, voller, am vollsten? Voller als voll? Das ist ja schon extremst.

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otelago 04.02.2017, 09:31
6. Da es

So etwas wie künstliche Intelligenz nicht gibt beruht diese Schrift auf Illusionen. Intelligenz setzt Verständnis voraus und es gibt in der Informatik keinen Ansatz fuer solche Verfahren. Was es zweifellos gibt ist ein ausgeprägter Geltungsdrang gewisser Kollegen, sich gegenüber Laien als Dompteure elektronischer Steuerungen zu inszenieren und diese mit kirmesartigen Effekten zu verblüffen.

Die Ki Forschung steht seit den 1960er Jahren immerzu kurz vor dem Durchbruch, aber dennoch würde jeder Schachcomputer seine Partie zuende spielen wollen auch wenn das Haus brennt.

Von Verstand keine Spur im Zeitalter der Angeberei, der Trumps, der Verkaufsgenies.

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Flari 04.02.2017, 09:34
7.

Zitat von Le Commissaire
Im Prinzip könnte man das maschinelle Lernen stark beschleunigen, wenn Daten von von Fahrern gelenkten Fahrzeugen in eine Cloud eingespeist würden und dann die maschinell gesteuerten Fahrzeuge aus dieser Cloud gefüttert werden. So könnten täglich Millionen von (neuen) Daten generiert werden, die das maschinelle Fahren kontinuierlich sicherer machen. Diese Methode setzt natürlich voraus, dass keine Fahrfehler in die Cloud eingespeist werden. VIelleicht könnte man dieses Problem umgehen, indem die Daten nicht live übertragen werden, sondern der Fahrer nach Ende der Fahrt bewusst eine Übertragung der Daten aktivieren muss, sofern er seine Fahrt als fehlerfrei bewerten kann. Aber mit der Zeit werden die Systeme sicher so schlau sein, dass sie Fehler herausrechnen können.
Dann müssten die autonomen Fahrzeuge alle naslang stehenbleiben, weil das antrainierte Verhalten von realen Fahrern den einprogrammierten Verkehrsregeln widerspricht. :-)

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ole#frosch 04.02.2017, 09:40
8. Gibt es schon Tests in Innenstädten?

In solchen Straßen, in denen Menschen Kreuz und quer über die Straße laufen und ständig Fahrzeuge an nicht erlauben stellen parken und halten? Wie schnell fährt ein autonomes Fahrzeug durch eine enge Straße mit viel Fußgänger querverkehr und Radfahrern auf der Straße?
Das sollte mal getestet werden.
Und wie sieht es mit den Signalen der Verkehrspolizisten aus, werden die erkannt?

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smersh 04.02.2017, 10:22
9.

Zitat von otelago
Die Ki Forschung steht seit den 1960er Jahren immerzu kurz vor dem Durchbruch, aber dennoch würde jeder Schachcomputer seine Partie zuende spielen wollen auch wenn das Haus brennt.
Die KI-Forschung war zugegebenermaßen in der Anfangszeit viel zu optimistisch. Aber schon in den 60ern setzte sich die Erkenntnis durch, wie schwierig das Problem tatsächlich ist. Es düfte sich seitdem kaum ein KI-Forscher finden lassen, der das Feld je als "kurz vor dem Durchbruch" sah.

Und nichtsdestotrotz hat es erhebliche Fortschritte gegeben. Der Schachcomputer läuft zwar nicht aus dem brennenden Haus, aber immerhin besiegt er Großmeister. Seit ein paar Monaten gilt das auch für Go, ein Spiel, das zuvor gerne von KI-Gegnern angeführt wurde als zu komplex, zu fordernd in Bezug auf reale Intelligenz, um je von Computern beherrscht zu werden. Wieder andere Computer erlernen sogar Spiele selbst, ohne dass man ihnen die Regeln vorgibt. Der Weg ist lang, aber es geht voran.

Persönlich rechne ich auch weniger mit einem konkreten Durchbruch, sondern mit einem schleichenden Prozess, bei dem die Dinge, die "wirklich nur ein Mensch kann", immer weniger werden. Und irgendwann haben wir dann uns in der Praxis ebenbürtige Maschinen, und dann können wir trefflich darüber streiten, ob sie wirklich etwas verstehen, und ob wir selbst wirklich etwas verstehen, und was Verstehen überhaupt bedeutet, und was "bedeuten" überhaupt bedeutet. Ob das dann noch wichtig ist, ist eine andere Frage.

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