Forum: Auto
Mehr Ladestationen für Elektroautos: Jetzt aber schnell
Fraunhofer-Gesellschaft

Die Elektromobilität kommt nicht so recht in Schwung, und das hat mehrere Ursachen - eine davon ist die mangelnde Ladeinfrastruktur. Mit zwei Großprojekten soll dieses Problem jetzt beseitigt werden.

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KarlNielz 04.04.2014, 15:59
1. Bringt alles nichts

Wer Fahrrad mit Helm fahren muss, geht lieber zu Fuß anstelle sich etwas auf den Kopf zu binden und hinterher die Haare wieder zu frisieren - da Fußgänger statisstisch mehr heftige Unfälle haben als Radfahrer auf einen KM, wurde zuletzt berechnet ein Gesetz zur Helmpflicht wäre unwirtschaftlich.

Baterieladerrei mit Käffchen, wer macht sowas als Dauerhobby. Und dann noch mehrmals in der Woche und immer häfiger, da Lithium Batterien 20% ihrer Leistung z.B im Handy pro Jahr abbauen.

Nur Austauschsysteme, die besser, als Tanken sind, machen Sinn.

Da eine Wasserstoffwirtschaft bz. dessen Infrastruktur wegen der Sicherheitsaufwendungen unfinazierbar sind bedarf es bahnbrechender Entwicklungen. Graphen kommt aufgrund der Perspektive Silizium zu ersetzen in Frage. Binäre Akkuflüssigkeiten kommen auch in Frage - Technisch. Es geht aber um Skaleneffekte, d.h. vertikale Diversifikation, jede E/W-Infrastruktur muss auf bestehende Benzininfrastukturen aufbauen, sonst zu teuer. Und Selbst, wenn Autos ohne Benzin fahren, was wer will das politsch, nachdem für Tanker und Agrarndustrie und Plastik die Dickflüssigen Rohölbestandteile und das Kerosin verbrannt sind - heizt man mit Super Plus?. Und dank Big Data wird immer weniger auf dem Reisbrett entschieden, was heißt - Erfindungen müssen sich wirtschaftlich eher ins dynamische WirtschaftsSystem "reinevolutionieren". Wenn zb. eine mini 15 KG mit Benizinturbine als Rangeextender anspringt aufgrund dessen das das NAVI auf der 200 KM Route einen Ladestopp machen muss aber im Radius keine Station oder Zeit da ist, wird das mit der Autoabschreibung/Abnutung und Neuanschaffungen gegengerechnet.

Vieleicht werden, weil weniger Familien ältere Menschen künftig viel Strecken in der Luft, auf der Schiene und Fahrrad gefahren, keiner will mehr Autos. In Städten will Google Chef Page errechnet haben sind 50% der Fläche Autos und Straßen und eine Person nutzt ein Auto 1h von 24h. Da ist viel machbar, sehr viel wird sich aufgrund von Verhaltensänderungen der Bevölkerung durch Anreize und auch Demografie bzgl Mobilität verändern, was auch in Sachen Finanzierung eine Rolle spielen sollte.

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u.loose 04.04.2014, 16:02
2. Na dann haben die Kohlekraftwerke

ja gut zu tun... Auf Wind will sicher kein Autofahrer warten - oder?

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Umbra II 04.04.2014, 16:44
3. 10 € pauschal...und nun?

Für diesen Preis bekomme ich momentan 7,5 l Diesel, braucht meine Reisschüssel genau auf 100 km. Weiter kommt eine Batterieschleuder damit auch nicht. Was soll also dieser Blödsinn? Wo bleibt der Wasserstoffantrieb????

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kmgeo 04.04.2014, 16:47
4. Milliarden für eine Zwischenlösung!

