Forum: Auto
Mehr Ladestationen für Elektroautos: Jetzt aber schnell
Fraunhofer-Gesellschaft

Die Elektromobilität kommt nicht so recht in Schwung, und das hat mehrere Ursachen - eine davon ist die mangelnde Ladeinfrastruktur. Mit zwei Großprojekten soll dieses Problem jetzt beseitigt werden.

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hinzkunz@gmx-topmail.de 04.04.2014, 22:56
20. Auch der Diesel wurde besteuert...

Zitat von kenterziege
Ich will nur nicht über meine Steuern dazu beitragen müssen. Auch will ich nicht, dass neben den notwendigen Behinderten-Parklplätzen nun weitere Behinderten-Parklplätze für das Laden von den Krücken vorgehalten werden, und zwar zu Lasten der übrigen Verkehrsteilnehmer.
Sie tragen auch mit Ihren Steuern dazu bei, dass Bosch seine Diesel-Technik verkaufen kann. Und Elektroautos als Krücken zu bezeichnen ist reißerisch. Der aktuelle Porsche Boxster beispielsweise ist nur 1,4 Sekunden schneller von 0 auf 100 km/h als der BMW i3.
Und den lade ich daheim in der Garage. In der Nacht. Nach 100 Km Arbeitsweg, und 60 Km verbleibender, ungenutzter Reichweite. Kein Ölwechsel mehr, keine Zündkerzen, keine Hochdruckeinspritzpumpe, kein Turbo, keine Injektoren, keine Filter, kein Zahnriemenwechsel. Keine mechanisch filigrane Technik mehr, die ständig gewartet werden will und dann doch verreckt. Da gibt's viele Leute, die dann nicht mehr profitieren...

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Skarrin 05.04.2014, 23:48
21. Wucherpreise für Strom und Station

Zitat von syracusa
Die 20 kWh oder im Extremfall vielleicht sogar 40 kWh Strom, die der Kunde da aus der Schnellladestation zieht, kosten netto natürlich nur ca 4 bis 8 € im Einkauf.
Für 20kWh wären 10€ vielleicht gerade noch ok, wenn sie dafür in 20 Minuten geladen werden.

Aber was ist wenn ich nur 3-4kWh nachladen muß?
Oder meinen 50kWh-Akku volllade?
Alles zum Pauschalpreis?
Das ist Unfug, an der Sprittankstelle gibt es auch keine Pauschalpreise sondern der Treibstoff wird in Litern gemessen und bezahlt.

Zitat von syracusa
Die Kosten der 250.000 € teuren Ladestation sind davon aber noch nicht bezahlt
Derartige Wucherpreise lassen sich aus den Einnahmen sowieso nie bezahlen.

Zitat von syracusa
Oder weil Tesla mit diesem werbewirksamen Angebot Marktanteile kauft und damit selbst ohne Gewinnerzielung den Unternehmenswert steigert.
Könnte auch ein Modell für deutsche Unternehmen sein.
Aber nein, die schreien lieber nach Subventionen.

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Stefan_G 05.04.2014, 07:58
22. So so

Zitat von laurismauris
Hier im Forum kommen alle Vorurteile zur Sprache, die zwar längst widerlegt, aber leider immer noch verbreitet werden. Ein Tesla mit 85 kwh-Batterie fährt (lt. Werbung 502 km) realistisch zwischen 320 und 380 km mit einer Ladung. 10 Euro für eine Aufladung bedeuten also bei 300 km immer nur einen Bruchteil der Kosten eines Benziners, diesel- oder gasbetriebenen Fahrzeugs. Wer sich dann noch mit Photovoltaik auf dem eigenen Dach die Kosten reduziert oder ausschließlich an den Supercharger-Stationen von Tesla auflädt, fährt billiger und umweltfreundlicher als jeder andere. Wer jetzt noch behauptet E-Autos kommen nur 100 km weit, der glaubt auch daran, dass Erdölförderung umweltfreundlich wäre. Wer dann noch den Komfort und die Beschleunigung eines Tesla Modell S kennen lernen durfte, lacht doch nur über die Dinosaurier auf Deutschlands Straßen...
Tesla fahren billig? Der Sprit für z.B. einen A4 Diesel kostet momentan 6...7 €/100km. Das sind in 20 Jahren bei 400.000 km auch nur 28.000 €. Klar, Wartung kostet auch ein bisschen, Diesel wird teurer - grob gerechnet bleibe ich aber mit Anschaffung noch über die Zeit 20...30.000 € günstiger als allein die Anschaffung eines Tesla kostet. Und ich glaube erstmal nicht dass der Li-Ion-Akku eines Tesla 20 Jahre hält...

