Forum: Auto
Kuriose Infrastruktur: Radwege zum Verzweifeln
Carsten Vitt

Viele Städte bauen Fahrradwege, die kaum zu befahren sind: zu schmal, mit scharfen Kurven oder Hindernissen darauf. SPIEGEL ONLINE hat mithilfe von Lesern besonders ungewöhnliche Beispiele gesammelt.

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7eggert 19.11.2018, 14:29
130.

Zitat von dasbeau
Ich kenne die dortige Straße und das Verkehrsaufkommen nicht, aber ohne die 30 Meter Radweg müsste der Radler entweder am Mittelstreifen warten, bis er abbiegen kann (wäre regelkonform) oder aber am Straßenrand/Grünstreifen warten, bis es frei ist (oder in Kamikaze-Art einfach rübersausen). Durch "die paar Steine, die da noch übrig waren" wird den Radfahrern eine Möglichkeit der sicheren Fahrbahnquerung gegeben. "Kurios" oder "irrsinnig" ist daran gar nichts.
Wer das als " Möglichkeit der sicheren Fahrbahnquerung" bezeichnet, der hat den Schuß nicht gehört. Zudem wird im Verlauf des benutzungspflichtigen Radweges (linksseitig) die Gefahr für den Radfahrer auf das Elffache des Normalen (Fahrbahnbenutzung) angehoben.

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konopka1978 19.11.2018, 14:29
131.

Zitat von saschad
einen Verweis auf nicht relevante Ausfälle einzelner Radfahrer hier im Forum
Klar, was die eigene Haltung nicht stützt, ist irrelevant.
q.e.d.

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freigeistiger 19.11.2018, 14:30
132. Zur Klarstellung

Zitat von Pickle__Rick
Sie klingen noch immer überzeugt und gehen sogar so weit die Sachkenntnis der Staatsorgane anzuzweifeln. Na gut, dann ist es ja ein leichtes die entsprechende Gesetzesgrundlage für Ihre steilen Thesen zu liefern. Die Telefonnummern kann man sich heute in Sekunden über das mobile Internet oder die Auskunft besorgen. Die Polizei hilft auch dann gerne weiter wenn man sie z. B. wegen einer Behinderung anspricht und sie dafür nicht zuständig ist. Dafür kommt es natürlich auf das Auftreten an und wer gegenüber den Beamten patzig und fordernd auftritt, der kommt natürlich nicht all zu weit. So wie hier einige Beiträge formuliert sind, ist natürlich klar wie da einige Mitbürger auftreten.
Sie reden wie ein Polizist. Ich beschreibe Sachverhalte. Welche sich bei mir durchweg als zutreffend erweisen. Die Aufgaben der Polizei stehen im Polizeigesetz des Landes. Informieren Sie sich beim Innenministerium Ihres Landes. Die Polizei ist für die Überwachung des Straßenverkehrs zuständig. Fußgänger und Radfahrer sind Straßenverkehr, und Gehweg und Radweg sind Straße. Es gibt rechtlich keinen Unterschied von Fahrzeugverkehr, Fußgängerverkehr und Radfahrverkehr. In der Ausbildung wird Polizisten falsch etwas anderes erzählt. Da wird aus Autoverkehr Straßenverkehr gemacht. Dass ist schlechte Umgangssprache. Daher haben Sie Ihre falsche Ansicht.

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7eggert 19.11.2018, 14:32
133.

Zitat von konopka1978
Schön, dass immer wieder die am lautesten nach Einhaltung von Regeln schreien, die sich am wenigsten daran halten. Ich habe das seltene Glück, zu Fuß zur Arbeit gehen zu können und muss leider allmorgendlich den gut behelmten, elektro-unterstützten Zweiradrambos auf dem Gehweg ausweichen. Gehweg, Radweg, Straße, man fährt, wie es gerade passt.
Was sagen Sie eigentlich zu den 80 % der Autofahrer, die regelmäßig aud Ausfahrten oder beim Abbiegen bewußt das Leben der Radfahrer gefährden? Ach ja, da hat sich dann der Radfahrer nicht an die Regel gehalten, daß man mit Fehlern der Anderen zu rechnen hat …

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Pickle__Rick 19.11.2018, 14:33
134.

