Forum: Auto
Leben ohne Pkw: "Unser Mobilitätsverhalten muss sich radikal ändern"
Urban Arrow / urbanarrow.com

Atemwegsbeschwerden, Klimawandel, Tausende Tote jährlich - das Auto verursacht viel Leid. Dennoch lieben die Deutschen ihren Pkw. Ohne ihn würde es sich aber viel besser leben, erklärt hier ein Politikwissenschaftler.

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misterknowitall2 17.05.2018, 09:04
110. @derblicker #79

Also ich weiss nicht. Der Autofahrer bezahlt für Wege, die er selbst nutzt und zerstört, wie Bundesstraßen und Autobahnen, Straßen in der Stadt zahlen die Steuerzahler und Anwohner. Der Autofahrer erzeugt auch enorme Kosten. Sie sind völlig falsch gewickelt, wenn sie glauben, daß der Autofahrer mehr bezahlt als er an Kosten verursacht. Finden Sie sich damit ab, Auto stinken, brauchen Platz, Kosten Geld und gefährden Leib und Leben aller durch Unfälle und Abgase. Wird wirklich Zeit sich andere Konzepte zu überlegen.

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rennflosse 17.05.2018, 09:06
111. Ist die Pappe erst verloren ...

... dann ist das Autofasten eine Selbstverständlichkeit. Und derlei Maßnahmen treffen jedes Jahr wohl einige Hundert Bundesbürger. Damit ist allein schon der Beweis erbracht, dass es ohne Auto gehen KANN, wenn es ohne Auto gehen MUSS. Es sei denn, jemand anderes in der Lebensgemeinschaft hätte noch eine gültige Fahrerlaubnis.

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bernd0963 17.05.2018, 09:07
112. Ohne Auto

kann nur jemand Leben der in einer Stadt lebt und arbeitet oder einen super ausgebauten Nahverkehr vor der Nase hat.
Das trifft allerdings auf die wenigsten zu die einer geregelten Arbeit nachgehen - Alternativen zum Auto sind außerdem meist sehr Zeitfressend und wer hat schon soviel Zeit über, um einen Weg der mit Auto in 20 Min. zu bewältigen ist - per Bus, Bahn & Co in 90 Min. (mit Glück)
Es müssen sich viele Dinge verändern bevor man auf ein EIGENS Auto verzichten kann - vor allem im ländlichen Raum !!!
...aber der wird ja generell vergessen

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Indiana.Jones 17.05.2018, 09:10
113. Jawoll

Zitat von zweimann
Ich arbeite selbstständig, lebe & arbeite auf dem Land und mache alles berufliche (sämtliche Hausbesuche, ...) sowie private per Pedes, Rad oder mit den Öffentlichen. Und...es geht, und zwar prima und ich habe KEIN Auto ;-) Also Schluss mit den Ausreden!
Und wenn das selbst bei mir geht, dann geht es auch bei allen anderen. Oder wie darf ich Sie verstehen?

Mann, Mann, dieselbe Argunentation wie bei den meisten Angehörigen der E-Mobilitätskirche. Nehmen Sie einfach hin, dass es Menschen gibt, die anders leben als Sie und die andere Lebens- und Arbeitsumstände haben. Oder die einfach nicht auf ihr Auto verzichten wollen.

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gsma 17.05.2018, 09:10
114.

Zitat von Phil2302
Nahe Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad? Ja, warum nicht. Solange ich nicht den riesigen Einkauf erledige laufe ich auch zum Aldi in der Nähe. Aber weite Strecken mit dem Fahrrad? Nein danke. Öffentliche Verkehrsmittel? Habe ich fast 8 Jahre intensivst benutzt, nie wieder wenn es sich vermeiden lässt. Die Sache ist die: Niemand zwingt mich dazu, Auto zu fahren, aber der Gewinn an Lebensqualität ist einfach so gewaltig, dass ich darauf nicht verzichten möchte. Es klingt ja immer so, als sei es mit dem Fahrrad genauso bequem, aber das stimmt nun einmal nicht. Ich kann meinen Kofferraum vollpacken (Arbeitstasche, Laptop, Essen, Regenschirm), ich komme trocken an, ich muss mich nicht anstrengen (5 mal die Woche gehe ich zum Sport, bevor der Vorwurf kommt), ich bin schneller als mit allen anderen Verkehrsmitteln und im Winter ist es warm mit der Sitzheizung. Das sind so die spontanten Gründe. Klar wäre es toll, wenn man als Fußgänger in einer autofreien City unterwegs ist - aber auch nur so lange, bis man wieder nach Haus muss. Ich liebe meinen Mercedes, und auf gar keinen Fall werde ich den gegen ein Fahrrad (welches ich mir im Übrigen für seltene Fahrten leihen muss, weil ich keins besitze) oder den unsäglichen, dauernd zu spät kommenden, mit teils lauten, teils streitsuchenden, teils stinkenden Leuten vollgepackten ÖPNV tauschen.
stimmt genau
zum letzten Satz: Wenn (zB hier in Frankfurt) auch nur 10% mehr mit dem ÖPNV unterwegs sind, kollabiert das ganze System:
... und alimentiert wird der ÖPNV von den ach so bösen Autofahrern auch via Mineralölsteuer, Kfz-Steuer usw...
wenn der ÖPNV kostendeckende Preise verlangt, prost Mahlzeit. Die Kommunen sind chronisch klamm und wenn Bund oben erwähnte Steuereinnahmen wegfallen, sehr schnell auch.

