Forum: Auto
Kuriose Infrastruktur: Radwege zum Verzweifeln
Carsten Vitt

Viele Städte bauen Fahrradwege, die kaum zu befahren sind: zu schmal, mit scharfen Kurven oder Hindernissen darauf. SPIEGEL ONLINE hat mithilfe von Lesern besonders ungewöhnliche Beispiele gesammelt.

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wombie 19.11.2018, 11:59
80.

Zitat von suplesse
...Oder aber EInbahnstraßen werden plötzlich in Gegenrichtung Rad befahrbar, so daß der bereits gänzlich überforderte Autofahrer mit Radfahrern frontal konfrontiert wird...
In Einbahnstraßen ist häufig rechts ein Parkstreifen und gerade eine Fahrspur breit, so dass man als Radfahrer bei Einhaltung eines Abstandes von 1 m zu den parkenden Autos, gezwungen ist in Fahrbanmitte zu fahren um dichte Überholmanöver der KFZler auszuschließen.
Wenn ich die Wahl habe mir diese Drängelei von hinten anzutun oder gegen eine freigegebene Einbahnstrasse zu fahren, so wähle ich letztere mit kurzen Begegnungszeiten und guter gegenseitiger Sichtbarkeit.

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siebenachtneun 19.11.2018, 11:59
81.

Zitat von benmartin70
Zitat von vetris_molaud "Was viele Radfahrer überhaupt nicht wissen: es ist durchaus möglich, auch mal abzusteigen und das Rad an Fußgängern vorbeizuschieben, anstatt sie umzunieten oder per Klingel vom Gehweg zu scheuchen." Schlagen Sie das mal nem Autofahrer vor- in verkürzter Form: einfach mal stehenlassen weil die Straße gerade blockiert ist - nein? Warum also einem Radfahrer?
Immer soll der Radfahrer mal kurz absteigen und schieben. Mittlerweile muss ich fast die Hälfte meines Weges mein Rad schieben, weil Baustellen meinen Weg bockieren und die Stadt es nicht geschafft hat auch für Radfahrer einen adäquaten Radweg zu schaffen (was platztechnisch möglich ist, aber dazu müsste man ja Schilder aufstellen, die die Fußgänger auf den richtigen Weg bringen.

Ich hatte mal 14! Baustellen auf einem Weg von 3,5km. Immer musste man irgendwie rumfahren oder schieben. Oftmals brachte ich mich dadurch in Gefahr, weil ich auf die Straße wechseln musste und die Autofahrer es aber nicht gewohnt waren.

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misterknowitall2 19.11.2018, 12:02
82. Genau...

Zitat von vetris_molaud
Was viele Radfahrer überhaupt nicht wissen: es ist durchaus möglich, auch mal abzusteigen und das Rad an Fußgängern vorbeizuschieben, anstatt sie umzunieten oder per Klingel vom Gehweg zu scheuchen.
und was viele Fußgänger nicht wissen, ist, dass dieser meist rote Weg ein Radweg ist, bei dem als Fußgänger schon mal gucken darf, ob da ein Radfahrer kommt. Ach was! Oder? Lieber behaupten, dass Radfahrer rücksichtslos auf Fußgänger Jagd machen und pausenlos über Gehwege heizen. Was soll denn diese Hetze?

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siebenachtneun 19.11.2018, 12:04
83.

Zitat von murksdoc
Im Übrigen lohnt es sich auch für Radfahrer, die Straßenverkehrsordnung anzuschauen, zu beachten und davon auszugehen, dass Andere diese auch kennen und so beachten, wie es auf dem Papier steht. Das macht eine irgendwie geartete "Priorität" für radfahrende Linksabbieger schlichtweg zur Gefahrenquelle, wenn nicht zur tödlichen Falle.
Auch Autofahrer und Fußgänger sollten mal in die StVO gucken. VIelleicht würde mir dann nicht fast täglich die Vorfahrt von Autos genommen werden, weil ich ja nur ein Radfahrer bin. Oder ich von Rechtsabbiegern umgefahren werde, weil man den Schulterblick mal wieder vergessen hat und nicht sieht, dass die Ampel für Fußgänger und Radfahrer ebenfalls grün ist oder man dort einen Radweg kreuzt.

