Forum: Auto
Leben ohne Pkw: "Unser Mobilitätsverhalten muss sich radikal ändern"
Urban Arrow / urbanarrow.com

Atemwegsbeschwerden, Klimawandel, Tausende Tote jährlich - das Auto verursacht viel Leid. Dennoch lieben die Deutschen ihren Pkw. Ohne ihn würde es sich aber viel besser leben, erklärt hier ein Politikwissenschaftler.

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Harald Schmitt 17.05.2018, 10:07
150. Was für ein lustiger Typ

Gerade in Deutschland leben viele von der Automobilindustrie, deren Zulieferern, Maschienenbauern und Softwarelieferanten.
Wenn die alle kein Schwein mehr braucht, sind die alle arbeitslos und die können sich dann keine Handwerker, Wohnungen, Häuser, Ärzte oder sonstwas leisten.
Man kann ja versuchen den Ast abzusägen auf dem man sitzt aber gerade die Autoindustrie hat Deutschland groß gemacht, was können wir denn sonst noch aussser hoch subventionierte Lebensmittel in alle Welt zu verscherbeln?
Textilindustire ist tot, Landwirtschaft hoch subventioniert und industriealisiert, Schwerindustrie ausgelagert...

In Rumänien fahren die in manchen Landesteilen auch mit dem Pferdekarren weil sie es ich nicht leisten können aber besser geht es denen auch nicht!

Wenn die so weiter machen leben wir bald wieder mit einem Lendenschurz im Wald. Der hochbezahlte wahrscheinlich verbeamtete Ökofritze kann sich ein teures 4000€ teures Fahrrad aus Deutschland leisten aber wenn keiner mehr Geld hat tuts auch ein 30€ Fahrad aus China und daran verdienen deustche Manager keine Millionen!

Der Motor der insutrie ist doch das Streben nach Wohlstand und Statussymbolen. Was kommt denn nach einem Carbonrad das niemals rostet, das keine teure Wartung aus den tausenden Werkstätten braucht, kein Öl oder Benzin aus den tausenden Tankstellen und den Raffinerien?

Wo soll die Reise higehen alle arbeitslos, Salatfresser und das Glück den ganzen Tag zu Hause rum zu sitzen?

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hörwurm 17.05.2018, 10:08
151. Mal wieder sehr viel Unsinn

Frage: was verlangt ein Frosch im Laden? Quark! Wer von Mobilität spricht, meint Spaßfahrten. Anders werden Pkw auch nicht angepriesen. Kein Wunder, wenn so viel Unsinn wie hier über Mobilität gefaselt wird. Ein Biowissenschaftler, Typ Hangaround, darf seine Weisheiten per Medien verbreiten anstatt in der Tagesbar an der Theke, wo diese Thesen eigentlich hingehören. Wer ein Auto hat, um damit einfach in der Gegend herumzugurken, zum Bäcker um die Ecke oder zum Zigarettenautomaten zu fahren, hat es eh nicht verstanden. Ich kann mit meinem Kombi, wann ich es will, zum Baumarkt fahren, um Beton und Bretter zu holen und meine Idee von individuellem Leben zu verwirklichen. Alle nur per Bus, Bahn oder Fahrrad bedeutet eine neue erzwungen Konformität, also Totalitarismus. Wer das Auto abschaffen will, muss gleichzeitig alle Städte platt machen und neu konzipieren. Ansonsten ist alles Gerede nur Schwachsinn.

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misterknowitall2 17.05.2018, 10:11
152. @m.michaelis #119

Quatsch, das Auto ist und bleibt ein luxusgegenstand. Übrigens verbrennt es fossile Kohlenstoffe, die, neben einer Menge co2, auch diverse andere Schadstoffe erzeugt, die für die Gesundheit nicht förderlich sind. Feinstaub als Beispiel. Nur weil sie lieber weiter Autofahren möchten, sollte man die Probleme nicht ignorieren.

Der Mensch braucht von Natur aus kein Auto, sonst würde uns irgendwo eins wachsen. Und wenn sie anderweitig davon abhängig sind ist ihr Umfeld schlecht ausgelegt.

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kassadra 17.05.2018, 10:12
153. Weltfremd aber machbar...

