Forum: Auto
Kuriose Infrastruktur: Radwege zum Verzweifeln
Carsten Vitt

Viele Städte bauen Fahrradwege, die kaum zu befahren sind: zu schmal, mit scharfen Kurven oder Hindernissen darauf. SPIEGEL ONLINE hat mithilfe von Lesern besonders ungewöhnliche Beispiele gesammelt.

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konopka1978 19.11.2018, 14:12
120.

Zitat von saschad
Das hilft natürlich nicht wirklich weiter, wenn Sie nicht näher spezifizieren, wo "hier" ist. Ich jedenfalls habe an meinen bisherigen Wohnorten noch nicht feststellen können, dass irgendwo "nahezu alle Radfahrer" den Gehweg benutzen, schon gar nicht in verkehrsarmer Umgebung.
Hier hilft nichts wirklich weiter, solange die moralisch so überlegende Rasse "Radfahrer" nicht verbal und nonverbal abrüstet. Manch ein Kommentator brüstet sich gar damit, Fußgänger zu erschrecken. Vielen Dank, die Nennung meines Wohnorts kann da auch nichts mehr retten.

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7eggert 19.11.2018, 14:14
121.

Zitat von kmotion
Hmm, einmal falsch und einmal daneben Erstens: Ist Ihre Antwort ist ein Scherz? Vermutlich. Falls nicht: Erläuterungen zu § 64a StVZO"Um einen Zusammenstoß zu verhindern, der am Ende für beider Verkehrsteilnehmer schwere Schäden bedeuten würde, soll die Fahrradglocke betätigt werden. " Ein unachtsamer Verkehrsteilnehmer wird von einem aufmerksamen gewarnt. Oder ist die Fahrradklingel nur als Musikinstrument zu betrachten? Zum zweiten: Grundaussage meines Kommentars war die beispielhafte psychologische Erläuterung, warum ich als Fahrradfahrer ganz anders handele als als Autofahrer, obwohl ich das eigentlich gar nicht will. Diese Wandlung der Handlungsweise, bedingt durch die ungleichen Umstände.
Eine Fahrrad"glocke", die nicht direkt neben dem Ohr des zu alarmierenden betätigt wird, ist mangels Hörbarkeit als dekorativer Artikel zu betrachten.

Sollte wider erwarten die Klingel doch gehört werden, ist damit zu rechnen, daß die rechte Hälfte der Fußgänger nach links, die linke Hälfte nach rechts wandert, und dann noch einer von links nach rechts, der aufmerksam genug war, die anderen Fußgänger, mit denen er sich unterhält, in ihrer Bewegungsrichtung zu bemerken.

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dasbeau 19.11.2018, 14:16
122. Bild 6

Das Bild des Radwegs aus Braunschweig hat bei den anderen "Kuriositäten" absolut nichts zu suchen. Da auf der anderen Straßenseite ein in beide Richtungen zu befahrender Radweg beginnt, ist dieser auch von den Radfahrern zu nutzen (dies ist tatsächlich ein "benutzungspflichtiger Radweg" und nicht, wie es im Artikel heißt "Radler sollen offenbar die Straßenseite wechseln". Sie müssen! - kleiner Blick in die StVO hätte geholfen). Ich kenne die dortige Straße und das Verkehrsaufkommen nicht, aber ohne die 30 Meter Radweg müsste der Radler entweder am Mittelstreifen warten, bis er abbiegen kann (wäre regelkonform) oder aber am Straßenrand/Grünstreifen warten, bis es frei ist (oder in Kamikaze-Art einfach rübersausen). Durch "die paar Steine, die da noch übrig waren" wird den Radfahrern eine Möglichkeit der sicheren Fahrbahnquerung gegeben. "Kurios" oder "irrsinnig" ist daran gar nichts.

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benmartin70 19.11.2018, 14:18
123.