Das ist ja mal wieder eine tolle Idee: Milliarden in eine Zwischenlösung stecken, von der man nicht genau sagen kann, ob es denn so klappt und auch angenommen wird.
Viel sinnvoller wäre es, gleich den Sprung in die Wasserstoffwirtschaft zu wagen: Man kann zu Spitzenzeiten (negativer Preis) den Windstrom abfangen, bei Flaute/Dunkelheit wieder als Strom einleiten und Autos damit bequem von A nach B bringen. Klar, die Anfangsinvestitionen sind hoch, aber die holt man sich langfristig wieder rein.
Aber das wäre ja sinnvoll und zukunftsgewandt - statt dessen eine Übergangslösung mit zu erwartenden Problemen. Ist genauso wie mit den Höchstspannungsleitungen: Wir-machen-es-so-wie-immer anstatt mal abseits zu denken: Trassen in den Fluss/Kanal! Keine Bürgerproteste und vmtl. nicht einmal Raumordnungsverfahren, weil in einer Bundeswasserstraße. Technisch geht das (Nordsee) und finanziell sicherlich auch, wenn man die politisch-administrativen Kosten der abzuarbeitenden Einwendungen einrechnet. Und dieses Netz könnte dann auch mal Bundeseigentum bleiben (so wie die Straßen ja auch)

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syracusa 04.04.2014, 17:07
5.

Zitat von Umbra II
Für diesen Preis bekomme ich momentan 7,5 l Diesel, braucht meine Reisschüssel genau auf 100 km. Weiter kommt eine Batterieschleuder damit auch nicht. Was soll also dieser Blödsinn? Wo bleibt der Wasserstoffantrieb????
Gibt's doch schon, als Brennstoffzellen-Antrieb. Aber Wasserstoff ist halt unwirtschaftlicher als Strom.

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syracusa 04.04.2014, 17:14
6.

Zitat von kmgeo
Das ist ja mal wieder eine tolle Idee: Milliarden in eine Zwischenlösung stecken, von der man nicht genau sagen kann, ob es denn so klappt und auch angenommen wird. Viel sinnvoller wäre es, gleich den Sprung in die Wasserstoffwirtschaft zu wagen: Man kann zu Spitzenzeiten (negativer Preis) den Windstrom abfangen, bei Flaute/Dunkelheit wieder als Strom einleiten und Autos damit bequem von A nach B bringen. Klar, die Anfangsinvestitionen sind hoch, aber die holt man sich langfristig wieder rein.
Nein, H2 ist dauerhaft teurer als Strom.

Das Argument mit dem negativen Preis bei Spitzenzeiten wird komplett hinfällig, weil bei höheren EE-Anteilen im Stromnetz der Windstrom ohnehin gespeichert werden muss. Der Preis nivelliert sich damit bis auf maximal die Differenz, die sich aus dem Wirkungsgradverlust der Speicherung ergibt.

Wird H2 im Verbrennungsmotor genutzt, dann braucht man wegen der Wirkungsgradverluste etwa 7 mal mehr elektrische Energie für die Erzeugung des Wasserstoffs, als man dann im Auto aus H2 wieder als Nutzenergie zurück bekommt. Nutzt man H2 im Brennstoffzellenauto, dann ist immer noch etwa 3 mal so viel elektrische Energie nötig, als man hinterher als Nutzenergie zurück erhält. Die H2-Brennstoffzellentechnik ist aber noch lange nicht ausgereift.

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laurismauris 04.04.2014, 17:44
7. Vorurteile erschweren den Fortschritt

Hier im Forum kommen alle Vorurteile zur Sprache, die zwar längst widerlegt, aber leider immer noch verbreitet werden. Ein Tesla mit 85 kwh-Batterie fährt (lt. Werbung 502 km) realistisch zwischen 320 und 380 km mit einer Ladung. 10 Euro für eine Aufladung bedeuten also bei 300 km immer nur einen Bruchteil der Kosten eines Benziners, diesel- oder gasbetriebenen Fahrzeugs. Wer sich dann noch mit Photovoltaik auf dem eigenen Dach die Kosten reduziert oder ausschließlich an den Supercharger-Stationen von Tesla auflädt, fährt billiger und umweltfreundlicher als jeder andere. Wer jetzt noch behauptet E-Autos kommen nur 100 km weit, der glaubt auch daran, dass Erdölförderung umweltfreundlich wäre. Wer dann noch den Komfort und die Beschleunigung eines Tesla Modell S kennen lernen durfte, lacht doch nur über die Dinosaurier auf Deutschlands Straßen...

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Zuversicht 04.04.2014, 17:47
8. Das wird nichts!

