Forum: Auto
Mehr staatliche Unterstützung: BMW will stärkere Förderung von E-Autos - CDU nicht
BMW

Geht es nach BMW, soll Deutschland Technologieführer bei Elektroautos werden - durch staatliche Hilfe. Damit dürfte der Hersteller bei der CDU jedoch auf Widerstand stoßen: Sie möchte andere Antriebe fördern.

Seite 6 von 6
tinnytim 15.06.2019, 12:35
50.

Zitat von shardan
Man mag vom E-Auto begeistert sein, seine Einschränkungen sind unübersehbar. Die Reichweite ist begrenzt. Sämtliche Angaben der Autos, die ich probefahren konnte, sind um den Faktor 1,5 bis 2 zu hoch! Daneben sind selbst die von mir selbst festgestellten Reichweiten reine "Schönwetter"-Reichweiten. Wenn Scheibenwischer, Licht und ggf. Heizung dazu kommen, geht die Reichweite drastisch zurück. Über die Ladesäulen-Problematik muss man kaum noch schreiben. Im Ballungsraum mag das gehen, aber schon hier in den Außenbezirken einer Großstadt ist es zappenduster. Eigene Ladestelle im Mietwohnungsbau? Hier gibt es nicht mal Stellplätze!. Aber die Herstellung eines Akkus für ein solches Fahrzeug ist mit einer Menge "dreckiger" Chemie verbunden. Für das spätere Entsorgen bzw Verwerten gibt es eine Menge Vorschläge - etabliert ist bisher jedenfalls praktisch nichts. Es besteht die Möglichkeit, dass der PKW-Besitzer mit der Entsorgung des Akkus mit einer erneuten finanziellen Belastung zu rechnen hat. Die Reichweiten sind begrenzt. Daran wird sich absehbar nichts ändern. Die Energiedichte der Akkutechnik basiert nicht auf Wunderglauben, sondern auf der elektrochemischen Spannungsreihe. Die haben die Hersteller mittlerweile rauf und runter dekliniert, da sind allenfalls noch wenige Prozent drin. Ich habe es recherchiert: Sämtliche "Wunderakkus", die in den letzten Jahren angekündigt wurden, sind sang- und klanglos im Nirwana verschwunden. Ließen sich Physik und Chemie so leicht betrügen, hätten wir längst einen Warp-Antrieb. Mein Fazit: Für den Innenstadtbewohner, der einen "Elektrokarren" für seinen Einkauf ums Eck braucht, ist das Elektroauto ein ideales Fahrzeug. Für alle anderen, die keine Lademöglichkeit haben, längere Strecken fahren müssen oder Lasttransporte bewältigen, ist die Elektromobilität ein NoGo. In sofern begrüße ich hier die begrenzte Begeisterung der Politik und die Vorgabe auch andere Energieträger fördern zu wollen.
Ist Ihnen eigentlich selber klar, wie sehr Sie hier ein typisches Henne-Ei-Problem durch deklinieren, wie es diese bei jeder disruptiven Veränderung in der Technik der letzten 100 Jahre gab? Keines der von Ihnen genannten Probleme ist nicht bereits mit Lösungsvorschlägen bei Stadtplanern, Netzanbietern und Versorgungsunternehmen hinterlegt. Wenn Sie kein E-Auto fahren wollen, ist das zuallererst Ihre ganz persönliche Entscheidung, aber hüten Sie sich bitte, sich mit Ihrem Laien-Wissen über das von Experten zu stellen - zu denen ich mich übrigens explizit nicht zähle, allerdings weiß ich sehr genau, dass es diverse Konzepte gibt, die Ihre Probleme ohne weiteres lösen können. Und zur Ökobilanz von E-Autos nur so viel: Alles, aber wirklich alles ist sauberer als Rohölförderung, Transport, Raffinade und Verbrennung.
Ich lege Ihnen nahe, mal die Kolumne von Sascha Lobo von dieser Woche zu lesen: Dort zitiert er den schönen Satz "Konservative machen das, was Linke fordern, nur zehn Jahre später". Da steckt erstaunlich viel Wahrheit drin, wenn man mal drüber nach denkt.
Einfach mal ein bisschen an den Erfindungsgeist des Menschen glauben, Probleme nicht nur zu erkennen, sondern sie auch lösen zu können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hamberliner 15.06.2019, 15:36
51. Re: #9 @hamberliner

Zitat von seikor
Hmmm, ihr Link "Erdgasauto vs. E-Auto" verweist auf eine Bezahlseite von Spon+...
Als zahlender SPON-Abonnent muss man sich nur einloggen, und wenn man die entsprechende Checkbox ankreuzt erfolgt das Einloggen ab sofort immer vollautomatisch.

