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Mehr staatliche Unterstützung: BMW will stärkere Förderung von E-Autos - CDU nicht
BMW

Geht es nach BMW, soll Deutschland Technologieführer bei Elektroautos werden - durch staatliche Hilfe. Damit dürfte der Hersteller bei der CDU jedoch auf Widerstand stoßen: Sie möchte andere Antriebe fördern.

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Leibdschor 14.06.2019, 18:37
1. Planlos

Dieser Artikel zeigt die komplette Planlosigkeit von Politik und Industrie. Jahrelang wurden die alternativen Antriebe stiefmütterlich behandelt von beiden Seiten und nun fehlt ein Konzept. Das E-Auto alleine wird immer nur eine Zwischenlösung bleiben bei der jetzigen Batterietechnik. Das weiß auch BMW und will da natürlich Kosten sparen, braucht aber weiterhin das E-Auto fürs Image. Es sollte also eher Geld in die Forschung gehen, als das jeder Autobauer an irgendeinem Antriebssystem rumwerkelt. Da bin ich ausnahmsweise mal auf der Seite der CDU.

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NewYork76 14.06.2019, 18:56
2. Nicht so kompliziert...

Sollte eigentlich nicht so kompliziert sein.
1) Kurz- bis Mittelfristig: Ausbau der Infrastruktur fuer Ladestationen (subvention privater (Solar-) Ladestationen)
2) Mittel- bis Langfristig: Wechsel zu 100% erneuerbaren Energien (+ Entwicklung entsprechender Energiespeicher)
3) Kontinuierliche Optimierung von Elektro-Fahrzeugen und generelles Tempo-Limit von 135km/h

Natuerlich kommen jetzt die "Experten", die das Alles fuer nicht umsetzbar halten. Aber das ist auch nicht verwunderlich wenn man weiss welche Lobby hinter diesen "Experten" steht und dass Politiker leider unfaehig sind langfristige Strategien zu entwickeln anstatt nur bis zur naechsten Wiederwahl zu denken.

Keine Frage des Koennens, sondern des Wollens.
Oder anders:
Wollen haetten wir schon koennen, aber duerfen haben wir uns nicht getraut!

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ddcoe 14.06.2019, 19:05
3. Scheuer ahnunglos - was auch sonst

So dilletiert der Verkehrskasper wie immer Plan und ahnungsfrei vor sich hin. Kein Verkehrskonzept, keine Idee eine Belastung für unser Land. Bitte endlich Neuwahlen, damit das Elend vorbei ist.

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aschu0959 14.06.2019, 19:09
4. Ich

Zitat von Leibdschor
Dieser Artikel zeigt die komplette Planlosigkeit von Politik und Industrie. Jahrelang wurden die alternativen Antriebe stiefmütterlich behandelt von beiden Seiten und nun fehlt ein Konzept. Das E-Auto alleine wird immer nur eine Zwischenlösung bleiben bei der jetzigen Batterietechnik. Das weiß auch BMW und will da natürlich Kosten sparen, braucht aber weiterhin das E-Auto fürs Image. Es sollte also eher Geld in die Forschung gehen, als das jeder Autobauer an irgendeinem Antriebssystem rumwerkelt. Da bin ich ausnahmsweise mal auf der Seite der CDU.
Kann Ihnen nur beipflichten.
Jahrelang hat sich die Industrie gegen jeglichen klaren Menschenverstand Investitionen in neue Antriebe verkniffen, um nur ja die Aktionäre zu pudern. Jetzt, nachdem der Betrug mit dem Diesel
allzu deutlich offenliegt, schreit man nach Geld - um in die nächste Sackgasse (E-Antrieb) zu laufen; Den E Antrieb können andere schon länger und deutlich besser.
Innovation, Visionen und Weitsicht sind scheinbar keine Managertugenden. Diese haben aber den Aufstieg der deutschen Automobilindustrie in die Weltspitze überhaupt erst ermöglicht.
Mit Managern die nur veraltete Technik verwalten können, ist jeglicher Neuanfang unmöglich!

