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Mehr Sicherheit für Radfahrer: Erster geschützter Fahrradweg in Berlin eröffnet
DPA

Grün, 3,50 Meter breit und mit rot-weißen Absperrpollern vom Autoverkehr getrennt: In Berlin wurde am Donnerstag die erste gesonderte Fahrradspur eröffnet, acht weitere sollen folgen. Ein kleines Manko gibt es aber.

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travelflo 10.11.2018, 10:29
210.

Zitat von j.vantast
Ja, der Strassenverkehr kostet Geld. So lange Sie aber keine Fahrräder erfinden die 40t Last befördern können wird es weiterhin Autobahnen geben müssen. Und vergessen Sie bitte nicht die Einnahmen aus KFZ-Steuer, Mineralölsteuer, Öko-Steuer, Mehrwertsteuer etc. Bei jedem Tanken zahlt der Autofahrer Mineralölsteuer, Ökosteuer und darauf auch noch mal Mehwertsteuer. Jedes gekaufte Ersatz- oder Zubehörteil, jede Autowäsche, jeder Werkstattbesuch wird mit 19% Mwst. beaufschlagt.
Es geht mir nicht um den WIrtshaftsverkehr, sondern um den privaten Autoverkehr, vor allem in der Stadt ist er ein Problem, und für Alternativen wird zu wenig gemacht.. und wenn es dann mal Alternativen wie gute Radwege gibt, wird gemeckert. Ich habe auch ein Auto, zahle Kfz-Steuer etc, aber ich nutze es in der Stadt nicht, ich würde es gut finden, wenn von meiner Kfz-Steuer Radwege gebaut werden, aber Steuern sind nicht zweckgebunden. Die 19% Mehrwertsteuer fallen bei jedem an.. es macht keinen Unterschied ob ich mein Geld für Autoteile verkonsumiere, oder in anderen Bereichen.

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Steve B 10.11.2018, 10:35
211.

Zitat von travelflo
Ich bin auf dem Stück schon gefahren, man kann sich sehr gut und sicher über holen, kein Problem. Die Poller sind übrigens ganz weich, wie aus Schaumstoff.. und sie schützen sehr gut vor Falschparkern, das ist ja der Sinn dahinter.
Dieses Stück ist laut Artikel auch 3,5m breit, und ich glaube gerne, dass das gut angenommen wird. Ich bezog mich aber auf die ebenfalls im Artikel angegebene Mindestbreite von 2m. Wie breit würde so eine PBL denn z.B. am Prenzlauer Berg ausfallen, und wie würde das mit den Hauseinfahrten dort funktionieren?

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travelflo 10.11.2018, 10:37
212. Korrektur

Zitat von steingärtner
800m Radweg für mehr als 13 Millionen Euro. Das bekommt keine Stadt der Welt hin. https://www.berliner-kurier.de/berlin/kiez---stadt/karl-marx-allee-ein-super-radweg-fuer-13-mio--euro--30636488 Macht round about 13200 Euro pro Meter oder 132 Euro je Zentimeter. Wer das nicht irre findet um zwei Autofahrspuren zu beseitigen, an einer Hauptausfallstrasse, da weiß ich dann auch nicht. PS Es gab dort schon einen sehr breiten Radweg auf einem sehr breiten Bürgersteig. Da wollten die Hippster aber nicht fahren. Man will ja gesehen werden. Ach ja, Bauzeit für die 800m zwei Jahre.
Für das Geld werden nicht nur Radstreifen angelegt, sondern die Fahrbahnen werden dort grundlegend saniert. Der Radweg vorher dort war eine schmale Ruine auf dem Bürgersteig, auf den man quasi nicht überholen konnte (oder nur mit Unterschreitung der Sicherheitsabstände), ich kenne ihn noch gut. Zudem reichen dort 2 Fahrstreifen für Autos völlig aus. Der Stau entsteht an den Kreuzungen, und nicht, weil es nur 2 Fahrstreifen gibt.

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djkamenz 10.11.2018, 10:40
213. nur , weil es ihnen schwer fällt zu ein paar meter zu fuss zu gehen?

