Forum: Auto
Mangelnde Erste Hilfe: Guck mal, der stirbt
Deutscher Verkehrssicherheitsrat

Stell dir vor, es passiert ein Verkehrscrash, und keiner hilft. Was sich unwirklich anhört, ist bittere Realität: In 60 Prozent aller Unfälle bleibt Erste Hilfe aus, stattdessen werden Handykameras gezückt. Dabei können selbst einfachste Handgriffe Leben retten.

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tommahawk 23.02.2013, 12:42
1. Stabile Seitenlage...

... ist oftmals schon 90% der Miete. Es muss also nicht mal blutig zugehen.

Warum müssen unsere Autos alle zwei Jahre zum TÜV und bei den Menschen reicht ein Placebo-Kurszs beum Toten-Kreuz, wenn er seinen Führerschein macht.

Und wieviel Überlebende sind eigenlich 10%?

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Moewi 23.02.2013, 12:47
2.

Soso, also ein "Verkehrscrash"...

"Stell' Dir vor es passiert ein Haushaltscrash."
Mindestens genauso schlimm.

Verfügen die Krankenhäuser eigentlich schon über Crash-Aufnahmen ?Gibt es noch die sprachlich-altertümlichen UNFALL-Ambulanzen?

Es ist so unglaublich arm, dass unsere Journaille nicht mehr das nötige Handwerkszeug besitzt.
Na egal: Weiter so, und immer schön vor dem Zeitungssterben nichtsahnend schulterzucken...

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meinmein 23.02.2013, 12:47
3.

Zitat von sysop
Stell dir vor, es passiert ein Verkehrscrash, und keiner hilft. Was sich unwirklich anhört, ist bittere Realität: In 60 Prozent aller Unfälle bleibt Erste Hilfe aus, stattdessen werden Handykameras gezückt. Dabei können selbst einfachste Handgriffe Leben retten.
Ich musste beruflich bedingt in den letzten 25 Jahren alle 2 Jahre einen Erste-Hilfe-Kurs machen. Ich erinnere mich eigentlich nur an "Puppe aufblasen" also Wiederbelebung und das jedesmal mit einer neuen Methode. Die Standards haben so oft gewechselt, dass ich mich mittlerweile nicht mehr an die zur Zeit gültige Methode erinnern kann. So so, jetzt also 30 zu 2, wie auch immer das funktioniert.

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Squad 23.02.2013, 12:54
4. Guck mal, wer da stirbt...

...ist doch nett so was und entspricht dem Zeitgeist. Steigerungsfähig ist das durchaus, indem man dem Sterbendem iPhone und Geldbeutel abnimmt. Liegt der Delinquent tatsächlich im finalen delirium so muss man ihn doch von seinen irdischen Lasten befreien und den Trauernden so die Last des Nachlasses hilfsbereit abnehmen. So geschehen bei meinem Vater im Krankenhaus. Leichenfledderei im städtischen Krankenhaus.

Seit dem ist für mich endgültig klar, was auf der Welt wichtig ist und das sind ganz bestimmt nicht Mitmenschen. Denn die sind tatsächlich zu allem fähig. Besitz und Gaunerei, gepaart mit Sensationsgeilheit wird uns jeden Tag vorgelebt und volksnah zelebriert.

Gratulation! Verkommenheit und stets der eigene Vorteil im Auge. Das ist das, was diese Menschen ausmacht.

VG
Squad

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madre 23.02.2013, 13:00
5. ...

Es würde enorm helfen, wenn eine Pflicht bestände, alle bspw. 5-10 Jahre einen Erste-Hilfe-Kurs nachzuweisen (oder bei Vorlage eines neuen Fotos - da gibt es ja jetzt ein neues Gesetz für).
1. hilft es zur Verbesserung der Erstversorgung
2. könnte ich mir vorstellen, dass damit all jene von der Straße "sortiert" werden würden, die körperlich nicht mehr in der Lage sind, ein Auto zu führen. Ich kann mir bspw. nicht vorstellen, dass ein 90jähriger angemessen erste Hilfe leisten und eine Unfallstelle schnell abzusichern (mal von fitten Ausnahmen abgesehen).