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Stefan_G 05.04.2014, 08:08
23. Rechenbeispiel

Zitat von syracusa
Könnten Sie diesen Vorwurf denn mal durch eine kurze Plausibilitätsprüfung erläutern? Nein, das können Sie nicht. Die 20 kWh oder im Extremfall vielleicht sogar 40 kWh Strom, die der Kunde da aus der Schnellladestation zieht, kosten netto natürlich nur ca 4 bis 8 € im Einkauf. Die Kosten der 250.000 € teuren Ladestation sind davon aber noch nicht bezahlt, und auch nicht das unternehmerische Risiko. Ich halte den Pauschalpreis von 10 € nicht für Wucher, sondern für fast geschenkt.
Der gemeine Nicht-Tesla-Stromkunde wird selten mal mit tiefentladenem Akku vorfahren, eher wird es ihm öfter mal zeitlich besser passen, mit 1/3 vollem Akku zu laden. Gehen wir also mal von einer durchschnittlichen Entnahme von 12...14 kWh aus, kostet dann 0,70...0,80 €/kWh. Das halte ich schon für Wucher.

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mark9664 05.04.2014, 08:24
24. Tesla S muss nicht biller werden

"Bla, bla Tesla. Ich kanns nicht mehr hören. Ist ihnen mal aufgefallen, dass ein Tesla S mit halbwegs vernümftiger Ausstattung 100.000€ kostet? Nein? Sowas aber auch. Kleiner Tipp am Rande: Die werden auch nicht billiger." Richtig der "S" nicht, wenn Kunden bereit sin, ein Jahr auf das Auto zu warten, warum auch? Aber vielleicht der "X" hier in den Staaten schon mal -20.000, der "E" ab 2017 soll hier 40.000 kosten. Wie teuer ist ein "Plastik-Golf"? Gut die Plastikdose gibt es hier umgerechnet fuer 11.000 Euro, aber die kauft trotzdem keiner. Ha! Ein 40.000 Dollar Tesla wuerde hier in kuerzester Zeit den Golf von den Verkaufszahlen hinter sich lassen (wenn man die Produktionszahlen hochsetzt).

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pepe1955 05.04.2014, 08:45
25. Das wird nie ein Geschäftsmodell, ...

... wenn die 5-stelligen Kosten zur Errichtung eines öffentlichen Ladepunktes, vom Aufwand zum Schutz vor Vandalismus, mit lächerlichen Umsätzen aus dem Stromverkauf gedeckt werden müssen. E-Mobilität wird auf absehbare Zeit nur etwas für Garagenparker und Eigenheimbesitzer sein, die das an einer normalen Steckdose erledigen können. Ich will jedenfalls abends nach Feierabend nicht erst noch panisch um den einen oder anderen Block fahren müssen, um einen freien Ladepunkt zu finden. So stelle ich mir Mobilität und Lebensqualität im 21. Jahrhundert jedenfalls nicht vor. Der einzig sinnvolle Kompromiss aus Mobilität und Umweltverträglichkeit sind Plug-in-Hybride oder E-Fahrzeuge mit Range-Extender. Aber den Fundamentalisten ist das dann immer noch vorhandene Auspuffrohr der besagte Dorn im Auge. Die sollen weiter träumen und sich mit Grünflächen- oder Tiefbauamt rumschlagen. Übrigens weiß ich aus eigener Erfahrung, dass auch der Denkmalschutz sich berufen fühlt, wenn es ums Aufstellen von Ladesäulen in der Nähe historischer Gebäude geht. Und das Verkehrsamt, das Ordnungsamt, das Planungsamt ...

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Benjowi 05.04.2014, 08:59
26.