Zitat von wombie
Ich habe noch weitere Umstände aufgeführt die eindeutig dazu führen, dass ein Radweg nicht -mehr- benutzungspflichtig ist. Nicht geräumt, zugeparkt, Mülltonnen etc., dann gibt es nur noch die Möglichkeit die Strasse zu benutzen, da der Gehweg natürlich tabu ist. Kein Polizist hat hier irgendeinen Ermessungsspielraum und in dreissig Jahren Rad fahren, konnte ich unter diesen "Umständen" immer problemlos die Strasse nutzen. Manchmal waren die einzigen mit Ermessungsspielraum hupende Autofahrer.
In der Fotostrecke würde ich bei einigen Hindernissen bzw. bei den meisten auch sagen, dass der Weg eindeutig blockiert ist. In dem ursprünglichen Beitrag ging es aber nicht nur um, dass irgendwelche Objekte die Fahrbahn blockieren sondern darum, dass die Nutzung der gezeigten Radwege generell unzumutbar sei. Ob das wirklich so ist, ist im Zweifel Auslgungssache. Den Weg mit den Zickzackmarkierungen oder den schmalen Streifen könnte ich problemlos befahren. Wie sieht das ein Polizist oder eventuell ein Richter? Auslegungssache. Bei den zwei Dixiklos sieht es natürlich anders aus. Da ist wirklich kaum Spielraum. Letztendlich ist es auch etwas anderes ob ma kurzzeitig auf eine andere Spur ausweicht oder z. B. generell auf der Straße fährt, weil man einen ganzen Radweg aufgrund kleiner Mängel als unzumutbar einstuft. So wird allerdings von vielen Radfahrern argumentiert. Bei der gelegentlichen Mülltonne auf dem Weg stellt sich im Gegensatz zum nicht geräumten Weg doch wieder die Frage was nicht zumutbar ist und was doch. Es soll aber auch kein falscher Eindruck entstehen. Ich habe meine Haltung weil ich schon viele extrem schlechte Radwege erlebt habe, bei denen leider nicht akzeptiert wurde, dass sie nicht befahrbar seien.

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dasbeau 19.11.2018, 14:36
135.

Zitat von saschad
Wieso sollte der Radfahrer dort dann bei Gegenverkehr "am Mittelstreifen warten" müssen? Sinnvoll wäre ein deutlicher Abstand zum Mittelstreifen, was Sicherheitsabstand zum Gegenverkehr schafft und gleichzeitig die nachfolgenden KFZ-Führer davon abhält, dann in wenigen Zentimeter Abstand rechts an dem wartenden Radfahrer vorbeizuheizen.
Sie meinen also, mitten auf der Fahrbahn auf das Abbiegen zu warten wäre adäquat? Viel Spaß dabei. Besonders mit dem Ortsausgangsschild in Sichtweite (= beschleunigende Autofahrer). Ich als Radler wäre über die paar Meter Radweg an dieser Stelle mehr als dankbar.

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DieterKühne 19.11.2018, 14:37
136. @3 - Fußgänger und Radfahrer können gut zusammen leben

Sie haben recht, Radfahrer sollten rücksichtsvoll sein und kein Rambo-Verhalten an den Tag legen. Das trifft aber ebenso auf die anderen Verkehrsteilnehmer zu. Als Viel-Radfahrer gehen mir Fußgänger und Nordic Walker, die auf gemeinsam zu nutzenden Wegen in Viererreihen nebeneinander gehen, sodass man fast nicht mehr vorbei kommt, mächtig auf den Zeiger. Besonders ärgerlich, wenn man frühzeitig klingelt und dann ein Ruck durch die Gruppe geht, der signalisiert: wir machen dir keinen Platz. Glücklicherweise ist das die Minderheit, genauso wie die rüpelnden Radfahrer. Richtig gefährlich wird es für Radfahrer und Fußgänger, wenn sich die Wege mit Autofahrern kreuzen, von denen nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer als zweitklassig angesehen werden. Da werden auch Vorfahrtsregeln ignoriert und sich massiv Platz verschafft. Auf einem Radweg in Österreich habe einen Spruch gelesen, der es auf den Punkt bringt: "Rücksicht macht schmale Wege breit."

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saschad 19.11.2018, 14:37
137.

Zitat von konopka1978
Klar, was die eigene Haltung nicht stützt, ist irrelevant. q.e.d.
Korrekt, es ist für das behauptete Fehlverhalten "nahezu aller Radfahrer" bei Ihnen "hier" irrelevant. Wieso sollten diese Ausfälle auch diesbezüglich eine Relevanz besitzen?

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dasbeau 19.11.2018, 14:41
138.

Zitat von 7eggert
Wer das als " Möglichkeit der sicheren Fahrbahnquerung" bezeichnet, der hat den Schuß nicht gehört. Zudem wird im Verlauf des benutzungspflichtigen Radweges (linksseitig) die Gefahr für den Radfahrer auf das Elffache des Normalen (Fahrbahnbenutzung) angehoben.
Vielen Dank für den "Schuss", Netiquette und so...
Fahren Sie gerne an einer solchen Stelle (Ortsausgang, Geschwindigkeitsbegrenzung 100 km/h) mit dem Rad weiter geradeaus. Ich würde lieber rechts warten und dann, wenn die Fahrbahn frei ist, auf den Radweg gegenüber wechseln.
(Dass man dort warten soll/muss, bis die Fahrbahn frei ist, ist Ihnen schon klar, oder? Sie können natürlich auch in einem Rutsch von dem rechten auf den linken Radweg durchfahren, dann dürfte die Gefahr in der Tat durchaus steigen)

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benmartin70 19.11.2018, 14:43
139.

Zitat von 7eggert
Ach ja, da hat sich dann der Radfahrer nicht an die Regel gehalten, daß man mit Fehlern der Anderen zu rechnen hat …
Natürlich! Das ist die Grundregel um als Radfahrer am Straßenverkehr teilnehmen zu dürfen......
Bekommt man auch zu hören wenn einem mal wieder die Vorfahrt genommen wurde.

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