Forum: Auto
Lieferstopp bei der BMW G 310 R: Fehlstart eines Hoffnungsträgers
BMW

An die G 310 R knüpft BMW hohe Erwartungen: Das neue Modell soll zum weltweiten Bestseller werden. Doch die Markteinführung verzögert sich schon seit Monaten. Die Münchner machen einen indischen Zulieferer verantwortlich.

Seite 5 von 9
mhpr262 12.01.2017, 14:51
40. Tja ...

sowas kommt eben dabei raus, wenn irgendwelche nassforschen BWL-Quexe, frisch von der Uni kommend, auf dem Papier die "Lohnnebenkosten" und die "Gewinnmargen" bei der Herstellung in Indien und in Deutschland ausrechnen können ... und sonst von nichts eine Ahnung haben. Gibt es da im Controlling überhupt jemanden, der Motorrad fährt?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
manicmecanic 12.01.2017, 15:00
41. PowerPiefke. Wohl nicht richtig gelesen

Wie sonst soll man als Entschuldigung für solchen Murks die wegen des Namens immer hohen Preise anführen können?Das ist ja wohl eher besonders frech dann sowas zu liefern.
Zum Artikel fällt mir nur ein daß sehr wohl BMW immer Probleme hatte mit Motorradgetrieben.Ich war schon als Teenie voll verstrahlt was diese Männerspielzeuge betrifft und habe auch noch dummerweise diese Neigung zum Beruf gemacht.Ich hatte also genug Vergleich und kenne kaum eine Marke,die so miese Schaltwerke als mängelfreies Getriebe verkauft.Ich kann auch dem Poster nur voll zustimmen,der sehr richtig sagte,wie man so gravierende Mängel erst so spät feststellt.Für die nichtwissenden,wenn BMW sagt ALLE BISHER VERKAUFTEN MÜSSEN INS Werk,dann heißt das jedes Moped muß quasi halb neu gebaut werden.Motor wieder raus,komplett zerlegt,Getriebeteiletausch und dann wieder zurück.Das ist eine absolute Blamage für BMW,und wird denen noch lange anhängen.Zuletzt muß ich noch die Inder in Schutz nehmen,denn die können sehr wohl gute Teile bauen.Sie bauen aber nur und das auf gewünschte Weise wozu sie auch den Auftrag bekommen.Es gibt und gab genug Mopeds aus Indien,deren Getriebe einwandfrei funktionierten.Ein Beispiel war die alte Yamaha RD 350,eine 70er Konstruktion,die dann lange nach Produktionsende in Japan von den Indern wieder aufgelegt wurde.Wie seltsam,das Getriebe war so gut wie beim Original.Aber man kann auch einige andere nennen,die zumindest in dem Bereich kein Problem hatten.Also ganz klar Schlamperei bei BMW und nirgends sonst.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
emiliano-zapata 12.01.2017, 15:08
42. schon die alten Engländer

haben die BMW als "Old Klonk" bezeichnet!
aber zum Thema: "gewichtige 158 Kilogramm bei 34 PS aus einem Zylinder" Schon die Max hatte Mitte des 19.Jhds in getunter Ausführung 20 PS als 250er und die Duke 390 RC hat32 kW (43 hp) bei weniger FZ-Gewicht; will damit sagen: zu schwer, zu fett und vor allen Dingen, zuviel Plastik für die anvisierten Abnehmerländer.
Was die BMW-Hasserei betrifft, da kann ich nur von meinen Erfahrungen berichten: In meinem Stall befinden sich österreichische und japanische Produkte, die alle ihre Dienste treu und brav verrichten, einige mit 6-stelliger Laufleistung auf dem Tacho. Gespräche mit BMW-Fahrern und Blicke in die BMW-Werkstätten zeigen mir andere Zuverlässigkeiten (siehe Bericht von faehr "Meine R 1200 RT zickt gewaltig, musste in 12 Monaten (oder 8000 Km) vier Mal auf den Hänger .. 2 x in D, 1 x in F und 1 x in DK."

Beitrag melden Antworten / Zitieren
robert_be 12.01.2017, 15:39
43. Früher einmal...

...wurden die Fahrzeuge in Deutschland entwickelt und gebaut, mit Teilen made in Germany oder wenigstens Made in EU. Heute wird versucht, mit einem indischen Produzenten ein Motorrad, welches später mal als "Made in Germany" angeboten werden soll, in Indien aus indischen Teilen zu bauen. Sparen kann durchaus funktionieren, doch wohl nicht in diesem Fall !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
power.piefke 12.01.2017, 15:55
44. @42manicmecanic

das Kompliment "nicht richtig gelesen zu haben" weise von mir und gebe es zurück. Fakt ist, die BMW kostet knapp 5000?. Die vergleichbare ktm duke 390 kommt um 5400? zum Kunden. Weitere Modelle, die an die gleiche Zielgruppe gerichtet sind liegen ebenso im Bereich ab 5000?. Wieso soll man also von der BMW mehr erwarten? Im übrigen ist absolut unwichtig, ob wir den gleichen Spleen zum Beruf gemacht haben ! Warum mein Wohnort nur Kilometer zwischen ktm, rotax und einem großen kupplungshersteller liegt ist, dass ich u.a. motorradkupplungen entwickle. zu sagen, in Indien würden gute teile hergestellt kann ich nur dann bestätigen, wenn es sich um lizenzierte nachbauten handelt. ansonsten stand der 60er.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
guenther2009 12.01.2017, 17:04
45. Die Gier der Vorstände

