Forum: Auto
Luftverschmutzung: Madrid will Autos aus dem Zentrum verbannen

Dicke Luft in Madrid: Die spanische Hauptstadt leidet seit Jahren unter unter den Folgen von Autoabgasen. Damit soll im kommenden Jahr Schluss sein.

Seite 4 von 7
dingodog 22.09.2014, 22:12
30. Nicht nur die Innenstädte!

Immer mehr junge Leute verzichten aufs Auto, und trotzdem nimmt der Autoverkehr in den Städten gefühlt zu. Dafür gibt es auch eine logische Erklärung - jeder, der aufs Auto verzichtet, macht Platz für die übriggebliebenen Autofahrer, für die Autofahren umso angenehmer wird, je mehr darauf verzichten. Die Konsequenz ist, dass sie mehr und mit größeren Autos fahren.

Catch 22, sozusagen.

Die nicht oder wenigfahrenden Teile der Bevölkerung müssen sich langsam mal klar machen, dass sie solange die A...karte gezogen haben, bis sie politisch Druck machen und die Vorteile der Autofreiheit einfordern.

Erweiterte Fußgängerzonen in den Stadtzentren (oder überhaupt welche, siehe Berlin) sind ein Schritt, aber genauso wichtig sind autofreie Fahrradkorridore, um den künstlichen Konflikt zwischen Fahrradfahrern und Fußgängern zu reduzieren, und Sperrzeiten in Wohngebieten, in denen garnicht bzw. nur mit Sondergenehmigung (Behinderte) gefahren werden darf, z.B. nachts oder am Nachmittag, damit Stadtkinder wieder draußen spielen können, statt am Computer zu versauern. Der Trick ist eine zeitlich sinnvoll abgestimmte Nutzung, genauso in den Innenstadt-Fußgängerzonen, da ist das schon lange üblich (Lieferzeiten).

Für die aufjaulenden Autofans, die den Autolärm als Klang der Moderne schätzen, kann man ja Campingplätze auf Autobahnkreuzen einrichten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
magicveloce 22.09.2014, 22:55
31. Aha

Zitat von argonaut-10
Die Gemeinden und Städte sind seit Jahrzehnten dazu aufgefordert, dem Individualverkehr Optionen und Parkraum anzubieten. Das hat man in der ganzen Zeit ignoriert, als wenn es keine PKWs gäbe.
Das ist wirklich mal eine steile These, die sich leider nicht mit der Realität deckt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jeanremy 22.09.2014, 23:17
32. @ argonaut-10

Nehmen Sie doch den Bus oder die U-Bahn bzw. wenn nötig ein Taxi. Sie erwarten doch nicht allen Ernstes, dass in der Stadt immer mehr Parkplätze vorgehalten werden? Dann gäbe es irgendwann nur noch Parkplätze, jedoch keine Parks, Geschäfte und Wohnungen mehr. Das wären ja tolle Aussichten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
1789inParis 22.09.2014, 23:19
33. Luxus-Thema

Luxus-Thema. Die Welt hat gerade ganz andere Probleme.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ugedai 22.09.2014, 23:54
34. Richtiger Schritt

Autos sollten generell aus den Innenstädten verbannt werden. Nicht nur das ihre Abgase eine Gefahr für die Gesundheit sind, insbesondere für Kleinkinder, verursachen Smog und Lärm und vermindern die Lebensqualität. Mit einem gut ausgebauten öffentlichen Verkehrssystem wie in London, Paris oder Berlin ist man schneller unterwegs wie mit dem Auto.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kufu 23.09.2014, 00:49
35.

Zitat von maxweber
...die nächste größere Stadt in meiner Nähe, eine City-Maut erheben, fliege ich eben zum Shoppen für 40 Euro von Memmingen nach London. Ob das dann aber der Umwelt nutzt?
Mit Ryan-Air? Wie ich die kenne, verlangen sie für die PKW-Mitnahme extra. Wobei Vorsicht, nach Londen dürfen Sie auch nicht reinfahren, am Ende muss das teuer eingeflogene Auto am Flughafen ins noch teurere Parkhaus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
thenovice 23.09.2014, 07:13
36.

Da prallen zwei unvereinbare Lebensmodelle aufeinander... Zum einen die Innenstadtbewohner die kein Auto brauchen oder es sich nicht leisten können, dafür aber bereit sind teure Mieten zu zahlen und auf der anderen Seite sind die die Außerhalb wohnen (müssen) und dann auf das Auto mehr oder minder angewiesen sind. ...
Allerdings finde ich es schon scheinheilig, dass die "Städter" in die Innenstadt ziehen um sich dann über Verkehrslärm zu beschweren... ungefähr so Sinnbefreit wie diejenigen, die ein Billiggrundstück in der Einflugschneise vom Flughafen kaufen und anschließend gegen den Fluglärm klagen

Beitrag melden Antworten / Zitieren
H-Vollmilch 23.09.2014, 09:00
37. Lesen lernen

Zitat von Einweckglas
Klar...die Menschen koennen sich in Madrid ja auch wie in Deutschland alle 4-5 Jahre ein neues Auto leisten. Da braucht man sich dann auch wegen der Dreckschleudern keine Sorgen mehr machen. Nur ist es leider nicht so. Ich meine , dass die Autos hier in Madrid im Schnitt 10 Jahre alt sind. Also zahlen wieder die, die sich neue Autos trotz Subventionen nicht leisten koennen. Also die Geringverdiener. Tolle Sache!
Wenn sie den Artikel gelesen hätten, wüssten sie, das Einwohner von den Verboten/Einschränkungen ausgenommen werden sollen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gekkox 23.09.2014, 09:23
38. Falsche Schlussfolgerungen

Zitat von thenovice
Da prallen zwei unvereinbare Lebensmodelle aufeinander... Zum einen die Innenstadtbewohner die kein Auto brauchen oder es sich nicht leisten können, dafür aber bereit sind teure Mieten zu zahlen und auf der anderen Seite sind die die Außerhalb ....
Die Anwohner dürfen ja weiterhin mit dem Auto da rein.

Alle anderen sind in Madrid nicht darauf angewiesen, da es ein gut funktionierendes ÖPNV gibt und wer sich ein Auto und die Parkgebühren für einen Tag leisten kann, der wohnt sicher nicht "draussen", weil er sich die Stadt nicht leisten kann.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Direwolf 23.09.2014, 09:28
39. Wenn man TfL glauben darf

Zitat von sf225
London verdrängt private PKW schons seit Jahren aus der City, aber zu meinem Leidwesen sinken die Mieten dort einfach nicht!
Wurde auch praktisch kein Pkw Verkehr verdrängt. Es gab einen Einmal-Effekt bei EInführung und danach kontante Einfahrtzahlen. Selbst bei der dicken Preiserhöhung gabe es keine Reaktion.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 7