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Langzeittest des ADAC: Autos mit Hardwareumrüstung schlucken deutlich mehr Diesel
picture alliance/ DPA/ Sebastian Gollnow

Nachträglich eingebaute Katalysatoren sollen Dieselbesitzer vor Fahrverboten schützen. Dem ADAC zufolge senken sie den Stickoxidausstoß tatsächlich. Doch umgerüstete Wagen mutieren teils zu Spritschluckern.

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Schartin Mulz 19.03.2019, 16:24
210. Der Ausstoß

Zitat von wombie
Nee, das Problem dieser Zeit waren SOx, die ursächlich für das Waldsterben waren. Auch ein schönes Beispiel dafür, wie konsquent Auflagen gegen die Hersteller und gefühlte Bedenken der Verbraucher durchgesetzt werden können. Halt das übliche Gejammer, Arbeitsplätze sowie Leistung und Verbrauch. Das NOx Problem ist erst durch die Effizienzsteigerungen aufgetreten. Wobei sich diese nicht auf die üblicherweise abgeforderte Leistung bezieht sondern immer noch hinsichtlich Höchstleistung betrachtet wird. Diese Effizienzsteigerung nützt mir bei mäßiger Beschleunigung, Vermeiden von Überholvorgängen und Maximalgeschwindigkeit von 130 km/h jedoch wenig, da ich diese Leistung nie abfordere. 6,5 l / 100 km Benzin habe ich auch schon mit einem 25 jährigen Kombi fahren können.
von Stickoxiden im Straßenverkehr ist seit 1990 um fast 60 % gesenkt worden.
Es handelt sich also keineswegs um ein neues Problem. Es nimmt nur durch die Einführung der Grenzwerte in der heutigen Diskussion einen größeren Raum ein. Quasi eine Modeerscheinung.

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cindy2009 19.03.2019, 17:18
211. @emil7685

"-----Eine der Hauptaufgaben des 3-Wege-Katalysators, wenn nicht sogar DIE Hauptaufgabe, ist die Umwandlung von Stickoxyden. Schwefeloxyde waren nie ein Problem von Benzinern.-----" ohne jetzt eine Suchmaschine zu belästigen - war nicht die Hauptaufgabe des Kats die CO-Werte zu senken? Und durch die Lambda-Sonde eine effiziente Verbrennung erreicht werden? SOx sollte ja schon in der Herstellung reduziert werden.

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The Independent 19.03.2019, 17:46
212.

Zitat von moev
Und all das ändert nichts daran, dass die Verbrennerkunden es VW mit neuen Rekorden in Absatz und Umsatz belohnt haben. Denen scheint es tatsächlich schlicht egal zu sein.
Die Steigerungsraten basieren nahezu ausschließlich auf den Wachstumszahlen des chinesischen Marktes. In Deutschland ging der Absatz zurück, VWs Absatzzahlen auf anderen Märkte stagnierten oder brachten VW ebenfalls sinkende Absatzzahlen.
Aber auch in China brechen die Zahlen gerade (für alle ausländischen Marken) ein, der Absatz sank um rund 6%, da der Bedarf der Mittelschicht dort nahezu gedeckt ist.

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apfelmännchen 19.03.2019, 17:52
213.

Zitat von jupp78
Sie haben da ein Wörtchen vergessen. Die 259 Prius besitzen einen Plug-In Hybridantrieb, sprich es wird nicht nur Energie mittels Benzin zugeführt, sondern auch noch Strom. Nur den Benzinverbrauch an der Stelle her zu nehmen, ist absolut unseriös.
Sie sind mit der Bedienung der Datenbank "Spritmonitor" wohl überfordert?

1. Der PlugIn wird mit durchschnittlich 3,92L angegeben - das kann bei Kurzstreckenbetrieb sogar Null werden. Wir finden aber beim Filtern nach dem PlugIn auch Einträge mit über 5L - von denen wir ausgehen können, dass sie fehlerhaft sind.

2. Der normale Hybrid (2888 Stück) wird mit 5,14L angegeben - das ist sehr realistisch - und liegt mit Sicherheit unter dem Verbrauch vergleichbarer Diesel. Das ist aber der Durchschnitt des Prius seit Baujahr 1997!

3. Filtern sie nach dem aktuellen Modell, (Prius IV ab 2016) ergibt sich ein Durchschnittsverbrauch von 4,46L. Das ist eine Hausnummer, von der die "Prämium-Diesel" Hersteller meilenweit entfernt sind - und auch hier im Forum regelmäßig ungläubiges Staunen hervorruft.

