Forum: Auto
Leasingverträge: BMW gibt seinen Autos nur 150.000 Kilometer
dapd

Ein deutsches Premium-Auto - ist das eine gute Investition? Ja, sagt die Werbung. Ja, sagt der Verkäufer. Ja, sagt der Gebrauchtwagenmarkt, der auch abgerittenen Exemplaren guten Restwert zubilligt. Nein, sagt BMW Leasing: Nach 150.000 Kilometern sind unsere Autos kaputt.

Seite 5 von 16
dasistdiezukunft 13.09.2012, 13:11
40. mümpf !

Mein Opel Corsa ist aus 09/2004 und hat 127.000 km drauf, ist ein Diesel und ich hab vor die 200.000 voll zu machen! Außer 2 gebrochenen Federn vorne war noch nix und die hat auch noch Opel bezahlt.

Tja, immer diese Angeber-Karren :o)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Dr.W.Drews 13.09.2012, 13:14
41. Eine gute Informationsquelle

über die Kosten und Wertverluste von fast allen Autos findet sich hier:

Autobewertung, Kosten, Neuwagen & Gebrauchtwagen - Autobudget.de

Ich halte die Zahlen verglichen mit meinen Erfahrungen für sehr realistisch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
manta 13.09.2012, 13:17
42.

Man muss hier differenzieren:

Eine heutige Karosserie hält bedeutend länger als früher. Tauchlackierungen, moderne Hohlraumkonservierung, Teilverzinkung etc...
Auch Unfalltechnisch ist man auf der sicheren Seite.

Problem ist doch nur die Technik und die verschlissene Haptik im Innenraum.
Heute hat ein Auto einen µC gesteurter AlMg-Motorblock drinnen welcher eine gigantische Anzahl Parameter überwacht und regelt. Zwei Turbos sind mittlerweile normal. Die Drehzahldifferenzen und Temperaturgradienten in heutigen Motoren und Peripherie sind extrem. Die Zeit und Alterung sind hier das größte Problem.

Mit den früheren Vergaser/Jetronic gefütterten Graugussklumpen ist das alles nicht vergleichbar. Da gabs bnichtmal eine Regelschleife, das ganze wurde an ein Kennfeld angepasst und es lief und lief und lief....Wer Leistung wollte brauchte Hubraum. Bigblock ohne Kat...macht auch heute noch Spass.

Haptik war früher auch eher egal. Synchronisierung im 1. kratzig ? Lenkspiel von 30° ? Das war eben so...

Heute ist da eine ganz andere Erwartungshaltung. Alles muss smooth und ergonomisch sein, was beim Neuwagen ja noch geht, aber nach einiger Zeit verschleisst eben einiges.

Aber die Kunden verlangen eben danach. Gigantische Literleistungen, Wirkungsgrade von denen sogar Carnot gelacht hätte, etc..
Die Folgen sind dann natürlich entsprechende Kurzlebigkeit. Der Motorblock kann auch noch so gut mit FEM optimiert werden, ein Benz-200D wird ihn locker überleben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
majorfabs 13.09.2012, 13:17
43. Ich verstehe den Artikel nicht

Zitat von sysop
Ein deutsches Premium-Auto - ist das eine gute Investition? Ja, sagt die Werbung. Ja, sagt der Verkäufer. Ja, sagt der Gebrauchtwagenmarkt, der auch abgerittenen Exemplaren guten Restwert zubilligt. Nein, sagt BMW Leasing: Nach 150.000 Kilometern sind unsere Autos kaputt.
Warum diese Aufregung? Ist das wiedermal SpOn-typische verkrampfte Empörung?

In ihrer Teilüberschrift schreiben sie BMW Leasing hätte gesagt, nach 150.000 Kilometern sind unsere Autos kaputt.
Im folgenden Artikel aber schreiben sie, die BMW Leasing sagt nach 150.000km seien 100 Prozent der Fahrleistung erreicht und der Wagen nichts mehr wert.

Das ist doch etwas fundamental anderes!

Wenn ich einen gebrauchten Wagen kaufe, kaufe ich gerne einen, der nichts mehr wert ist, aber ungern einen, der kaputt ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
steine13 13.09.2012, 13:18
44. Falscher Ansatz

Ein Auto haelt heutzutage 250T km und laenger. Nur sind die ersten km mehr wert als die letzten. Was der Spiegel da verbreitet -- und die Gerichte praktizieren -- ist eine Milchmaedchenrechnung. Wer wissen will, was Leasing kosten sollte, braucht nur den Gebrauchtwagenwert zur Zeit der Aufloesung vom Neupreis abzuziehen. Natuerlich ist der Wertverlust im ersten Jahr/den ersten 20T km hoeher als der von 150 auf 170. Das scheint mir alles nicht kompliziert zu sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rabandie 13.09.2012, 13:21
45. Sehr gut geschriebener Artikel!