Zitat von madameping
Aus Ihren Worten klingt eine einzige Kernaussage: Ich als Radfahrer habe immer Recht. Ich habe dieses Recht jederzeit und zu jeder Gelegenheit alleine für mich gepachtet, weil ich mich für moralisch höherstehend halte - sogar kleinen Kindern oder Behinderten gegenüber. Schuld haben immer nur die anderen. Vielleicht eines zum Schluss: Völlig zu Recht beklagen sich Radfahrer darüber, wenn ihnen Autos die Wege zuparken. Es gibt auch noch andere Situationen, in denen Radfahrer schlichtweg Vorrang haben. Keine Frage. Die Straßenverkehrsordnung sieht aber in ihrem rechtlichen Hintergrund einen reibungslosen Verkehrsfluss vor. Das ist nicht immer möglich, also sollte man Rücksicht auf andere nehmen. Diese Rücksicht basiert auf den Vorschriften, an die sich einfach alle zu halten haben. Auch Radfahrer. Sie haben keineswegs die moralisch höheren Rechte, weil sie ohne Nummernschild fahren. Wenn Sie das annehmen, befinden Sie sich im Irrtum.
Ich bin natürlich immer moralisch überlegen, wie alle Radfahrer- das wollten Sie doch hören.
Ansonsten sollten Sie sich in Ihrem Ton mässigen, Stichwort Nettiquette. Sie kennen mich nicht und meine moralischen Werte schon dreimal nicht. Menschenkenntnis haben Sie zumindest keine.
Ansonsten dürfen Sie mich gerne im Forum ignorieren.

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saschad 19.11.2018, 14:22
124.

Zitat von konopka1978
Hier hilft nichts wirklich weiter, solange die moralisch so überlegende Rasse "Radfahrer" nicht verbal und nonverbal abrüstet. Manch ein Kommentator brüstet sich gar damit, Fußgänger zu erschrecken. Vielen Dank, die Nennung meines Wohnorts kann da auch nichts mehr retten.
Stimmt, manch ein Radfahrer tut dies, so wie sich andernorts Autofahrer damit brüsten, Radfahrer per Hupkonzert oder Engüberholen zu erschrecken. Es wäre zwar in höchstem Maße wünschenswert, wenn Radfahrer ihrerseits allesamt auf derlei Manöver und Pseudoretiourkutschen verzichten würden, aber eben auch sehr irreal. Radfahrer sind nun einmal keine besseren Menschen als Autofahrer oder Fußgänger.

Eine Präzisierung Ihres "hier" wäre hingegen durchaus hilfreich gewesen und einen Verweis auf nicht relevante Ausfälle einzelner Radfahrer hier im Forum kann ich nur als Ablenkungsmanöver betrachten, welche eine Nachvollziehbarkeit der von Ihnen hier geäußerten Beobachtungen unmöglich machen soll. Bitte sehr.

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7eggert 19.11.2018, 14:22
125.

Zitat von madameping
Aus Ihren Worten klingt eine einzige Kernaussage: Ich als Radfahrer habe immer Recht. Ich habe dieses Recht jederzeit und zu jeder Gelegenheit alleine für mich gepachtet, weil ich mich für moralisch höherstehend halte - sogar kleinen Kindern oder Behinderten gegenüber. Schuld haben immer nur die anderen. Vielleicht eines zum Schluss: Völlig zu Recht beklagen sich Radfahrer darüber, wenn ihnen Autos die Wege zuparken. Es gibt auch noch andere Situationen, in denen Radfahrer schlichtweg Vorrang haben. Keine Frage. Die Straßenverkehrsordnung sieht aber in ihrem rechtlichen Hintergrund einen reibungslosen Verkehrsfluss vor. Das ist nicht immer möglich, also sollte man Rücksicht auf andere nehmen. Diese Rücksicht basiert auf den Vorschriften, an die sich einfach alle zu halten haben. Auch Radfahrer. Sie haben keineswegs die moralisch höheren Rechte, weil sie ohne Nummernschild fahren. Wenn Sie das annehmen, befinden Sie sich im Irrtum.
Wenn Sie das aus dem Text vom Vorposter herauslesen, dann muß Ihre Einstellung im Gegenzug lauten: "Radfahrer haben immer Unrecht! (Ausßer sie bleiben in der Nähe anderer Verkehrsteilnehmer sofort stehen oder lösen sich in Luft auf)"

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7eggert 19.11.2018, 14:24
126.