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twike-fahrer 14.06.2019, 19:13
5. Smartphone mit Verbrennungsmotor

Denjenigen, die immer noch glauben, dass batterie-elektrische Fahrzeuge nur eine Zwischenlösung sei, empfehle ich, das nächste Smartphone mit Verbrennerantrieb zu bestellen, damit man es nicht mehr so oft zwischenladen muss. Alternativ mit einer Brennstoffzelle oder gleich mit Atomreaktor. Batterie-elektrische Fahrzeuge werden bis auf Nischen wie zB Oldtimer den Markt schnell vollständig überrollen. Stinkende und lärmende Verbrenner werden schnell zu Ladenhütern.

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seikor 14.06.2019, 19:24
6. "ganzheitlich"?

Dann bitte eine "ganzheitliche" Energiebilanz auf beiden Seiten! Meiner Kenntnis nach (Werte lassen sich schnell googeln) benötigt allein die Herstellung von 1 Liter Diesel so viel Strom, dass man mit diesem Strom mit einem E-Auto fast die entsprechende Strecke schon fahren könnte...
Jetzt hat ein Autohersteller tatsächlich mal gute Ideen und schon wird man wieder von dieser rückwärts gewandten Politik ausgebremst. Unglaublich! Ja was wollen die CDU-ler denn noch vergleichen?) H2-Antrieb? Hallo doofer Wirkungsgrad und explodierende Tankstellen (konnte mir das Grinsen nicht verkneifen). Oder warten die noch auf nen Flux-Kompensator? Der kommt genauso wenig, wie VW es schaffen wird, saubere Diesel zu bauen, die mit weniger Primärenergie die gleiche Strecke weit kommen, wie ein E-Auto.

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Hamberliner 14.06.2019, 19:27
7. Sinneswandel der Politik, Verweigerungshaltung bei BMW

Zitat von SPON
Die CDU will sich dagegen nicht auf eine Förderung von Elektroautos festlegen. So heißt es in einem Mobilitätskonzept, das vom niedersächsischen Wirtschaftsminister Bernd Althusmann und Parteivize Thomas Strobl erarbeitet wurde, die Frage der optimalen Technologie sei "noch unbeantwortet". ... Auch sei die Energiebilanz der Batteriefahrzeuge noch nicht gut, sie müsse deshalb mit anderen Antriebsarten "ganzheitlich" verglichen werden. Die CDU-Politiker schlagen deshalb zwar maßvolle Subventionen für Elektroautokäufer und mehr Ladesäulen vor. Dringend einzubeziehen seien dabei aber zusätzlich "neben Bio-Kraftstoffen auch Wasserstoff sowie Autogas (LPG), Erdgas (CNG) und synthetische Kraftstoffe, die CO2-arm hergestellt werden und weitgehend partikel- und stickoxidfrei verbrennen".
Das sind ja völlig neue Töne von der CDU. Bisher galt doch: Verbrenner, auch wenn sie mit CO2-neutralen neuen Kraftstoffen betrieben werden, sollen sehr bald verboten werden. Ich finde diesen Sinneswandel sehr erfreulich, und ebenso, dass vielleicht sogar manche Grüne zur Besinnung kommen, denn ich habe gestern oder vorgestern von Annalena Baerbock im Interview mit Karen Miosga gehört, dass sie die zu verbietenden Motoren nicht mehr wie bisher als "Verbrenner", sondern "fossile Verbrenner" bezeichnet. Was für ein Unterschied! Die Frage nach der optimalen Technologie ist nicht "noch unbeantwortbar", sondern von der Politik, vom Gesetzgeber, ÜBERHAUPT nicht zu beantworten. Ziel ist das Vermeiden oder zumindest Einsparen von zusätzlichen CO2-Emissionen, und je mehr Technologien hierfür erlaubt bleiben, um so wahrscheinlicher gelingt das. Welche sich am Ende durchsetzen, das können auch mehrere sein, muss man abwarten, das darf niemand par ordre du moufti entscheiden. Nur LPG gehört nicht in die Liste der Hoffnungsträger, denn es lässt sich nur gemeinsam mit Benhzin und Diesel in der Raffinerie herstellen und verbrennt sowieso nicht so CO2-arm wie CNG oder LNG.

BMW sollte übrigens zum Thema Förderung der Elektromobilität ganz still sein, solange noch keine BMW-Elektromotorräder auf dem Markt sind. Zero Motorcycles kann das, wenn auch mangelhaft, Energica kann das, wenn auch sehr teuer, Brammo und Bultaco (Rapitán Sport) sind gescheitert, hatten aber keinen Automobilhersteller im Rücken. Und BMW traut sich elektrisch nur mit einer Toilette auf den Markt. Dabei könnte man wunderschön mit zwei seitlich herausragenden Elektromotoren das Design, den Charakter der Boxermotoren ("Gummikühe") nachahmen.