Weil er einer der wenigen ist, der (anhand des Beispiels BMW) mal eine Eigenheit unserer heutigen Welt schonungslos anspricht: Jeder Konzern - und ebenfalls der Staat - versuchen ihre "User" über jegliche Schamgrenze hinweg abzuzocken, mit jedem noch so scheinheiligen Argument. Ausweg: Totalverweigerung oder Alternativen. Und da sind ausländische Marken oft Top (kleiner Tip: genau die genannten koreanischen keineswegs "Blechbüxen).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tomsen71 13.09.2012, 13:21
46. ...

geplante Obsoleszenz! auch wenn die autos älter werden ;))

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Wulflam 13.09.2012, 13:22
47. Äpfel und Birnen

ich finde die Diskussionen hier ja sehr putzig: die kaufmännische Seite mit der Frage, wann der finanzielle Wert des Autos bis auf 0 abgeschrieben ist, hat null und überhaupt nichts mit der Frage zu tun, wie lange das Auto tatsächlich hält und fährt.

Relevant sind dabei zwei Dinge: steuerliche Abschreibung und die Refinanzierung. Ursprünglich wurden Abschreibungen im kaufmännischen entwickelt, damit bei der Kalkulation von Preisen ein angemessener Wertverlust des Anlagegutes (hier des Autos) berücksichtigt wird. Aufs Beispiel übertragen: die Leasingrate, die der Kunden zahlt, muss u.a. den Wertverlust enthalten.
Dabei muss BMW vereinfachen. Die können ja nicht für jede Modellvariante den tatsächlichen Wertverlust kalkulieren, der für einen 330d in Pink mit gelben Ledersitzen ganz anders verläuft als für einen 320d mit häufig gewählter Ausstattung. Dazu kommen externe Faktoren wie wirtschaftliche Lage, Einkommensentwicklung, Verhalten/Angebote von Wettbewerbern - und das immer immer Jahre im Voraus.

Richtig ist, dass der tatsächliche Wertverlust regressiv erfolgt - bei x Modellvarianten mit x verschiedenen Ausstattungen und vielen weiteren Punkten ist eine lineare Berechnung am einfachsten.

Bei der Höhe sind Erwartungshaltung in Hinblick auf den Wiederverkaufswert, Risikozuschläge wegen plötzlicher Konjunkturveränderungen etc. (wie die Situation 2008/09 deutlich gezeigt hat) und weitere Punkte zu berücksichtigen. Der vorsichtige Kaufmann muss hier etwas konservativer sein. So weit so gut und generell auch nachvollziehbar, was BMW macht.

Auf einem anderen Blatt steht allerdings der Wunsch Gewinnmaximierung. Setze ich den Wertverlust höher an, kann ich auch höhere Preise (= Leasingraten) verlangen. Willl dann Kunde aus dem Vetrag raus, zahlt er eben einen relativ hohen Abschlag, weil das Auto rechnerisch nichts mehr wert ist, obwohl BMW das zurückgegebene Fahrzeug dann noch für 8.000 € gebraucht weiter verkauft und damit doppelt kassiert: vollständig refinanziert über Leasingnehmer + windfall profit durch Weiterverkauf. In gewissem Rahmen ok und unternehmerisches Risko von BMW (wobei man eben auch gewinnen kann), ab einer gewissen Grenze aber nicht mehr ok und dann ein Fall für Gerichte, wie hier ja auch erfolgreich zu sehen

Beitrag melden Antworten / Zitieren
felisconcolor 13.09.2012, 13:22
48. Das sagt doch alles

Zitat von
"Auf der einen Seite stehen unsere Ingenieure, die von unseren Produkten überzeugt sind, auf der anderen Seite haben Sie den Finanzdienstleister - und dort hat man eben andere Zielsetzungen."
über die Finanzdienstleister.

Kohle Kohle Kohle.

Schön das es noch Richter gibt die dem Einhalt gebieten.

Und BMW Technik sollte sich einen anderen Finanzdienstleister suchen.
Denn sowas ist ja schon geschäftsschädigend.
Wenn der auch noch in der eigenen Firma sitzt...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Christiane Schneider 13.09.2012, 13:23
49. Schlaumeier sind die besten

Zitat von thseeling
vielleicht erst mal ein Fremdwörterlexikon aufsuchen und dann schreiben. Adoleszenz ist das Erwachsen-Werden. Sie meinen "Obsoleszenz", das geplante frühzeitige Kaputtgehen.
Geplante Ado*les*zenz: Die Tat*sa*che das man*che Her*stel*ler ihre Pro*dukte so bauen, das sie zeit*nah nach Ablauf der Garan*tie ihren Geist auf*ge*ben.

Es gibt beide Begriffe!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 5 von 16