Ein Abo ist wirklich wärmstens zu empfehlen. Man fühlt sich gleich viel besser wenn man selber die Kosten für seine Teilnahme an diesem Forum übernimmt, wenn man sich nicht von denen aushalten lässt, mit denen man hier diskutiert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
radnabe 15.06.2019, 16:08
52. verbilligter Ladestrom

Im Ernst? Der Autoverkehr will Mal wieder eine Sommersubvention? die umweltfreundliche Bahn oder Straßenbahn soll normale Strompreise zahlen, aber fürs Auto ermäßigt? Die Familie Zeit für Beleuchtung und Waschmaschine den vollen Preis, nur der Tesla Fahrer kriegt es billiger? Wie dreist kann man sein?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
derabbey 16.06.2019, 10:41
53. BMW fährt fette Gewinne ein,

aber der Steuerzahler soll für die Entwicklung von E-Autos bluten. So langsam kann ich Kevin Kühnert verstehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lestat3006 19.06.2019, 08:48
54. @ Nr. 52 und 53 Danke!

Danke, waren auch meine ersten Gedanken, sind aber erst spät im Forum geäußert worden. Nicht zu vergessen die Solaranlagen auf den Dächern, die von den Menschen bezahlt werden, die in Hochhäusern wohnen ( müssen). Kein Steuergeld mehr für Spielzeugautos!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tempus fugit 19.06.2019, 10:05
55. Volle Antwort:

Zitat von Fragende_Leere
Beim Ausbau der Ladestationen zB in Parkhäusern oder Wohnsiedlungen müssten ganz andere Kabelwuerschnitte verlegt werden, wenn alle ihre hippe Elektrofuhre schnellladen wollten: ein Parkhaus würde energietechnisch zum Industriepark. Klar kann man das machen, kostet aber viel Geld. Vor allem die Stadtwerke/ Verteilnetzbetreiber und damit den privaten Verbrauchern. Als Mieter freue ich mich über die Umlage der greenwashing-Kosten der Besserverdienenden.
1. muss man sich mal von der 'Gewohnheit' trennen, als ginge es immer um Volltanken geht wie bei Sprit und nicht um Nachladen bei E-Autos.

2. Können Sie im Parkhaus Sprit tanken? Nein, benutzen aber trotzdem das Parkhaus.

3. wenn täglich die 45 Mio. Autos in DE ganze 40 km zurücklegen und über 23 h Stehzeuge sind, wäre das Nachladen auf so 6-8 kWh beschränkt, um immer 'voll getankt' zu sein.

4. Das ginge auch im P in 2-3 h macht da eine Schuko 8 kWh rein,
dazu braucht man kein armdickes Kabel. Oder sonst gratis beikj OBI beim Aldi oder Lidl oder sonstwo. Billiger geht's gar nicht - auch für Schlechtverdiener.

5. Schlechtverdiener können sich für E-Mobilität en e-GO für ab 12.000 Euro anschaffen und praktisch ohne Sprit- und einige andere Kosten (KfZ-Steuer...) fahren.

6. Wer hipp will und kann und die Schuko nicht ausreicht, weiss das zuvor und richtet sich darauf ein - wo ist IHR Problem?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
konservativer1987 19.06.2019, 15:38
56.

Zitat von NewYork76
Das stimmt einfach nicht. Fakt ist: Weniger als 5% der Pendler in Deutschland haben mehr als 50 km Pendeldistanz. D.h. fuer 95% !!! der deutschen Autofahrer ist Reichweite KEIN Problem. (selbst wenn - wie Sie behaupten - die Werte der Autohersteller um das doppelte abweichen)
Wenn die denn zu Hause laden können, das ist doch eher das Problem.
Weder hatte meine alte Wohnung in der Garage Strom, noch hat es die Neue am Stellplatz. Meine alte Wohnung wurde bei meinem Einzug renoviert, davor 50(!) Jahre nicht. sie können sich also ausrechnen, wann die nächste Renovierung ist. Die Garagen sind noch im Zustand der 60er, wobei immerhin ist das Dach mal erneuert worden und die Wände gestrichen.
Mein neuer Vermieter hat den Punkt Strom am Stellplatz mal kurz angesprochen, würde aber keine Kabel unter dem schönen neuen Pflaster (Baujahr 2016) verlegen wollen. Im Zweifel könnte man ja eine Kabeltrommel aus dem Schuppen (der dann mit allen Sachen, die dort gelagert sind, offen stehen würde) legen und damit laden. Als ich dann fragte, was passiert, sollten alle 3 Mietparteien für alle 6 Stellplätze E-Autos kaufen, war das Thema schnell erledigt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
konservativer1987 19.06.2019, 15:42
57.