Eine herausnehmbare Batterie, die man zum Aufladen in die Wohnung, ins Büro oder ins Hotelzimmer mitnehmen kann, haben manche (oder alle?) Modelle von Zero, und das wär der entscheidende Vorteil von Elektro-Motorrädern gegenüber Elektroautos.

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TurboWölfchen 14.06.2019, 19:32
8. Verpflichtung zur Offenlegung von Autobahn-Reichweite und -Verbrauch

Zwei Drittel der deutschen Bevölkerung lebt außerhalb der Großstädte, und ein erheblicher Teil der Transportleistung und Pendler-Kilometer wird auf Autobahnen erbracht.
Trotzdem lügen die Norm-Reichweiten- und Verbrauchszyklen (auch WLTP), dass sich die Balken biegen, wenn es um den Verbrauch (Verbrenner) und die Reichweiten (batterieelektrisch) im Autobahnbetrieb mit konstant 120 bis 130 km/h geht. Oft weichen die veröffentlichten Werte ("außerstädtisch") um nahezu das doppelte von der Realität ab - meinem Eindruck nach am heftigsten bei kleinen Benzinern, Plug-in-Hybriden und E-Autos. Dies hat u.a. mit der Stadtverkehrsfixierung der ganzen Diskussion zu tun, die wiederum dem starken Einfluss
gutsituierter urbaner Eliten auf die Politikformulierung zu verdanken ist. Leidtragende sind Pendler und alle, die mobil sein müssen, ohne viele Wahlmöglichkeiten zu haben.
Vorschlag an die Politik: Verpflichtet alle Autohersteller, realistische Autobahnwerte bei Verbrauch und Reichweite für alle Fahrzeugkategorien, separat vom Stadtzyklus, auszuweisen. Dann trennt sich die Spreu vom Weizen und das Publikum hat endlich reelle Chancen, ein sparsames Langstrecken- nd Pendlerfahrzeug zu finden. Wahrscheinlich wäre so sogar dem unsinnigen SUV-Boom etwas entgegengesetzt, und die Entwicklung ginge wieder stärker zu klassischen Limousinen, Kombis und Kompaktwagen mit ihrer geringeren Stirnfläche und besseren Energieeffizienz.

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Hamberliner 14.06.2019, 19:57
9. Re: "ganzheitlich"?

Zitat von seikor
Dann bitte eine "ganzheitliche" Energiebilanz auf beiden Seiten! Meiner Kenntnis nach (Werte lassen sich schnell googeln) benötigt allein die Herstellung von 1 Liter Diesel so viel Strom, dass man mit diesem Strom mit einem E-Auto fast die entsprechende Strecke schon fahren könnte... Jetzt hat ein Autohersteller tatsächlich mal gute Ideen und schon wird man wieder von dieser rückwärts gewandten Politik ausgebremst. Unglaublich! Ja was wollen die CDU-ler denn noch vergleichen?) H2-Antrieb? Hallo doofer Wirkungsgrad und explodierende Tankstellen (konnte mir das Grinsen nicht verkneifen). Oder warten die noch auf nen Flux-Kompensator? Der kommt genauso wenig, wie VW es schaffen wird, saubere Diesel zu bauen, die mit weniger Primärenergie die gleiche Strecke weit kommen, wie ein E-Auto.
Dein Informationsniveau ist noch ausbaufähig. Bitte lies mal was DER SPIEGEL unlängst zu Methan aus Bio-Abfällen und Jens Andersen und die Fa. Verbio geschrieben hat. Das wär nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Niemand kann von sich behaupten, schon vollständig informiert zu sein und die Klappe aufreißen zu dürfen, ohne sich zu informieren. Auch ich nicht. Ich entdecke laufend neues, unlängst z.B. einen hachhaltigen Kraftstoff, von dem ich noch nie gehört habe: Oxymethylenether (OME). Entdeckt habe ich das auf der Webseite eines Herstellers sehr skurriler Vehikel, deren Umweltfreundlichkeit erst recht mit nachhaltigen Kraftstoffen nur sehr schwer zu übertreffen sein wird: die Firma Sommer.

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