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konopka1978 19.11.2018, 12:16
84. Gehwegrambos

Schön, dass immer wieder die am lautesten nach Einhaltung von Regeln schreien, die sich am wenigsten daran halten. Ich habe das seltene Glück, zu Fuß zur Arbeit gehen zu können und muss leider allmorgendlich den gut behelmten, elektro-unterstützten Zweiradrambos auf dem Gehweg ausweichen. Gehweg, Radweg, Straße, man fährt, wie es gerade passt.

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misterknowitall2 19.11.2018, 12:18
85. Was bringt...

Zitat von murksdoc
Wer PKWs als "Tötungswerkzeuge" bezeichnet, hat keinerlei Recht, als ernstzunehmendes Mitglied an irgendeiner Diskussion teilzunehmen. Zunächsteinmal kann man jeden Reporter einer Schülerzeitung in jeder grossenStadt mit dem Fotoapparat losschicken, und er wird Stellen finden, an denen es gefährlich/eng/unangenehm/unübersichtlich für Radfahrer/Fussgänger/Autos/LKWs/Flugzeuge und/oder Schiffe zugeht. Das KANN man nachträglich nicht so gestalten, dass alle begeistert sind. Im Übrigen lohnt es sich auch für Radfahrer, die Straßenverkehrsordnung anzuschauen, zu beachten und davon auszugehen, dass Andere diese auch kennen und so beachten, wie es auf dem Papier steht. Das macht eine irgendwie geartete "Priorität" für radfahrende Linksabbieger schlichtweg zur Gefahrenquelle, wenn nicht zur tödlichen Falle. Auf dem Bild mit dem 30m kurzen gepflasterten Radfahr-Streifen ist deutlich das Zeichen "Radweg ENDE" zu sehen, während auf der anderen Straßenseite ein solcher beginnt, der in beiden Richtungen befahren werden kann und soll. Was daran schwierig oder gefährlich sein soll, erschliesst sich mir nicht. Genauso wie im Bild mit den Dixie-Klos. Die stehen offensichtlich in einer Fußgängerzone. Da hat man den roten Streifen eingezeichnet, damit hochpressante BMX-Akrobaten und AMAZON-Kuriere alten Omas von hinten nicht die morschen Schenkelhälse brechen. Jetzt ist diese Gefahr wieder gegenwärtig. Warum beschweren sich da ausgerechnet die Radfahrer?
dem Radfahrer eine StVo, die fast die Gleichheit einer Verkehrteilnehmer fordert, dann aber zu 98% aus Regeln besteht, die dafür sorgen, dass Autofahrer mit 50 km/h durch die Stadt zu fahren und andere sich dem anzupassen haben? Radfahrer werden, wenn überhaupt erwähnt, nur drangsaliert (Nur in Fahrtrichtung fahren, nicht gegen die Einbahnstraße, genaugenommen bei jeder Ampel). Omas müssen viel mehr Angst haben, wenn sie mal einen Zebrastreifen passieren, oder an einer Einfahrt vorbeilaufen, oder ein Rechtsabbieger mal nicht guckt, oder ein Linkabbieger es sehr eilig hat usw. und zwar vor Autos und ihren Fahrern. Sie wissen ja, Kraft ist Masse mal Beschleunigung.

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heb78 19.11.2018, 12:21
86.

Zitat von Pickle__Rick
Nein das ist keine Falschinformation. Bitte lesen Sie mit etwas mehr Sorgfalt. Ich sagte nicht, dass Radfahrer ruhender Verkehr seien. Der Forist sprach von zugeparkten Radwegen. Die parkenden Fahrzeuge gelten als ruhender Verkehr. Ob rechtmäßig geparkt oder nicht. Eine Behinderung des fließenden Verkehrs entsteht durch den ruhenden Verkehr. Die Überwachung und eventuelle Maßnahmen zu Beseitigung von diesenVerkehrshindernissen sind in diesem Fall nicht Sache der Polizei. Wobei man bei anständigem Auftreten auch Hilfe von der Polizei bekommt. Vielleicht nicht direkt aber über Kontakte zu den passenden Ansprechpartnern. Dann ruft man eben beim Ordnungsamt an und bekommt auch da Hilfe.
Sie haben das zwar richtig kommentiert, aber die Polizei muss dann tätig werden, wenn der fließende Verkehr genötigt wird, von seinem zugestandenen Weg abweichen zu müssen. Habe ich selbst erlebt, dass die Polizei mich angesprochen hat, nachdem ich einem auf dem Fußweg parkenden Auto ausweichen musste! Die Polizei wollte mich als Zeuge, da das parkende Fahrzeug nun mich genötigt hat, auf die Fahrbahn zu wechseln.
Somit hat die Polizei den fließenden Verkehr geregelt und genau dafür sind sie zuständig.