Man sollte wirklich mal an der Intelligenz so mancher Manager zweifeln. Wenn ich das lese, bekomme ich fast schon einen Lachanfall:
Zitat von
Inklusive Heißgetränk und Internet werden für einmal Vollladen pauschal 10 Euro fällig. Bezahlt wird mit Kredit- oder EC-Karte. Und für einen monatlichen Flatrate-Preis von 80 Euro können die Saftspender jederzeit genutzt werden.
Wer soll das denn nutzen bzw. so blauäugig sein und das bezahlen? Die Firma Tesla bietet ein kostenloses Schnellladenetz in ganz Europa an.

Das ist in ihren teuren Varianten im Kaufpreis eingepreist, für die Einstiegsversionen kostet es 2.000 Euro und berechtigt ein autolebenlang dort kostenlos zu laden. Das würde man bei der hier vorgestellten Version bereits in 2 Jahren verpulvert haben - Flatrate vorausgesetzt. Aber die gilt nur in Deutschland. Hinzu kommt, das der Strom an diesen Ladesäulen deutlich günstiger ist als der der privaten Haushalte. 10 Euro Ladepauschale um einen rund 20 kWh Akku zu 80% aufladen zu lassen, grenzt an Wucher!

Zitat von
Sigl kritisiert zudem die verwirrende Bürokratie bei der Errichtung von Ladepunkten. "Soll eine Station auf einem Stück Wiese entstehen, ist das Grünflächenamt zuständig, wird eine daneben auf Asphalt gebaut, muss man zum Tiefbauamt. Durch dieses Behörden-Wirrwarr verzögern sich die Genehmigungen oft um mehrere Monate."
Vielleicht sollten die Herren mal bei Tesla vorbei sehen und sich erklären lassen wie man Ladestionen zentral an Autobahnen errichtet. Telsa hatte weder Probleme mit Frost - immerhin musste das ja als Argument für den Nichtausbau während des Winters auf der "E-Magistrate" München - Leipzig herhalten, noch mit den oben genannten Standorten. Dies erinnert sehr stark an einen Flughafen, einen Bahnhof bzw. an einen Konzertbau.

Wie wäre es mit folgendem Vorschlag: Die Ladesäulen werden vom Staat erstellt, die Kosten für den Strom werden pauschal mit dem Autokauf abgedeckt. Denn ein irgendwie geartetes Abrechnungssystem wird sich niemals rechnen - auch nicht mit 10 Europauschalen pro Ladung.

Oder anders ausgedrückt: Der GIII von Tesla dürfte sich mit Tankpauschale in 3 Jahren zum Verkaufsrenner entwickeln.

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bernd_lauert_meer 04.04.2014, 19:52
9.

Zitat von laurismauris
Hier im Forum kommen alle Vorurteile zur Sprache, die zwar längst widerlegt, aber leider immer noch verbreitet werden. Ein Tesla mit 85 kwh-Batterie fährt (lt. Werbung 502 km) realistisch zwischen 320 und 380 km mit einer Ladung. 10 Euro für eine Aufladung bedeuten also bei 300 km immer nur einen Bruchteil der Kosten eines Benziners, diesel- oder gasbetriebenen Fahrzeugs. Wer sich dann noch mit Photovoltaik auf dem eigenen Dach die Kosten reduziert oder ausschließlich an den Supercharger-Stationen von Tesla auflädt, fährt billiger und umweltfreundlicher als jeder andere. Wer jetzt noch behauptet E-Autos kommen nur 100 km weit, der glaubt auch daran, dass Erdölförderung umweltfreundlich wäre. Wer dann noch den Komfort und die Beschleunigung eines Tesla Modell S kennen lernen durfte, lacht doch nur über die Dinosaurier auf Deutschlands Straßen...
Bla, bla Tesla. Ich kanns nicht mehr hören.
Ist ihnen mal aufgefallen, dass ein Tesla S mit halbwegs vernümftiger Ausstattung 100.000€ kostet? Nein? Sowas aber auch.
Kleiner Tipp am Rande: Die werden auch nicht billiger.
Fakt ist, dass mit der derzeitigen Akku-Technologie keine Massenmobilisierung möglich ist. Und Fakt ist auch, dass beim derzeitigen Strommix in Deutschland ein kleiner Diesel eine wesentlich besser Ököbilanz hat als ein Elektrofahrzeug.
Es ist also kein Wunder, dass die Deutsche Automobilindustrie verhalten reagiert. Oder dass Toyota auf die Brennstoffzelle umsteigt.

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