Zitat von tinnytim
Ist Ihnen eigentlich selber klar, wie sehr Sie hier ein typisches Henne-Ei-Problem durch deklinieren, wie es diese bei jeder disruptiven Veränderung in der Technik der letzten 100 Jahre gab? Keines der von Ihnen genannten Probleme ist nicht bereits mit Lösungsvorschlägen bei Stadtplanern, Netzanbietern und Versorgungsunternehmen hinterlegt. Wenn Sie kein E-Auto fahren wollen, ist das zuallererst Ihre ganz persönliche Entscheidung, aber hüten Sie sich bitte, sich mit Ihrem Laien-Wissen über das von Experten zu stellen - zu denen ich mich übrigens explizit nicht zähle, allerdings weiß ich sehr genau, dass es diverse Konzepte gibt, die Ihre Probleme ohne weiteres lösen können. Und zur Ökobilanz von E-Autos nur so viel: Alles, aber wirklich alles ist sauberer als Rohölförderung, Transport, Raffinade und Verbrennung. Ich lege Ihnen nahe, mal die Kolumne von Sascha Lobo von dieser Woche zu lesen: Dort zitiert er den schönen Satz "Konservative machen das, was Linke fordern, nur zehn Jahre später". Da steckt erstaunlich viel Wahrheit drin, wenn man mal drüber nach denkt. Einfach mal ein bisschen an den Erfindungsgeist des Menschen glauben, Probleme nicht nur zu erkennen, sondern sie auch lösen zu können.
Stadtplaner.... eigentlich hätte man da schon mit dem Lesen aufhören müssen. Meine Güte, viele Städte haben schlicht und ergreifend kein Geld! Vor allem die in den alten Bundesländern. In der Kleinstadt, in der ich jetzt 3 Jahre gewohnt hatte, waren/sind viele Fußwege seit den 60ern nicht mehr gemacht bzw. nur geflickt worden. Dasselbe gilt sogar für einige Straßen. Da liegt nichts in der Schublade, da werden auch in 20 Jaren keine Ladestationen überall stehen. Es wurde sogar der Schnitt der Hecken und Bäume auf städtischen Gelände eingeschränkt, um Geld zu sparen. Und in der Großstadt, die 15 nördlich ist, sieht es außerhalb der Innenstadt auch nicht besser aus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tempus fugit 19.06.2019, 17:30
58. Stadtplaner?

Zitat von konservativer1987
Stadtplaner.... eigentlich hätte man da schon mit dem Lesen aufhören müssen. Meine Güte, viele Städte haben schlicht und ergreifend kein Geld! Vor allem die in den alten Bundesländern. In der Kleinstadt, in der ich jetzt 3 Jahre gewohnt hatte, waren/sind viele Fußwege seit den 60ern nicht mehr gemacht bzw. nur geflickt worden. Dasselbe gilt sogar für einige Straßen. Da liegt nichts in der Schublade, da werden auch in 20 Jaren keine Ladestationen überall stehen. Es wurde sogar der Schnitt der Hecken und Bäume auf städtischen Gelände eingeschränkt, um Geld zu sparen. Und in der Großstadt, die 15 nördlich ist, sieht es außerhalb der Innenstadt auch nicht besser aus.
....was müssen die planen für E-Autos?

Wo eine profitable Nachfrage entsteht, entsteht auch ein Business...

Jeder, der eine Starkstromanlage hat und 1 - ? Stellplätze, kann Strom verkaufen - auch die Stadt.
Wer auf Ladestationen wartet, wo der Strom nichts kostet, der wartet
sicher lange, auch 20 Jahre und >!

Wer - wieviele km fahren Sie täglich? - pro Tag so 40-60 km fährt - und das ist nicht wenig, täglich, dann braucht er dafür so 8 - 10 kWh.

Liefert der Aldi, Obi, Lidl, Ikea u.s.f. sogar gratis - noch!

Wo ist das Problem? Noch nie irgendwo gesehen, dass Gratis-Ladestellen belegt wären - im Gegenteil: die sind durchweg unbelegt....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 6 von 6