Der Vergleich der Glockenkurven (Streuung der Verbräuche) ergibt keinen Unterschied zu anderen Fahrzeugen. Die Behauptung "wird nur durch Schleichen erzielt" wird damit widerlegt.

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The Independent 19.03.2019, 17:57
214.

Zitat von tempus fugit
.... ob die dadurch erzeugten Feinststäube und anderes nicht sogar gesund- und umweltschädlicher sind weil sie in vielen Organen - nicht nur des Menschen - vordringen und dort Krankheit und frühzeitigen Tod auslösen können.
In diesem Zusammenhang sind Motoren mit wenig Hubraum und 3-Zylindern umweltschädlicher als von der Industrie zugegeben und als von so manchem Verbraucher gedacht.
Diese Motoren wurden durch den Downsizing-Trend hochgezüchtet und optimiert, um dann mit ähnlichen Leistungen größere und laufruhige (aber mehr Sprit fressende) 4-Zylinder-Motoren zu ersetzen. Dabei drehen die kleinen Kraftpakete aber gerade auf Landstrassen und Autobahnen so hoch, dass es zu erheblichen Feinstaubemissionen kommt. Als Benziner müssen diese kleinen Hochleistungsdrehorgeln aber nicht über Feinstaubfilter verfügen. Würden diese Kisten nur im zähflüssigen Stadtverkehr benutzt, wären die Emissionen vernachlässigbar.

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The Independent 19.03.2019, 18:15
215.

Zitat von lab61
Zumal diese Pendler der Stadt keine Einnahmen bringen. Sie tanken außerhalb, weil es dort meist günstiger ist. Sie gehen für den täglichen Bedarf im Supermarkt am Stadtrand oder ihrem Ort einkaufen. Sie zahlen die Lohnsteuer an ihren Wohnort - also im Umland - und nicht an ihrem Arbeitsort. Wer hingegen City-Maut bezahlt, der gibt der jeweiligen Stadt zumindest noch Geld in die Hand, mit der sie Lufreinhaltemaßnahmen finanzieren kann, wie z.B. das Umrüsten von Kommunalen Fahrzeugen auf umweltfreundlichere Antriebe usw.
Die zuständige Gemeinde/Stadt erhebt zwar die Lohn- bzw. Einkommensteuer, die Erträge gehen aber zu 85% an Bund und Länder (je 42,5%), und nur 15 % verbleiben bei der Gemeinde.
Zu den potentesten Einnahmequellen der Gemeinden zählen tatsächlich die Gewerbesteuern.

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Klimagas 19.03.2019, 19:04
216. Die 70000 Studien

Zitat von tempus fugit
...was 'sauber' ist? Dafür gibt's die EU-Vorgaben und die wurden aus den Resultaten von rund 70.000 verschiedener Studien erarbeitet. Und diese Vorgaben wurden eben nicht mal annähernd erreicht und deshalb sind die alternativlos von der Wirtschaft gelenkten Politnasen dabei, das alles zu verwässern - also Spiel auf Zeit und unendliche sogenannte 'Beratungen' und 'Ausschässe' bis das Problem, Betrugsautos zum Ausschuss ergo auf dem Schrottplatz landen... Aufgabe erfüllt. Die Bürger bleiben auf ihrem Schaden sitzen. Und machen nächstes mal wo ihr Kreuz?....
beziehen sich auf die Festlegung der Luftgrenzwerte und haben nichts mit den Grenzwerten für Auspuffabgase zu tun.
So outen Sie sich mal wieder als uninformierter Aufreiher von Satzbausteinen.

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The Independent 19.03.2019, 20:14
217.

Zitat von Klimagas
beziehen sich auf die Festlegung der Luftgrenzwerte und haben nichts mit den Grenzwerten für Auspuffabgase zu tun. So outen Sie sich mal wieder als uninformierter Aufreiher von Satzbausteinen.
Die (vorsätzlich verheimlichte) Nichteinhaltung der Emissionsgrenzwerte und zusätzlich die vorsätzliche komplette oder zeitweise Abschaltung der Reinungsanlagen sind aber Mitverursacher der örtlichen Luftgrenzwertüberschreitungen, daher liegt der User, auch wenn er hier ungelenk oder unfreiwillig nur über Bande spielt, mit seinem Grundtenor durchaus richtig.

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