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berno_h 17.05.2018, 09:11
115. peinlich...

wie die mehrheit der kommentatoren ein visionäres zukunftsbild nicht im ansatz an sich ran kommen lassen und blind den status quo verteidigen, trotz der nachweisbaren gesundheitsgefährdungen, den täglich vollen strassen, der nur zu sichtbaren lebensraumverschwendung und den vielen scheinbar selbstverständlichen toten. als autofahrer und -liebhaber, der vom lande nach berlin kam, kann ich den grössenwahn in vielerlei hinsicht dennoch nicht nachvollziehen. kleine, sehr leichte autos mit einer technik, die allein der mobilität und der gesundheit dienlich ist, eine deutliche begrenzung der geschwindigkeit und der einsatz alternativer antriebe müssen die heutigen gepanzerten wohnlandschaften auf rädern ersetzen.
oder der verkehr bremst sich selbst aus - dank standhafter(!) autofreunde des staus und der parkplatzsuche.

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emobil 17.05.2018, 09:13
116.

Zitat von jo.kurth
da muss ich mich mit meinen 360 PS ja gar nicht schämen
nun ja, 150-180 PS reichen ja auch völlig.
Kosten aber genauso viel Platz.

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gsma 17.05.2018, 09:13
117.

Zitat von bronck
Diese Carsharing-Nutzer, die nur ein paar Mal im Jahr ein für Sie fremdes Auto mieten und damit wie unter Drogen orientierungslos durch den Verkehr eiern, sind eine Gefahr für sich und alle um sie herum. Die machen die absurdesten Stunts, weil sie schlicht überfordert sind. Auto zu fahren bedarf Übung. Wenn man die nicht hat, dann ist das Taxi die bessere Alternative.
... hab ich gestern erlebt, alle machen (auf der A5) eine Rettungsgasse (hat eigentlich wunderbar geklappt) nur ein paar Autos weiter in C...mobil, den Fahrer (oder -in) hat das nicht angefochten.

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M. Michaelis 17.05.2018, 09:20
118.

Nicht nur weitgehend lebensfremd sondern auch noch unsinnig denn wir haben in Deutschland kaum noch kausal nachweisbare gesundheitliche Auswirkungen durch automobilen Individualverkehr.

Mindestens in Deutschland ist das durch das Auto verursachte Leid Ausdruck einer Ideologie die auf der Basis des geistigen Erbes der technlogiefeindlichkeit der 68er entwickelt hat.

War zuerst die Nukleartechnik eine böse Technik wurde nach dem Ausstiegsbeschluss das Auto zur bösen Technik weil man ein neues Ziel brauchte.

Das eigentliche Problem ist nicht das Auto sondern die Urbanisierung.
Das Leben ohne PKW ist von der jungen urbanen Singleexistenz ohne Wohneigentum her gedacht.

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akase93 17.05.2018, 09:20
119. Carsharing - wäre es auch mal wert....

da genauer hin zu schauen (nur weil es hier nebenbei thematisiert wurde) . Das System Carsharing ist ein heuchlerischer Witz, wenn ich es nur innerhalb des gut ausgebauten U-Bahnnetzes nutzen kann. Genau da brauche ich es aber nicht , weil es da U- und S-Bahnen , Straßenbahnen und Busse in Massen gibt. Damit werden lediglich die Straßen noch mehr verstopft und mit Fahrern bevölkert , die rabiat und verkehrsgefährdend durch die Stadt rasen , weil ja jede Sekunde Nutzung Geld kostet; mal von der minimierten Fahrpraxis ganz abgesehen. Aber manche fühlen sich ja so toll , wenn sie sich auf die Brust klopfen und mit dem Autoschlüssel des Nachbarn in der Hosentasche moralisieren.

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