Zitat von steingärtner
"....stieg ich dann auf Fahrrad um und fuhr so meine 10.000 km im Jahr in Berlin....." Bedeutete, jeden(!) Tag des Jahres, rund 27,5 km mit dem Rad durch Berlin. Halte ich für ein Gerücht ....., dass das stimmen könnte. Das schaffen Sie niemals, wenn Sie sich nur halbwegs an die Regeln halten. Und sonst auch nicht.
Was soll an lächerlichen, täglichen 27,5 Kilometern ein Problem sein? Nicht wenige Radler, die das wie ich zusätzlich noch als Sport betreiben kommen ohne das tägliche Pendeln schon auf 10.000 km pro Jahr. Die 20-30km in der Stadt, die man in Berlinwegen seiner Weitläufigkeit, ich habe selbst 12 Jahre in Berlin gelebt, schnell mit Pendeln, Einkaufen und Freunde besuchen, pro Tag hinzu fügt, fallen da nicht ins Gewicht. Ich komme allen ohne Stadtkilomter, die ich nich mehr tracke, schon auf 10-15.000 km pro Jahr. Und ja mein Gott, wenn man viel Rad fährt zieht man für kurze Strecken (unter 30 km) nicht mal besondere Kleidung an und kommt auch oft nicht auf die Idee ins Auto zu steigen, was ich natürlich auch noch habe. Und nein, ich bin kein junger Adonis sondern gehöre zur Ü 50 Fraktion. Halte an jeder Ampel und fahre immer mit Licht.

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july1969 10.11.2018, 10:41
214.

Das der Spiegel sich überhaupt noch traut Artikel in denen das Wort Fahrrad, Fahrradfahrer oder gar Fahrradweg vorkommt, wundert mich mittlerweile doch sehr. 1.) Die Autofahrer dich sich über die Kosten für den Radweg aufregen, gerundet 1 Mio für 1km, sollten sich mal bewußt machen, dass der km Autobahn mit 6 bis 20 Mio. Euro dasteht. Die 3,2 km A100 haben knapp 470 Mio. gekostet. Dafür hätte man also, wenn der Platz vorhanden wäre, 470km Radwege bauen können. 2.) An die Autofahrer die täglich bei 50% bis 90% der Radfahrer Verkehrsverstöße erkennen. Hier bleibt zu hoffen, daß diese Damen und Herren nie versuchen werden, irgendwem Prozent- oder Bruchrechnen näher zu bringen. Desweiteren würden sie, würden sie mal einen Blick auf die Autofahrer um sich herum werfen, schnell erkennen, daß es sich bei Autofahrern nahezu gleich verhält. 3.) An die Autofahrer die immer meinen, daß Fahrradfahrer auf der Straße nichts zu suchen haben. Die einzigen Fahrwege auf denen Radfahrer zu 100% nichts zu suchen haben, werden in der StVo als Autobahnen ausgewiesen. Die Wege, die in der StVo als Straßen bezeichnet werden, sind eben nicht immer exklusiv dem Autoverkehr vorbehalten. 4.) Die Autofahrer die sich über Radler auf der Straße beschweren, sollten bevor sie sich beschweren doch erdt mal kurz schauen, ob überhaupt ein benutzungspflichtiger Radweg vorhanden ist. Wenn ja, als 2. schauen, ob der grad tatsächlich von den Leuten, die ihn als Parkplatz ansehen, auch tatsächlich für die Radler freigegeben ist oder abet, ob der a.) nur zum kurz Brötchen holen, schnell ein Paket abholen, mal schnell zum Bankautomaten gehen etc. genutzt wird. b.) schauen ob dieser grad von Lieferantenverkehr zum Abstellen genutzt wird. 5.) ein Radweg wird auch dann nicht zum Parkplatz, wenn man den Warnblinker seines darauf abgestellten Autos einschaltet. 6.) Zum Trost für alle Autofahrer die sich heute noch über Radfahrer aufregen sei zum Trost gesagt, in ein paar Jahren hat sich das erledigt, da bekommt euer Blutdruck Ruhe. Da seid ihr dann nämlich alternativ a.) selbst auf dem Rad unterwegs oder sitzt b.) in einem von vielen ÖPNV Verkehrsmitteln. Denn das sich der motorisierte individual Verkehr in den Städten bald erledigt hat, sollte jedem klar sein der sich auch nur ein wenig mit der aktuellen Situation und der Zukunft auseinander setzt.