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madameping 19.11.2018, 12:21
87.

Zitat von benmartin70
Schlagen Sie das mal nem Autofahrer vor- in verkürzter Form: einfach mal stehenlassen weil die Straße gerade blockiert ist - nein? Warum also einem Radfahrer?
Genau diese Realitätsverschiebungen, diese Wahrheitsverzerrungen, die Sie hier anführen und bestimmt auch noch stolz drauf sind, einen solchen Unsinn zu verbreiten, führen zu diesen Ärgernissen.
Daraus leiten Sie also Ihre selbst zusammengezimmerte Legitimation ab, Füßgänger, die nicht mit einem beherzten Sprung zur Seite springen, über den Haufen zu fahren. Erklären Sie das mal einer Mutter, deren kleines Kind gerade auf den Fahrradweg läuft oder einem behinderten (alten) Menschen...
Ihnen geht es keineswegs um den Vorrang, Mitmenschen zu schützen oder gerne Fahrrad zu fahren. Wer solche Behauptungen ausspricht wie Sie, sieht nichts anderes als den eigenen Brachialegoismus und unterstellt ihn deswegen auch anderen.

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Pickle__Rick 19.11.2018, 12:26
88.

Zitat von freigeistiger
Wenn ein Fußgänger, oder ein Radfahrer, auf der Fahrbahn ist und Sie hupen diese an, dann ist dass Nötigung. Sie wollen diese von der Fahrbahn vertreiben. Das ist strafbar. Oder fahren Sie immer hupend durch die Gegend um andere Autofahrer vor Ihnen zu warnen? Deshalb klopfen Fußgänger und Radfahrer an Autos, um die Fahrer zu warnen. ich danke für Ihr Verständnis, und die ihrer Kollegen und Kolleginnen.
Schon spannend, wie man im Brustton der Überzeugung so einen Unsinn erzählen kann. Naja, immerhin ist man dabei anonym.

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saschad 19.11.2018, 12:29
89.

Zitat von Pickle__Rick
Klar man kann sich auch anstellen und den Einsatz des Menschenverstandes verweigern, weil man Recht hat und sowieso die Moral auf seiner Seite sieht. Bezweifle ich keine Sekunde lang. Auch die Existenz des motorisch benachteiligten Sonntagsradfahrers ist mir bekannt. Ob das Ausweichen auf die Fahrbahn rechtmäßig ist, ist reine Auslegungssache. Es müsste schon einiges passieren, damit die Nutzung wirklich als unzumutbar angesehen wird. Im Falle des Falles zieht man da als Radfahrer, der ein Knöllchen bekommt mit hoher Wahrscheinlichkeit den Kürzeren.
Bei blockiertem Radweg darf man als Radfahrer nicht nur, sondern man muss - solange man nicht absteigen möchte - auf die Fahrbahn ausweichen. Da gibt es keine "Auslegungssache", sondern das ist so. Und einen Radweg, der schmaler ist als mein Fahrrad, den darf ich ebenfalls nicht benutzen, denn ich würde mich und andere dadurch massiv gefährden. Damit ist bei der Mehrzahl der im Bild gezeigten Fälle das Ausweichen auf die Fahrbahn unstrittig zulässig bzw. geboten. Das hat nichts mit "anstellen" oder "Verweigern des Einsatzes des gesunden Menschenverstandes" zu tun, sondern ganz im Gegenteil, wer trotzdem in solchen Fällen auf solchen Konstrukten fährt, riskiert nicht nur viel eher einen Unfall, sondern wird im Falle eines Unfalles auch noch viel wahrscheinlicher eine Teil- oder Vollschuld zugerechnet bekommen.

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