Forum: Auto
Laden von E-Autos: Home, sweet Strom
Jan Woitas/ DPA

Eine Million Ladepunkte für Elektroautos sollen bis 2030 in Deutschland entstehen, so will es die Bundesregierung. Eine Studie, die dem SPIEGEL vorliegt, legt nahe: An den Bedürfnissen vieler Fahrer geht das womöglich vorbei.

Seite 1 von 25
kanauten 08.11.2019, 18:24
1. Oh wie überraschend!

Der Bürger ist bequem. Für mich in meiner Mietwohnung ohne Lademöglichkeit zu Hause und am Arbeitsplatz, Pendelstrecke täglich 80km, kommt daher kein Elektroauto in Frage. Erst wenn sich das ändern sollte käme das in Frage. Die nächste öffentliche Ladesäule ist 500m entfernt. Zudem ist nicht garantiert, dass diese immer verfügbar ist. Diesen Stress will sich doch niemand antun. Also weiter Diesel...
Daher erst einmal Auftrag an die Politik, hier etwas zu ändern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
syracusa 08.11.2019, 18:27
2.

Ein Elektroauto mit den Fahrleistungen heutiger Benzin- und Dieselautos braucht im Mittel nur 8 kWh Strom pro Tag. Selbstverständlich reicht den allermeisten Leuten eine simple häusliche Steckdose (230V, 16A, max 3,7 kW) deshalb für die Ladung völlig aus. Sogar eine auf nur 1 kW gedrosselte Ladung würde den allermeisten E-Auto-Fahrern ausreichen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hman2 08.11.2019, 18:27
3. Die Duldungspflicht muss her!

Häufig sind ja die Käufer von E-Autos durchaus auch bereit, die 500 Euro plus Montage für eine Wallbox auszugeben. Schon alleine dafür, dass man dann mit dem Ökostromtarif seiner Wahl laden kann, denn nur dann ist das ganze auch grün.

Aber dem stehen häufig ewiggestrige Vermieter ("sowas hatten wir noch nie, damit wollen wir gar nicht erst anfangen") entgegen, oder bei Wohneigentumsbesitzern Investoren in der WEG, die nur bis zum Brett vor dem Kopf denken wollen ("bringt mir nichts, also lassen wir es lieber bleiben, sonst wollen es am Ende noch meine Mieter auch haben").

Seit drei Jahren gammelt eine Initiative der bayerischen Landesregierung im Bundesrat, endlich eine Duldungspflicht für Vermieter und Wohnungseigentumsgemeinschaften einzuführen.

Zahlen müssen es dann immer noch die E-Auto-Besitzer selber, aber die sind ja oft bereit dazu!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Augapfel 08.11.2019, 18:37
4. Blödsinn.

Wo sollen denn die Ladesäulen für Mieterfahrzeuge stehen - am Bordstein ? Eingelassen in die dünnen Wände der morschen Altbauten mit Kabelschacht unter dem Fußweg ? Die Vandalen, die Bushaltestellen und Fahrscheinautomaten demolieren, freuen sich schon.
Das ist, wie bei anderen Artikeln auch schon kommentiert wurde, nur was für die Hausbesitzer. Aber dass es unsere Regierung nicht kann, ist ja nichts Neues. Die kippen ja jetzt schon vor Überlastung um, wahrscheinlich vor Hunger, weger der schmalen Diäten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tempus fugit 08.11.2019, 18:45
5. Bestätigt wird diese....

....Analyse, wenn man sich - auch im Ausland bei Super- und Heimwerkermärkten, bei IKEA u.u.u.
selten ein E-Auto sieht, das an den dortigen, oft Gratisladesäulen hängen...

Und wenn täglich so 20- 60 - oft garnichts und nicht öfters mal 100 km gefahren werden, reichen die Nacht-
stunden zu Hause u/o beim Arbeitgeber mehr als reichlich aus. Auch mit der Schuko.
Hier und da 10-12 h Anschluss - machen reichlich 20 kWh Zuladung - im Nahverkehr bei so max. 50 km/h -
real wohl eher 35 km/h und reichlich Rekuperation - und reichen für 150 km.
Bestätigt, was die Untersuchung ergab - Laden alle 2-3 Tage, aber dann morgens immer voll!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
RalfBukowski 08.11.2019, 18:46
6. 80 Prozent

...der mageren 432 Befragten haben also ein Eigenheim (und können zu Hause laden, logisch). Dummerweise haben wir zumindest in Europa den geringsten Anteil an Wohneigentum. Ergo müssten sehr viele Menschen, die eventuell an ein BEV denken, weil es z.B. ins persönliche Fahrprofil passt (wie bei mir, der ich aber auch im zweiten Stock eines Mietshauses wohne), an der öffentlichen Stromtanke laden. Ich habe zwar einen TG-Platz, aber auf Sicht wird es dort keinen Ladestrom geben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
igel_52 08.11.2019, 18:46
7. echt jetzt ?

Dieses Ergebnis zeigt doch nur daß es ein weiter Weg sein wird eine brauchbare Ladeinfrastruktur zu bauen. Wenn zur Erstellung dieser Studie 80% Eigenheimbesitzer befragt wurden dann sind diese Aussagen eher nichts wert. Wer heute Elektro fährt hat in aller Regel ein Eigenheim bzw. eine einfach zu erreichende Lademöglichkeit am Haus. Und wer diese Möglichkeiten nicht hat der bleibt beim Verbrenner.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Sleeper_in_Metropolis 08.11.2019, 18:47
8.

Also erstens ist die Studie schon deshalb wenig Aussagekräftig, weil Fahrer von Elektroautos heute hauptsächlich Idealisten sein dürften, sprich die sind ohnehin sehr "leidensfähig", was die ganzen Kinderkrankheiten der E-Mobilität betrifft. Zweitens werden öffentliche Ladestationen vermutlich deshalb von den Befragten so wenig genutzt, weil die Ladezeiten da unerträglich lang sind. Zuhause kann man die Karre über Nacht an die Steckdose hängen, aber Tagsüber "mal eben" an einer öffentlichen Ladesäule Strom tanken ? Doch wohl nur im Notfall.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pepe le moko 08.11.2019, 18:48
9. So isses

Sobald klar ist, dass ich bei mir daheim die Kabelage legen lassen kann um ein Elektroauto mit 11 kW zu laden, leg ich mir eins zu. Da muss ich erst die Stadtwerke fragen (kein Problem), dann den Elektriker (kein Problem), dann die Eigentümergemeinschaft (hoffen wir das Beste...) und dann gehts auch schon los.
Trotzdem ist die öffentliche Ladeinfrastruktur wichtig, weil ich gelegentlich auch mal weiter weg fahren will als die halbe Reichweite. Und zwar mit dem üblichen Freizeitgepäck (Ski, Rad, Zelt, Grill und Kasten Bier...) wohin, wo kein Zug hinfährt. Der ist dann keine Lösung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 25