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Nania 23.02.2013, 13:05
6.

Zitat von madre
Es würde enorm helfen, wenn eine Pflicht bestände, alle bspw. 5-10 Jahre einen Erste-Hilfe-Kurs nachzuweisen (oder bei Vorlage eines neuen Fotos - da gibt es ja jetzt ein neues Gesetz für). 1. hilft es zur Verbesserung der Erstversorgung 2. könnte ich mir vorstellen, dass damit all jene von der Straße "sortiert" werden würden, die körperlich nicht mehr in der Lage sind, ein Auto zu führen. Ich kann mir bspw. nicht vorstellen, dass ein 90jähriger angemessen erste Hilfe leisten und eine Unfallstelle schnell abzusichern (mal von fitten Ausnahmen abgesehen).
ich hingegen sehe das Problem, dass man gar nicht weiß, wie man Hilfe leisten kann - selbst mit Erste-Hilfe-Kurs. Gerade bei Schwerverletzten kann man da auch eine ganze Menge falsch machen (Genickbruch anyone?) - und das möchte auch keiner. Wenn man sich da nicht 100% sicher ist, dann neigt man vielleicht auch eher dazu, nicht zu "helfen", sondern auf den Krankenwagen zu warten.
Punkt 2 stimme ich jedoch zu. Nicht wegen der ersten Hilfe sondern allgemein wegen körperlichen Zuständen.
Es gibt aber immer mehr alte Menschen, die freiwillig auf den Führerschein verzichten - was ich hoffentlich auch mal machen werde.

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stickstoffgruppe 23.02.2013, 13:12
7. Schon genauso erlebt

im vorletzten Winter:
Auf dem Weg zur Arbeit an einer Unfallstelle vorbeigekommen (überschlagenes Auto), drei andere Autos hatten schon gehalten. Natürlich an dem Tag das Handy zu Hause vergessen. Ich bat jemanden mit Handy, einen Rettungswagen zu rufen. Die Antwort: " Ja... haben sie die Nummer??"
Andererseits: Immerhin haben überhaupt welche angehalten!

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Ingmar E. 23.02.2013, 13:17
8.

Zitat von Nania
ich hingegen sehe das Problem, dass man gar nicht weiß, wie man Hilfe leisten kann - selbst mit Erste-Hilfe-Kurs. Gerade bei Schwerverletzten kann man da auch eine ganze Menge falsch machen (Genickbruch anyone?)
Sie verbreiten hier falsche Ängste. Das Hauptproblem ist, dass gar nicht geholfen wird. Gar keine Hilfe ist schlechter als falsche Hilfe.
Wenn jemand kein Herzschlag hat, dann ist er tot. Wenn man jetzt einen Fehler macht, was kann schlimmstenfalls passieren? Er bleibt tot. Toter als tot geht nunmal nicht.
Selbst wenn jemand ne Querschnittlähmung bekommt, ist dem das im Zweifel sicher lieber als am Erbrochenen zu sterben.

Auch dass ein anderer Forist schrieb, dass sich ständig was ändert, ist doch quark. Es hat sich die Beatmungsfrequenz geändert, man muss jetzt bis 30 zählen und nicht nur bis 15, und im Zweifel darf man als Alleinhelfer auch auf die Beatmung verzichten und soll nur drücken. Das sind keine riesigen Änderungen.

Auch dass man bei Bewusstlosen KRAD-Fahrern den Helm abnimmt und bei ansprechbaren KRAD-Fahrern den Helm drauflässt und erst im Augenblick des Erbrechens abnimmt, ist gleich geblieben.

Wenn man Unsicherheiten verbreitet, hilft das der sterbenden Person kein bißchen. Und man kann jederzeit selber die sterbende Person sein.

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gabrielegerda 23.02.2013, 13:18
9. optional

Warum werden nicht bereits in der Grundschule regelmäßige Kurse in Erster Hilfe ins Pflichtprogramm aufgenommen? Das wäre meiner Meinung nach eine hilfreiche Maßnahme, wenn Menschen das schon von klein auf als Selbstverständlichkeit vermittelt bekommen.

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