Zitat von kenterziege
.....weshalb um diese Krücken von E-Autos so ein Hype gemacht wird. Selbst in Frankreich, wo die Dinger massig gefördert wurden und der Staatskonzern Renault voll auf die Dinger gesetzt hat, will die kein Kunde haben. Teure, kurzlebige Batteien, lächerliche Reichweiten und hohes Gewicht durch diese Batterien führen eben dazu, dass sich kein vernünftig denkender Mensch mit solchen Dingern beschäftigt. Aber diese "Besser-Menschen" meinen, im Sinn von Nachaltigkeit und "sanftem" Verkehr dieses als das Heil für die Menschheit verkaufen zu müssen! Dazu kann man dann nur sagen: Amen!
Zitat:"diese Krücken von E-Autos"-zumindest die von Tesla zeigen als Familienlimousine bei der Beschleunigung und Strassenlage mittlerweile den meisten Supersportwagen z.B. von Porsche die Rücklichter und knapp 400 km Reichweite sind auch nicht zu verachten. Nicht umsonst ist Porsche nach den ersten Vergleichstests heftig ins Grübeln verfallen. Und was den Preis angeht, liegt der bei vergleichbaren deutschen Oberklassenlimousinen durchaus im gleichen Segment. Und für die Lebensdauer der Akkus gibt Tesla bis zu acht Jahre Garantie ohne km-Begrenzung. Also erst einmal denken, bevor die lieben Vorurteile aufgewärmt werden. Das von Tesla vorgelegte Konzept ist der Anfang vom Ende der Dampfmaschinenautos-auch wenn das in Deutschland mehr in einen Religionskrieg ausartet......wahrscheinlich befeuert aus der deutschen Automobilindustrie, die wieder einmal den konsquenten Anschluss bis auf Ausnahmen schlicht verpennt hat.

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shardan 05.04.2014, 09:03
27. Totgeburt

Das E-Auto ist eine Totgeburt. Die im Artikel beschriebenen Stationen sind ja nett - aber 30 Stück sind nicht mal der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein. Das Problem ist sehr viel grundlegender. Die Mehrheit der Menschen hier lebt in einem Mietverhältnis. Bevor sich eAutos auch nur ansatzweise durchsetzen, braucht es nicht nur die Lader an der Autobahn (auch da muss man erst mal hin kommen!). Es fehlen die Ladestationen zu hause. Hier vor Ort gibt es z.B. einen Großvermieter mit ca 11.000 "Wohneinheiten" - Wohnblocks a la Arbeiter-Intensivhaltung. Bevor da auch nur ansatzweise Ladestationen auftauchen, fallen Ostern, Weihnachten und Pfingsten auf einen Tag. Von eine ausreichenden Anzahl Ladestationen ist dabei noch gar nicht die Rede. Solange sich an dem Punkt nichts ändert, bleibt das eAuto ein teures Statusspielzeug für Leute mit viel Geld und zwei Stellplätzen am schmucken Eigenheim, letztlich also die Riege der arrivierten Grünen. Dass der Strom dann noch lange nicht ökologisch erzeugt werden wird, solange die Regierung mehr Industrieinteressen als Umweltgedanken verfolgt, sei dahingestellt.

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mitbestimmender wähler 05.04.2014, 10:04
28. Tesla baut momentan am meisten Ladestationen

zwischen Mailand und Stockholm die Ende 2014 betriebsbereit sind und solche Langstrecken ohne Probleme ermöglichen werden:

-Als Partner ist die Deutsche Bahn an Tesla Bord
-Als Partner ist Mercedes an Tesla Bord

Da die zukünftigen E-Mercedes Tesla Technik an Bord haben ist hier ganz klar wer in Deutschland das grösste Ladestationen-Netz besitzt.

Nicht in Zukunft sondern Ende 2014/2015

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mitbestimmender wähler 05.04.2014, 10:10
29. Tesla hat erkannt das E-Auto und E-Tankstelle zum Konzern gehören sollten

In Zukunft verkauft der E-Autotechnik Hersteller den Saft gleich selbst über seine Tankstellen.

Den mit Service, Reparaturen, Wartung kann man beim E-Auto nicht mehr so viel verdienen. Es bleiben für den Hersteller nur noch:

-Fahrzeugverkauf über Flagshipstores
-Stromverkauf an der Ladestation
-Flottenabsatz an Mobility/Vermieter übrig

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