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Rechtschreibprüfer_der 10.11.2018, 10:42
215.

Zitat von steingärtner
800m Radweg für mehr als 13 Millionen Euro. Das bekommt keine Stadt der Welt hin. https://www.berliner-kurier.de/berlin/kiez---stadt/karl-marx-allee-ein-super-radweg-fuer-13-mio--euro--30636488 Macht round about 13200 Euro pro Meter oder 132 Euro je Zentimeter.
Macht ganz genau 16.500€ pro Meter, denn Kosten pro 800m machen keinen Sinn. Für 13 durch 0,8 teilen bedarf es keines "round aboutes".

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Rechtschreibprüfer_der 10.11.2018, 10:45
216.

Zitat von travelflo
Es geht mir nicht um den WIrtshaftsverkehr, sondern um den privaten Autoverkehr, vor allem in der Stadt ist er ein Problem, und für Alternativen wird zu wenig gemacht.. und wenn es dann mal Alternativen wie gute Radwege gibt, wird gemeckert. Ich habe auch ein Auto, zahle Kfz-Steuer etc, aber ich nutze es in der Stadt nicht, ich würde es gut finden, wenn von meiner Kfz-Steuer Radwege gebaut werden, aber Steuern sind nicht zweckgebunden. Die 19% Mehrwertsteuer fallen bei jedem an.. es macht keinen Unterschied ob ich mein Geld für Autoteile verkonsumiere, oder in anderen Bereichen.
Genau das ist das aktuelle Problem, das unsere Gesellschaft spaltet: ICH brauche das nicht, also benötigen ALLE ANDEREN dies ebenso nicht.

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travelflo 10.11.2018, 10:47
217.

Zitat von Steve B
Dieses Stück ist laut Artikel auch 3,5m breit, und ich glaube gerne, dass das gut angenommen wird. Ich bezog mich aber auf die ebenfalls im Artikel angegebene Mindestbreite von 2m. Wie breit würde so eine PBL denn z.B. am Prenzlauer Berg ausfallen, und wie würde das mit den Hauseinfahrten dort funktionieren?
Bevor man einen 2m Radweg baut, sollte man gar keinen bauen. Aber auch im Pberg gib es viele Fahrbahnen, die nur zum Parken benutzt werde. Man sollte diese ganzen Parkstreifen durch breite Radwege ersetzen. Parken sollte weniger Priorität als Verkehr haben.

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mustermannfrau 10.11.2018, 10:58
218. Ähm, ja, klar doch ...

Zitat von Das Pferd
klar, und der Handwerker daneben steht in der einen verbleibenden Spur im Stau ...
Also, so wie überall in Berlin auch. Übrigens, für den Nicht-Radverkehr verbleiben immer noch zwei Spuren – und frisch asphaltiert, keine Stoßdämpfer-killende Buckelpiste mehr!

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5412 10.11.2018, 11:00
219.

Zitat von Rechtschreibprüfer_der
Umgesetzt wird nur bei massiver Behinderung oder akuter Gefahr. Ein Falschparker an der Ladesäule behindert weder massiv den Verkehr, noch geht von diesem Falschparker akute Gefahr aus. Das Problem ist eher persönlicher Natur.
Die Parkräume an den Ladesäulen sind inzwischen sogar farblich hervorgehoben. Und Sie irren ich habe schon 4 abschleppen lassen. Ein Anruf beim zuständigen PK. Die kommen, nehmen auf und ordern den Schlepper. Einer kam gerade noch rechtzeitig und war trotz anwesender Polizei uneineinsichtig und hat über BEVs im allgemeinen sich unschön ausgelassen. Und Falschparken ist schlicht asozial, Punkt! Bei Ladesäulen entgeht dem Betreiber zudem die Möglichkeit Geld zu verdienen.

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