Forum: Auto
Mangelnde Erste Hilfe: Guck mal, der stirbt
Deutscher Verkehrssicherheitsrat

Stell dir vor, es passiert ein Verkehrscrash, und keiner hilft. Was sich unwirklich anhört, ist bittere Realität: In 60 Prozent aller Unfälle bleibt Erste Hilfe aus, stattdessen werden Handykameras gezückt. Dabei können selbst einfachste Handgriffe Leben retten.

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Kopflaus 23.02.2013, 13:18
10. Routine vermitteln

Ich denke, die meisten würden helfen und die Unsicherheit hält sie davon ab. Der wichtigste Schritt zu Verbesserung wäre eine regelmässige Wiederholung des Erste Hilfe Kurses, z.B. alle 5 Jahre.

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trompetenmann 23.02.2013, 13:18
11. Ersthelfer

Ich habe mich als Ersthelfer am Arbeitsplatz zu Verfügung gestellt - erste Hilfe Kurs inklusive. Meine Motivation: ich hoffe, dass mir auch geholfen wird, sollte ich mal Hilfe benötigen.

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ravenheart76 23.02.2013, 13:23
12.

@nania:
Überhaupt Hilfe zu leisten ist schon wichtig. So leicht bricht ein Genick nicht. Und solange man beim Bewegen auf den Kopf/Hals achtet, kann auch nicht allzuviel passieren.

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usti 23.02.2013, 13:29
13. Woher kommt wohl die angst etwas falsch zu machen?

Ich denke, ein paar Anweisungen, kurz und knackig, für Normalos, bei denen die Wahrscheinlichkeit gering ist, dass sie das anwenden müssen, wäre hilfreich. S.a. @meinmein "Ich erinnere mich eigentlich nur an "Puppe aufblasen" also Wiederbelebung und das jedesmal mit einer neuen Methode. Die Standards haben so oft gewechselt, dass ich mich mittlerweile nicht mehr an die zur Zeit gültige Methode erinnern kann

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Atomkrafteimer 23.02.2013, 13:34
14. Ja...

Zitat von madre
Es würde enorm helfen, wenn eine Pflicht bestände, alle bspw. 5-10 Jahre einen Erste-Hilfe-Kurs nachzuweisen (oder bei Vorlage eines neuen Fotos - da gibt es ja jetzt ein neues Gesetz für). 1. hilft es zur Verbesserung der Erstversorgung 2. könnte ich mir vorstellen, dass damit all jene von der Straße "sortiert" werden würden, die körperlich nicht mehr in der Lage sind, ein Auto zu führen. Ich kann mir bspw. nicht vorstellen, dass ein 90jähriger angemessen erste Hilfe leisten und eine Unfallstelle schnell abzusichern (mal von fitten Ausnahmen abgesehen).
Das Problem ist, denke ich, nicht nur im Nicht-Wissen begründet, sondern auch in der Angst etwas falsch zu machen bzw. dem Opfer zu schaden.

Ich kann mich bei meinem Kurs noch besonders an die etwas entsetzen Gesichter erinnern, als der Ausbilder sagte, dass es bei der Herzdruckmassage gelegentlich mal vorkommen kann, dass ein oder zwei Rippen gebrochen werden. Mein Eindruck war, dass den meisten Anwesenden die Vorstellung schon reichte. Das Argument "lieber gebrochene Rippen als tot" kam da nicht mehr wirklich durch.

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kreisegal 23.02.2013, 13:37
15. Und es ist so einfach !!!

Im Endeffekt geht's doch nur um 3 Dinge: Bewusstlos mit Atmung (Brustkorb hebt sich) -> auf die Seite drehen, Kopf überstrecken, keine Atmung -> 100x/min tief auf die Mitte des Brustkorbs drücken, starke Blutung -> mit sauberem Tuch o.ä. auf die Wunde drücken... Und Notruf 112.
So einfach wäre Erste Hilfe, falsch ist nur gar nichts zu machen!
Andere Länder sind uns da weit voraus! Siehe z.B.
http://www.bhf.org.uk/heart-health/life-saving-skills/hands-only-cpr.aspx#&panel1-4

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olli08 23.02.2013, 13:40
16. Besser nix als wenig?

Zitat von Nania
... Gerade bei Schwerverletzten kann man da auch eine ganze Menge falsch machen (Genickbruch anyone?) - und das möchte auch keiner. ...
Falsch! Wer gar nichts macht, macht ALLES falsch!

Wo bei man heutezutage ja schon froh sein kann, wenn Unfallzeugen ihr Handy zum herbeirufen von Hilfe, und nicht zum Filmen nutzen.
Leider.

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matthias_b. 23.02.2013, 13:43
17. Das Geschäft mit der 1. Hilfe

Das Problem ist aber auch, dass es hierzulande nur eine Verpflichtung gegen Bezahlung ist. Ein Klick auf den Link im Artikel und es wird die Frage gestellt:

"Was für einen Erste Hilfe Kurs benötigen Sie ?"

Und dazu die Preisliste.

Die Frage sollte eher lauten, welchen Kurs man WILL, nicht braucht. Die Motivation bei sinkenden Reallöhnen noch ohne Zwang Geld für etwas schwer Fassbares wie einen 1.-Hilfe-Kurs auszugeben ist verständlicherweise ziemlich gering.

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sf2001 23.02.2013, 13:43
18. Helfen, egal wie

Als Ersthelfer kann ich mich trotz 2jähriger Wiederholung der Kurse auch nicht immer an alles erinnern. Es fehlt quasi die tägliche Anwendung des Gelernten. Aber eine Sache habe ich mir immer gemerkt: Auf jeden Fall, egal was passiert ist, Hilfe anbieten. Und das ist etwas, das gar nichts mit Techniken zu tun hat. Jeder Betroffene ist erst mal froh, wenn sich jemand um ihn kümmert, einfach nur da ist, zuhört oder beruhigend auf ihn einredet. Und was immer wieder zu hören/lesen ist:" Ich helfe nicht, könnte ja was falsch mache." Nein! Falsch geht nicht! Falsch ist einzig und alleine nichts zu tun. Irgendwie kann jeder helfen. Und wenn es nur um Unterstützung eines anderen Helfenden geht. Und bei der Wiederbelebung etwas falsch machen? Geht auch nicht! Wenn jemand nicht mehr atmet ist er Tod. Was um Gottes Willen kann man da falsch machen, wenn sonst niemand da ist, der Erste-Hilfe leisten kann???

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Battlemonk 23.02.2013, 13:44
19.

Zitat von olli08
Falsch! Wer gar nichts macht, macht ALLES falsch! Wo bei man heutezutage ja schon froh sein kann, wenn Unfallzeugen ihr Handy zum herbeirufen von Hilfe, und nicht zum Filmen nutzen. Leider.
Wenn man wenigstens den Notarzt anruft ist 70% erledigt

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