ist durch nicht zu überbieten. Aber das ist bereits seit einiger Zeit so, Beispiel K1200, als Touringmotorrad konzipiert, nach einiger Zeit gabs Probleme. Ein Motorrad mit 153 PS ist für die Rennstrecke gut, aber auf der Straße? Wenn sie zu viel oder zu früh Gas geben rutsch das Hinterrad davon, macht nichts. Nächstes Jahr heisst das Motorrad K1300 und hat plötzlich Anti Schlupf Regelung eingebaut. Herrlich wir bauen Motorräder mit immer mehr PS, die keiner mehr ohne Gimmiks beherrscht. Alles nur mehr für Vollidionten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
brux 12.01.2017, 18:10
46. Infos

Mir fehlt da etwas Information. Heute kann man alles überall produzieren. Die Maschinen sind die gleichen, die Prozesse und das Design auch. Allerdings muss man dann auch wirklich sicherstellen, dass die Produktion und Qualitätskontrolle gleich sind. Die indische Mentalität darf man nicht reinlassen. Schon gar nicht, wenn man am deutschen Preisniveau festhält.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
All Square 12.01.2017, 18:34
47. die Tester hatten zügig einen Schwachpunkt festgemacht: das Schaltgetriebe.

Gähn ! Die Tester wußten schon vorher wo der Schwachpunkt einer BMW ist. Ich kenne (und habe) die zwei BMW-Modelle, die ein perfekt schaltendes Getriebe haben: eine F650GS (2012) und eine K1200LT (2004). Das restliche Zeug habe ich hinter mir gelassen. Bei der F650GS kommt noch ein weiterer Vorteil zum tragen: sie hat keinen BMW-, sondern einen ROTAX-Motor. Ein wahres Sahnestück. Einziger Mangel ist die Kette, statt eines Kardans.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ansv 12.01.2017, 18:36
48. Eigentlich ist das ein Glück

Bisher traten die Fehler ja erst im wahren Leben auf - und wurden weitestmöglich totgeschwiegen. Die kleineren Mängel kann man am Zubehörkatalog eines bekannten Enduro-Zubehörherstellers nachlesen. Die größeren - wie z. B. das ABS, das man nur 2 oder 3x hintereinander in den Regelbereich fahren durfte, bevor es eine Störung hatte - wurden zwar in Foren lebhaft diskutiert, vom Hersteller aber immer negiert. Erst als es bei Fahrtrainings zu Unfällen kam, gab es eine Rückrufaktion.

Und - ich weiß nicht mehr welches Modell das war - da hat man die Gabelbrücke (Gussteil) bei einem Billighersteller gekauft, leider hat man dem für die Entwicklung nichts bezahlt, weswegen man nach der Pleite des Herstellers genau gar keine Ersatzteile liefern - und den Auftrag ja auch nicht an einen anderen Hersteller geben konnte.

Ich persönlich habe lange von einer BMW geträumt - aber bis ich das nötige Kleingeld wirklich "übrig" hatte, waren im Bekanntenkreis einfach zu viele mit ihren BMWs unzufrieden - wobei ich zugegebenermaßen nur Informationen über das Endurosegment habe.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hellsguenni 12.01.2017, 19:05
49.

Zitat von guenther2009
ist durch nicht zu überbieten. Aber das ist bereits seit einiger Zeit so, Beispiel K1200, als Touringmotorrad konzipiert, nach einiger Zeit gabs Probleme. Ein Motorrad mit 153 PS ist für die Rennstrecke gut, aber auf der Straße? Wenn sie zu viel oder zu früh Gas geben rutsch das Hinterrad davon, macht nichts. Nächstes Jahr heisst das Motorrad K1300 und hat plötzlich Anti Schlupf Regelung eingebaut. Herrlich wir bauen Motorräder mit immer mehr PS, die keiner mehr ohne Gimmiks beherrscht. Alles nur mehr für Vollidionten.
ähm, und was hat der Kommentar jetzt mit der 310er BMW zu tun? Das die kleinen Moppeds in Indien produziert werden ist nichts neues, KTM macht das mit der kleinen Duke/RC Modellreihe genauso und die Kisten fahren und schalten sich klasse. Ich denke eher, daß BMW hier ein Controlling Problem hat, wobei die großen Moppeds dem Hörensagen nach wohl auch recht häufig außerplanmäßig die Werkstatt aufsuchen. Und vom Preis bewegt sich die BMW genau im Bewerberfeld, wenn man weltweit verkaufen will, muß man sich am Preisgefüge des Wettbewerbs orientieren, sonst verkauft man keine erkleckliche Stückzahl. Und die paar Moppeds, die in D über den Tisch gehen reißen es da nicht raus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 5 von 9