Es wäre in der Tat ganz einfach, die Mobilität zu verändern. Dann aber müßte ein Jeder auf seinen eigenen PKW zulasten autonomer Fahrsysteme verzichten oder aber es müßte ein Kleinbussystem ohne feste Haltestellen wie etwa der Dolmus in der Türkei existieren. Jeder steigt ein und aus, wie er möchte und läst sich fahren. Dann hätten wir keine Probleme mit dem Parkraum, aber die deutsche Autoindustrie wäre auch dahin. Denn wer sollte diese Flotten denn kaufen, der Staat? Oder das Ganze als Dienst betreiben. Nach Kalkulationen von Car2Go lohnt sich die Anschaffung eines eigenen PKW ab monatlichen Aufwendungen von 250,- ?. Ob dem Einen oder Anderen der tatsächliche finanzielle Aufwand bewußt ist, mag bezweifelt werden. Ich würde ein derartiges Angebot sofort annehmen und mir den ganzen Krampf mit Stau und Parkplatzsuche gerne sparen. Denn das eigentliche Interesse an der Mobilität ist Hochverfügbarkeit zu adäquaten Kosten als Individuum. Denn seien wir ehrlich, wir alle könnten und würden gerne darauf verzichten in vollen Bussen oder Bahnen eng auf eng mit anderen die Strecken zu überbrücken. Die Einhaltung der Individualdistanz ist mir persönlich sehr wichtig. Nicht umsonst werden die Autos immer größer, siehe SUVs. Warum? Um sich Platz zu schaffen.

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rstevens 17.05.2018, 10:13
154.

Zitat von polkupyöränilmapumppu
Viele Foristen argumentieren pro Auto wegen dem schlechten ÖPNV oder den langen Fahrten. Das ist jetzt Status. Das haben wir alle mitverursacht. Wie soll der zukünftige Menschenverkehr aussehen? Ich gehe vorsichtig davon aus, daß die meisten auch der Meinung sind, daß der Individualverkehr, so wie er jetzt funktioniert, keine Zukunft hat. Im Interview werden mögliche Lösungen angesprochen. Und diese Vorschläge sind bei näherer Betrachtung, angesichts der massiven zukünftigen Umweltproblemen, noch sehr human.
Nein, im Interview geht es um Autokritik. Es geht darum, dass Autofahren peinlich sein müsste.

Es werden eben nicht Mängel im ÖPNV oder bei anderen Alternativen zum Auto beklagt und Wege aufgezeigt, wie diese behoben werden könnten.

Ich würde den ÖPNV und auch das Fahrrad gerne mehr nutzen. Ich besitze sogar ein Faltrad und habe dieses eine ganze Weile auch mit in den ÖPNV genommen, um z.B. nicht auf de katastrophal schlecht getakteten Busse bei uns angewiesen zu sein. Das alles ist aber heute keine wirkliche Alternative.

Die Taktung im ÖPNV müsste massiv ausgebaut werden. Der ÖPNV ist in Stoßzeiten schon heute fast überall über dem Limit. Es fehlt an Übergangspunkten zwischen den Verkehrsmitteln, also z.B. Stationen, wo Fahrräder sicher abgestellt werden können, an den Bahnhaltestellen oder auch Park and Ride Plätze in ausreichender Menge. Schlechte, hochgradig unsicherer Radwege sollten konsequent zurückgebaut werden. Dort, wo neue Bahntrassen nur schwer umsetzbar sind, könnte man über Expressbusse nachdenken, die auf direktem Weg in die Städte zu Knotenpunkten fahren.

Konstruktiv die Situation zu verbessern ist aber schwierig. Autofahrer kritisieren ist hingegen einfach, nicht mehr macht der Autor.

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alafesh 17.05.2018, 10:14
155.

Zitat von isikat
- vor allem die Kranken und Gebrechlichen, die ohne Auto gar nicht mehr eigenständig lebensfähig sind -
Gebrechliche, Kranke und Demente gehören nicht hinter das Steuer eines Autos!!!!!

Die sind inzwischen so gefährlich wie übermüdete LKW-Fahrer.

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wardawas? 17.05.2018, 10:14
156. vorsätzliche Köperverletzung oder Unwissenheit?

Wer (wie auf dem Foto zu Artikel) seine Kinder IN AUSPUFFHÖHE durch den Stadtverkehr kutschiert hat kein Verantwortungsgefühl gegenüber diesen Kindern. Solche Vehikel kann man eher für einen Ausflug ins Grüne, auf dem (flachen !) Land benutzen. Auch wenn man eine Dummheit mit der besten Absicht tut - es bleibt eine Dummheit.