Zitat von wombie
Ein Radweg hat gewisse Mindestanforderungen zu erfüllen. Solange dieser mindestens 1,50 Meter breit, geräumt und als verpflichtend zu benutzen ausgeschildert ist. In der Praxis scheitern die meisten Radwege schon an der ersten Voraussetzung. Das sagt einem aber auch schon der gesunde Menschenverstand, der häufig nicht mit dem ungesunden Empfinden konform ist.
1,5 m sind an vereinzelten Engstellen zulässig, ansonsten 2 m.

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fabi.c 19.11.2018, 14:25
127. Nachtrag...

Sorry ich habe mich vertan.
Ja es sind nicht über 3000 Fahrradfahrer toter,sondern über 300.
Allein in Hamburg mussten bisher 28 Fahrradfahrer ihren Leben lassen.
Fahrradfahrer müssen sich immer verteidigen,weshalb ist das so ?
Eines ist sicher die Radfahrer Rowdies Sind es die für schlechte Image sorgen.

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saschad 19.11.2018, 14:25
128.

Zitat von dasbeau
Ich kenne die dortige Straße und das Verkehrsaufkommen nicht, aber ohne die 30 Meter Radweg müsste der Radler entweder am Mittelstreifen warten, bis er abbiegen kann (wäre regelkonform) oder aber am Straßenrand/Grünstreifen warten, bis es frei ist (oder in Kamikaze-Art einfach rübersausen).
Wieso sollte der Radfahrer dort dann bei Gegenverkehr "am Mittelstreifen warten" müssen? Sinnvoll wäre ein deutlicher Abstand zum Mittelstreifen, was Sicherheitsabstand zum Gegenverkehr schafft und gleichzeitig die nachfolgenden KFZ-Führer davon abhält, dann in wenigen Zentimeter Abstand rechts an dem wartenden Radfahrer vorbeizuheizen.

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bicyclerepairmen 19.11.2018, 14:27
129. Dann überlegen Sie mal...

Zitat von Pickle__Rick
Wenn der Radweg nicht korrekt angelegt ist, stellt sich die Frage ja gar nicht.
..scharf warum eine Behörde sowas überhaupt macht ??
Eben.
Mann kann auch über uralte Wege streiten die schon lange nicht mehr die Auflagen erfüllen, über Baumwurzeln, Siele die wunderschön den Radweg zieren etc., aber welche Planungs Schallis kommen z.B. auf die Idee ( wie in Hamburg ) Radwege zwischen Busbuchten und den Haltestellen zu verlegen ?
Mit welcher neuartigen Teleportationstechnologie soll ich auf eine ganz links sich befindene 2 Meter lange Abbiegespur über eine mehrspurige Fahrbahn mich katapultieren lassen ?
Oder anders, die mittlerweile als Billig aber immens tolle Variante gehypten Aufmalstreifen rechts neben der Strasse. Als Handwerker mit einem geschlossen Kombi dort, sprich bei Ladenzeilen etc. auszuparken bedeutet reinster Nervenkitzel, als Fahrradfahrer habe ich zwecks Eigensicherung immer ein Auge ob nicht jemand den Rückwärtsgang eingelegt hat.
Man kann oft als ausparkwilliger Kfzler gar nicht den Radler rechtzeitig erkennen. Solche Stilblüten werden im hier und heute, trotz anderer Erkenntnis immer wieder hingezaubert. Achja, die Stadtregierung in HH heißt Rot-grün.

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