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rwachsmu 17.05.2018, 10:15
157. Polemik

Zitat von rstevens
Wir haben nicht viele Verkehrstote, wir haben wenig Verkehrstote. Viele Tote haben wir durch das Rauchen, Adipositas bzw. die daraus resultierenden Erkrankungen, Krebs. Da reden wir jeweils über 5-6 stellige Zahlen.
Was soll diese Antwort auf den Foristen berno_h? Der Mensch hat doch Recht. Von A-Z. Hier gehts um Mobilität und nicht ums Rauchen oder Übergewicht. Wenn Sie Übergewichtige aus dem Auto auf das Fahrrad zwingen wollen, dann sagen Sie es doch in einem Gesundheitsforum.

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lobivia 17.05.2018, 10:15
158. #111 @rennflosse

Natürlich geht es, wenn die Pappe weg ist. Wenn irgendein zentraler Ort immer gut an den ÖPNV angebunden ist, dann die Bundesagentur für Arbeit.

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handkäsmitmusik 17.05.2018, 10:19
159. 1/2 In der Großstadt passts, im Speckgürtel schon nicht mehr

Der gute Hr. Knierim lebt in einer schönen modernen Städterblase. Klar, er hat recht: In den Top 10 oder wegen mir Top 20 der größten Städte Deutschlands müssten die meisten Bewohner (die auch in der Stadt Ihre Arbeitsstelle haben) auf ein eigenes Auto verzichten können.

Der Grund ist einfach: es gibt einen guten ÖPNV und in den Stadtteilen gibt es häufig ein gutes Einkaufs- und Vergnügungsangebot innerhalb von 2 oder 3 Kilometern.

Im Speckgürtel sieht das anders aus. Ich z.B. wohne östlich von Frankfurt. Ca. 15 km Luftlinie von der Innenstadt entfernt. Ich habe den Luxus eine Bushaltestelle vor der Tür zu haben und den Bahnhof in 10 Fußminuten erreichen zu können. Damit sind die Voraussetzungen schon viel besser als bei den meisten der 27.000 Einwohnern meines Ortes.

Ich arbeite in Frankfurt. Die Arbeitszeit beginnt ab ca. 9:00h und endet 18:30h bis 19:30h. Dass das mehr als 8h plus 30 Min. Mittag ist, ist klar. Würde ich drauf pochen, wäre ich aber wohl nicht mehr dort oder wäre signifikant schlechter bezahlt. Ich bin kein Einzelfall in der Frankfurter Region, das ist klar.
Ich fahre mit dem Auto zur Arbeit.
Morgens brauche ich im Berufsverkehr für 18km (oder 36km Autobahn) etwa 45-55 Min, ganz selten länger als 1h.
Mit der Bahn wären es 10 Min. Fußweg + 40 Min. S-Bahn (1x Umsteigen) + 15 Min. Fußweg ins Büro, also mind. 65 Min. – wenn keine Verspätung dazwischen kommt (Verspätungen ca. 1,5x pro Woche, lange ausprobiert).
Morgens wäre die Bahn schon noch vertretbar, der Zeitverlust gering, die Taktdichte zwischen 7 und 9 Uhr mit 15 Min. schön dicht, selbst wenn mal ein Anschluss nicht klappt also kein Problem und keine Wartezeiten.

Mein Problem ist abends. Fahre ich gegen 19 Uhr nach hause, funktioniert das über die Autobahn (38km) gut, ich brauche 30-40 Min. Mit der Bahn immer noch 65 Min. Sollte der Anschluss knapp nicht passen, wird daraus dann eben 90 Min., weil der Takt nur noch 30 min. beträgt.

Daher ist die Bahn für mich keine Alternative.

Der kann doch Rad fahren bei 17 km, werden die Umweltfreunde jetzt sagen. Klar, kann er, macht er im Sommer auch gelegentlich. Das ist wirklich eine entspannende Sache. Braucht ne Stunde, ist eigentlich ne schöne Strecke. Im Frühjahr, wenn man nicht groß schwitzt und wenn das Wetter gut ist. In allen anderen Jahreszeiten keine gute Idee. Ich darf im Anzug zur Arbeit kommen. Geht nicht bei 17km Fahrrad. In einen nicht waschbaren Anzug darf man weder größer reinschwitzen, noch naß werden. Sonst stinkts – geht auch nicht mehr raus.

Also muss man immer Wechselklamotten im Büro haben. Spinde oder gar Duschen (wenn man im Sommer schweißüberstömt ins Büro kommt) gibt es aber nicht. Also auch keine Alternative.

Das ist doch meckern auf hohem Niveau denkt der Leser? Ja, vielleicht und der Arbeitsweg wäre auch noch das, wo ich am ehesten auf das Auto verzichten könnte, wenn mir das Autofahren weiter madig gemacht wird, oder der ÖPNV verbessert würde.

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